Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1933-03-09 · Heft 10 (9.3.1933) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 10 (9.3.1933)
Date
1933-03-09
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2450756-2450766--79446-2537198
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

9. März 1933 Der Israelit Nr. 10 Seite 7 Gegenwart, war er die Zierde der orthodoxen Gemeinde Wiens, der Orthodoxie überhaupt. Auch der Agudas Jisroel stand er mit dem Herzen nahe, wenn es ihm auch seinem ganzen Wesen nach nicht lag, aus den „vier Ellen des Halacha," so weit es nicht die engeren Interessen der Thora dringend erforderten, in die politische Arena zu treten. Seine große Erez Jisroel-Liebe fand darin ihren Ausdruck, daß er seit vielen Jahren Präsident des Kolel „Rabbi Meür baal Haneß" war. Eine überragende Persönlichkeit ist in schwerer Zeit von uns gegangen. Ein großer Kreis weint verwaist am frischen Grabe, das diese Perle des Menschengeschlechtes und des Rabbinerstandes deckt. Die Bestattung fand am Sonntag unter Teilnahme einer mehrtausendköpfigen Trauergemeinde, darunter zahlreiche Rabbiner aus nah und fern, in Mattersbürg, der Heimatstadt des Rabbi, statt. Erschütternde Trauerreden hielten u. a. Oberrabbiner F ü r st und der Gemeindepräsident der Adaß Jisroel, Kom.-R. Sigmund B o n d i. Auch der Sohn und Nachfolger des Verstorbenen. Rabbiner Solomon Baumgarten, sprach ergreifende Abschiedsworte im Namen der Familie. Das jüdische Wien weit über die Schissschul hinaus steht unter dem Eindruck der großen Trauer um Josef Baumgarten. Berlin, 26. Febr. Am 1. Rausch Chaudeschtage. nachmittags fand im Talmudverein (Chewras Schaß) die Einführung des neuen Vereinsrabbiners, des Herrn Dr. N e u w i r t h . statt, nachdem der Verein seit dem Weggange des bisherigen Rabbiners Saul Munk nach Vurgpreppach ohne geistigen Führer geblieben war. Der Vorsitzende. Herr Felix Goldschmiöt. begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder, Gönner und Freunde des Vereins, unter ihnen auch Rabbiner der Berliner Jüdischen Gemeinde. Er wies auf die bedeutsame Vergangenheit des Talmudvereins hin. erhoffte einen neuen Aufschwung für den Verein und seine Bestrebungen und dankte insbesondere Herrn Isaak Nußbaum, der in seiner Generosität der Schaßschewrah die Lehrtätigkeit des neuen Vereinsrabbiners ermöglicht hatte. Nunmehr nahm Herr Dr. Neuwirth das Wort und entwickelte in längeren Ausführungen sein Programm; er dankte seinerseits Herrn Nußbaum für dessen stetes Eintreten für die Ziele und Zwecke des Thorastudiums und begann feine Tätigkeit mit einem umfangreichen Lernvortrage. Nach Schluß seiner Ausführungen bedankte sich Herr Nußbaum dafür, daß der altehrwürdige Verein ihm die Möglichkeit gegeben habe, feine Bestrebungen zu fördern. Mit dem Maariwgebet schloß die Feier. Düsseldorf, 1. März. Am 18. Februar versammelten sich die Vereinsmitglieder in den Räumen des Beshamidrasch, Edersstr. 49, um eine vi'v-Feier auf 'on zu begeben. Die Feier, zugleich aus Anlaß der Jahreszeit des Beizer b"^x p'iir, wurde nach Beendigung des Traktates mit einer Begrüßungsrede des Herrn I. Wiener im Namen des Vorstandes eröffnet. Es wurden viele n-wv-ri gesprochen und die Freude steigerte sich zur rechten nijf» bv nnar* Hörskein, 7. März. Am 17. März begeht Frau Esther Oppenheimer in Hörstein b. Achaffenburg in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag. Die Jubilarin ist wegen ihrer aufrichtigen Frömmigkeit und ihrer großen Mildtätigkeit, die sie besonders armen jüdischen Menschen gegenüber ausübt, überall geachtet und geehrt. Möge ihr noch ein langer und glücklicher Lebensabend im Kreise ihrer ganzen Familie beschieden sein. d’-iüsi ns» iy Echzell, 5. März. Herr Lehrer Josef Stern, Echzell (Oberhessen) beging am 19. März seinen 7 0. Geburtstag. Wir wünschen dem verdienten Lehrer ein weiteres arbeitsreiches Leben. -v"xr\nv Mhingen, 6. März. Am 19. Adar ist die Jahrzeit für Rabbiner Immanuel Adle Kitzingen. nnv sviim amv Vermischtes. Das Palästina-Werk der Pekidim und Amarkaliin. Frankfurt a. M., 7. März. Ein Aufruf der Pekidim im Inseratenteil der heutigen Nummer bringt die ungeheure Arbeit dieser Organisation in und für Palästina und ihre altbekannte „Rote Büchse" in empfehlende Erinnerung. Es bedarf keiner vielen Worte, um zu sagen, was die Pekidim, diese älteste Stütze . des alten Jifchuw in westlicher Aufmachung zur Linderung der Not, der materiellen, wie der geistigen (durch Schulen) geleistet hat. Es genügt, wenn wir auch an dieser Stelle die Aufmerksamkeit der Leser auf den Ausruf lenken und mit Hinblick auf das Purimfest zur tatkräftigen Unterstützung der Institutionen und Bestrebungen der Pekidim und Amarkalim auffordern. Berlin, 6. März. Der Berliner Esra teilt mit: Infolge der augenblicklich herrschenden politischen Verhältnisse sehen wir uns veranlaßt, die für den Purim-Sonntag geplante Matinee zugunsten des Limud-Amts bis auf weiteres zu verschieben. Der genaue Zeitpunkt der Beranstaltung wird noch bekanntgegeben. Die bereits gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. Köln, 6. März. Die Talmud Thora Köln, Hohenstaufenring 14. veranstaltet Sonntag, den 19. März, abends pünktlich 7.30 Uhr im weißen Saal der Bürgergesellschaft Köln, Eingang Röherergasse, einen großen lustigen P u - r i m - A b e n d mit künstlerischen Darbietungen. Es werden erste Kräfte Mitwirken. Die Feier soll umrahmt werden von einer großzügig aufgemachten Tombola. Der Eintrittspreis ist, wenn man das reichhaltige Programm berücksichtigt, außerordentlich gering. (Erwachsene Mk. 1.—, Kinder Mk. 0.50). Der Reinertrag dient der Erhaltung unserer notleidenden Talmud Thora-Schule. — Es wird empfohlen, Karten im Vorverkauf zu lösen, da die letzte Veranstaltung wegen Ueberfüllung geschlossen werden mußte. DraliSlava, 8. März. Die in Gründung begriffene Vereinigung der ehemaligen Schüler des Herrn Oberrabbiners I. H. Duschinsky wird auf Beschluß des Bratislavaer Vorbereitungskomitees auf Wunsch des Herrn Oberrabbiners Schreiber, s. G. w., in Bratislava, und zwar am Montag, den 28. Nissan V'mn 's 'a (24. April), konstituiert werden. Das ausführliche Programm der Veranstaltung wird in kurzem bekanntgegeben werden. Anmeldungen wolle man sofort an die Adresse Ephraim Kaiser, Bratislava, Urfulinergasse 10, richten. Herr Oberrabbiner D u s ch i n s k y weilte vorige Woche in Budapest. Diese Gelegenheit nahmen seine dortigen Schüler wahr, um sich zusammenzuschleßen und ein Vorbereitungskomitee ins Leben zu rufen. In Ungarn wohnhafte ehemalige Schüler wollen sich ehestens bei Herrn Klein Markusz, Budapest. VII. Dohany-u 39, anmelden. Die Woche. Eine Jubelfeier im TNekor Lhajim. Am Freitag abend nach Schul improvisierte der Borl stand des Mekor Chajim in Verbindung mit dem Mikroschlußvortrag eine kleine Feier für Redakteur S. S ch a ch n o w i tz, der mit feinem Redakteur- und Schriftstellerjubiläum auch eine 25jährige Dozententätigkeit im M. Ch. zu verzeichnen hat. Vor Beginn des Vortrages bestieg im Aufträge des Vorstandes Herr Julius L e w i n das Podium und feierte in einer wohldurchdachten, von Herzlichkeit und Verehrung getragenen Rede die eigene Note der Schachnowitz'schen Vortrags¬ und Lehrtätigkeit, seine Kunst, die schwierigsten Probleme mit Geist und Humor in so populärer Form zu verdolmetschen, daß sie Groß wie Klein, Alt und Jung, den Gelehrten und minder Gelehrten verständlich werden. .iai> 1221' ipk v'x ^2 nxa nann Seine Trumoh, seine Gabe, kommt aus der Tiefe des Herzens, darum findet sie auch den Weg in aller Herzen, sie ist, wie die Terumah der Sidro, aus Gold, Silber und Kupfer. Ihr innerer Goldwert kommt unter die Menschen auch in klarem Silber und in kleinen Scheidemünzen aus Kupfer. Er wünscht im Namen des Vorstandes und der großen Hörerschaft dem Jubilar ein weiteres Wirken in unentwegter Frische und Freude. Darauf hielt Herr S ch a ch n o w i tz seinen Mikro- Schlußvortrag, in dem er einige geist- und humorvolle Dankesworte einflocht. Er dankte dem Mekor Chajim, der ihm das Forum für jene Betätigung bot, die. über der Tagesarbeit liegend, ihm stets eine Quelle der Kraft und Verjüngung war. Er danke G'tt, daß ihm gegönnt war, nach dem Satze n"2 i? .12^ iwni 'in mit der Jugend in der Freundesschar und mit der Jugend im Herzen diese Fünfundzwanzigjahrfeier (n"2) zu erreichen. Es war ein würdiger Abschluß des Wintersemesters, der gleich zu neuer Arbeit überleitet, denn der Mikrovortrag findet weiter statt, und zwar jetzt am Sabbat mittag im Vereinslokal, unter Leitung des Herrn Dr. W. H 0 fmann. St. •WSl nos In ihren jüngsten „Mitteilungen" nimmt die Palästina- Zentrale der Agudas Jisroel eine Anregung auf, die von rabbinischer Seite gegeben wurde, und die die wärmste Befürwortung verdient. Sie schlügt nämlich vor, dem Beispiele zu folggn. das bereits ms nyw in anderen Ländern gegeben wurde: Im Monat Adar, und ganz besonders in der Purimwoche in allen jüdischen Gemeinden Deutschlands eine K 0 f e r N e f e f ch - S a m ml u n g vorzunehmen, d. h. für jede jüdische Seele eine kleine Spende in Höhe von 50 Pfg. für die armen Talmidei Chachomim des alten Jifchuw in Erez Jisroel (vgl. Leitartikel im vorigen „Israelit") zu spenden. Wir sind überzeugt, daß dieser Appell nicht ungehört verhallen wird und daß insbesondere die verehrlichen Herren Rabbiner und Lehrer, sowie die Gemeindevorstände und Agudagruppen diese Sammlung in ihren Orten systematisch durchführen werden. Die Spenden, welche unter dem Merkwort „Kofer nefesch" an die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M., Postscheckkonto Fftn. 53 900 zu überweisen sind, werden in den „Blättern" ausgcwiesen werden. Wohltäkigkeilskonzert. In dem am Samstag, den 18. März, in der Frankfurt-Loge stattfindenden Wohltätigkeitskonzert zu Gunsten des Wohlfahrtsfonds des Alters- und Erholungsheims in Ems wird die bekannte Geigerin, Frau Anni S t e i - ger-Betzak, Stücke von Goldmark, Mendelssohn und Ernest Bloch bringen. Das Frankfurter Tonkünstler- Orchester spielt unter Leitung von Max N e u m a n n Werke von Mendelssohn, Goldmark, Bizet und Grieg. In die Klavierbegleitung der Solisten: Frau Anni Steige r - B e t z a k, Oberkantor E. Grosz und Heinrich B 0 r n st e i n teilen sich die Herren Siegfried Würzburger und Dr. Nathan E h r e n r e i ch. Der Vorverkauf der Karten zum Preise von Mk. 1.—, 1.25 und 1.75 findet statt bei: Firnberg, Schillerstr. 20, Wronker, Zeil, Konditorei Freimark, Sandweg 17, Drogerie Schneemann, Schillerstr. 2 und Buchhandlung Bergmann, Allerheiligenstr. 45. Das Kinderheim in Diez. In diesen Tagen veranstaltet das Deutsch-Israelitische Kinderheim zu Diez (Lahn) seine diesjährige Purimspende. Mit seinem Aufruf wendet es sich an alle Freunde und Gönner, auch in dieser schweren Zeit es nicht zu vergessen. Es ist eine hohe Pflicht und heilige Aufgabe der jüdischen Oeffentlichkeit, diese über 40jährige, mustergültige Anstalt auch über unsere Krisentage hinaus zu erhalten, damit es feine Erziehungsarbeit an armen, jüdischen Knaben ungestört fortsetzen kann. Auch die kleinste Gabe trägt dazu bei. Schaumre Schabbos Stellenvermittlung. Die Schaumre Schabbos Stellenvermittlung. Schwanenstraße 12, richtet an alle Firmen (Kaufleute und Handwerker), die sabbatfreie Stellen zu vergeben haben, die dringende Bitte um Aufgabe derselben. Bewerber(innen) sowie Lehrlinge können jederzeit empfohlen werden. Persönliche Anfragen an Frau Jeanette Kaufmann, Obermainanlage 22. Tel. 44472 und Frau Jenny D. Strauß, Palmstr. 9, Anruf 44773. Frankfurter Vereivskalevder. Verein Mekor Lhajim. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.A. Dr. E. Posen — nachmittags 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal Mikro, Herr Dr. W. Hofmann. — 4 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr I. Soffer. — 872 Uhr abends "sv, Herr Dr. M. Lange. Mittwoch), bik "v, Herr S. Schachnowitz. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, abends 7 Uhr im Vereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabb. Dr. I. Breuer, abends 874 Uhr im Vereinslokal (auch Donnerstag) Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr N.-A. Dr. E. Posen. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.15 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Holpern. Jahrzettsstiflungen. Schabbos, den 11. März: Peppi Heidingsfeld geb. Sänger- Stiftung. Dienstag, den 14. März: Heinrich I. Hanau-Stiftung. „ „ 14. „ Marianne 'Wallach-Stiftung. Mittwoch, den 15. März: Theodor Mayer-Stiftung.' Donnerstag, den 16. März: Johanna Eliafon geb. Weil- Stiftung. Donnerstag, den 16. März: Lina Stern geb. Stern- Stiftung. Liwjalh Chen. Samstag nach Mincho. 3/45 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. S ch a ch n 0 w i tz, „Was in der Megillah nicht steht". Neu auf genommen Alleinvertrieb durch die' Firma _ 3. Union Siiexandcr, Berlin 310.18 rlDS /mJ iJ Landsberger Sfraße 91 Neu auf genommen nos Ä

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.