Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 74 (1933)
- Issue
- Heft 29 (20.7.1933)
- Date
- 1933-07-20
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2450756-2450784--79747-2537536- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2 Nr. 6 III. Ls ift die Stunde der Tat gekommen! Die Po riode der Worte und Phrasen ist hinter uns. Die Weltwende erheischt lebendige Taten und Wirkungen Die Hot der Zeit erlaubt uns nichts über diese oder jene Frage zu diskutieren. Taten und wieder Taten! Der 2luswanderungsstrom hat Dimensionen angenom men, die keine Zeit zu theoretischen Auseinander setzungen lassen. Die Bestrebungen der Keren Hoa lijah, die in L. I. noch in kleinem wahstabe einge setzt haben, können und müssen zu einem gewaltigen Faktor im Ausbau Palästinas werden, wenn in der Diaspora dem Institut die nötige Unterstützung wird Bur dann kann der Keren Hoalijah zu einem kraft vollen Instrumente für die gesctzestreue Linwande rung werden, Klit den ihn zur Verfügung stehenden schwachen Mitteln hat der Keren Hoalijah schon manch Werke zustande gebracht, so - öle H -a ch s ch a r a h farmen, zwei in Polen, und zwar in Thorsel und in Keustadt, zwei in Litauen, bei Rokischok und bei Kelm. In Rumänien bestehen zwei Hachscharahfarmcn bei Tzernowitz und in Tlu^, eine in Holland, eine in Frankreich, eine in England. In diesen Far men erhalten unsere Jünglinge, zum Teile auch aus Deutschlands eine Ausbildung in der Landwirtschaft Freilich genügen diese Institute noch nicht. Doch seh len uns Ausbildungsstatten für Handwerker, wie Schlosser, Schreiner, Maurer, Elektrotechniker, Installateure. Gerade für solche Hachscharahstätten wäre jetzt in C. I. der Boden bestens gegeben. Den ersten Schritt zu seinen Zielen machte der Keren Hoalijah durch Lröfsnung seines ©lim-Büros in Tel-Awiw. Das Büro empfängt die gesetzestreuen ©lim am Schiff, sorgt für ihre erste unentgeltliche oder zumindest billige Unterkunft und vermittelt ihnen Arbeitsstellen. Mittels dieses Büros werden die Ankommenden in den Schutz der Agudas Iisroel gebracht. Dieses Büro erteilt auch Rat und Auskunft über alle Ansiedlungsmöglichkeiten in Palästina und gibt den Instituten der Agudas Iisroel wertvolle 2lnregungen für ihre weitere Arbeit in Lrez Israel Ls informiert auch die gesetzestreuen Zeitungen und ergreift die Initiative zur ©rganisterung der ©lim unter der Fahne der Agudas Iisroel. Die Kanzlei in Tel-Awiw hat aus ihrer Mitte heraus eine ©rganifation „poale Agudas Iisroel in Tel-Awiw" gegründet, in die die neuen gesetzes treuen ©lim eintraten, und ist gerade daran, ihren Arbeitsplan auszubauen. Durch Subventionen des Keren Hoalijah war sie in der Lage, sich ein Büro im Zentrum der Stadt zu mieten, Lesezirkel und Lern schiurim einzurichten. Die geistge, propagandistische und ökonomische Arbeit sott jetzt aus breiter Basis ausgebaut werden. Line erhöhte Bedeutung würde die 2lrbeit erhalten, wenn es gelange, einen besoldeten Berufssekretär, der den Aufgaben gewachsen ist, anzustellen, insbesondere für die ökonomische Arbeit, die restlose Hingabe und frische Initiative erfordert, um die Verhandlungen mit den interessierten Menschen und ©rganisationen zu führen. Auch in petach Tikwah ist eine solche Arbeiterorganisation unter dem Kamen „poale Agudas Iisroel in petach Tikwah", dank den Bemühungen von Tel-Awiw ins Leben gerufen worden. Line Zusammenfassung aller gesetzestreuen Arbeiterkräfte unter der Fahne der Agudas Iisroel ist die Forderung der Stunde, denn nur unter diesem gemeinsamen Zeichen können die Gesetzestreuen heute etwas erreichen. Die Arbeit der p. A. I. in petach Tikwah ist vielversprechend, sie erstreckt sich auf Arbeitsvermittlung im Baufach und in der Hauptsache auch in den pardessim, sie entfaltet auch eine sehr rege und segensvolle geistige und gesellschaftliche Arbeit. 2lnf Initiative der Tel-Awiwer Kanzlei taten sich einige Mitglieder der p. 21. I. zu einer Kooperative zur Anfertigung von Ziegeln unter dem Kamen „Haboneh" zusammen, in der ungefähr zehn Mitglieder beschäftigt sind. Die Gründung solcher Arbeitsgesellschasten ist von vitaler Kotwendigkeit, da sic unsere Mitglieder bei beständiger Arbeit im Boden verwurzelt. Das sind, wie gesagt, die 2lufgaben des Keren Hoalijah, deren restlose Lösung von der eifrigen und energischen Mitarbeit der Agudisten in der Welt abhängt. Die Kanzlei in Tel-Awiw erachtet es als Der Israelit Blätter ihre Pflicht, eine aguöistifche Propaganda unter der neu eingewanderten religiösen Jugend zu entfalten. Zu diesem Zwecke werden Vorträge in Haifa und in Tel-2lwiw organisiert. Sie ist bestrebt, die neuen ©lim in Jerusalem wie in den anderen Städten und Kolonien unter der Fahne der Agudas Iisroel festzuhalten. Aber auch diese Aufgabe erfordert reiche Mittel, um die Kosten der Büros und der Sekretäre zu bestreiten. Die Tel-2lwiwer Kanzlei steht in Verbindung uüt verschiedenen wirtschaftlichen ©rganisationen zum Zwecke der Auskunfterteilung an Interessenten in der Golah wie auch zur 2lusarbeitung von Plänen für eine Mittelstandsansiedlung, die heute die wichtigste Frage ist. Sie steht auch in reger Verbindung mit öffentlichen wie privaten Unternehmen zum Zwecke einer Berücksichtigung des religiösen 2lrbeiters auf dem Arbeitsmarkt in Lrez Israel. Das sind nur einige Saatkörner, die der Keren Hoalijah hie und da gestreut hat. ©b sie ausgehen und ob sie zur Schaffung großer Positionen für die gesetzestreuen ©lim im geistigen und wirtschaftlichen Sinne führen werden, ob es uns beschieden sein wird, der gesetzestrcuen Alijah durch umfassende ©rganifationsarbeit den gesellschaftlich religiösen Charakter zu geben, all dieses liegt an den führenden gesetzestreuen Männern und hängt davon ab, ob und in welchem Blaste sie dem Aufruf, der in verantwortungsvoller Stunde an sie dringt, Nachkommen werden. Dieser Ruf lautet: Die Stunde der Tat ist gekommen! 20. Juli 1933 Da eine Reihe von Anmeldungen bereits vorliegen, haben wir uns entschlossen, auch schon im Monat August eine Gesellschaftsreise nach Erez Jisroel mit dem Dampfer „Martha Washington" am 16« August 1933 ab Triest stattfinden zu lassen. Bei genügender Beteiligung kann auf Ermäßigung, insbesondere bei der Eisenbahnfahrt, gerechnet werden. Anmeldungen sind umgehend erbeten an die Palästina - Centrale der Agudas Jisroel Frankfurt am Main, Schwanensirafle 12 Spendenliste der Palästina-Zentrale der Agudas Iisroel Frankfurt am Main, Postscheckkonto 53900 Asm. (Fortsetzung der Spendenliste ans Nr. 5 der „Blätter".) Vieren Lrez Iisroel. (Schulwerkfond. Oehringen: Jacob Einstein 6. Oldenburg: dch. Lehrer M. Meyberg: R. Eh. Sp. 5.90, R. Eh. Sp. 6.90, Machazis Haschekel 3, R. Eh. Sp. 5.50, R. Eh. Sp. 5.40, R. Eh. Sp. 7, Mainas Jad 6, R. Eh. Sp. 5,40, Mainas Jad 4.40, R. Eh. Sp. 5.90 zus. 55.40. Panevezys: Dr. Max Koder 11. Prenzlau: Rabb. Dr. Bähr 4. Regensburg: Dr. I. Meyer 5. Reichelsheim: dch. Lehrer Kraushaar 19.60. Rhina: dch. Lehrer Oppenheim aus der Synagogenbüchse 51.30 versch. Spenden und aus der Synagogenbüchse 21, Samml. in Rhina und -Wehrda 55, verschiedene Spenden 6.65 zus. 133.95. Rotterdam: D. Hausdorf 1.75, dch. N. van Leeuwen 100. Saalseld: Kurt Bober 2. Salmünster: dch. Lehrer E. Katz 28.60/ Siegburg: Joseph Strauß 6. Sögel: Lehrer M. Speier 2. Somborn: Karl Löwenstein 10. Sprendlingen: dch. Lehrer Kaufmann 9. Sulzburg: Israel. Gemeinde 3.61. Schnaitach: M. Gutmann 5.25. Schwabach: dch. Rabb. Dr. Mannes: R. Ch. Sp. v. Graf 1, Feuchtwanger 0.50, Mannes 6, anl. der Verlobung A. Herzberg m. Necha Mannes, I. Herzberg 3, NN. 3, NN. 0.50, Herm. Feuchtwanger 1, S. Feuchtwanger 0.50 zus. 15.50, Herm. Feuchtwanger 1, Spenden in Burghaslach 6.50, S. M. 2, M. 0.25 zus. 8.75, anl. der Hochzeit A. Herzberg m. Recha Mannes A. Herzberg 10, Graf 3 zus. 13, Spende Graf 2, R. Ch. Feuchtwanger 1.50, Graf 3, Mannes 18, Spenden 2 zus. 24.50 Synagogensp. Herm. Feuchtwanger 1, S. M. B. 3 zus. 4, von S. Mayer, Treuchtlingen 15, Synagogensp. v. O. Feuchtwanger 2.50, Telegr.-Abl. Agudomki 6, N. Ch. Sp. Graf 1, Mannes 5, R. Ch. Sp. Graf 2, Feuchtwanger 1, Mannes 12, Si. Mayer, Treuchtllngen 10, versch. Spenden 3.50 zus. 28.50. Schweinfurt: dch. Rabb. Dr. Stein 9, Hochzeit Klein, Gerolzhosen m. Kahn, Aidhausen 10, Spenden 6, Synagogensp. und andere Spenden 42.50, dch. Lehrer M. Lehmanson Samml. in Schwanfeld 42.50, Spenden aus Frankenrvinheim u. Sulsfeld 25, Spenden 12.35 insges. 147.35. Stropkow: dch. Hermann Thaler 6.13. Stuttgart: Dr. Hasgall 3. Treuchtlingen: dch. Bernhard Fulder v. Firma A. 5). Meyer anl. des 75jährigen Bestehens 5, R. Ch. Sp. 5.95, .v. Agudagruppe 10.15, v. Frauen Irma Weinmann 4.35, Rosa Burgas 6.45, Julie Fuldauer 1, Amalie Naumburg 3, Toni Neuberger 2,50, Betty Strauß 2, Else Bacharach 1, NN. 3.72, Fr. Ludwig Lang 1.20 zus. 25.22, dch. Lehrer Schuster, Ellingen v. B. Bermann 5, Max Gutmann 3, Simon Gutmann 3, Oppenheimer 3, zus. 14, R. Eh. Sp. der Agudagruppe 15.10. Treysa: dch. Lehrer Plaut 5.. Trier: dch. Rabb. Dr. Altmann 5.50, Israel. Gem. 20. Unteraltertheim: Samson Fröhlich 5. Wartenburg: Hermann Gottseld 4. Wenings: dch. Bernh. Prager Samml. v. Frauen 10, Samml. 5. Westerburg: dch. Lehrer Leo Fischer 20.50. Würzburg: Benno Seckbach 3, dch. N. Elüoü 105.50, dch. Kalman Kahan: I. Ullmann 10, S. Ansbacher 3.50, I. Ansbacher 3, NN. 3, F. Pfeuffer 2, E. Kahn 2, Grünebaum 2, S. Ansbacher I 2, Efchwege 2, Hellmann 2, Hirfchheimer 2, Oppenheimer 1.50, Dr. Nathanson 1, Fromm 1, Dr. Neubauer 0.50, Dr. Neuberger 0.50, NN. 0.60 zus. 40.60. Schweinfurt: dch. Rabb. Dr. Stein aus Gochsheim 25.75, aus Schweinfurt 16, Spenden 3, aus Prichfenstadt 16, aus Schweinfurt 20 zuf. 77.75. Tauberbischofsheim: Samuel Blum 3. Treuchtlingen: dch. Bernhard Fulder v. Agudagruppe 13.55, Siegfried Mayer 3 zuf. 16.55. Balleridar: Albert Reisner 3. Wenings: Bernh. Prager 3, Spenden 10 zuf. 13. Wiesbaden: Manfred Bindiger 3, P. Kanter 2. Würzburg: Frau Elli Borchheimer 3. Keren Hajifchuw. (Aufbaufond.) Baifogala: Rabb. B. Faivelfonas 30. Bad Ems: Hotel Löwenstein aus Büchse 2.50. Bad Hersfeld: Br. Z. Landsberg 5. Bernstadt: S. Ebstein aus der Büchfe12. 50. Biblis: dch. Lehrer Opolion v. Sali Frankel 5.80. Ehisinau: dch. Rabb. Zirelfon 105. Darmstadt: dch. A. Dernburg 16. Efchwege: dch. Rabb. Dr. Baßfreund Büchsenleerung bei Herrn Werner 50. Esens: Prediger Bronkhorst Büchse 2.50. Fulda: dch. Eduard Stiebet aus Büchsenleerung 26.05. Gailingen: dch. Rabb. Dr. Bohrer aus Büchsenleerung: Abr. Hasgall fr. 6.70 und 0.30, Moritz Hasgall 0.50, Levy Hasgall fr. 2.75 und 0.74, Moritz Isaak 1, Kalman 0.30, Dreyfuß 0.71, Babette Wolf 0.95, Selma Hasgall 2, Lehrer Levi 13.50, Sigi Kurz 0.21, Slgfrd. Boach 0.40, Kaffee Bloch 0.85, Dr. Heilbronn, fen. 1.43, Hugo Guggenheim 0.50, Fanny Rothschild 1, Levy Fränkel 13.45, Max Weil 1.36, Ernst Bloch 0.54, Max Isaak 1.08, Jak. Ottenheimer 1, Sally Biedermann 1, Frl. Bernheim 6.86, Mathilde Wolf 5.81, Fanny Metzger 1, Dir. Steckelmacher 5.80, Abr. Ries 6.65 aus Randegg, Lehrer Weil 6.82, SaL Guggenheim 7, Marko Bloch 1.50, Moritz Rothschild 1.74, Max Rothschild 0.10, Abr. Bloch 2 zus. 92.22. Guxhagen: dch. I. Katzenberg aus Büchsenleerung 19. Jhringen: dch. Frl. Lina Weil v. E. Kahn 7. Köln: dch. Adolf Wallach Büchsensamml. 26. Kaunas: M. Leoinui 16.65. Kiel: dch. M. Pflaster 10. Mainz: dch. Josef Bondi aus Büchsen von Leo Moritz 1.50, Max Goldstein 2, Fritz Frohwein 54, Walter u. Ernst Frohwein 5, Hugo I. Lahn 1.60, Leo Bondi 2, Joses Löwenberg 1, Julius Rapp 6.20, Leon' Liebensiein 5, Justin Liebenstein 5, S. B. Bondi 0.58, I. Lonnersiädter 1, Otto Jsaac 4.50, Nathan Wertheimer 9.20, Moritz Isaak 1, Julius Weiß 0.15, L. Latzenstein 2, Julius Koch 10, Albert Goldschmidt 4.15, Frau Lippmann Ww. 2, Emanuel Kapp 1.50, fyerbert Krieger 2.80, Qimon %$o$el 2, Moritz Vogel 3, M. Trepp 1, I. Tschornicki 17.40, Emil Weiß 2, Dr. L. Fulda 10, I. Reiling 3, Dr. Schlesinger 4,75, D. Schneeberger 2.25, I. Haas 1.75, Siegdert Frohwein 5, I. Lebrecht 0.50. Fortsetzung der Spenden folgt in nächster Nr. d. Bl. i