Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 75 (1934)
- Issue
- Heft 30 (26.7.1934)
- Date
- 1934-07-26
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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26. Juli 1934 Der Israelit Nr. 30 Seite 15 Personalien. Die Beisetzung Dr. Meier Hildesheimers V*st- Berlin, 24. Juli Unter außerordentlich starker Beteilgung fand am 24. Juli auf dem Friedhof der Adaß Jisroel-Gemeinde in Berlin-Weißensee die Beisetzung des am 22. Jul: (Tischa b'Aw) verstorbenen Leiters des Berliner Rabbiner-Seminars, Dr. Meier Hildesheimer, statt." Dei Trauerzug setzte sich um 11 Uhr von der Wohnung des Verstorbenen in Bewegung. Den Angehörigen folgten geschlossen die Schüler des Rabbiner-Seminars und über tausend Leidtragende. In den Straßen, die der Trauerzug passierte, waren die jüdischen Geschäfte geschlossen. Da der Verstorbene letztwillig den Wunsch ausgesprochen hatte, daß bei seiner Beerdigung keine Trauerreden gehalten werden mögen, beschränkte sich der Rabbiner der Adaß Jisroel-Gemeinde, Dr. Münk, in der Zeremonienhalle darauf, unter Hinweis auf diesen Wunsch, die Trauerversammlung zu bitten, in ehrfurchtsvollem Schweigen der Bahre zu folgen. Die stille Totenfeier der unübersehbaren Trauergemeinde war außerordentlich eindrucksvoll. Erschütternd wirkte das von Ooerkantor Keiles rezitierte El mole rachamim. Die großen jüdischen öffentlichen Körperschaften und Organisationen waren bei der Trauerfeier durch ihre führenden Männer vertreten. Von der Reichsvertretung waren der Präsident Rabbiner Dr. Leo B a e c k und der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses Dr. Otto Hirsch erschienen, vom Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden dessen Vorsitzender Kammergerichtsrat Leo W o 1 f f , von der Leitung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin der Vorsitzende Direktor Heinrich Stahl und die Vorstandsmitglieder Dr. Alexander, Rechtsanwalt Dr. Klee, Dr. S a n d 1 e r und Adolf S c h o y e r. Vom Berliner Rabbinat sah man die Herren Dr. Freimann, Dr. Arthur Levy, Dr. Emil L e v y und Dr. Wilhelm L e w y , ferner die Rabbiner Dr. Link und Dr. Silbermann. Aus Altona war Oberrabbiner Dr. Carlebach erschienen, aus Breslau Rabbiner Dr. Hoffmann, aus Frankfurt a. M. Rabbiner Dr. H o r o w i t z. Die Weltorganisation Agudas Jisroel, die Freie Vereinigung und die Frankfurter Relig.-Gesellsch. waren durch Jacob Rosenheim, Frankfurt a. M., die Thora-Lehranstalt Jeschiwa durch Rabb. Dr. Frankl vertreten, der Centraiverein durch seinen Vorsitzenden Justizrat Dr. Julius B r o d n i t z, die Zionistische Vereinigung für Deutschland durch Dr. Franz Meyer. Ferner nahmen an dem Begräbnis der Leiter des jüdisch-theologischen Seminars in Breslau, Dr. Rabin, Prof. Dr. F r e i m a n n als Delegierter der Jüdischen Gemeinde, Frankfurt a. M-, Prof. Eugen Mittwoch, Berlin, die Dozenten des Berliner Rabbiner-Seminars und Vertreter fast aller bekannten Wohlfahrts-Organisationen Berlins teil. Bad Dürkheim (Pfalz), 25. Juli. Am nächsten Sabbat begeht Frau Johanna L o e w, hier, die Witwe des vor Jahren verstorbenen Lehrers Loew in Haßlach, der in dieser Gemeinde mehr als 40 Jahre gewirkt hatte, ihren 87. Geburtstag. Die Greisin, die noch heute in voller Geistesfrische ihren religiösen Pflichten lebt, jeden Tag auswendig ihr Gebet verrichtet und Tehillim sagt, hat sich insbesondere auf dem Gebiete der echten Zdoko in ganz Bayern einen guten Namen gemacht. Ihr ganzes Leben war der jüdischen Menschenliebe und den Mizwos gewidmet. Möge ihr weiter in jugendlicher Frische ein heiterer Lebensabend beschieden sein. (ITA.) -way Vermischtes. Stuttgart, 25. Juli. Herr Rabbiner Dr, Simon B a mb e r g e r in Stuttgart teilt uns mit, daß das Ferienheim der Stuttgart-Loge in Mühringen (Schwarzwald) nicht mehr unter seiner Aufsicht steht. SprechsaaL Rituelle Speisegelegenheiten. Vom Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser wird uns geschrieben: In letzter Zeit häufen sich infolge der Verhältnisse die Fälle, in denen bis dahin zuverlässige Restaurationen sich auf rituell absolut unzuverlässiges Fleisch umstellen. Auf Grund dieser Tatsache" fühlen wir uns verpflichtet, darauf hinzuweisen, daß jeweilige Aenderungen unseres Verzeichnisses in der jüdischen Presse („Israelit", Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg und Laubhütte Hamburg) bekannt gegeben werden und heute mehr denn je beachtet werden müssen. In diesem Zusammenhang machen wir speziell auf die jedem Verzeichnis beigefügte Notiz aufmerksam, daß alle früheren Hefte mit Erscheinen des letzten Heftes Nr. 196 ihre Gültigkeit verlieren. Außerdem sind wir (Hamburg 1 Gr. Bäckerstr. 6) sowie unser Lokal-Komitee Frankfurt a. M., Rechneigrabenstr. 10 jederzeit gerne zu jeglicher Auskunft bereit. (Wir - kommen auf die Angelegenheit noch zurück Red.) Die Frankfurter Woche. ISUPA, Israelitische Suppenanstalt E. V. Die ordentliche Mitgliederversammlung nahm den Geschäftsbericht für das Jahr 1933 entgegen. ' Es wurden in der Anstalt 99 127 Portionen Essen ausgegeben, darunter 45 775 Portionen an Kinder. In dieser Zahl sind nicht eingeschlossen die Zahlen des Wöchnerinnen-Depots, sowie die Kranken- und Gefangenen-Speisung. Für die gesamten Leistungen wurden ca. M. 50.000 benötigt, aufgebracht durch Beiträge der Mitglieder und Spenden der Gönner der Anstalt im In- und Auslande. Der Vorstand der Anstalt setzt sich nach erfolgter Neuwahl wie folgt zusammen: Lucien Picard, Dr. Oscar Klau, Ignaz Bergenthal, Leon Mainz, Ernst Schwabacher, Dr. Gustav Simon, Dr. Ernst Kirchm, Alfred J. Grünebaum. Gaben nimmt die Anstalt unter: ISUPA Postsch.- Könto Ffm. 10273 entgegen. Aus dem von Rothschild'schen Hospital. Der langjährige Verwalter des Hospitals, Herr H. Gans und seine Gattin, welche dem Küchenbetrieb des Hospitals vorstand, werden in der kommenden Woche ihren bisherigen Wirkungskreis verlassen, um nach Erez Isroel überzusiedeln. Herr Gans, welcher viele Jahre als Lehrer und Kantor in Marburg (Lahn) segensreich wirkte, ist mit seiner Gattin nicht nur im Spital durch seine mustergültige Pflichtauffassung und sein streng religiöses Vorbild bekannt geworden, sondern er hat sich auch in der Gemeinde durch seine Maschgiach-Tätigkeit und durch die von ihm gewissenhaft ausgeübte Ehrenfunktion des morgenlichen Thillimsagens in der Synagoge verdient gemacht. Für die Zukunft wird nach Beschluß der Hospitalverwaltung der Verwalterposten eingespart werden. Dessen Funktionen gehen an eine Kommission der Verwaltung über. — Für die Leitung des Wirtschaftsbetriebes ist eine in der Diätküche besonders erfahrene Wirtschafterin mit langjähriger Anstaltspraxis gewonnen worden. Ortsgruppen Frankfurt a. M. der „Selbsthilfegruppen jüdischer Blinder und Körperbehinderter in Deutschland". Die Werbeversammlung am 11. Juli im Lesesaal des Gemeindehauses nahm einen guten Verlauf. Kurz vor der sehr gut besuchten öffentlichen Versammlung traten die schon vorher erfaßten Blinden und Körperbehinderten in getrennten Gruppen zusammen und bildeten je eine Ortsgruppe für Frankfurt a. M. und Umgebung, mit der Geschäftsstelle Bleichstraße unter Leitung von Irma Dresdner. Obmann der Blindengruppe ist Max Leopold, ihm beigeordnet Emil Münster. Der Vorstand der Bbb.-Gruppe ist Irma Dresdner, Walter Grünstein als Schriftführer und Dora Kelsen. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — 11 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr J. Soffer. — Mikroschiur des Herrn Rabbiner H. Mayer Schabbos 3U Stunde vor Mincho im Vereinslokal. — Eine Stunde vor Nacht, Midrasch Herr Abr. Saffra. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, o*w "n, Sonntag vorm. 9 Uhr, im Vereinslok. „Mögen Awrohom", Herr R.-A. Dr. Schlesinger. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, abends 7 Uhr im Vereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabb. Dr- Jos. Breuer. Dienstag (auch Donnerstag) abends 6 Ubr Gemoro, Herr R.-A- Dr. E- Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, 28. Juli: Sally Goldschmidt-Stiftung. Freitag. 3. August: Caroline Dannenberg geb. Blumenfeld-Stiftung. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags, ll—12 Uhr, Montag bis Freitag 12—1 Uhr. Samstag 121/4 Uhr, Herr Sofer, im Vereinslokale, Schwanenstr. 12 Gebetzeiten. pnnxi nnw Freitag abend 7.30 Samstag n»3E?n 6.35 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 9.10 Wochengottesdienst : Morgens 6 30 Nachmittags 7.15 _Tefillinlegen am Morgen 3.50_ Der Saison-Schlußverkauf bei Gellhorn, Steinweg 9 beginnt Montag, den 30. Juli Beginn Montag, den 30. Juli 1934 des bekannten grossen Saisonschluss-Verkauf CARS C H für Herren und Knabenkleidung (Auf Wunsch Extra-Anfertigung in *1 ty "D V e rarbeitung Lederwaren in grosser Auswahl billigst ♦ Telefon 26801 Saison-Schlufl verkauf in Damen u. Kinderkleidung Beginn 30. Juli 1934 S. SICHEL Liebfrauenstrasse 6 Schweiz Grindelwald Hotel Silberhorn ♦ Tel. 79 Ijft^pF Massige Preise. Vorzügl. Verpfleg. Pauschalarang Inferlaken Schweiz 9 Hoiel de la Paix Erstkl. Verpfl. Zimm. m. fließ. Wasser. Ch. Schleichkorn, Propr. :äeFerienkind. unterkommen. Hedy Kahn, König i. Odw. Ref.Jos.Rosenbaum, Ffm.Palrastr.il Ein Inserat im Israelit hat Erfolg KURPENSION HELLMANN BAD TÖLZ Höchste Leistung bei billigen Preisen Die Jüdische Kultusgemeinde in Rotterdam (Holland) sucht für die Jomlm Nauroim und Sukkaus einen streng orthodoxen OBERKANTOR mit kräftiger, schöner Stimme und musika- " :h gebildet. Briefe mit Referenzen (u. 1. v. streng orth. Rabb.) u. eventl. Bedingungen an den Vorstand der Gemeinde, Gedempte Botersloot 67, Rotterdam. Dr. Rosner Jodbad Tölz oniöSÄ Sitomir Mk. 40.— Waldmann, Frkfm., Ostendstr. 5 SCHADCHEN der in relig. gut. Häusern eingeführt ist, •wird um Angabe seiner Adresse gebeten. Suche für meine Schwägerin, 24 Jahre, schlanke hübsche Erscheinung einen pass. relig. Lebensgefährten SStÄrSk Einheirat in einem gut gehenden Geschäft ird geboten. Off. unt. 702c an die Exued. Holland. Gesucht sof. orthod. Damelt Korrespondentin. Auch teilw. haushlt. Betätigung, intern. ~" u.698c a.d.Exp, -.rit.größ.Haush. wirdAlleinmdch. das koch, kann, ges. Fam.-Anschl. Putz-u. Wascbfr.w. geh. Off. Zgnabschr. u. Ref. _.Ch.T.100 an Jeidel Sandweg 6, Frankfm. Für jtr. orth. Schweizerin schön, lieb, gebildet, sprachenk. Mädchen Heirat n. Frankr. od. Niedcrld. ges. Ausst. u. Mitgift vorh. Evtl. Doppel - Heirat Bruder 28 J. in guter Posit.gedieg.Charakt. Au«f. Zuschr. erbet, unt. 689c a. d. Exp. 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