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Der Israelit · 1934-05-31 · Heft 22 (31.5.1934) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 22 (31.5.1934)
Date
1934-05-31
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
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3}. Mai 1934 Oer Israelit Nr. 22 Seite 15 Die Frankfurter Woche. Für die Opfer von Tiberias! Wie uns bekannt wird, veranstaltet die Palästina- Zentrale der Agudas Jisroel eine Sammelaktion für die Opfer von Tiberias. Wie schon berichtet und von allen Seiten hervorgehoben wird, war die Agudas Jisroel in Palästina schon am ersten Tag, unmittelbar nach dem Unglück, auf dem Plane, um die erste Hilfe zu reichen, und sie ist bis zum heutigen Tag die einzige Hilfsstelle geblieben, die die Obdachlosen mit dem Nötigsten v e r s o r g t. Wir zweifeln nicht, daß alle, die ein Herz für Erez Jisroel und die Not unserer Brüder haben, sich mit ihren raschen reichlichen Spenden einstellen, die von der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Schwanenstr, 12, angenommen werden. Mißverstandene Talmud- und Soharstellen. Einem dringenden Wunsche von Seiten der Mitglieder entgegenkommend, veranstaltet der Mekor C h a j i m am nächsten Sonntag, % 9 Uhr, in seinen Räumen Hans Handwerkstr. (Langestr.) 18 einen Vortrag für Damen und .Herren über die Stellen im Talmud, Schulchan Aruch und Sohar, die früher schon und besonders in letzterer Zeit in mißverständlicher Deutung gegen uns ausgespielt wurden. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Auch Gäste sind willkommen. Verein Mekor Chajim E. V. Gemäß unserer Ankündigung vor einigen Wochen stellen wir all unseren Mitgliedern und Freunden unsere Leihbibliothek unentgeltlich zur Verfügung. Das erste Ausleihen erfolgt diesen Sonntag und bitten wir Interessenten, sich vormittags ab 11 Uhr im Vereinslokal einzufinden. In der Siechenhausgemeinde ... Vom Gumpertz'schen Siechenhause geht uns folgender Bericht mit der dringenden Bitte um Aufnahme zu; Es gibt festliche Stunden, die unvergänglich sind, die sich tief in unser Herz hineinprägen und ein beglückendes Gefühl sonniger Erinnerung zurücklassen, besonders dann, wenn die Wogen des Alltags uns wieder umspülen. Eine solche Stunde war uns Sonntag abend im Gumpertz'schen Siechenhause vergönnt. In dem festlich erleuchteten G'tteshaus dieser Anstalt waren die Kranken und ihre Umgebung nebst Besuchern versammelt, um dem verehrten Freund des Hauses, Herrn Redakteur Schachnowitz, zu seinem 60. Geburtstage eine Ehrung zu erweisen. Nach einem Chorgesang der Insassen beglückwünschte Herr Hefmann Seckbach in herzlichen Worten namens des Hauses Herrn Schachnowitz, indem er auf die doppelte Veranlassung dieser Feierstunde hinwies; sei doch Herr Schachnowitz genau 25 Jahre mit dem Liebeswerk seelisch verbunden, und mit dankbaren Empfindungen erinnerte er den Jubilar daran, welche Freude und welche Befriedigung er in diesen langen Jahren bei den verschiedensten Gelegenheiten den Kranken bereitet habe. Die Herren W o 1 p e r t, Rabbiner Korn und Studienrat Joseph Kaufmann feierten dann diesen Freund des Hauses in ernster, launiger und humorvoller Weise als Thoragelehrten, Redakteur, Schriftsteller und Menschen. Zum Erlebnis wurden hierauf für alle Anwesenden die herrlichen Ausführungen des Herrn Schachnowitz selbst. Wer da die leuchtenden Blicke der Kranken, die jedes Wort dem Redner von dem Mund ablasen, beobachten konnte, der empfand wohltuend die Brücke, die diese Stätte der Liebe mit der Persönlichkeit des Redners verband. Mit dem Mincho- und Maariwgebet fand die festliche Stunde ihren Abschluß. Professor Caro-Freiplatz. Die Mai-Nummer der „Mitteilungen" für ehemalige Schüler und Schülerinnen der Samson Raphael Hirsch- Schule zu Frankfurt a. M. ist fast ganz dem Andenken an Professor Dr. Josei Oaro?"xt gewidmet. In einem Aufrufe wird die Schaffung eines Professor Caro-Freiplatzes an der S. R. Hirsch-Schule angeregt, der einem, würdigen Kinde eine Schulerziehung ganz im Sinne des Verewigten ermöglichen soll. Den Hinterbliebenen soll das Recht zustehen, diese Freistelle mit einem geeigneten Kinde zu besetzen. Jeder, der dem unvergeßlichen Lehrer Dank und Verehrung zollt, wird gebeten, sein Scherflein dazu beizutragen. Die Vereinigung ehemaliger; Schüler und Schülerinnen empfiehlt diesen Aufruf aufs wärmste und hat Mk. 100.— für diesen Zweck angewiesen. Weitere Beiträge mit der Bezeichnung „Prof. Caro-Freiplatz" auf Postscheckkonto Frkft. Nr. 1616 (Vereinigung ehem. Schüler und Schülerinnen der S. R. Hirsch- Schule zu Frankfurt a. M.) oder im Sekretariat der Schule erbeten. Jüdischer Turnerbund e. V. Der Turn- und Sportbetrieb hat nach den Pfingstferien programmgemäß in allen Abteilungen wieder eingesetzt. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß wir unser Training nicht mehr auf der Riederwaldwiese, sondern auf der Kl einen Ostparkwiese abhalten; die Zeiten bleiben unverändert. Knabenabteilung: Bei dem am vergangenen Sonntag veranstalteten Jugendsportfest des Sportvereins „Schild" konnte unsere Schülerabteilung drei erste, einen zweiten und einen dritten Sieg erringen. Unsere Knaben zeigten sowohl im Laufen als auch in den anderen leichtathletischen Uebungen recht gute Leistungen und hinterließen auf die zahlreichen Zuschauer einen sehr guten Eindruck. Fußball: Das entscheidende Spiel um die Meisterschaft in der Abt. Schüler des südwestdeutschen Verbandes findet am kommenden Sonntag auf dem Sportplatz des Barkochba (Goldsteinstr. Endstation der Linie 1) statt und verspricht das Spiel bei dem guten Können beider Mannschaften einen interessanten Verlauf. Jüdisches Lehrhaus Frankfurt a. M. Vom Jüdischen Lehrhause wird uns geschrieben: Die im Rahmen des Früjahrslehrgangs des Jüdischen Lehrhauses Frankfurt a. M. geplante Besichtigung der jüdischen Kultstätten in Worms findet zunächst nicht statt. Sie wird, wenn möglich, im Herbst nachgeholt. Kulturbund deutscher Juden. In einer Pressekonferenz erstattete der künstlerische Leiter, Kapellmeister Hans Wilhelm Steinberg, einen Bericht über das neugegründete jüdische Berufsorchester. Dasselbe besteht zur Zeit aus 35' erstklassigen Musikern, die ein hohes ' spielerisches Niveau erwarten lassen. Die Besetzung der einzelnen Instrumentalgattungen ist komplett. Bei den Violinen konnten u. a. gewonnen werden Prof. Hans Bassermann, Rudolf Bergmann, Drucker. Mit diesem Klangkörper sollen vorwiegend Werke (u. a. Uraufführungen) jüdischer Komponisten aufgeführt werden (Schönberg, Revel, Milhaud, Mendelssohn-Bartholdy u. a. m.) A. K. Erstes Orchesterkonzert des Jüdischen Kulturbundes. In der Frankfurt-Loge stellte Hans Wilhelm Steinberg zum ersten Male das von ihm betreute Kulturbundorchester vor die Oeffentlichkeit. Es ist erfreulich, festzustellen, daß es Steinberg gelungen ist, auf Grund seiner praktischen Erfahrungen und auf Grund seiner künstlerischen Persönlichkeit einem höchst kultivierten, disziplinierten und schlagfertigen Klangkörper zu schaffen, der tatsächlich den höchsten Ansprüchen gerecht wird. Einleitend hörte man Schuberts reizende Sinfonie Nr. 5 in b-dur. Der Solist des Abends, Professor Hans Bassermann, spielte mit hervorragender, virtuoser Technik und hoher geistiger Auffassung das Violinkonzert in e-moll von Mendelssohn-Bartholdy. Allerdings war das Spiel etwas zu akademisch. Zum Schluß bot Steinberg eine feinsinnige und beschwingte Wiedergabe der Sinfonie Nr. 1 c-dur von Beethoven. A. K. Feier in der Synagoge Hans Handwerkstr. (Langestr.) Samstag, den 5. Mai, nas 'D mtp, veranstalteten die polnischen Juden anläßlich des polnischen Verfassungstages am 3. Mai einen Festg'ttesdienst im Betsaal Hans Handwerkstraße 31 in Anwesenheit des polnischen Generalkonsuls, Herrn S. Z a 1 e s k i. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden, Herrn Klausner, und Absingung eines Psalms durch die Herren Herzog und Bornstein hielt Herr Rosenwasser die Festrede über Sinn und Geist der Verfassung vom 3. Mai 1791 und deren Auswirkung auf die Lage der Juden in Polen. Herr Generalkonsul Zaleski dankte in warmen Worten, indem er ausführte, daß auch die neue Verfassung Polens von 1934, welche „im Namen G'ttes" beginnt, den g'ttlichen Grundsatz von Gleichheit aller Bürger zur Geltung bringt. Er schloß mit der Hoffnung, daß' die polnischen Juden in Deutschland einer besseren und glücklicheren Zukunft entgegensehen mögen. Mit dem Absingen eines Psalms durch H. Bornstein und dem Vortrage des nyup/i T/iun durch Herrn Herzog fand die Feier ihren Abschluß. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — nachmittags 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal Mikro, Herr Rabbiner H. Mayer — 4 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr,J. Soffer. — Eine Stunde vor Nacht, Herr Dr. J. Saffra „Lehre und Tat". Sonntag nachm. 8.30 Uhr im Vereinslokale, Vortrag des Herrn S- Schachnowitz über „Mißverstandene Talmud- und Soharstellen", für Herren und Damen. (Alles andere wie üblich.) Jahr Zeitsstiftungen. Schabbos, 2. Juni: Moritz Golde-Stiftung. Dienstag, 5. Juni: Rabbiner Seligmann Fromm-Stiftung. Mittwoch, 9. Juni: Erna Weil-Stiftung. Liwjath Chen. Samstag nach Mincho (5!/4 Uhr) im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz : „Signale in der Wüste". Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Rambam, Hilchaus Tefillo : Herr Rabb. J. Horovitz Schabbos 17.30 Uhr, in der Wohnung Fichteslraße 5. (Alles andere wie üblich.) PS I? Die Seforim-Sammlung der Agudas Jisroel Jugendgruppe wird fortgesetzt. Obwohl inzwischen schon erfreuliche Ergebnisse festgestellt werden können, fehlen doch in den Hachschoroth noch eine große Menge der in der letzten Nummern angeführten Seforim. Die geringste Spende hilft empfindsame Lücken ausfüllen, Anschrift oder mündliche Mitteilung an Hugo Adler, Seilerstr. 10 erbeten. Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 4. Juni, abends 9 Uhr, wird im Hause von Frau Heinr. Eisemann. Friedberger Anlage 25 für alle Mitglieder sämtlicher neuhebräischen Sprachkurse ein Konversationsabend in neuhebräisch, Spräche unter Leitung von Herrn Wollmann, stattfinden. Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes. 1. Zusammenkunft der berufstätigen Frauen am Montag, den 4. Juni, 20.30 Uhr bei Frl. Jolowicz, Eysseneckstr. 31. 2. Hausfrauengruppe: Donnerstag, den 7. Juni, 4 Uhr im Israelitischen Mädchenheim, Taunusplatz 17. Referat mit Aussprache über „das Verhältnis der Hausfrau zu ihrer Hausangestellten". - Verteilung von Kochvorschriften. Gemütliches Beisammensein Eintritt frei. Kaffee und Kuchen 40 Pfg. Anmeldungen bis spätestens Montag, den 5. Juni, erbeten an Frau Stephanie Forchheimer, Feldbergstr. 31. Gebetzeiten. ■ptyrin nifl Freitag abend 7.45 Samstag nnawn 6.35 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 9.25 Wochengottesdienst: Morgens 6 30 Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 3.00 Hotel Meyer in Bad Neuenahr besteht über 50 Jahre, hat sich aus kleinen Anfängen zu einem großen modernen Hotel entwickelt, 50 Zimmer fit 70 Betten zum größten Teil mit fließendem kalten und warmen Wasser ausgestattet, schöner kühl gelegener Speisesaal, gedeckte sonnige Frühstücksterrasse und Nebenräume bieten den Gästen die Möglichkeit,' sich wohl und behaglich zu fühlen. Auch finden Sie hier stets angenehme Gesellschaft und zwar das beste jüdische Publikum. Eine erstklassig geführte Küche trägt durch abwechslungsreiche Menüs zum Wohlbehagen bei. Jede gewünschte Diätverpflegung wird gewissenhaft nach ärztlicher Vorschrift schmackhaft und sorgfältig zubereitet. Sabbat-Anfang und Ausgang jhWrn mt? Ort Anfang Uhr | Mi». Datum Ausgang Uhr | Min. Frankfurt am Main 7 45 2. 9 25 Berlin 7 30 Juni 9 17 München 7 15 1934 8 56 Köln 7 45 9 35 Stuttgart 7 30 19. 9 15 Breslau 7 30 ]VD 8 53 Nürnberg \'T 30 Tinr» 9 08 Hamburg 8 00 9 44 Würzburg 7 30 9 20 G. MUHLFELDER Hans Handwerkstraße 63. Telef. 29724 empfiehlt sich für alle Polster-, Tapezier- und Dekorations - Arbeiten Spezialität: Federreinigung DaeAA Rasiercreme zum Rasieren „ f b ohne Messer« S^mJb^mm Gebrauchsfertig Seit 24 Jahren von Tausenden Im Gebrauch, fein partum., ärztlich anerkannt. 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