Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 74 (1933)
- Issue
- Heft 32 (10.8.1933)
- Date
- 1933-08-10
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Der Israelit Nr. 32 Seite 7 10. August 1933 _ sind zu richten '<m das Sekretariat der Chounamit, Paris 19e, 32 Eite Lemiöre. England. Weltkonferenz der jüdischen Studenten, in London. London, 4. August Die hauptsächlich unter zionistischer Führung stehende „Weltkonferenz jüdischer Studenten" wurde diese Woche mit einer Eröffnungsansprache von Prof. Samuel Alexander an der Victoria-Universität in Manchester eröffnet. Prof. Alexander beschäftigte sich in erster Reihe mit dem Problem der in Deutschland aus ihrer Laufbahn geworfenen Studenten und Akademiker. Alsdann gab Sir Philipp Hartog seiner Bewunderung für den ungebrochenen Lebensmut Ausdruck, den er bei den in England eingetroffenen Flüchtlingen aus den akademischen Berufen habe feststellen können. Er ermahnte die Versammlung, sich freizuhalten von jeder Bitterkeit gegenüber den Deutschen; er glaube fest daran, daß sich im Herzen der deutschen Nation eines Tages eine Wandlung vollziehen werde. Hartog, ebenso wie der folgende Redner, Prof. N a m i e r, traten für den Ausbau der hebräischen Universität in Jerusalem und des jüdischen Nationalheims überhaupt ein. Dagegen warnte .Prof. Brodetzky von der zionistischen Exekutive vor einem hartnäckigen Festhalten an den Jntelligenzberufen von Seiten der Juden. Es sei unmöglich, daß ein Volk eine zehnfach höhere Jntelligenzschicht ertrage, als den normalen Verhältnissen entspricht. Die Rückkehr zur Landwirtschaft. und zum Handwerk und damit die Herstellung des wirtschaftlichen Gleichgewichts innerhalb der jüdischen Gemeinschaft bleibe eine unbedingte Notwendigkeit. Gegen Brodetzky wandte sich Rev. P e r l z w e i g. Seiner Ansicht nach könne es nicht zu viel Studenten geben. Pros. Albert E i n st e i n hatte au die Eröffnungssitzung der Konferenz ein Schreiben gerichtet, in dem er es als besonders wichtig erklärt, daß die Juden in Deutschland als „nationale Minderheit" anerkannt würden. In der zweiten Sitzung trat Prof. N a m i e r für enge Zusammenarbeit mit dem internationalen Studentmwerk hinsichtlich der Frage der deutsch-jüdischen Studenten ein. Die Einwanderung Intellektueller nach Palästina müsse begrenzt werden. Palästina. Gründung der ersten „Bnos Agudas Zisroel-Gruppe" in Crez Iisroel. T e l - A w i w , 31. Juli In einer hier stattgehabten Besprechung, an der 26 Frauen und Mädchen zum größten Teil deutscher Einwanderer teilnahmen, wurde nach einem einleitenden Referate und angeregter Aussprache beschlossen, eine Bnos Agudas Jisroel-Gruppe zu gründen. Man bedauerte, daß die sprachlichen Schwierigkeiten zunächst eine organische Verbindung mit den einheimischen gesinnungsgenössifchen Kreisen sehr erschwere, daß man diese Verbindung jedoch als ein unbedingt zu erreichendes Ziel ins Auge fassen müsse. Es wurde daher beschlossen, für die ersten drei Monate die Veranstaltungen der Gruppe: Arbeitsgemeinschaften, Kurse, Schiurim in deutscher Sprache zu führen, daß aber nach Ablauf dieser Frist für alle Veranstaltungen die hebräische Sprache gelten müsse. Das provisorische Programm sieht neben Kursen in hebräischer Sprache solche in jüdischer Geschichte, Tefillo, Dinim vor, eine Arbeitsgemeinschaft über aktuelle Fragen, Turnen und. Handarüeitskurse. Letztere sollen insbesondere denjenigen Mädchen, die in der Hauswirtschaft tätig sind, Vervollkommnung in Flickarbeiten gewähren. Für die Kurse stellten sich die Damen Rosa Lange, Sonja Wolpert und die Herren Jacob Landau und Isaak Lange zur Verfügung. 100.000 Pfund für den Wiederaufbau von Safed. Jerusalem, 2. August Frau Sarah Levi aus Singapore, die sich gegenwärtig in Palästina aufhält, hat beschlossen, ihr gesamtes etwa 100 000 Pfund betragendes Vermögen für den Wiederaufbau der Stadt Safed, die während der Unruhen von 1929 schwer gelitten hat, zu verwenden. Ein neues Wohnviertel, eine Synagoge und eine große Mittelschule sollen auf dem bei der Stadt liegenden Berg Kanaan errichtet werden. Zur Durchführung dieses Planes wurde ein Komitee eingesetzt, dem Frau Levi als Ehrenpräsidentin angehört. Erweiterung des Persitz'fchen Verlagshauses? London, 2. August Frau Dr. Persitz, die Tochter Hillel Zlatopolskis, Besitzerin des bekannten Druck- und Verlagshauses in Palästina, hat den Vorschlag gemacht, ein großes Aerlagshaus zu gründen, in dem deutsche Juden beschäftigt wer- IDIE DIREKTE REISEROUTE NACH PALÄSTINA mit den großen Schnelldampfern „ITALIA“ 6500 To. und „Martha Washington“ ssoo to. via Triest-Brindisi durch den Kanal von Korinth ohne Schifffswechsel Fahrpreise ab Triest nach Jaffa o. Haifa I. Klasse RM. 323.40 1 ermäßigte II. Klasse RM. 242.— j Sommerpreise III. Klasse RM. 121 — inkl. Bett und Verpflegung, auf Wunsch rituelle Beköstigung Abfahrten von Triest wöchentlich Mittwoch, 13 Uhr Ankunft in Jaffa: Am folgenden Montag 6 Uhr vorm. Reisedauer Frankfurt—Jerusalem: 6 Tage Nähere Einzelheiten, Platzbelegungen usw. durch die Agentur des LLOYD TRIESTINO I Frankfurt am Main ♦ Kaiserstraße 20 Telefon 23773 - Telegr.-Adr. 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