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Der Israelit · 1933-07-28 · Heft 30 (28.7.1933) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 30 (28.7.1933)
Date
1933-07-28
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 Nr. 7 Der Israelit Blätter 28. Juli 1933 — wie Aguda das wollte — ein an’p sondern V’n ein bedeutete. Ls mußten solche Menschen in der ,y-npdH geschaffen werden, die die Gewähr dafür geben, in ■>"« als echte Agudisten sich zu behaupten. Die nivsn mußte also — ich betone dies ausdrücklich — junge jüdische Menschen^ bei denen die Voraussetzungen der rmn M3 gegeben und die von der fast übermenschlichen Aufgabe des ,-^iro nrr»p durchdrungen sind, zu einer festen Gemeinschaft erziehen, in ihrer Iüdischkeit fördern und zu produktiven Menschen machen. Landwirtschaftlich gut durchgebildet soll diese Jugend in '"X Pionier sein, für ein neues, starkes, produktives jüdisches Leben in ngudtstischem Sinne. Die Tageseinteilung einer ag. maon must also so gewählt sein, das; eine richtige Verbindung zwischen physischer und geistiger Arbeit geschassen wird, die es ermöglicht, nicht nur fachlich, sondern auch geistig durchgebildete Menschen hervorzubringen. Die folgende Tagesschildernng soll zeigen, wie bei uns diese Ausbildung verwirklicht wird. Moische! Moische! aufstehn, K5! Gin Gähnen ist die Antwort und Moische dreht sich, mit ihm alle auf die andere Seite. Langsam kommt aber doch Leben in unser Schlafzimmer, denn jeder weist, Verspätung beim Dawenen kostet 2 gr. Gedawent wird im Gerer Stibel. Täglich dawent ein anderer vor, so das; reichlich Gelegenheit gegeben ist sich zum fkn auszubilden. Dach dem Dawenen, das gewöhnlich 40 Minuten dauert, waschen wir uns zu trocken Brot und gehen um 6 Khr zur Arbeit. Wir arbeiten bei einem Lauern auf ca. 100 Morgen Land zu lO von den 100 Morgen sind 20 Morgen Gärtnerei. Wir haben 2 Pferde, 5 Kühe, 22 Gänse, 29 Truthähne, 54 Hühner und 70 junge Hühner. Außerdem sind 2 Pflugscharen, 2 Eggen, 2 Jätmaschinen, 2 Strohschneidemaschinen und 2 Windschauselmaschinen vorhanden, wir haben bisher alle 2lrieu von Gemüse sowohl gesät als auch aus den Treibkästen heraus gesetzt. Olnch lernten wir Blumen pflanzen. An landwirtschaftlichen Arbeiten lernten wir mit der Maschine und mit der Hand jäten, misten, Heu schneiden und winöschaufeln. Mit den Pferden können wir schon allein umgehen. Wir putzen sie täglich, geben ibtteit zu fressen, spauueu au und fahren mit dem Wagen aus. Auch melken und Hühnerzuckt erlernen wir hier. Da wir alle großes Interesse an der Arbeit haben, haben wir bei allen Arbeiten schon große Fortschritte gemacht. Um 8 Uhr wird gefrühstückt. Ls gibt Milch, Kaffee oder Kakao mit Butterbroten, von 9—12 Uhr wird wieder gearbeitet, von 12—2 Uhr ist Mitag. zweimal wöchentlich wird während der Mittagszeit je eine halbe Stunde rrnay gelernt. Das Lssen ist reichlich und gut, so das; selbst der große 2lppetit befriedigt wird. Wenn es die Feit erlaubt, gehen wir in einen l Minute entferntenUi}'; baden. Von 2—6 Uhr wird wieder gearbeitet, 6.50 Uhr bat jeder zu Hause zu sein zum ynp tisptz;. Ls wird von 6.30—S.15 gelernt. Abwechselnd wird pix '"sniy und N"NiL» gelernt. Aue Zeit lernen wie ns wa •unrri '02 pun-pp rm -■»sm »mast Außerdem halten wir Donnerstag von 7.15 bis 8.15 Uhr eine Arbeitsgemeinschaft üb>?7 agudistische Ideologie. Bach, dem Lernen wird nm» gedawent und anschließend Abendbrot gegessen. Dann wird mya gedawent und um 10 Uhr wird das Tagesprogramm mit dem Schlafengehen abgeschlossen. Freitag wird durchgehend von 6—2 Uhr gearbeitet, von 2—5 Uhr gegessen, von 5—4 Uhr gelernt, von 4 Uhr zur freien Verfügung, nnw stehen wir um 7 Uhr auf, 7.50 Uhr wird gedawent, von 9—10 Uhr gefrühstückt, von 10—12 Uhr ■»•an ,t?2in gelernt, \ l\bx gegessen, von 5—6 Ühr gelernt, von 6—7 Uhr 7M2VQ gelernt. Ueder den sonstigen Verlaus des N22? wird nw,K noch ein spezieller Bericht gegeben. Sonntag ist ganz frei von der Arbeit, wir verwenden die Freizeit hauptsächlich zur geistigen Um 8 Uhr wird gedawent, 9 Uhr gefrühstückt, 9.50—11 Uhr zur freien Verfügung, von 11—12.50 Uhr '->ivw 12.45 Uhr Lssen, frei bis 5 Uhr, 5—4.50 Uhr JVW8' 5—6.50 Uhr nnay' 7—8.15 Uhr Arbeitsgemeinschaft über *>"# Probleme, 8.15 Uhr nrua' 8.30 Uhr Abendbrot, ms?»' 10 Uhr Schluß. — So vergeht bei uns Woche um Woche mit angestrengter physischer und geistiger Arbeit, alles zu dem einen' Ziele, n"n bald den n»7K anip zu betreten. Dazu allen agudlstlschen tanan: pth Hachscharahgruppen dieser Art müssen durch den Keren Hajischuw gefördert werden zur materiellen und ideellen Bereitstellung der Menschen für nisrnpn irxix- Ueberweisungen für die der Agudas Jisroel in Deutschland jetzt erbeten an unseren Schatzmeister Herrn A. Rzeszewski, BERLIN N.W. 87 Postscheckkonto Berlin Nr. 112594 Landesorganisation der Agudas Jisroel in Deutschland Briefadresse: Berlin N. W. 87, Wullenweberstr. 3 3lt Lrcz Jisroel selbst sind gegen 200 junge Menschen bis jetzt mit den primitivsten Mitteln untcrgebrächt worden, aber cs geht nicht länger an, daß wir die ganze Sorge für diese jungen Menschen der dortigen a g u d i st i s ch e n Arbeiterorganisation überlassen. Die Betreuung bei der Ankunft, Kostenbeitrag für die Reise, Einrichtung von Speise- und Wobngelegenheit sind Ausgaben des Keren Hajischuw, u m b i c jungen M cnschcn v or d e m Untergeben in d e n S t r u d e l a r e l i g i ö s e r oder antireligiöser G r - g a n i s a i i o n e n z u schützen. Darum muß jetzt in diesen „Drei Wochen" und im Lllulmonat Gruppe mit Gruppe wetteifern, die Gründung von B o i h e 211 i j a in Tel-Awiw, Jerusalem und Haifa zu ermöglichen. Ls muß ein Fond geschaffen werden, der als weithin leuchtendes Denkmal unsere Verbundenheit mit Lrez Jisroel, unserer Treue zu den ausgewauderten Lhaluzim, ihnen und uns die Möglichkeit gibt, in dieser Zeit vor G'tt und der Geschichte zu bestehen. Ls muß unser Schulwerk so gegründet sein, daß kein jüdischer Vater und keine jüdische Mutter Bedenken haben darf, ihre Kinder nach Lrez Jisroel zu schicken. Ls werden dann auch unsere anderen Bestrebungen von Erfolg gekrönt sein, . v o r a \ i e m b z e Mittelstandssiedlung. Interessenten für diese werden gebeten, m ö g l i ch st a u s f ü h r - l i ch sich an die Palästina-Zentral e, Frankfurt a. M., H a n a u e r l st n >d st r. 15 z u w e n d e u u n d z w a r s o , d a ß der i u derer st e n Augusthälfte r e i f c n 6 e n D c l e gation d i e nötigen M a t e r i a I i e n für b i c fachmännischen Bearbeiter vorliegen. Was erwarten w i r von der „ Drei W o ch e n " - A k l i o li? Daß sie einen Teil zur Erfüllung des Prophetenwortes beiträgt, welches am kommenden Sabbat verlesen wird: •npixzi #,aish nun üqvüi jr>s Spendenliste. bet Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel Frankfurt am Main. Postscheckkonto 53 900 Asm. (Fortsetzung der Spendenliste aus Nr. 6 der „Blätter".) Keren Hajischuw. (Aufbaufond.) Mainz: S. W. Frankel 8.30. L. Ganz 2, I. Klein 0.87, S. Fraenkel 8.30, L. Ganz 2, I. Klein 0.87, Sophie Kahn 215, I. Rosenthal 8.40, A. Fraenkel 2, H. Süß 1, S. G. Tscherniak 1.32, Leop. Lorch 4.05, Leo Koch 1.54, Dr. Roßmann 3.77, Kart Schloß 2.75, A. Worms 3, Frau Oppenheimer Wwe. 2.45, A. Rosenthal 3.50,. A. Steiermann 1, Rabb. Dr. Bamberger 2.50, H. Sutin 0.50, B. Flehinger 1.50, L. Steiermann 1, E. Schönling 2, I. Haas 1, L. Strauß 1. Dr. Picard 1.50, Leo Kern 2.50, NN. 1.24, zus. 236.67. Mannheim: dch. Siegmund Würzburger aus Büchse bei S. Oppenheimer 15.37. dch. Walter Marburg aus Büchsen: H. Böhm 0.29, Jacob Salomon 2, Julius Lißberger 0.50, Julius Kahn 3.63, I. Guggenheim 9.64. Dr. Buttenwieser 2, E. Bauer 1.50, M. Wolf 8, S. Keller' 1.10, Bernhard Kaufmann 1. Jos. Würzburger 8.40. S. Oppenheimer 17. Kujawskk 1, Jacob Dreyfuß 6.05, <D. Mayer 0.50, Kohl 0.50, M. Ohrenstein 2.40 zus. 65.51. Marburg: dch. Abraham Cohn aus Büchsen 17.93. Mühlhausen: Rabb. Camille Bloch 16.46. Naumieftis: Lipmano Smulooiciui 33. Norden: Geschw. Berlin aus Büchse 2.71. Nürnberg: dch. Moritz Klugmann aus Büchsenleerung 262.85, aus Büchse bei Studlenrat Sohn 1.45. Oberseeznen: dch. Leopold Strauß aus Büchsen: B. Bing 10.62, S. Strauß 8.33, L. Strauß 4, Adler 3,50, S. Frank 2.50, D. Zimmerrnann 2, I. Strauß 2, N. Zimmer,mann 1.75, Löwenstein 2, S. Oppenheimer 1.50, $). &id)el 1.50, Frau Seat 1.50, K. Zzmmermann 1.10, W. Goldschmidt 14, Halberstadt 0.50 zus. 43.80. Oldenburg: Lehrer M. Meyberg aus Büchse 1.60. Schwabach: dch. Rabb. Dr. Mannes aus Büchse Michaelis Jacobi Berlin 7.50, dch. Josef Bleicher aus Büchsen Bleicher 6.72, Mannes 3.10 zus. 9.82. Telsiai: dch. Jacob Feuchtwanger vom Telsiaier Keren Hajischuw 158. Trier: dch. Oberrabb. Dr. Altmann aus Büchsen: Familie Siegbert Simon 21.30, Dr. Altmann 3.10 zus. 24.40. Tverai: Rabin B. Josse 15.40. Birballen: Rabb. Hirschowitz 21. Wiesbaden: dch. Salo Meyer aus Büchsenleerung Adolf Llckermann 4.09, M. Holzmann 0.59, M. Nordhorn 1.11, Kaufmann 1.08, Sal. Katz 2.04, Ferd. Neustadt 0.92, Adolf Deutsch 6.07, Leeser 1.37, I. Bartansky 2.72 zus. 20.19. Wettingen: aus Büchse Dr. Wieser 8. Zagare: dch. S. T. Neividel 95. Gedenket desKerenHatorah Postscheck-Konten: Landesdirektorium des Keren Hatorah in Deutschland Hamburg Nr. 24753 (P. Sch. A. Hamburg). Keren Hatorah-Kommissariat Frankfurt a. M. Nr. 41666 (P. Sch, A, Frankfurt a.M Keren Hatorab-Konunissariat Nürnberg Nr. 18440 (P. Sch. A. NfirnberO Keren Hatorah-Kommissariat Köln Nr 50131 (P. Sch. A, Köln) Keren Hatorah-Kommissariat Leipzig Nr. 70147 (P. Sch. A. Leipzig) Keren Hatorah-Kommissariat Berlin, P. Sch. A. Berlin Nr. 73 991 C. Salomon. Keren Hatorah-Komminariat Breslau, P. Sch. A. Breslau Nr. 60510 fflr Iwan Möllar. Keren Hatorah-Kommissariat Hamburg P. Sch. A. Nr. 40953 {fir Dr. Julius Basel Keren Hatorah-Kommissariat Kartsruhe Markus Stern Bankkonto Ignaz'Ellern, agSä gjtsaaimmm& 4414

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