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Der Israelit · 1933-07-13 · Heft 28 (13.7.1933) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 28 (13.7.1933)
Date
1933-07-13
Page
– (sequence 11)
Language
German
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13. Juli 1933 Der Israelit Nr. 28 Seite 11 Hildesheimer, an die Absolventen und Studenten den Appell richtete, dem Geiste Esriel Hildesheimers und seiner Anstalt die Treue zu bewahren. — Die Feier schloß mit dem von Dozent Dr. Grünberg verrichteten „El mole Rachamim"-Gebet und dem von Dr. H i ldesheimer gesprochenen Kaddisch. Berlin, 6. Juli. Eine seltene Freude bereitete Herr Seminardozent Dr. Samuel Grünberg am Sonntag, den 1. Tammus, seinen Freunden, indem er sie zu einem S i j u m ha sch ah, das er während 17 Jahren mit Raschi, Tossasot und Mesvrschim durchgelernt hatte, in sein Haus lud. Und so versammelten sich eine große Anzahl von Rabbonim, die Dozenten des Rabbinerseminars und alle seine Hörer, sowie viele der ihm am nächsten stehenden Freunden um seinen gastlichen Tisch. Nachdem Dr. G. den Schluß von Nidda vorgetragen hatte, hielt zunächst, er selbst eine mit Halacha und Hagadah, Ausdeutung von Bibelversen und Lösung anderer Fragen reich erfüllte Rede, in der er besonders eine neuartige Auslegung des Bibelwortes „jaumom" gab, durch die eine Reihe von Schwierigkeiten im Talmud und bei den Erklärern gelöst wird. Das Essen, das sich hieran schloß, wurde durch zahlreiche Reden, unter ihnen der Rabbiner Dr. Esra Munk, Brody, Lauer,' Mannheim, Weinberg, Meier Hildesheimer, durch „lomdische" Unterhaltung und sxohe Lieder der Jugend gewürzt, bis man sich um die Mitternachtsstunde zum Aufbruch entschloß. Interlaken. 3. Juli. Die „Feststellungen" in Nr. 25 des „Israelit" kann man leider auch in der Sch w e i z machen. Es gibt immer noch Juden, die glauben, es gehöre zum guten Ton, wenigstens in nichtjüdischen Hotels zu wohnen, auch wenn die jüdischen ihnen dieselben Bequemlichkeiten für gleiche Preise bieten. Allerdings scheint die Zahl derer, die nicht nur in den jüdischen Pensionen essen, sondern auch wohnen, dieses Jahr zu steigen. So hat das Hotel de la Paix in Jnterlaken, welches alle Vorzüge eines modernen Hotels av.sweist,' schon eine stattliche Besucherzahl. Es verdankt dies seiner herrlichen ruhigen Lage ebensowohl wie seiner ausgezeichneten streng koscher geführten Küche. Feriengäste und Erholungsbedürftige genießen daselbst den angenehmsten Aufenthalt; individuellen Bedürfnissen wird Rechnung getragen. Jnterlaken verbindet die Vorteile eines großzügigen Kurbetriebs mit denen eines zentral gelegenen Ausflugsortes am Eingang in das weltberühmte Jungfraugebiet. (Von gleicher Güte sind auch alle jüdischen Hotels in deutschen Kurorten, und es wäre höchste Zeit, daß sich die jüdischen Kurgäste davon überzeugen. Die Red.). Dien, 10. Juli. Nach zweijähriger Vereinsperiode fand Sonntag, den 13. Juni, die Generalversammlung des T i f e r e t h B a ch u r i m, des jüdischen Iugendvereines im Vereinslokale statt. Herr Rosenberger sen. begrüßt die Erschienenen, erklärt die Wichtigkeit der organisierten Orthodoxie in der Agudas Jisroel, protsftisrt Zsgön die Einführung des Frauenwahlrechtes in der Wiener Kultusgemeinde und gedenkt des verstorbenen Rabbiners Josef Baumgarten in Wien, wobei sich die Anwesenden zum Zeichen der Trauer von ihren Sitzen erheben. Zum Generalbericht übergehend, berichtete er über die Tätigkeit des Geselligkeitsausschuß, des Unterrichtsausschuß, der Schomre Schabbos-Sektion, der Bibliothek und der Palästinakommission. Einstimmig wurde 8 1 des Vereins geändert und lautet derselbe nunmehr: Der Verein führt den Namen: Agudas Jisroel-Orts- und Jugendgruppe. Als neu gewählt erscheinen die Herren: Sigmung Schwarz, Kassier; Max Hornreich, Kontrollor; Ernst Koppel, Vizepräses Schomre Schabbos-Sektion, Herbert Rosenberg, Kontrollor Gssölligksitsausschuß; Josef Rosenberger, Schriftführer Bibliothek; Leser Rosenberger, Präses Palästinakommission, Jöne Schulhof, Kontrollor Unterrichtsausschuß. In den Ortsgruppenausschuß wurden gewählt: Sigmund Deutsch, Sigmund Jaul, Joses Kohn, Moses Rosenberger, David Schimmel. Nunmehr ergreift Herr G e l l m a n n, Baden, das Wort und lädt die Versammelten wärmstens zum Jugendtressen in Baden ein, woraus drei Delegierte zum Delegiertentag gewählt werden. Herr Moses Rosenberger halt das Schlußwort. Die Woche. Löscher-Geflügel. Das vom Rabbinat der Israelitischen Religionsgesellschaft, Frankfurt a. M., beaufsichtigte Geflügel ist zukünftig mit einem Stempel versehen, die die Zeit des Schlachtens anzeigt. Das betreffende Stück ist also dreimal 24 Stunden nach der angegebenen Zeit „auwer". Außerdem trägt jedes Stück unsere Plombe mit den Buchstaben: »^svv^-^vsbezw. I. H. F.; I. R. F. Die Erwelkerung des Porfchens. Bon zuständiger Seite wird uns mitgeteilt: Die bereits in anderen Städten vorgenommenen Versuche bezüglich des v'iin« ‘lipn wurden auch in Frankfurt a. M. auf Veranlassung des Rabbinates der Israelitischen Religionsgesellschaft vorgenommen. Auch hier ergab sich nach, dem übereinstimmenden Urteil der Fachleute, daß eine Verbilligung des Fleischpreises durch diese Maßnahme nicht Zu erwarten sei, und daß, abgesehen von anderen Bedenken, schon aus wirtschaftlichen Gründen man wohl von weiteren Versuchen zunächst absehen wird. Verbilligte Sommerpreise für Paiästina-Reisen. Auf vielfache Anfragen teilt die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel (Frankfurt a. M., Schwanenstr. 12) folgendes mit: Für Touristenreisen nach Erez Jisroel auf der Linie Triest—Haifa find in den Sommermonaten Hin- und Rötourbillete für RM. 232.— HI. Klasse erhältlich. Außerdem finden ausnahmsweise folgende Reisen ZU besonders günstigen Bedingungen statt: Am 27. Juliauf dem großen 35 000 Tonnen Motorschiff „Augustus" ab Neapel, Rückreise auf der gewöhnlichen Linie für RM. 264.—, III. Klasse; am 11. September fährt ebenfalls ab Neapel die „Roma", das Schwesterschiss des „Augustus", und trifft 4 Tage vor Rausch Haschono in Haifa ein Auch hier sind Hin- und Retourkarten für RM. 264.—, III. Klasse erhältlich. Bei einer Teilnehmerzahl von mindestens 20 Reisenden ist für dieses Schiff eine Gesellschaftsreise geplant, wodurch eine evtl, weitere Ermäßigung, (auch für die Eisenbahnfahrt nach Neapel) ermöglicht wird. Die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M., Schwanenstr. 12, ersucht um baldige Anmeldung. Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend. An einem Fortgeschrittenen - Stenographie-Kursus, der unter Leitung der staatlich geprüften Stsnographielehrerin, Frau Postawelski, steht, können noch einige männliche Jugendliche kostenlos teilnehmen. Sofortige Meldungen an den Heimleiter Phil. Rochwerg, nachmittags von 3—7 Uhr Königswarterstr. 26 (Jugendheim) erbeten. Unterricht im hebräischen und Jüdischen. Zur beliebigen, kostenlosen Unterweisung im jüdischen Schrifttum ist während seiner freien Zeit in seiner Wohnung Sandweg 6c gerne bereit B. R a ch e l s o h n. Telefon 4 3593. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.A. Dr. E. Posen — nachmittags % Stunde vor Mincho im Vereinslokal Mikro, Herr Julius Lewin. — 4 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr I. Soffer. Eine Stunde vor Nacht, Midrasch, Herr Rabb. H. Meyer. Sonntag 9 Uhr im Vereinslokal: ama« pv, Herr R. A. Dr. Schlesinger. Sonntag und Mittwoch, ai« ”n, Herr S. Schachnowitz. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mifchna- Mitgliederlernen, — abends 7 Uhr im Vereinslokal(auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabb. Dr. I. Breuer. Dienstag (auch Donnerstag) abends 6 Uhr Gmoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.15 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Holpern. Jahrzeilsstiftungen. Sonntag, 16. Juli: David Held-Stiftnng. Freitag, 21. Juli: Josef Grünblatt-Stiftung. Liwjakh Ehen. Samstag nach Mincho, 574 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz. „Wenn Eliahu kommt. . .- ". Agudistifche Frauenorksgruppe. Am Montag, den 17. Juli, abends 8.45 Uhr wird Herr Konrektor A. Hirschberg im Hause von Frau Heim. Eisemann, Friedberger Anlage 25, den Kurs über Sidro- Erklärungen fortsetzen. Gäste, Damen willkommen. Agudas Jisroel-Orlsgruppe. Der Schiur des Herrn Rabbinatsafsesfors Dr. Schlesinger findet Samstag nachmittags von 3.15 - 4.15 Uhr und Donnerstag abends von 8.45—10 Uhr statt. — Es wird ma w» n'vn gelernt. Der ws'v wird in der Wohnung des Dozenten, Schwanenstr. 12 II, abgehalten Schiurim des Herrn Herz Halpern: Täglich von 9—12 Uhr: Lernen jeglicher Art. 12—1 Uhr: Daf Jomi — Am nas? anschließend an Das Jomi agadischer Vortrag. Agudas Jisroel-Iugend. und Alädchengruppe. Schiurim der Jugendgruppe: Dinim: Dozent Herr B. Rachelsohn. Zeit: Montags 20.30 Uhr in der Wohnung Sandweg 6. Dinim: Dozent Herr Leopold Oppenheimer. Zeit: Mittwochs 21 Uhr in der Wohnung Bärenstr. 12. Tnach: Dozent Herr Louis Kahn. Zeit: Schabbos 10.30 Uhr im Heim. Tnach: Dozent Herr Gerson Schnerb. Zeit: Montags 20.30 Uhr in der Wohnung Kantstr. 4. Gemoro Kesuboth: Dozent Herr Dr. CUeser Posen. Zeit: Sonntags 8—9 Uhr, Montags und Dienstags 20—21 Uhr in der Wohnung Sandwvg 44. Gemoro Kiduschin: Dozent Herr Bokor. Zeit: Montags und Donnerstags 20.30 Uhr im Heim. Schiurim der Mädchengruppe: Pirke Aboth: Dozent Herr Julius Lewin. Zeit: jeden Schabbos vormittags nach Schul im Heim (außer wenn Predigt). Pirke Aboth: Dozent Herr Konrektor A. Hirschberg. Zeit: Samstag 4 Uhr im Heim. Jefchajo: Dozent Herr Studienrat Dr. M. Lange. Zeit: jeden Schabbos nachmittags 16 Uhr in der Wohnung Röderbergweg 36. Dinim: Dozent Herr Konrektor A. Hrrschberg. Zeit: jeden 2. Montag 6—7 Uhr. Agudistifche Schülergemeinschast (A. S. G.). Referate mit anschließender Diskussion. Schabbos Nachmittag 17.30 Uhr im Heim. Hebräische Sprachkurse. Leiter: Herr B. Messerer. Mittwochs 20.30 Uhr im Heim. Unkostenbeitrag —.20 Mk. pro Stunde. Jüdische Geschichte (Messianische Bewegungen). Leiter S. Schachnowitz, 14tägig, diesen Sonntag abend 8.45 Uhr im Heim Schwanenstr. 12. Erez Jisroel-Arbeitsgemeinschaft. Leiter: Herr Dr. S. Ehrmann. Donnerstag abend 20.30 Uhr im Heim. „Hirsch"'Arbeitsgemeinschüft. Leiter.- Herr S udienrot M. Munk. Zeit Montags 14tägig (17. 7. 33.) 20.30 Uhr im Heim. Agudistifche Schülergemeinschast (A. S. G.j. Diesen Schabbos spricht um 16.30 Uhr im Heim (Schwanenstr. 12) Herr Jakob Krynfiß über: „Das jüd. Erziehungsprobiem". Jugendliche Gäste sind herzl. - willkommen. Jüdischer Turnerbund <£. V. Sommerprogramm 1933 Herren: Sonntag vormittag: 10 Uhr Spiel, kleine Ostporkwiese. Dienstag: 7—9 Uhr Sport und Spiel, kleine Ostpackwlefe. Donnerstag: 8.30—10 Uhr Turnen (S. R. Hirsch-Schule) Damen: Mittwoch: 8.30—10 Uhr Turnen u. Gymnastik Volksschule, Bärenstr. Knaben: Sonntag: 10 Uhr Spiel, kleine Ostparkwiese. Montag: 6—8 Uhr Leichtathletik und Turnen, S. R. Hirsch-Schule. Dienstag: 5—7 Uhr Sport u. Spiel, kleine Ostparkwiese. Mädchen: 1. Abteilung: Mittwoch, 2-3 Uhr, S. R. Hirsch-Schule; 2. und 3. Abteilung: Mittwoch, 6—8 Uhr, Jsr. Volksschule, Bärenstraße. Neuanmeldung werden am Turnboden gern entgegengenommen. Beshamidrasch Ostendstraße. Sabbatnnttag 12.30 Uhr Midrasch. Sabbatnachmittag 6.15 Uhr „En Iaakauw". V2 Stunde vor Nacht Vortrag. Gebetzeiten. vM'O nnw Freitag abend 7.45 Samstag nas&n 6.30 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 9.30 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 3.15 Wir weisen erneut darauf hin, daß die Firma Nathan E s ch w e g e, Moderne Augenoptik, Bleichstr. 19 am Peterstor, entsprechend ihrem Grundsatz: „Zufriedene Kunden" trotz der veränderten Verhältnisse und unter erschwerten Umständen bekannter Art auch weiterhin bemüht ist, alle Voraussetzungen, die an ein neuzeitliches Fachgeschäft gestellt werden, zu erfüllsn. Ein umfangreiches Lager an Brillen und Klemmern in großer Auswahl, sowie an Gläsern jeder Schleifart, ermöglichen es jedem, da auch die Preise der Zeit entsprechend niedrig gehalten sind, eine ihm zusagende Sehhilfe zu erwerben. Durch zuverlässige und fachmännische Bedienung versucht die Firma N. Cschwege, ihre Kunden in jeder Hinsicht zufriedenzustellen. Sämtliche ärztlichen Rezepte werden in kürzester Frist gewissenhaft ausgeführt. Wir verweisen noch auf die heutige Anzeige. Ein schön gelegener Verabredungspunkt für Spaziergänge in den kommenden schönen Sommertagen und ein praktisch gelegener Treffpunkt für Geschästsverabredungen ist das nächst der Anlage am Opernplatz gelegene Cafe H a n s e l m a n n. Auch nach Oper, Theater, Kino und Festlichkeiten sitzt es sich noch schön und gemütlich ein Weilchen im Freien bei einer Tasse Kaffee, Eis ufw. und bei erstklassigem Künsilerkonzert! (Siehe Inserat.) Marmeladen und Gelees i tt 10 Minu - t e n. Bei der Empfehlung des neuen Opekta-Kochbuches in der letzten Nummer ist uns ein kleiner Irrtum unterlaufen. Die Opekta-Ges. m. b. H. hatte nur der Redaktion Gratisflaschen zu Versuchen angeboten und nur aus Versehen wurde der Hinweis gebracht, daß Opekta gratis an die Leser verschickt würde. Wir bitten unsere Leser davon Kenntnis zu nehmen.

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