Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 75 (1934)
- Issue
- Heft 3 (18.1.1934)
- Date
- 1934-01-18
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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18; -Januar 1934: Der Israelit Nr. 3 Seite 11 der Jugendgruppe auf den verschiedensten Gebieten und ein Artikel über die bedeutsame Birnbaum'schö; Rede in der denkwürdigen. Zentralratssitzung der Agudas Jisroel vom 26. Februar 1927. Auch einige feuilletonistische Darbietungen bereichern die Nummer. Zagreb, 7. Jan, Anläßlich des Geburtstages des jugoslavischen Königs, welcher in ganz1" Jugpslavien außerordentlich festlich begangen wurde, war auch die hiesige A g u d as Jisroel-J u g endgrupp e" zum festlichen Umzüge, an welchem alle Vereine und Institutionen teilnahmen,' vertreten. Am Vorabend des 17. Dezember wurde eine Manifestation in Zagreb, wo das jugoslavische Königspaar weilte, veranstaltet. Beim festlichen G'ttesdienst, der am 17. Dezember' 1933 auch in der orthodoxen Synagoge stattfand, ließ sich der König .durch Oberst Arandjelovic vertreten. Außerdem waren bei diesem G'ttesdienst sämtliche Zivil- und Staatsbehörden vertreten. Die «Juden Jugoslaviens genißen, dank der loyalen Gesinnung Seiner Majestät des Königs, der Regierung und der Toleranz der Bevölkerung volle Gleichberechtigung. . Aurich, 17. Jan. Die hiesige, ca. 40 Mitglieder starke Ortsgruppe der Agudas Jisroel entfaltet eine lebhafte Tätigkeit auf den verschiedensten Gebieten. Der Leiter unserer Ortsgruppe, Herr Simon Samson, hält an jedem Freitag-Abend eine „Stunde der Thora", in-der neben Erklärungen zur Sidrä kleinere Vorträge aus dem religiösen Leben geboten werden. Der unter Leitung von Herrn Lehrer Lachmann an. jedem Sonntag stattfindende Dinim-Schiur für Damen erfreut sich eines großen Zuspruches und regsten Interesses. Außerdem werden unsere Kleinen, Mädchen und Knaben, gesondert, in Einzelkursen zum Wissen der Thora geführt, wobei sich Frl. Minna S. Wolff als Lehrende für Mädchen besondere Verdienste erwirbt. Den Erfordernissen der Zeit Rechnung tragend unterrichtet außerdem Herr Igler aus Emden Kinder und Erwachsene in Neuhebräisch. — Am 7. ds. Mts. hielt der bekannte Interpret agudistischer Grundsätze, ,'Herr Landesrabbiner Dr. de H a a s ,. Oldenburg, vor •einer zahlreichen Zuhörerschaft einen Vortrag über „Awdus und Cherus", der den Zuhörern eine Stunde •tiefster Weihe verschaffte Und ihren Hoffnungen auf ■die Zukunft .eine freudige Belebung zuteil werden ließ. Starker Beifäll dankte dem glänzenden Redner für 4pn erbaulichen Nachmittag. Halberstadt, 17. Jan. Am Mittwoch, den U.d.M. sprach hier Herr W. S. Jacobson, Berlin vor einer zahlreich erschienenen Zuhörerschaft über das Thema „Die Großen, die von uns gegangen". In ergreifenden Worten schilderte der Redner das Leben und Wirken des Chofez Chajim s. A., des Lublirier Raws s. A; und des Czenstochowaer Rebben s. A. Herr Jacobson wies zum Schlüsse seiner Ausführungen noch auf die Notwendigkeit zur finanziellen Stützung des Keren Hajischuw hin. Die für jeden Zuhörer eindrucksvolle Veranstaltung wurde mit einer Keren Hajischuw- Sammlung geschlossen._H. A. Pcrsonlalien. Berlin, 10. Jan. Mit Ende des Jahres 1933 tritt der bisherige Direktor des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Dr. Ludwig Holländer, der über 30 Jahre lang in München und Berlin in der Arbeit des Centrai-Vereins an führender Stelle gestanden hat, in den Ruhestand. Der erste Vorsitzende des. Central-Vereins, Justizrat Dr. Julius Brodnitz, würdigt in der letzten Nummer der „C. V.¬ Zeitung" die Persönlichkeit des scheidenden Direktors, der als Mitglied'des Beirats des Präsidiums und des Arbeitsausschusses auch in Zukunft an der C. V.- Arbeit aktiv Anteil nehmen .wird. Justizrat Brodnitz schreibt in seinem Artikel u. a.: „Ludwig Holländer bedeutet eine Tradition. Niemals erstarrte er in blutleerer Ideologie, niemals war er ein Ketzerrichter, der, auf irgendeine „Richtung" eingeschworen war. Eine so große Vereinigung wie unser Centraiverein muß zwar in. allen Teilen vom deutsch-jüdischen Gedankengetragen sein; dies darf aber nicht hindern, daß die Leitung allen Nuancierungen im Rahmen dieses Gedankens Rechnung trägt und Gerechtigkeit zuteil werden läßt. Möge diese Tradition in Ludwig Holländer lebend und lebensvoll sich lange noch erweisen!" Berlin-, 15. Jan. Herr Lehrer Max Kaufmann, dessen 80. Geburtstag am 15. Schwat ist, hat in der altehrwürdigen Gemeinde Posen als wirksamer Helfer des verewigten Oberrabbiners Rabbi Wolf F e i 1 - chenfeld b")ti, beim Aufbau von dessen Religions¬ und Talmud-Thoraschule mitgewirkt und in diesen Anstalten in vorbildlicher Gewissenhaftigkeit mehr als vier Jahrzehnte hindurch segensreichen Einfluß auf die Heranbildung einer glaubenstreuen Jugend ausgeübt. Seine bei aller Strenge in den Anforderungen an den Fleiß und die Hingabe seiner Schüler und Schülerinnen doch väterlich milde Nachsicht gegen ihre jugendlichen Unzulänglichkeiten, sowie sein freundliches Verstehen ihrer natürlichen Schwächen haben ihm eine so tief wurzelnde Liebe und unvergängliche Anhänglichkeit in ihren Herzen gesichert, daß viele von ihnen auch jetzt noch ihm ihre Verehrung in Wort und Tat bekunden. Aber auch bei zahlreichen erwachsenen Gliedern der Posener Gemeinde hat Max Kaufmann ein dauerndes dankbares Gedenken sich gesichert. In der prächtigen Synagoge des Rohr'schen Stiftes hat er eine lange Reihe von Jahren als stimmbegabter Tiax rrVtP gewirkt und an den Q'xiun d-ö"> in den großen Stern'schen Sälen außer als r\ban byj auch als redegewandter und begeisternder Prediger die Hörer mit sich fortgerissen. Das Geheimnis dieser seiner Erfolge lag in seiner minn r->p»rv Daß ein Mann, der von o^n nn»K*so erfüllt ist, auch schriftstellerisch von ihnen angeregt »wurde, ist nur natürlich. Als Frucht seiner intensiven Beschäftigung mit dem o~v hat er eine Sammlung der sprichwörtlichen Redensarten und Tendenzen aus dem Talmud verfaßt, von der aber der größere Teil ein Opfer seines durch die politische Umgestaltung bedingten Wegzuges , von Posen geworden ist, so daß eine Drucklegung leider nicht durchzuführen war. Nach vorübergehendem Aufenthalt in Gleiwitz verlegte er vor mehreren Jahren seinen Wohnsitz nach Frankfurt a. M., um in einem »nun n'a zu seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Forschen in der mir,» Gelegenheit zu haben. Aber hier traf ihn der harte Schicksalsschlag des vorzeitigen Hinscheidens seiner Gattin, so daß er jetzt bei einer Tochter in Berlin seinen Lebensabend zubringt. Möge ihm noch manches Jahr eines wohlverdienten heiteren Ruhestandes beschieden sein und möge auch fernerhin das G'tteswort sich ihm als Trostesspender und Seelenbeglücker bewähren, wie er denn schon immer zum Wahlspruch sich genommen hat das Psalmenwort: WWW "jmw '3 „Deine Lehre ist meine Ergötzung". Bremen, 12. Jan. Mit der Witwe Moses Schra- Senheim ging eine leuchtende Frauengestalt im Alter von 85 Jahren von uns. Würdig stand sie an der Seite ihres für die Thora kämpfenden Mannes. Ihr Mann, einer 'der Begründer der hiesigen jungen Kehillo, brachte, aus der älteren und blühenden Gemeinde Verden, seiner Heimatgemeinde, den Taurohgeist nach Bremen zu einer Zeit, als hier von einer Gemeinde infolge der Gesetzgebung der Hänsastadt noch keine Rede sein konnte. Aus eigner Kraft und eignen Mitteln baute er eine private Mikwoh, die die ihm jetzt in die Ewigkeit folgende Gattin zu einer Segensquelle für die Gesetzestreuen in Bremen.und Umgegend gestaltete. Mit aufopfernder Treue stand sie dem in den letzten Jahrzehnten seines Lebens völlig Erblindeten zur Seite und ermöglichte ihm, seine innere jüdische Leuchtkraft der jungen Gemeinde mitzuteilen. Wehn Bremen heute als eine, wenn auch winzige, so doch haltgebende Insel in der geistigen Oede der Umgegend geblieben ist, so ist dies nicht zuletzt das Verdienst dieses wackeren Paares. In den letzten Jahren ihres. Lebens erzählte die in . bewundernswerter Rüstigkeit Schaffende noch gern vom Lebenswerke ihres Mannes, indem sie in königlich anmutender Bescheidenheit ihre Verdienste nicht gelten ließ. Aus ihren Worten sprach aber stets ein gutes, in Taurohleben und tiefinnerlicher fim» erstarktes jüdisches Frauenherz. Die Bestattung fand am 25. Dezember unter einer Massenbeteiligung* statt, die ein beredtes Zeugnis von der Verehrung ablegte, die die seltene Frau in allen Gemeindekreisen unauslöschlich genießt. Rabb. Dr. Aber zeichnete das Lebensbild der Verblichenen. n~32HJV Freiburg i. Br., 7. Jan. Im Alter von erst . 51 Jahren verschied plötzlich Frau Bertha Strauß, geb. Dukas, die Gattin des allgeschätzten Lehrers Samuel Strauß. Die so jäh aus dem Leben Gerissene war eine der. besten und edelsten jüdischen Frauen; Sabbat-Anfang und Ausgang nnw Ort Anfang Uhr | TVlin. Datum Aus Uhr gang Min. Frankfurt am Main ' 4 j 35 20. 5 50 Berlin 4 30 Jan. 5 16 München 4 50 1934 1 5 39 Köln 4; 50 5 50 Stuttgart 4 \ 50 4. 5 50 Breslau 4 \ 30 unw 5 08 Nürnberg 4; 40 -rinn 5 37 Hamburg 4 | 30 5 31 Würzburg 4 1 45 5 45 1H?3 VI TO L "IBO die neue unvergleichlich gule METALLPOLITUR in dekorativem Kleide. Zu günstigsten Preisen und Bedingungen liefert Chemische und Seifenfabrik ' VICTOR-VICTOR, FFM.-FECHENHEIM Unt. Aufsicht d. Israelitischer» Rel'oionsqes. Frankfurt a. M. Jaffa-Orangen-Versand! Ab Hamburg, Freihafen dir. an Private zu Engrospreisen, je nach Größe per 100 St 6.—, 8.-, 10.— u. 12.— RM. Originalkiste 80 Pfd. schwer RM. 13.50. Kalifornische Äpfel u. 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