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Der Israelit · 1934-01-18 · Heft 3 (18.1.1934) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 3 (18.1.1934)
Date
1934-01-18
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 Nr, 3 Der Israelit 18. Januar 1934 Jüdisches Lehrhaus. Der Arbeitsplan für den Winterlehrgang 1934 des Jüdischen Lehrhauses ist erschienen und zu einem Preise von 10 Pfg. u. a. in der Geschäftsstelle des Lehrhauses, Frauensteinstr. f8 zu haben. Schaumre Schabbos Stellenvermittlung. Die Frankfurter Zentralstelle des Reichsverbandes der Schaumre Schabbos Stellenvermittlungen hält ihre Sprechstunden Montag 20—21 Uhr und Mittwoch 11—13 Uhr in der Schwanenstr. 12 p. ab. — Wir erwarten von Allen, die den Schabbos halten, weitgehendste Unterstützung und bitten vor allem, uns alle freiwerdenden Stellen sofort zu melden. Wir vermitteln auch Aushilfsstellen. Schaumre Schabbos Stellenvermittlung, Schwanenstraße 12 p. Tel.; 47324. Für eilige Fälle: 45670 (Michael Grünebaum) und 46574 (Max Eschwege). Jüdische Haushaltungsschule e. V. Die Jüdische Haushaltungsschule hat außer ihren ijanz- und halbjährigen Haushaltungslehrgängen und ihrem Haushaltpflegerinnenseminar auch wieder einen viermonatlichen Palästinakursus, in dem vorwiegend praktische Fächer und Hebräisch gelehrt werden. Beginn dieses Kursus Ende Februar; die anderen Lehrgänge beginnen Mitte April. Anschließend an die bisherigen Abendkurse in Kochen, Backen, Nähen, Ausbessern, Schneidern und Reparaturen im Haushalt werden wieder neue Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene durchgeführt. Anmeldungen: Königswarterstraße 20. Gesellschaft für jüdische Volksbildung E. V, Frankfurt a. M. Im Januar 1934 haben bereits folgende Veranstaltungen stattgefunden: Montag, den 8. Januar, abends 8 Uhr im Neuen Theater Trio Abend. — Sonntag, den 14. Januar, nachmittags 3 Uhr im Neuen Theater einmaliges Gastspiel des Kulturbundes deutscher Juden, Berlin. Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Kurt Singer. Nathan der Weise. — Montag, den 15. Januar, abends 8 Uhr im Neuen Theater einmaliges Gastspiel des Kulturbundes deutscher Juden, Berlin. Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Kurt Singer. Othello, der Mohr von Venedig. — Von den weiteren Veranstaltungen seien genannt: Montag, den 22. Januar, abends 8 Uhr: Vier Kantoren Abend. — Samstag, den 27. Januar, abends 8 Uhr im großen Saal der Frankfurt-Loge:-A b e n d Frankfurter Komponisten. — Mittwoch, den 31. Januar, nachmittags 5 Uhr in der Frankfurt- Loge: Chamischoh Osor Bi-Schwat Feier für Schulkinder und Erwachsene. Trio-Abend im Neuen Theater. Drei bekannte jüdische Künstler, der hervorragende Geiger Stephan Frankel, der Cellist Ewel Stegmann und Opernkapellmeister Hans Wilh. Steinberg (Klaveir) fanden sich zu einem Trio zusammen. Zu Gehör kamen Trio A-Dur op. 7 O. Nr. 1 (Geistertrio) von Beethoven, die Serenade von Alexander Tausmann, ein modernes Werk, das nur durch seine Technik fesselt; innerer und seelisch geistiger Gehalt ging dem Werke ab. Und zum Schluß Trio D-Moll, opus 49 von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Wiedergabe der Werke erreichte höchste technische und künstlerische Vollendung. A. K. Ton und Wort. Am Samstag, den 4. Februar findet in allen Räumen des Saalbaües ein großer künstlerischer Abend unter dem Motto „Ton und Wort" statt. Im ersten Teil, dessen Leitung Herrn Max N e u m a n n übertragen worden ist, wirken mit: Alice Rosenb a u m (Klavier), Hans Assenheim (Bariton), Heinrich Bornstein (Baß), Theo Ratner (Violine), Dr. Willy S a 1 o m o n (am Flügel), sowie ein 30 Mann starkes Orchester jüdischer Berufsmusiker. Der zweite Teil ist zusammengefaßt unter dem Titel: „Kabale und Liebe anno 1934", parodistischer Scherz von „Börsenwilli", ausgeführt von den Damen Käthe Ettlinger, Lissi Schloß, Sofie S e I i g m a n n , sowie Herrn Franz Massarek vom Neuen Theater. — Karten zu Mk. 1.—, 1.25, 1.50 und 2.— sind bei den bekannten jüdischen Vorverkaufsstellen zu beziehen. Achawa. Gegen Jahresende fand wie üblich eine Verwaltungsausschußsitzung der Achawa statt. Wie alle ähnlichen Institutionen, so hat auch diese nunmehr 70 Jahre bestehende Einrichtung den Hauptteil ihrer ursprünglichen Bedeutung eingebüßt. Trotzdem ist man, wie der erste Vorsitzende, Herr Oberlehrer Gut, ausführte, entschlossen, die Kasse ihrer Bestimmung zu erhalten. Hierfür sind nicht nur Pietätsgründe maßgebend. So konnten auch in diesem Jahre wieder, wie Herr Bankdirektor Emil Simon, der Kassenführer, mitteilte, Mk. 2400.— zur Auschüttung gelangen und manche Not gelindert werden. Den Ehrenmitgliedern, die dem Verein treu geblieben sind und denjenigen, die zugunsten der Bedürftigeren auf ihre Quote verzichtet haben, gebührt besonderer Dank. Die Beiträge für Ehrenmitglieder betragen Mk. 6.—. Die aktiven Mitglieder werden gebeten, ihren Beitrag von Mk. 4.— ohne weitere Aufforderung auf das Postscheckkonto der Achawa (Pensions- und Hilfskasse israelitischer Lehrer Deutschlands) Nr, 47452 Frankfurt a. M. einzuzahlen. Neue aktive Mitglieder können zur Zeit nicht aufgenommen werden. Anfragen beantwortet der Schriftführer, Herr Studiernat Walther Rothschild, Hammanstr. 5. Alexander Dietz. In Homburg v. d. H., wo er seit Jahren wohnte, ist am Sonntag im Alter*von 69 Jahren Justizrat Dr. Alexander D i e t z gestorben, der zur Frankfurter Orts- und Familiengeschichte zahlreiche wertvolle Arbeiten beigesteuert hat. 1896 gab er das weitbekannte Frankfurter Bürgerbuch mit geschichtlichen Mitteilungen über 600 bekannte Familien aus der Zeit vor 1806 heraus. Zehn Jahre später folgte mit gleichem Erfolg das Stammbuch der Frankfurter Juden mit geschichtlichen Mitteilungen über die jüdischen Frankfurter Familien von 1349 bis 1849. Es ist über die ganze Welt verbreitet, namentlich in Paris, London und Newyork. Auch zur Goetheliteratur lieferte Dietz einige Beiträge. Während dreißig Jahren war sein ganzes Sinnen und Trachten auf die Fertigstellung der Frankfurter Handelsgeschichte, Sie sichern sich beste und prompte Erledigung Ihrer Inserataufträge wenn Sie dem wirklichen Fachmann diese übergeben Außer der Generalvertretung des „Israelit" für Frankf. Geschäftsanzeigen übernehme auch Aufträge für die Frankfurter Zeitung und allen anderen Tages* und Wochenzeitungen zu Originalpreisen. ANNONCEN-BÜRO JULIUS SCHMIDT FRANKFURT-M., OSTENDSTRASSE 83 i TELEFON 45866. eines fünfbändigen reich illustrierten Werkes, gerichtet. Die Methode, welcher er den erheblichen Erfolg dieses umfangreichen Werkes verdankte, war die unendlich mühevolle Einzeluntersuchung über jeden Frankfurter Kaufmann, mit anderen Worten die individualistisch-induktive. Infolgedessen enthält das Werk auch eine Fülle genealogischen und biographischen Materials. Es fand einen großen Abnehmerkreis nicht nur in Frankfurt, sondern auch im übrigen Deutschland und im Ausland. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikrovortrag. Herr Dr. Rothschild- Sonntag 9 Uhr im Vereinslokal: omas-pa, Herr R-A- Dr. Schlesinger. — nachm. 6 Uhr im Vereinslokale Hans Handwerkstraße : Vortrag des Herrn Direktor Dr. Elias über: „Palästinaeindrücke" (nur Herren.) Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — nachmittags 3U Stunde vor Mincho im Vereinslokal Tehillim, Herr Rabbiner H- Meyer — 4 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr J. Soffer. — abends 8.15 Uhr im Vereinslokale, '»y»', Herr Dr. M. Lange. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, qih "n, Herr S- Schachnowitz. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, abends 7 Uhr im Vereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Ch. Jakobowitz. Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr Gemoro, Herr R.-A- Dr. E- Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R-A. Dr. E. Posen. -- abends xl£ Uhr im Vereinslokal, Gemoro, Herr Dr. J. Soffer. Jahrzeitsstiitungen. Montag, 22, Januar : Julius M. Bier-Stiftung. Mittwoch, 24. Januar: Wally Prager-Stiftung. Mittwoch, 24. Januar: Benjamin Kallmann-Stiftung, Mittwoch, 24. Januar: Sanitätsrat Dr. Wolf Hirsch- Stiftung. Liwjath Chen. Samstag 4 Uhr nachm. präzis finder der Vortrag im Hause von Max Stern ^>"ST, Hanauer Landstraße 12, statt. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags, ll—12 Uhr, Montag bis Freitag 12—1 Uhr, Samstag 12^/4 Uhr, Herr Sofer, im Vereinslokale des Mekor Chajim, Langestr. Agudas Jisroel-Jugemdgruppe. Hilchaus Erez Jisroel: Der Schiur findet in der Wohnung des Herrn Rabb. J Horovitz statt. Jeweils Mauzoe Schabbos eine Stunde nach Nacht. Pirke Owaus: Der Mädchenschiur des Herrn Jul. Lewin findet wieder regelmäßig Schabbos nach Schul im Heim statt. Geistige Situationen der jüdischen Vergangenheit. Thema: „Die Politik der Propheten". Um 21. Uhr im Heim- Gäste willkommen- Stellenvermittlung: Montag 20—21 Uhr, Mittwoch 11—13 Uhr; im Heim. Stenographiekurs: (unentgeltlich) Montag 19 Uhr. Leitung Herr Lehrer Adler. Hebräischer Sprachkurs: I. für Anfänger Mittwoch 20.30 Uhr, IIfür Fortgeschrittene Donnerstag 20.30 Uhr. Leitung Herr Wollmann. (Alles andere wie üblich.} Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Wir bitten unsere Mitglieder und Freunde an die Chamischo Osor - Bestellung zu Gunsten der Palästina Zentrale zu denken und die Bestellung in geschlossenem Briefumschlag am Montagabend mitzubringen oder dieselbe bis spätestens Mittwoch Schwanenstr. 12 (Herrn Rottenberg) abzugeben. Jüdische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe, Am Montag, den 21. Januar, abends 8.45 Uhr wird Herr Rektor Karl Ochsenmann im Hörsaal, Friedberg. Anlage 5 einen Vortrag halten. Das Thema lautet: „Um die jüdische Schule-" Gäste, Damen willkommen. Jüdischer Turnerbund e. V. Unser Frauenkurs beginnt wieder unter der bewährten Leitung unserer Turnlehrerin und Vorstandsmitgliedes Frl. Sitta Golde. Wir bitten Neuanmeldungen an Frl. Golde, Oscar v. Millerstr. 16 oder Telefon Nr. 73413 (H- Hermann) zu richten. — Der Bericht unser. Mitgliedes Herrn Berth. Stern über seine Palästinareise fand allgemeinen Beifall; seine Schilderungen gaben ein anschauliches Bild des neuen Palästina. — Es ist beabsichtigt die Vortragsabende in dieser Art fortzusetzen und werden Einzelheiten demnächst an dieser Stelle bekanntgeeeben, Der Jüdische Turnerbund Frankfurt a. M. unterhält neben seinen Abteilungen für Damen und Herren gut geleitete Kinderkurse für Knaben und Mädchen im schulpflichtigen Alter. Der J. T. B. fördert die körperliche Stärkung der Kinder, erzieht sie zu Disziplin, Gemeinschaftssinn und Mut und bietet ihnen Freuden, Frohsinn und Geselligkeit. Die Kurse unterstehen Frl. Sitta Golde und Herrn Moritz Reich. Die Zeiten sind: Knaben: Montag oder Donnerstag 6—8 Uhr S. R. Hirsch-Schule; Mädchen bis 8 Jahre Mittwoch 2.30—3.30 Uhr S. R. Hirsch-Schule; von 8—11 Jahren 5.30—6.45 Uhr; von 11—15 Jahren 6.45—8 Uhr Israelitische Volksschule. Anmeldung jederzeit auf dem Turnboden. Nähere Auskunft bereitwilligst bei Adolf Fiebermann, Rückertstraße 47 (48 396). Gebetzeiten. Hi natf Freitag abend 4.35 Samstag naawn 7.00 Samstag morg. 8.00, Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag abend 5.50 Wochengottesdienst: Morgens 7.00 Nachmittags 4.30 Tefillinlegen am Morgen 7.10 Familien-Nachrichten. Geburten: Ein Sohn, Robert Engel und Frau Ida geb. Wohlgemuth, Hamburg, Jsestr. 35.; Barmizwoh: Max, Sohn des Herrn Salomon Knopf, Ffm., Rückertstr. 48, «a 'S nac? Synagoge Friedberger Anlage. — Sally, Sohn des Herrn Meier Friedmann, Langestr. 61, n^tfa 'o na», Synagoge Friedberger Anlage. — Paul und Felix, Söhne des Herrn Max Wimpfheimer, Frankfurt a. M., Hamannstr. 6, 'D naer nVffa, 24. Januar 1934. Verlobte: Jetta Gomer. Tallin (Reval), Leib Kruskal, Dorpat. Vermählte: Drs. S- A- Colthof (Amsterdam) Ella Hirsch (Zwolle), [Trauung in Zwolle (Holland), 23. Januar. Briefkasten. B. M. in K. Geburtstag 23. Dezember 1934 "tt natr> rma 29. Dezember niaw 'b. O. in Fr. Rabbi Jakob Josua Falk, der „Pnc Joschua" ruht in der Rabbinerreihe des alten Friedhofes zu Frankfurt a. M. Wenn im Hamburger Israelit. Familienblatte das Bild vom Grabe des Pne Joschua auf dem Friedhofe zu L e m b e r g gezeigt wird, so zeugt das von der Gründlichkeit, :mit der der Gräberforscher des H- I. B. an sein Werl; geht-

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