Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 74 (1933)
- Issue
- Heft 39 (28.9.1933)
- Date
- 1933-09-28
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 14 Nr. 39 Der Israelit 28. September 1933 rakterzüge und die wichtigsten Phasen der Wirksamkeit des Chofez Chajim, dieses Hohepriesters der zeitgenössischen Judenheit. d’-hr und crmn ruhten nicht a u f seinem, sondern IN seinem Herzen: Das Licht der Thora, wie es in dem großangelegten halachischen Werke mna strahlt, und die besondere Lebensarbeit, die sich in der halachischen Erfassung der Sittlichkeitsgebote des G'ttesgefetzes im v'm fsn 'o und einer Reihe daran sich anschließender ähnlicher Werke offenbart, waren die O’Bi/vi am«/ mit denen er das ’ia vsva, das G'ttesrecht in den weitesten Kreisen des jüdischen Volkes heimisch machte. Wie der pvn mwa mit seinen nach außen geöffneten Einsätzen die Aufgeschlossenheit für die Umwelt symbolisierte, so schlug das große Herz des Chofez EhgjiM für jede einzelne jüdische Seele. Seine '«■>»■> nan«. die sich in hundert charakteristischen Einzelzügen bewährte, war unbeschreiblich. In ähnlicher Weise schilderte der Redner den Heimgegangenen dann als Mann der Tat, we er vor Politikern und Staatslenkern sich nicht scheute, sein Wort, ja sein Leben einzusetzen für die Erhaltung der Reinheit und Unberührtheit des jüdischen Erziehung s w e s e n s in Momenten der Gefahr, wie er mit dem Zauber und übermächtigen Einfluß seiner Persönlichkeit ausoinanderstrebende jüdische Gruppen zusammenführte und Frieden herstellte, wo keiner mehr darauf zu hoffen wagte. Aus seinem Haupte aber leuchtete als viipn ps eine lebendige Messiashoffnung, wie sie kaum ein Zeitgenosse in solcher Intensität empfand und betätigte. So wird dieser Hohepriester des jüdischen Volkes, auch wenn sein irdisches Auge sich schloß und seine äußere Erscheinung nicht mehr unter uns weilt, im snpan jvu ihren Dienst weiter versehen und als Priester und Fürsprech für das ganze jüdische Volk am Tage der Sühne seines Amtes walten. Mitgliederversammlung der Agudas Jisroel- Iugendgruppe. Am letzten Sonntag, den 24. ds. Mts., fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Agudas Jisroel-Jugend- und Mädchengruppe statt. Da der größte Teil der Anwesenden die von der Leitung geleistete Arbeit kannte und anerkannte, verzichtete die Versammlung, um eine nochmalige Mitgliederversammlung zu vermeiden,' auf Vorlegung eines detaillierten Tätigkeitsberichtes und nahm ohne diesen die Entlastung vor, die einstimmig erteilt wurde. Da die 'meisten Mitglieder der Leitung nicht mehr weiter Mitarbeiten können, mußte eine vollkommen neue Leitung gewählt werden. Zn der Aussprache darüber betonten alle Diskussionsredner, daß die neue Leitung neben der äußerst wichtigen Arbeit für die Pirche Agudas Jisroel (Agud. Schülergruppen) auch für eine intensive Arbeit für die Aelteren Sorge tragen müsse. Den Vorschlag der Führerschaft, die Leitung der gesamten Jugendgruppe der Führerfchaftsleitung 'zu übertragen, nahm die Versammlung an mit der Einschränkung, daß die jeweilige Führerschaststeitung durch die Mitgliederversammlung bestätigt werden müsse, und mit der ausdrücklichen Bitte, für die Arbeit der Aelteren intensiver zu arbeiten. Die neue Leitung besteht aus: Julius Rosner (Vors.), Richard Ahnend, Markus Königsbuch, Artur Neuhaus, Adele Rosenheim. Beläubungsversuche an Schlachttieren. Mit Bezugnahme auf die in Nr. 37 des „Israelit" erschienene Notiz über hier vorgenommene Besuche zur Betäubung von Schlachttieren vor der Schechito durch schwächere elektrische Ströme, werden wir von zuständiger Stelle gebeten, bekannt zu geben, daß zu diesen Versuchen der Verband orthodoxer Rabbiner Deutschlands und das Rabbinat der hiesigen Israelitischen Religionsgesellschaft nicht zugezogen worden waren. Angebliches Koscherfleisch auch in Frankfurt. Die „ R i t u a l k o mm i s s i o n der Israelitischen Gemeinde" erläßt folgende Bekanntmachung: Es liegt Veranlassung vor, aus folgendes nachdrücklich hinzuweisen: „In Kreisen des Publikums ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß Fleisch von Tieren, die nach vorheriger Betäubung geschachtet worden sind, als „koscher" bezeichnet werden könne. Demgegenüber bemerken wir, daß die diesbezüglichen Versuche mit aller Energie fortgesetzt und ihre Ergebnisse von unserem Rabbinat in Gemeinschaft mit anderen rabbinischen Autoritäten nach der religionsgesetzlichen Seite hin eingehend geprüft werden. Bisher sind jedoch die Versuche noch wicht abgeschlossen und eine religionsgesetzliche Entscheidung konnte noch nicht getroffen werden. Das Fleisch von Tieren, die nach vorangegangener elektrischer Betäubung im Inland geschachtet worden sind, — die sogenannte Schechita geschieht in allen Fallen durch unqualifizierte und einer Rabbinatsaufsicht nicht unterstehenden Schochtim — ist religionsgesetzlich zum Genuß verboten. Ein Angebot desselben als „koscher" bedeutet daher eine Irreführung des jüdischen Publikums". Ein Des hamidrasch in Bol. Das Beshamidrasch, Rechneigrabenstraße 12, 1., genannt im Vnx nach dem großen Rabbi Nathan Adler dessen Ruhestätte sich in der Nähe befindet, in dem seit vielen Jahren Thora und Awodah in idealster Weise gepflegt wird, ist in größte Not geraten und steht, wenn ihm nicht rasche Hilfe wird, v'n vor dem Untergang. Die Mitglieder sind in dieser kritischen Zeit nicht in der Lage, die Mittel zur Erhaltung des Hauses aufzubringen. In letzter Stunde appelliert das Beshamidrasch an alle, denen das Andenken Rabbi Nathan Adlers etwas bedeutet, das Lehr- und Bethaus vor dem Untergänge zu retten und ihm ihre baldige Hilfe angeüeihen zu lassen. Das mm wird uns und ihnen beistehen, daß uns allen ein nviD'i rbm mm mv wird. Spenden für das Bes Hamidrasch nimmt auch die Expedition des „Israelit" entgegen. Ueber die geschichtliche Bedeutung des Chofez Chajim. Im M e k o r C h «j i m ist für den Anfang des Wintersemesters ein Geschichtsvortrag vorgesehen, in dem unter dem Titel „Wer war der Chofez Chajim und was lehrte er?" die Persönlichkeit, die Lehrweise und die Zeit des Rabbi in ihrer historischen Bedeutung erfaßt werden soll. Das Referat hat Herr Redakteur S. S ch a ch - nowitz übernommen. Ueber die Zeit des Vortrages wird noch Näheres bekanntgegeben. kaporesschlagen. Von der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M., Schwanenstr. 12, wird uns geschrieben: Nachdem infolge des bestehenden S ch ä ch t v erbot e s der in vielen jüdischen Kreisen bestehende Brauch des Kapores-Schlag-ens in diesem Jahr in Deutschland nicht ausgeübt werden kann, gestatten wir uns im Einvernehmen mit vabbinischen Autoritäten ZU empfehlen, zur Ablösung dieses frommen Minhagg einen entsprechenden Betrag für Erez Jisroel zu geben. Die Gelder werden zur Unterstützung von mittellosen Emigranten in Erez Jisroel verwandt, um diesen zur Erlangung einer Existenz behilflich zu sein. Wir ersuchen um Ueberweisung dieser Spenden auf das Postscheckkonto der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, 53900 Frankfurt a. M. Das S'chus dieser Mizwoh möge -allen Spendern zu einer rrm beistehen. Frankfurter Vereinskalender. verein Mekor Chajim. Samstag morgen nach Schal im Hörsaal: Dinlm, Herr R.A. Dr. C. Posen — nachmittags 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal Mikro, Herr Julius Lewin. — 4 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr I. Soffer. Sonntag UNd Mittwoch, a-m "N, Herr S. Schachnowitz. Sonntag 9 Uhr im Vereinslokal: rmian pn, Herrn R. A. Dr. Schlesinger. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, — abends 7 Uhr im Vereinslokal(auch Mittwoch) Gemoro Herr Nabb. Dr. I. Breuer. Dienstag (auch Donnerstag) abends 6 Uhr Gmoro, Herr R.-A.Dr.. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftungen. Sonntag, 1. Oktober; Moses Aumann-Stiftung. Sonntag,. 1. Oktober: Naftali Schwabacher-Stistung. Dienstag,'3. Oktober: Abraham Ries, Michefftadt-Stiftung. Mittwoch, 4 Oktober: Rabb. Aff. Gerson Posen-Stiftung. Donnerstag, 5. Oktober: Emanuel Landau-Stiftung. Donnerstag, 5. Oktober: Nathan Homburger-Stistung. Agudas Jisroet-vrtsgruppe. Schiur des Herrn Rabbinatsaffeffors Dr. Schlesinger, Samstag nachmittags von 3.15 — 4.15 Uhr und Donnerstag abends von 8.45—10 Uhr, Schwanenstr. 12 II. Das Iaumi Sonntags, 11—12 Uhr, Montag bis Freitag 12 bis 1 Uhr, Samstag 12*/4 Uhr, Herr Sofer. Agudistifche Fraaenortsgruppe. Wir machen darauf aufmerksam, daß wir außer unseren englischen- und neuhebräischen Sprachkursen nach den Feiertagen auch mit einem vorzüglichen, sehr billigen Schneiderkurs beginnen. Auch Nichtmitglieder können an den Kursen teilnehmen. Jnteressentinnen (auch junge Mädchen) können alles Nähere bei Frau Meta Pofen- Prins, Fichtestr. 8, (Tel. 45969) erfahren. Am Montag, 2. Oktober findet kein Vortrag statt. Agudas Jisroet-Iugend. und Alädchengruppe. Muffar: Herr Gemeinderabbiner I. Horovitz. Schabbos abend nach Nacht in der Wohnung Fichtestr. 6 Schiurim der Jugendgruppe: Dinim: Dozent Herr B. Rachelsohn. Zeit: Montags 20.30 Uhr in der Wohnung Sandweg 6. Tnach: Dozent Herr Louis Kahn. Zeit: Schabbos 10.30 Uhr im Heim. Tnach: Dozent Herr Gerson Schnerb. Zeit: Montags 20.30 Uhr in der Wohnung Kantstr. 4. Gemoro Kesuboth: Dozent Herr Dr. Elieser Posen. Zeit: Sonntags 8—9 Uhr, Montags und Dienstage 20—21 Uhr in der Wohnung Sandweg 44. Gemoro Kiduschin: Dozent Herr Bokor. Zeit: Montags 20.30 Uhr im Heim. Schiurim der Mädchengruppe: P-irke Aboth: Dozent Herr Julius Lewin. .Zeit: jeden Schabbos vormittags nach Schul im Heim. Pirke Aboth: Dozent Herr Konrektor A. Hirschberg. Zeit: Samstag 4 Uhr im Heim. Jefchajo: Dozent Herr Studienrat Dr. M. Lange. Zeit: jeden Schabbos nachmittags 16 Uhr in der Wohnung Röderbergweg 36. Dinim: Dozent Herr Konrektor A. Hirschberg. Zeit: jeden 2. Montag 6—7 Uhr. Agudistische Schülergerneinschast (A. S. G.). Referate mit anschließender Diskussion. Schabbos Nachmittag 17.30 Uhr im Heim. Hirsch-Arbeitsgemeinschaft Leiter Herr Studienrat Max Munk. 14tägig Montags 20.30 Uhr im Heim. Hebräische Sprachkurs für Mädchen bis 15 Jahre. Leiter Herr W Messerer. Montags 17 Uhr im Heim. Jüdischer Turnerbund E. v. S o m m e r p r o g r a m m 1933 Herren: Sonntag vormittag: 10 Uhr Spiel, kleine Ostparkwiese. Dienstag: 7—9 Uhr Sport und Spiel, kleine Ostparkwiese. Donnerstag: 8.30—10 Uhr Turnen (S. R. Hirsch-Schule) Damen: Mittwoch: 8.30—10 Uhr Turnen u. Gymnastik Volksschule, Värenstr. ' Knaben: Sonntag: 10 Uhr Spiel, kleine Ostparkwiese. Montag: 6—8 Uhr Leichtathletik und Turnen, S. R. Hirsch-Schule. Dienstag : 5—7 Uhr Sport u. Spiel, kleine Ostparkwiese. Mädchen: 1. Abteilung: Mittwoch, 2-3 Uhr, S. R. Hirsch-Schule; 2. und 3. Abteilung: Mittwoch, 6—8 Uhr, Jsr. Volksschule, Bärenstraße. Neuanmeldung werden am Turnboden gern entgegengenommen. Beshamidrasch Ostendstraße. Sabbatmittag 12.30 Uhr Midrasch. Sabbatnachmittag 6.15 Uhr „En Iaakauw". 1/2 Stunde vor Nacht Vortrag. Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe. (Frankfurt a. M , Fahrgaffe 146, HI., Tel. 26976, Postscheckkonto : „Jüdische Nothilfe 1933" Frankfurt a. M. 29990.) Sprechstunden: für Juristen: Dienstag u. Mittwoch von 16—17 Uhr; für Lehrer: Montag und Donnerstag von 16—18 Uhr; für Künstler: Montag bis Freitag von 12-13 Uhr : für Ärzte: Montag und Donnerstag von 11^2—13 Uhr; für Kaufleute und alle anderen Berufe: Montag bis Freitag von 15—18 Uhr. Gebetzeiten. BP D"DT’ 3111 nachmittag 2.15 tis'vlt 6.05 Kol Nidre 6.30 Schachris S.Sö Krias Hathauro 10.40 Predigt Mussaf 11.45 Krias Hathäuro 2.45 Mincho 3.15 Neiloh 5.20 Schemaus 6.49 Wochengottesdienst: Morgens 6 30 Nachmittags 5.30 Tesillinlegen am Morgen 5.35 N121V 1. und 2. Tag Mittwoch abend 5.35 N22VN 6,30 Morgens 8.00 Nachmittags 1.00 u. 4.30 Donnerstag abend 6.40 niiwn Viri rat? Freitag abend 5.25 Samstag noD^n 6.45 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.30 Samstag abend 6.40 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 5.30 Mittwoch T'tm Morgen 6.15 Tesillinlegen am Morgen 5.45 Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton S. Schachnowttz, Frankfurt a. M.; Inserate i. V.: S. Sch ach - n o w i tz, ebenda. — Hür die padagogrsche Beilage: Lehrer L. K a u f m a n n, in Sprendlingen (Kr. Ofsenbach). — Verlag oes Israelit und Hrrmon G. wb. H., Frankfurt a. M. — Druü Hermon Druckerei, Frankfurt a. M- Gedenket am tPHpn nv der hungernden Brüder in RuDland Postscheckkonto 521 Bankhaus J. A. Schwarzschild Söhne, Frankfurt a. M.