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Der Israelit · 1933-06-22 · Heft 25 (22.6.1933) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 25 (22.6.1933)
Date
1933-06-22
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Der I s r a e! 1 t Nr. 25 Seite 7 22. Juni 1933. , . ... ... größte Interesse. Leider sind die Ergebnisse der Sammeltätigkeit durch die Krise im Lande stark beeinträchtigt. (Weitere Korrespondenzen siehe Leite 11.); AamMennachrichken. Geburten: Einen Sohn, Herbert Hofmann und Frau Thekla geb. Salomon, Karlsruhe (Baden) Markgrafenstraße 34. Harry Kwiatkowsky, Israelitische Waisenanstalt nn,? ns"i2. > Briefkasten. p. H^tauni: Unter diesem Namen gehen des öfteren Spenden ein, allerdings nicht nur von Frankfurt a. M. K. in K. Die Jungen werden am 19 Mai tibiru 's) und am 2. Juni. (ini>7.i2 ^s) des nächsten Jahres nixv-nn. W. K. in A. Besten Dank für die Zusendung des Zeitungsblattes. Unsere Meinung darüber finden Sie auch in der heutigen Nummer. K. Die Jungen werden am 2. Juni 'a) und 27. Oktober (m’i) Barmizwoh.; Personalien. München, 20. Juni. Am Sonntag wurde unter außergewöhnlich großer Teilnahme der ganzen jüdischen Bevölkerung Justizrat Dr. Elias Straus, der zweite Vorsitzende der Kultusgemeinde München, zu Grabe getragen. Dr. Straus war der älteste Sohn von Samuel Straus ^xr, in Karlsruhe, ein Urenkel des Baal Schem von Michelstadt. Mit hohen Geistesgaben ausgestattet und von starkem jüdischen Arbeitswillen erfüllt, hat er in München eine umfassende sozial-philantropische Tätigtest entfaltet, das Wohlfahrtswesen der Gemeinde München sowie darüber hinaus dasjenige des Bayerischen Gemeindeverbandes mustergültig organisiert und dabei mit seinem goldenen Herzen als wahrer Fürsprecher und Helfer der Armen und Bedrückten ohne Unterschied der Herkunft durch persönliches Eingreifen manche Träne getrocknet. Der zionistischen Bewegung von Anfang an tatkräftig hingegeben, trat er dennoch überall im öffentlichen Leben für die Interessen der Orthodoxie ein und hat auch in seiner persönlichen Lebensführung den religiösen Traditionen seines Vaterhauses pietätvoll die Treue gewahrt. Seine Sehnsucht galt dem heiligen Lande; in dem schweren Leid seines monatelangen Krankenlagers.traf er die Vorbereitungen, dorthin überzusiedeln, . sobald es fein Gesundheitszustand gestatten werde. ' ‘• An der Bahre zeichnete Rabbiner Dr. Ehrentreu in bewegten Worten die menschlich-jüdischen Wesenszüge des Heimgegangenen, worauf Oberlandesgerichtsrat Dr. N e u m e y e r dem unersetzlichen Verluste Worte lieh, den die Gemeinde München und er selber durch das frühe Ende der gesegneten Wirksamkeit des Freundes erlitten habe. Ferner sprachen Rabbiner Dr. Bärwald, für die Ostjuden besonders herzlich Rabbiner W i e s n e r, für die zionistische Ortsgruppe Justizrat Dr. F r ä n k e l. Dem Schmerze der Familie verlieh Herr Jacob Rosenheim aus Frankfurt in einigen Abschieüsworten Ausdruck, die die seelischen Wurzeln aufzuzeigen suchten, aus denen das Wesen des Heimgegangenen empocgewachfeu sei. Würzburg, 18. Juni. Durch eine kurze Notiz wurde die Oeffentlichkeit vom Wegzug des Herrn Rabbiner Dr. Neubauer. Würzburg und von seinem Scheiden vom dortigen Lehrerseminar in Kenntnis gefetzt. Wer ahnt auch nur im Geringsten, welch schweren Verlust damit die dortige Wirkungsstätte erfahren hat. Dre Dank, mit dem seine Schüler während seines Wirkens und > fernerhin zu ihm aufblicken, soll in diesen Zeilen in kurzen Worten, zum Ausdruck kommen; möge ihn der Meister in diesem Sinne werten, und unseres stetigen Gedenkens sicher sein. — Mit Neubauer ist nicht nur ein vortrefflicher Lehrer vom Seminar geschieden; was uns diesen Mann so verehren ließ, das war seine so durch und durch jüdische Persönlichkeit, sein viinn sein Feuereifer des Lernens, feine treue Kameradschaftmit den Schülern der Anstalt. Wie würde man bei seinen Stunden hingerissen! Wie war es bei seinem Lehreifer ein Vergnügen, über m'Liv zu diskutieren, wie brauchte da der im Talmud noch etwas schwerfällige Schüler keine Zurückhaltung im Fragen sich auferlegen,— wurde doch alles so tiefgründig bis in die letzte Klarheit gelöst. Und wer von seinen Schülern erinnert sich'sticht der köstlichen Geschichtsstunden, wo im Eifer der Gedanken. Zeit, und Stundenplan, wie in allen Lehrstunden des Meisters keine Rolle mehr spielten; das Zimmer und die Stühle reichten nicht aus. um auch andere externe Zuhörer zu fassen. — Wer das Glück hatte, zum engeren Kreis des Raw gehören zu dürfen, zu den „Talmudisten". wie er sie so gern nannte, der wird nie die herrlichen Freitagabendzusammenkünfte im Hause der Familie Dr. Neubauers vergessen können; da waren wir daheim.- Bis tief in die Nacht hinein wurde da oben in der engen Gasse erregt diskutiert; da nahm jeder sein Sefer und vertiefte sicli bei Tee und Gebäck in jüdische Themen; und cher Raw — als Mittelpunkt des Ganzen — er war bald da, bald dort, für jeden -ein Wort, für jeden einen Hiniveis, eine Belehrung. — Ein in Worten nicht auszusprechender Dank erfüllt uns, nicht nur uns. sondern auch die Lehrer der Umgebung Würzburgs, deren Fortbildungskurse er wöchentlich leitete und insbesondere die Würzburger Esragruppe, denn wir wissen es, daß dieser Raw ein Baumeister an uns war, daß er uns formte und für unseren Beruf in wahrhafter Weise vorbereitete. — So wünschen wir unserem geliebten Lehrer an der neuen größeren Wirkungsstätte ths, ein Wirken bs naiui».- Laudenbach a. 211., 14. Juni. Am Samstag, den 10. Juni, begingen hier die Eheleute Aron Siegel und Frau Hedwig geb. Adler das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Die hiesige israelitische Kultusgemeinde ließ es sich nicht nehmen, das Fest ihres lr-mährigen Vorstehers in gebührender Weife zu feiern, nachdem sich das Paar um unsere schon seit Jahren sehr verdient gemacht hat. •v"v,\nv München, 21. Juni. Am 8. Juli begeht Herr H. E i b a, München, Müllerstraße 44,, seinen achtzigsten Geburtstag./ Vermischtes Berlin, 18. Juni. Alle jüdischen Zahnärzte werden gebeten, ihre Anschrift der Zentral st elle für jüdische Wirtschaftshilfe, Berlin N. 24, Oranienburgerstr. 31. Beratungsstelle für Aerzte, Abt. Zahnärzte mitzuteilen. Berlin, "18/Juni. Am uVZ'sndv fand in der Synagoge Adaß Jakob. Blumenstraße, ein Sijum auf nav 'm statt. Der Schiur wurde vor ca. ,10 Jahren von Posener Auswanderern und anderen Teilnehmern begründet und jahrelang von Nabb. Dr. Moritz Silberberg b"t, geleitet. Nach dessen Hinscheiden übernahm Herr Rabbiner Dr. Harry Lesty -diesen Schiur. Die Feier galt gleichzeitig der Verabschiedung des. langjährigen Synagogenoorstehers und eifrigen Schiurteilnehmers L o - sch inski, der soeben nach Erez Israel auswanüert. Als neuer Lernstoff wurde piwLv gewählt. Berlin. 18. Juni. Das Patenschaftskomitee des Schulwerks der Adaß Jisroel, Berlin NW. 87, Siegmundshof 11 (Tel. V. 9, Tiergarten 6913) wird auch in diesem Jühre dank der Unterstützung durch den Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank Kaisers« 30 Telefon 20351 ■ Depositen kassen: Konstabler Wache, Allerheiligenstr. 89 Bocken he im,..Leipzig er,Strasse 50 Osthafen, Hanauerlandstrasse 125 Offenbach a. M , Frankfurterstrasse 54 Höchst am Main, Dalbergstrasse 3 Ihr Spezialgeschäft für »miifcs kaffEE Frankfurt-M.,Goethestr.25 Trr Telefon: 23975 lcc KAKAO Suche für meine Schwester, 24 Jahre, Sympathische Erscheinung geschäftstüchtig u. intelligent, nt. gröberer Mitgift, eventl. 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