Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1932-10-06 · Heft 41 (6.10.1932) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 41 (6.10.1932)
Date
1932-10-06
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2450704-2450744--79123-2536868
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 8 Nr. 41 Der Israelit 6. Oktober 1932 Rennen zu Frankfurt a. M. Sonntag, 9. Okt-, nachm. 2 Uhr 6 Flach- und Hindernisrennen. Reise- Prämien-Verlosung 200 Mk., 100 Mk., 50 Mk. bar netto. Jeder Rennbahnbesucher erhält ein Freilos. Eintrittspreis von 1 Mk. an. ragt er zu uns hinein in eine Zeit schwerer wirtschaftlicher Sorgen für die Kehilla und ihre Mitglieder. Er ist nicht nur der gleiche geblieben, sondern er steht als Symbol jener Kraftepoche da, die nicht verstrichen ist, solange wir den inneren Reichtum unangetastet in den Truhen unserer Gemeinde und Synagoge besitzen, deren treuer Schlüsselbewahrer David Ginsberger ist. -in'iw nvrana n iv>aa Im Hause G'ttes entfaltet sich seiner Wirksamkeit edelste Blüte. Darum 'W D’jajni ca'apa na’sa pair iw möge er sich an der Seite seiner gleichstrebenden Gattin und im Kreise seine Kinder und Enkel noch lange Jahre der körperlichen und geistigen Frische und des ungetrüb- Briefkasten. S. A. je fs. 50.— für Abonnement und Spende eingegangen. W. Kt. in Str. ffs, 60.— für Abonnem. eingegangen. S. W. in K. 30. Dezember ist der naw mxa ia. Familiennachrichken. Geburten: Ein Sohn, Heinr. Stern u. Frau Mina geb. Hanauer, Gmünden am 21. 9. 1932. — Ein Sohn, Lehrer Samuel o. d. Walde u. Frau Hilde geb. Gottschalk, Tann/Rhön. Varmizwoh: Karl, Sohn des Herrn Beruh. Hamburger, Alzenau nai» nav, Die Woche. David Ginsberger 70 Jahre alt. Man muß es schwarz auf weiß lesen — um es dennoch n i ch t zu glauben. Unser David Ginsberger, der rührigsten und tätigsten einer, der in seinem Amte so freudige und umsichtsvolle, ein Siebenziger! Die Tatsache, daß diese Jahreszahl so wenig harmoniert mit der jugendlichen Frische und Schaffensfreude des Jubilars, gibt uns Die Gewähr, daß wir ihn noch lange lange Jahre in Amt und Wirksamkeit sehen werden. Darum nichts vom üblichen, „heiteren Abend", eine kraftvolle Fortsetzung des gesegneten Arbeitstages wünschen wir'A)m und uns selbst zu seinem siebenzigsten Geburtstage. , Aus den Jahren des Aufstieges, aus der Glanzzeit unserer Kehilla ragt David Ginsberger in unsere Zeit hinein. Im Jahre 1898 trat er sein Amt als Kultusbeamter der Israelitischen Religionsgesellschaft an. Ueber 34 Jahre steht er im Dienste der Gemeinde. Generationen hat er kommen und gehen gesehen. Er blieb mit der Gemeinde in all ihren Urtiefen und äußeren Erscheinungen eng verbunden. Auch als diese ihr Domizil von der Schützenstraße in die Friedberger Anlage verlegt hat. Beim Umzuge (es sind gerade 25 Jahre her und das Jubiläum der Synagoge fällt ungefähr mit dem Geburtstage ihres treuen Beamten zusammen) trugen ehrwürdige Männer die heiligen Utensilien in ihr neues Heim. David Ginsberger — ein altes Bild zeigt es — ging als Schrittmacher voran. Aber unsichtbar trug er in seinem Amtskleide den alten Geist, den alten Brauch, die alte Synagogen ordnung in das neue herrliche Haus. Für ihn hatte sich nichts geändert und wir hoffen, es wird sich für ihn noch lange Jahre hierin nichts ändern! ' David Ginsberger, von dem die Synagoge sagen kann mn 7»K3 wa!>aa* ist der Freund der Gemeinde, der Freund eines jeden Gemeindemitgliedes. Wenn es so ist, wie der Talmud einmal sagt: '121 aaan vipvn rV „nicht das Amt macht den Menschen, sondern derMenschdas Am t", fo ist David Ginsberger eine lebendige Bestätigung dieser Wahrheit. Er hat ein Amt, das vielleicht in früheren Jahrzehnten, vielleicht heute noch in manchen Ge? meinden, nicht die dem Posten eines G'ttesdieners gebührende Stellung einnimmt, .zu einem Ehren amte e r st e r Ordnung gemacht. Das ist zunächst in seinen menschlichen und jüdischen Qualitäten begründet, die bei all feinen Amtshandlungen so wohltuend mitspielen und mitklingen. Ob David Ginsberger gemessenen Schrittes morgens die Stufen zur heiligen Lade besteigt, um im Aufstrahlen der Lichter den Eintritt eines neuen Gemeindebürgers in den Abrahamsbund zu verkünden; ob er in ein Haus, in das eben erst das große heilige Leid eingezogen ist, kommt, um als erster den Trost zu bringen; ob er an Feiertagen das goldschimmernde Täfelchen als Mandat zu einer Ehrenfunktiop einem auf den Platz legt; ob er am Simchas Thora mit freundlichem Kopfnicken zur Hakafa ruft, oder am Tifchobeaw mit der aufgeschlagenen Kinoh sich zu einem herunterbeugt, mit dem Finger deutend: „Hier ist Ihre Kinoh"; ob er einen Träumenden im letzten Augenblick „zwangsweise" auf Almemor vorführt; ob er einem Brautpaar mit unnachahmlicher Grandezza zur Ehuppah voranschreitet, oder gesenkten Hauptes an dem Wagen hergeht, in dem ein Gemeindebruder die letzte Heimfahrt macht, es ist immer der gleiche. Ginsberger, der Mann, der die Weihe und die Freude, die Trauer und den Trost, kurzum das Leben der Synagoge und Gemeinde in all seiner buntfarbigen Vielfältigkeit in sich verkörpert. In den Wochest und Monaten der vielen Gemeindejubiläen hat dieses Personenjubiläum gewiß nicht die letzte Bedeutung. Aus einer Glanzzeit der Gemeinde David Ginsberger ten Glückes in der Arbeit und im Dienste G'ttes und der Gemeinde erfreuen. Indem wir ihm das wünschen, haben-wir auch uns selbst, unserer Gemeinde, den schönsten Glückwunsch zum siebenzigsten Geburtstage von David Ginsberger ausgesprochen. r iuv Q-nwy-i nun iy Billige Esraugim für Mitglieder der Agudas Jisroel- Jugendgruppe. Von befreundeter Seite ist der Agudas Jisroel-Jugendgruppe eine kleine Anzahl ausgesuchter Esraugim aus Erez Jisroel zur Verfügung gestellt worden. Sie stammen aus den Pflanzungen der Gesellschaft „Ethrog" in Tel-Awiw, die von den ersten Pflanzungsarbeiten bis zur Expedition nur fromme jüdische Arbeiter beschäftigt. Lulorvirn und Hadasfim sind uns ebenfalls zur Verfügung gestellt worden. Die Minim werden an Mitglieder zu billigsten Preisen abgegeben. Interessenten wenden sich an Max Eschwege, Thüringerftr. 23, 2. Von der Thoralehranstall Jeschiwah. Samstag mittag, 4.30 Uhr, fyält der Rasch Jeschiwah, Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer, in den Räumen der Jeschiwah, Friedbergeranlage, seine Droscho über die Sugjo um numi> man- Gäste willkommen. Vom Liwjalh Chen. .Der Sabbatvortrag findet nunmehr bis auf weiteres 4.45 Uhr (nicht 5.15) im Hörsaale Friedberger Anlage statt. Diesen naiv nav jspricht Herr Red. S. Sch ach no w itz unter dem Titel „Gebete im Morgendänlmer" über die s"2i'-Slichaus, vornehmlich über p-iKfi Va usiw- Eine Frankfurter Reminiszenz. In diesen Tagen der -vielen Frankfurter Jubiläen wird eine Reminiszenz interessieren, die uns eine Frankfurterin mitteilt und die zeigt, welch gewaltige Anziehungskraft das von S. R. Hirsch in Frankfurt neu geschaffene Milieu damals schon, vor 75 Jahren, auf die auswärtigen d’rv ausübte. Es war im Jahre 1869, als Carl H. Bing (Vater der zur Zeit in Hamburg weilenden Frau C. Ellern) in Hannover, nachdem die Bankfirma Kosman Behrens, in der er tätig war, liquidierte, den Entschluß gefaßt hatte, seinen langgehegten Wunsch, nach Frankfurt a. M. überzusiedeln, zu verwirklichen. Da erreichte ihn der Ruf einer Weltfirma, deren Nachkommen noch heute in der internationalen Bankwelt unsres Kontinents eine Rolle spielen, ihre Vertretung in N e a p e l zu übernehmen. Herr Bing lehnte den ehrenvollen Ruf ab, indem er das jüdische Moment als Hinüerungsgrund angab. Darauf teilte ihm die Bank mit, daß sie ihm einen Schachet und einen jüdischen Lehrer für die Kinder mitzugeben bereit sei. Nun gab Herr Bing den wahren Grund seiner Weigerung an. Er wollte mit seinen Kindern in einem orthodoxen Milieu, in der Atmosphäre von Samson Raphael Hirsch leben und seine Kinder dessen Schule besuchen lassen. So verzichtete er auf das glänzende Angebot und zog mit seiner Familie nach Frankfurt a. M., wo er im Bankhause K ö n i g s w a r t e r bis zu seinem Tode verblieb. Das Königswarter-Hospital ist seinerzeit auf seine Initiative von Baron Königswarter gegründet worden, ebenso das Genesungshaus in Meran. Glück bei Rebfrolzgj Staatl. Lose! Jetzt ist es Zeit! 114 Millionen. Ziehung 21. und 22. Oktober Staatl. Lotterie-Einnahme REBHOLZ Frankfurt a. M. Postscheckk. 60533 Fernsprecher 32785 K r0 n p r i n z e n st r a ß e 25 Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr Dr. E. Posen — nachmittags % Stunde vor Mincho im Vereinslokal Mikro, Herr Dr. W. Hofmann. — 4 Uhr (ebenso Sonntag 8.30 Uhr vorm.) im Vereins? lokal Gemoro. Herr I. Soffer. Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch), dir ”n, Herr Red. S. Schachnowitz. — Vormittags 9.15 Uhr (ebenso Dienstag 6.30 Uhr) Gemoro, Herr R. A. G. Posen. Donnerstag nach Schul: Mischna Mttgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer.— abends 8.15 Uhr. (auch Donnerstag) Gemoro Herr Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr Dr. E. Posen Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.45 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Holpern. ' -Jahrzeitsstiftungen. Sonntag, den 9. Oktober. Jsaac Rothschild-Stiftung. Dienstag, den 11. Oktober: Moses Aumann-Stiftung. „ „ „ „ Naftali Schwabacher-Stiftung. Donnerstag, den 13. „ Abraham Ries, Michelbach» Stiftung. Liwjalh Ehen. Samstag nach Mincho 3/45 Uhr im Hörsaal Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz: „Gebete im Morgendämmer" (fiRv vviv). Jüdischer Turnerbund E. V. W i n l e r p r 0 g r a m m 1932 — 33 Herren: Sonntag 8.30 — 10 Uhr vorm. Schwimmen (Städt Schwimmbad). Montag 8.30 — 10 Uhr abends Turnen und Sport (Annaschule Nechneigrabenstraße). Donnerstag 8.30 — 10 Uhr abend- Turnen und Sport (Annaschule). Jugend: Montag 8.30 — 10 Uhr Turnen und Sport (Annaschule). Knaben: Dienstag 5 — 7 Uhr nachm. Gymnastik, und, Turnen (Annaschule). Damen: Donnerstag 8.30 — 10 Uhr abends Gymnästik und Spiel (Liebsrauenschule Schäfergasse). Mädchen: Mittwoch (Bqmnaftil und Turnen lAnnaschule) Abteilung I. (bis 8 Jahre) 4—5 Uhr nachm. Abteilung U. (8 — 11 Jahre) 5 - 6.15 Uhr nachm. Abteilung III. (über 11 Jahre) 6.15 — 7.30 Uhr nachm. Heimabende: ab 1. Oktober Mittwoch und Samstag ab 8.30 Uhr abends im Heim Langestr. 551. Gelegenheit zu Ping-Pong, Schach und sonstigen Gesellschaftsspielen. Frauen: Mittwoch 7.30 — 9 Uhr abends Gesundheitsgymnästik (S. R. Hirschschule Am Tiergarten 8). Gebetzeiten. N21V rat? 'ii'rxn Freitag abend 5.20 Samstag 6.45 Samstag morg. 8.00 Predigt Samstag nachm. 1.00 u. 4.30 Samstag abend 6.35 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 5.00 3 efillin-Legen am Morgen 5.35 -1122 21' 3"V>y Morgens 4.30 Nachmittag 2.00 ri^v ns'vv 5.45 Kol Nidre 6.05 Schachris 5.55 Krias Hathauro 10.30 Muffas 11.35 Krias Hathauro 2.35 Mincho 3.05 Neiloh 4.55 Schemaus 6.25 Der Baaleballim-Schiur des Herrn Gemeinderabbiners •»"3, findet statt: Sonntag Vormittag l/20 Uhr, Dienstag und Donnerstag Abend um VB Uhr im Rabbinerhause Fichtestraße. Thema: «rro pViip 'dö piivma pRi nvR nj?. Fritz Weiß, Damen- und Herren-Friseur, Rechneigrabenstr. 17, dessen Geschäft am Sabbat streng geschlossen ist, empfiehlt sich für alle Haararbeiten (auch Scheitel) in bester Ausführung.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.