Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 74 (1933)
- Issue
- Heft 22 (30.5.1933)
- Date
- 1933-05-30
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Nr. 22 Der Israelit l'Ü': ’i ■X - M 30. Mai 1933 für dis biblische Wissenschaft und für die Zusammenarbeit von biblischer Art auf deutscher Kultur von ungeheurer Bedeutung. Dementsprechend sollte sie auch gewürdigt werden. Daß sie eine ungeheure Kenntnis von Texten und Handschriften ooraussetzt, die leider nicht immer zu datieren sind, sei auch erwähnt. P. Spinoza und Mendelssohn, Reden und Aussätze zu ihren Gedenktagen. Bon David Baumgardt, Professor an der Universität Berlin. Berlin. 1 93 2. P h i l o - B e rl a g. Preis drosch. Mk. 0.80. Die vier Themen 1. zum 250. Todestag Spinozas, 2. Spinoza und der deutsche Spinozismus, 3. zum 200. Geburtstag Moses Mendelssohns und 4. Moses Mendelssohn, der Denker und der Jude, die hier behandelt werden, sind ein Neudruck älterer Aufsätze, bezw. eines Rundfunkvortrages. Sie bieten eine volkstümlich gehaltene Darstellung, die dennoch neue Gesichtspunkte aufzeigt und so verdient, der Vergessenheit entzogen zu werden. Das zweite Thema wird sicherlich vielen Lesern Neues sagen, wie auch das letzte Thema eine wertvolle Beleuchtung auf den Einfluß Mendelssohns aus Kant und Hegel liefert. Ob man den bekannten Brief La oaters an Mendelssohn so milde beurteilen soll, wie Baumgardt es wünscht, ist doch wohl fraglich. Im gan zen werden hier mehr philosophische, als rein jüdische Fragen untersucht. Die Broschüre kann dazu beitragen daß man beiden Philosohpen mit neuem Breständnis entgegentritt und ihren Spuren bei anderen Denkern ein forschendes Auge zuwendet. So sei sie philosophisch interessierten Lesern bestens empfohlen. P Die Juden in der Mark Brandenburg bis zum Jahre 1571, historische Studien, Heft 220. Von Dr Werner H e i s e, Berlin. 1932. Verlag Dr Emil Ebering. Preis brosch. Mk. 14.80. Eine gediegene Arbeit, auf wissenschaftlicher Grundlage, mit allem Rüstzeug der Forschung, mit allem' Ernst und aller Schwere jüdischer Geschichtsschreibung, und dennoch eine Lektüre fast angenehmer Art. so anschaulich und übersichtlich in Anlage und Darstellung, so um Objektivität bemüht, so von allen Seiten bas Gegebene beleuchtend, daß man bewundernd cs überschaut. Aus 12 Seiten finden wir Literaturangaben über Druckschriften, dazu kommen noch ungedruckte Quellen in Fülle Die 18 Abschnitte des ersten Teiles behandeln die Vorgeschichte, danach die einzelnen Herrscherhäuser oder Herrscher. Der jeweils gebrachte Stoff wird derart gegliedert, daß 1. ein Ueberblick geboten wird, dann einzelne Städte eingehender behandelt, dann über ihre Aufnahme, rechtliche Stellung, wirtschaftliche Betätigung, sozialen Verhältnisse usw. gesprochen wird. Man sieht die Riesenfülle der Ortschaften und Städte, in denen die Juden seit Jahrhunderten wohnten, man erfährt etwas über das Verhältnis des Kaisers zu den Juden, der Städte und der Bevölkerung zu dem jeweils herrschenden Machthaber und bekommt einen Einblick in da jüdische Gemeindelehen mit feinem Ritus, seinen Lasten und allem, was dazu gehört. An einer Fülle von Bei spielen wird auch hier gezeigt, was ja längst bekannt ist daß gewisse Berufsgruppen allein ausgemählt werden konnten, daß die Steuerlast eine ungeheure war, daß unsere Weisen nicht mit Unrecht gelehrt und empfohlen haben: suche keine Freundschaft bei den Großen (an dem Beispiel des Münzmeisters Lippold). Wiederum, wäre es nicht so traurig, man könnte lachen: für Ausnahme und Bestattung muhten oft hohe Summen gezahlt werden, oder der Kurfürst Joachim bekennt: „mit Verringerung aber und Verderbung der Münze, Wuchern und anderen unziemlichen Händeln und Aufsätzen sind die Christen nunmehr der Juden Meister, soweit, daß die armen Juden . . . gegenüber den Christen nur als Schüler zu achten sind" (S. 261). Ein zweiter Teil nennt die „Wohnstätten der Juden in den mittelalterlich märkischen Städten" nebst Juden-Straßen, -Höfen, Synagoge, Judenkiever u. a., ebenfalls eine sehr wertvolle Zusammenstellung! Ein „Verzeichnis der Judennamen" und ein „Ortsverzeichnis" werden die leichtere Benutzung des Buches, das ungeheuer viel Material bearbeitet und gut historisch dargestellt hat. bewirken. Daß Historiker dieses Buch nicht übersetzen werden, ist sicher: aber auch Laien sollten ihm Interesse entgegenbringen und es eifrigst schon um der Verteidigung willen sich anschafsen und lesen. P. senrein. Diese Erkenntnisse kehren immer, wieder, und vor ein Tor und warte und warte und warte." (S. 61.) wer über sie hinweg geht, versündigt sich am deutschen Man möchte säst meinen, die Künstlerin habe diese Amei Volk und reißt es noch mehr auseinander. (S. 65s.) selbst erlebt. Dieses Buch ist sehr zu empfehlen.. Es Man wird diesen Folgerungen Hedlers unbedenklich zugibt einen tiefen Einblick in all das Reine und Schöne stimmen können, und es wäre zu wünschen, daß dieses einer Kinderseele, die noch nicht durch das Gezänk des Rassenkunde und Rassenwahn. Von Prost Dr. H e d - l e r. V e r l i n S. W. 68. 1 9 3 2. Verlag I. H. W. Dietz Nachf. G. m. b. H. 66 S. In einer Zeit rassenmäßiger Verhetzung, wo man den Menschen nur nach Haar- und Augenfarbe bewertet, ist ein Buch wie das vorliegende sehr zu begrüßen. In klaren, leicht verständlichen Worten weist Prof. Heüler auf die Fehler, den absichtlichen und den unabsichtlichen, moderner Rassenlehre hin, die mit höchst unzureichenden Hilfsmitteln vage Hypothesen als wissenschaftliche Sätze aufstellt. Dabei werden die verschiedensten Begriffe durcheinandergebracht, so daß die ■ „Rasse" mitunter gar nicht abstammungsmäßig, sondern sprachlich und kulturell definiert ist. (Vgl. S. 7 und S. 25). Das alles geschieht unter der oorgefahten Meinung, daß die nordische Rasse die Edelrasse sei, der gegenüber alle anderen Rassen minderwertig sind. Cs ist das Verdienst Hedlers. diese Jrrtümer und die daraus gezogenen Folgen — vgl. z. B. S. 62 „Es ist ... zu beweisen, daß Christus ein Germane war und G'tt ein Deutscher ist" — unbarmherzig und offensichtlich aufgezeigt zu haben. Reine Nassen gibt es kaum noch und kein Volk-ist ras- Buch schon in den Oberklassen aller höheren Lehran statten als Schullektüre gelesen würde. Ein dem Verfasser unterlaufener Irrtum muß aller längs berichtigt werden: Die Gleichsetzung von Aschke nasim und Ostjuden. (S. 35). Wohl sind die Ostjuden mit Ausnahme der bulgarischen, kroatischen und serbi schen, Aschkenasim, aber sie bilden nur einen Bruchteil der Aschkenasim, die bei weitem keine Ostjuden sind Unter Aschkenasim verstehen wir alle in Europa, aus genommen Südeuropa, wohnenden Juden und die von denen in anderen Erdteilen besiedelten Gebiete. Aschke nasim heißt eigentlich „Deutsche". Die Sephardim woh nen lediglich in den Mittelmeerländern und zu einem Teil auch in Holland, was aus dessen früherer Verbun denheit mit Spanien herrührt. Aber es ist selbstverständ lich, daß dieser Irrtum den Wert des Buches in keiner Weise schmälert. A. Die Gebärdensprache im Alten Testament. Bon Dr Heinrich Vorwahl. Berlin. 1 932. Verlag Dr. Emil Eb erl in g. 80 Seiten. In einer Zeit, wo nach einem bekannten Wort di Sprache meist dazu dient, die Gedanken zu verbergen, ist es dankbar zu begrüßen, wenn der Versuch unternommen wird, aus den Gesten des Redenden seine eigentliche Meinung zu erschließen.- Dr. Heinrich Vorwahl hat diesen Versuch in feinem Buch „Die Gebärdensprache im Alten Testament" gemacht, aber dieser Versuch ist ihm, um es gleich zu sagen, nicht immer gelungen. Neben ganz vorzüglichen Kapiteln, wie besonders dem letzten, finden sich doch eine Reihe falsch verstandener oder falsch ausgelegter Bibelstellen. die dann den Verfasser zu falschen Schlüssen führen. Da ist zunächst einmal seine starke Abhängigkeit von der Psychoanalyse, die ihn manchen Mißgriff tun läßt, z. B. wenn er S. 26 in der Eidesleistung auf der Hüfte ein Zeichen eines Phalluskultes erblickt oder die Heiligkeit des Salböls auf S. 39 damit begründet, daß es sich um Nierenfett handele, das wegen seiner sexuellen Bedeutung als „Manageladen" gelte. Auch bei den Trauergebräuchen irrt der Verfasser öfters, da er alles aus dem mana heraus erklären will. So ist z. B. das Kriohschneiden, das sich übrigens bei allen Juden findet (vgl. S. 13), kein Abklang des Sich-blutig-ritzens, eines vom Judentum verbotenen Rituals. Es kann hier nicht aus jede zu berichtigende Einzelheit eingegangen werden, auch nicht aus vorkommende Widersprüche — vgl. z. B. S. 34 und S. 38 über das Handauflegen des Zeugen — doch bedarf das Buch vor einer etwaigen Neuauflage, die wir ihm trotz allem wünschen, einer gründlichen Ueberarbeitung. bei der dann auch störende technische Fehler, wie falsche Quellenangaben und die eigenartige Trennung der Kapitel- und Verszahlen, behoben werden könnten. A. Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der deutschen Grönland-Expedition 1930/31 unter Mitwirkung von Dr. F. Löwe, herausgegeben von Elfe W eg en er, mit 5 Rundbildern, 122 Abbildungen und 11 Karten. Rundrissen und Ueberrissen, geh. Mk. 6.70, Ganzleinen Mk. 8.—. Der tragische Tod Alfred Wegeners, des bedeutenden Grönland forsch ers, ist noch in frischer Erinnerung. Was jetzt vorliegt, ist ein Tatsachenroman von tärkster Lebendigkeit, der ohne Schönfärberei die ganze Tragik einer Forschungsexpedition von 1% jähriger Dauer mit all ihren ungeheuerlichen Ansorderungen an Gemüt und Widerstandskraft der Teilnehmer schildert. Das reich ausgestattete Buch ist ein Heldenepos modernsten Charakters. Von den Schwierigkeiten, die die Expedition zu überwinden hatte, kann man sich einen Beoriff machen, wenn man hört, daß die Forscher 100.000 Wo Gepäck mitnehmen mußten. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Expedition haben alle Mühen reich belohnt. Auf die Einzelheiten kann natürlich an dieser Stelle Nicht eingegangen werden. Aber auch rein ästhetisch bringt das Buch außerordentlich Bedeutungsvolles: insbesondere die Selbstgespräche des Führers der Expedition, die Darstellung seines harten Kampfes mit der Natur, seine tiefe Sehnsucht nach dem Ziel, die Dokumente seiner Zweifel und seiner Hoffnungen. Der Preis des Werkes ist in Anbetracht des Gebotenen außergewöhnlich niedrig. Amei, Roman einer Kindheit. Von Ruth Schaumann. Berlin. 1932. Verlag G. G r o t h e. 253 Seiten. In feinen Sätzen beschreibt uns die Dichterin bie Seele eines sehr intelligenten, sensiblen Kindes. Ruth Schaumann ist eine glänzende Veobachterin und schildert sehr lebendig das Erleben Ameis — das ist der Name des kleinen Mädchens, das mit so offenen Äugen in die Welt sieht — wie die Nebel dieser Welt auf dieses kleine Wesen wirken, und wie sie sich in dieser Welt zurecht findet. Sie kennt — und das interessiert besonders vom jüdischen Standpunkt an diesem ausgezeichneten Buch — den Haß der Menschen noch nicht, und ihr unschuldiges, kleines Herz versteht nicht, warum ihr Vater sie dafür straft, daß sie Mitleid mit einem kleinen Judenjungen hatte und ihn küßte. „Juden," sagt Amei zu sich, „Juden," echot ihr Herz, „es klingt traurig »nd trauernd. Ganz so als stehe eines auf und ginge hin Tages und der Gasse verdorben ist. A. „The Rakomtz Ehronicles". Von G. B. Stern. London. 19 32. Chapman and Hall Limited. Eine Trilogie: „Tents of Israel", „A Deputy was King", „Mosaic". Diese drei Geschichten umfassen die Chronik der Familie Rakomtz. Die drei Werke gehören zusammen und dennoch bildet jeder Teil für sich -etwas Abgeschlossenes. Es handelt sich um „Dichtung und Wahrheit" und die Fortsetzung des ersten Teils ist in den zwei weiteren Teilen nicht folgerichtig durchgesührt. Die Phantasie geht der Verfasserin manchmal durch, wenn auch zugestanden werden muß, daß die Schilderungen so trefflich find, daß wir zuweilen vermeinen, daß die handelnden Personen unter uns wandeln und wir mit ihnen sprechen. Wenn dies der Zweck des Buches ist, so ist derselbe erfüllt. Es mag ja Leuts geben, dis sich dafür interessieren, 1123 Seiten Familientratsch von uns ganz gleichgültigen Presonen zu lesen. Uns interessiert es nur dann, wenn irgend eine machtvolle Persönlichkeit ihren Zauber den nachfolgenden Geschlechtern ausprägt. So sehen wir doch sogar in unserer Thora, daß sie die uns kaum interessierenden Geschlechter schnell Revue passieren läßt, hingegen von Noah und Abraham, diesen Persönlichkeiten par excellence uns Ausführliches berichtet. — Es ließe sich natürlich auch aus all - den geschilderten Dutzendmenschen etwas machen, wenn mehr Kritik an den Vorkommnissen geübt würde. Man gewinnt aber fast den Eindruck, als ob die Verfasserin ängstlich besorgt gewesen sei, niemanden bloßzustellen. „1868 aß Vabette Rakonitz zu Paris zum erstenmal ein 'Schinkenbrötchen und es schien ihr zu schmecken." Vabette aß nämlich sonst koscher und besuchte auch pünktlich die Synagoge, wenn es ihr auch nicht gelang, ihre Kinder und Kindeskinder in diesem Sinne zu erziehen. Da passierte einst, daß sie zufällig sah. daß ihre jüdische Köchin bei einem Nichtjuden Fleisch einkaufte. Die Köchin gestand ein, daß sie dies bereis seit 14 Jahren täte. Die Differenz des Preises hat sie in die eigene Tasche gesteckt. — Solche Vorkommnisse dürste man-gewiß nicht mitteilen, ohne die Gelegenheit.zu benutzen, besondere Bemerkungen daran zu knüpfen. Dergleichen erlebt man ja häufig und man kann sich verschiedenartig dazu stellen. Hier bestand das Unrecht darin, daß die ohnehin leichtsinnige Köchin 14 Jahre lang nicht kontrolliert wurde.- — Es wäre wohl der Mühe wert, psychologisch solche Fälle zu behandeln. Doch davon im Buche keine Spur. Man meldet den kleinsten Vorfall und geht weiter und weiter, um zu melden, daß „Iris o rotgoldenes Haar hatte, wie die Großmutter und daß ein Baby zu schreien begann." — Wir aber haben heute ganz andere Sorgen —j 'ja, ganz andere Sorgen. Dr. M. A. Vei8 les pas qui ne sont pas. Von Pierre CreaNge. Paris. 1932. Albert M e s s e i n. Gedichte über die Rot und Hoffnung Palästinas, über die Not und den Adel der Juden, über Frühling, Jugend, Kinderglück. Gewissensbisse, Ebbe und Flut im Leben, Schmerz und Hoffnung und andere Themen, die mehr oder minder mit dem Judentum in Verbindung gebracht werden. — Es sind Gedichte eines Mannes, der das Herz am rechten Fleck hat, den das Schicksal eines Volkes tief bedrückt, der für Zion und Jerusalem 'ich begeistert, für Palästina schwärmt und bedauert, daß er nur Gedichte reimt statt für sein Volk gegen dessen Feinde zu kämpfen, der seine Kinder zu bewußten Juden erziehen will im Sinne wie er es versteht. Dr. M. A. Breslauer Studien zur historischen Theologie. Herausgegeben von Dr. Franz Taver Seppelt, Dr. Fr. Maier, Dr. Berthold Al tau er, Prof, in der kathol.-theol. Fakultät der Universität Breslau. Band XX: Religion und Offenba- -rung in der Religionsphilosophie Vernard Bolzenos. Dargestellt mit erstmaliger Heranziehung des handschriftlichen Nachlasses Bolzanos. Von Eduard Winter. Breslau. 1 932. (Müller u. Seifert.) kl. 4°, 183. Ein Denker, der seinerseits Katholik sein wollte, der aber ziemlich harte Kämpfe mit der ihm oorgeordneten kirchlichen Behörde zu bestehen hatte, wird hier in seiner vielseitigen Entwicklung dargestellt. Er ist einer derjenigen Denker, die von den verschiedensten Philosophen- 'chulen reklamiert wurden, — so von den Fiktionalisten u. a. Einige Wendungen bei ihm (Gefangennahme der Vernunft durch den Glauben, Offenbarungs-Autonomie, Perfekttbilität) erinnern uns an dis Spekulationen seines jüdischen Zeitgenossen S. L. Steinheim, und wenn man die geistige Atmosphäre prüfen will, aus welcher und z. T. als Protest gegen welche die Philosophie der Hirschischen Gesetzessymbolik entstanden ist, so darf man auch an Bolzano nicht vorübergehen. Winter stellt das Bolzano'sche System nach mühselger Durcharbeitung des sehr verstreuten Bolzano'schen Schrifttums ansprechend durchaus kritisch und klar dar. Winter erkennt die Größe und zugleich die Tragik der Bolzano'schen Glaubensverteidigung darin, daß B. seinen Bau auf eine ganz in sich selbst gefestigte Philosophie stützt, statt vom „Faktum" des Glaubens auszugehen. B. Cohen.