Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 40 (29.9.1932)
- Date
- 1932-09-29
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 10 Nr. 40 Der Israelit 29. September 1932 —- 1 . — ■ ■ fr Tragen Sie „Me gute C A R S C H -Kleidung“ Spezialität ‘Htl^D-Verarbeitung M. - ■ ' - . .. '. ——-.0 Die Woche. Fünfzig Jahre Israelitische Volksschule. Die ersten fünfzig Jahre der Israelitischen Volksschule worden in einer Festschrift von 74 Seiten und hübscher Ausmachung (bearbeitet von Rektor Baruch Stern und hergestellt im Hermon-Verlag, Frankfurt a. M.) festgehalten. Den ehemaligen Schülern wird das Eedentbuch eine Quelle liebevoller Erinnerungen sein, der neuen Mitgliedergeneration gibt es Kunde von wichtigen Etappen unserer Gemeindegeschichte. Die kurzen, zusammenfassenden Abschnitte erleichtern die Lektüre und bieten ein einprägsames Bild der einzelnen Entwicklungsperioden der Schule. In Liebe wird der zwei wegweisenden Männer, Direktor Mendel Hirsch und Selig G o l d s ch m i d t 7"27 gedacht. Man verfolgt den Gang der Schule in ihrer rechtlichen und finanzleilen Sicherstellung bis zum Kriege und von da ab durch all die schweren Jahre bis zur Gegenwart. Auster denen der zwei genannten Männer zeigt das Buch auch die Bilder der beiden Rektoren, Benjamin Falk 7"27,und i>"7,3n!? Baruch Stern, sowie das des alten u^d jetzigen Schulgebäudes. Besondes interessant ist das Facjimile des von der Hand Rabbiner S. R. Hirsch b"zi geschriebenen ersten Stundenplanes der Volksschule. Eine Reihe von Verzeichnissen vervollständigt das Gesamtbild. Die Iubiläumsschrift ist den ehemaligen und gegenwärtigen Schülern und den Freunden der Schule von der Verwaltungskommission der Israelitischen Volksschule gewidmet und gewissermatzen als Rosch Haschono-Geschenk ins Haus geschickt. Es wird erwartet, datz alle Freunde jüdischer Jugenderziehung ihre Verbundenheit mit der feiernden Schule dadurch bekunden, dah sie dein A u f - ruf zil freiwilligen Spenden in weite st e m Maste n a ch k o m in e n. Das fünfzigjährige Jubiläum der Synagoge am Börnoplatz. Das fünfzigjährige Jubiläum der Synagoge am Börncplatz wurde am letzten Samstag mit einer Feier in der Synagoge begangen. In der Festpredigt des Herrn Rabbiner Dr. H o f f m a n n wurde die Vorgeschichte der konservativen Synagoge in -der Beleuchtung, die ihr eine spätere Generation gab, aufgerollt und auf die einzelnen Etappen in der Entwicklung der Gemeindeorthodorie und ihrer Institutionen seit Rabbiner Marcus Horovitz b"^, hingewiesen. In gehobenen Worten wurde der beiden ersten Rabbiner der Gemeinde^ Worten wurde der beiden ersten Rabbiner der Synagoge, Dr. M. Horovitz und Dr. A. Nobel b"^ gedacht. Sonntag abend fand sich ein zahlreiches Festpuplikum in den Räumen der Frankfurt-Loge zusammen. Die Festrede hielt Herr Professor Dr. Heinemann aus Breslau. der auf Grund von Dokumenten und eigenen Erinnerungen ein packendes Bild von der Entwicklung der jüdischen Dinge im letzten haben Jahrhundert in Deutschand und in Frankfurt entwarf. Vor ihm hielt Herr Rabbiner Dr. Jakob Horovitz die Begrützungsrede und nach ihm sprach Herr Rabbiner Dr. Hoffmann einige Schluhworte. Außerdem hielten Begrüßungsansprachen Vertreter von Vorstand und Verwaltung der Gemeinde, des Preustischen Landesverbandes) sowie verschiedener Vereine und Institutionen. Ein noch aussichtsreicher Frauenberuf. Dön der Jüdischen Haushaltungsschule wird ' uns geschrieben: Noch aussichtsreicher Frauenberuf! Ja, so etwas gibt es, denn die häufigem Anfragen jüdischer Anstalten, Heime und Volksküchen bei der Leitung der Jüdischen Haushaltungsschule. Frankfurt a. M., zeigen immer wieder, daß es. überall an gut ausgebildeten hauswirtschaftlichen Kräften, die für verantwortungsvolle und leitende Posten in solchen Betrieben geeignet wären, fehlt. ' Deshalb macht die Jüdische Haushaltungsschule, Frankfurt a. M., daraus aufmerksam, dah in ihrem jeweils zu Ostern beginnenden einjährigen Haushaltspflegerinnenscminar jungen Mädchen, die bereits längere Zeit im Haushalt tätig waren und so praktische, hauswirtschaftliche Kenntnisse besitzen, Gelegenheit geboten ist, sich durch gründlichen praktischen und theoretischen Unterricht in allen Fächern der Hauswirtschaft zu einem staatlichen Eramcn vorzubilden. Nach dessen Bestehen haben sie die Eignung,, und Berechtigung, eine leitende hauswirtschaftliche Stellung in einem grötzeren Betrieb auszufüllen. Außerdem können aber in der Jüdischen - .Haushaltungsschule eben Schulentlassene die ersten hauswirtschaftlichen Kenntnisse in ein- und halbjährigen Kursen, die jeweils Mitte April und Mitte Oktober beginnen, erwerben. Dieser hauswirtschaftliche Unterricht bildet die vorschriftsmäßige Grundlage zu fast allen typischen Frauenberufen wie z. B. Krankenschwester, Kindergärtnerin usw. Außerdem befähigt er die Haustöchter zur tatkräftigen Hilfe im elterlichen oder fremden Haushalt. Alle diese Kurse finden statt in den schultechnisch und hygienisch vollkommen nach modernsten Grundsätzen -eingerichteten Räumen des Hauses der Jüdischen Haushaltungsschule, Frankfurt a. M., Königswarterstr. 20. Dieses Heim ^gibt den auswärtigen Schülerinnen zu einem mäßigen Pensionspreis eine angenehme Wohnstätte. Auch in Frankfurt berufstätige Mädchen, die auf gute, rituelle Pension Wert legen, finden hier preiswerte Vestpflegung und Wohnung. Seit einiger Zeit hat man, um einem vielfach geäußerten Wunsch von Interessentinuen entgegen zu kommen 'auch ältere jüdische Damen aufgenomnren, die sich mit ihren eigenen Möbeln die luftigen, sonnigen, im Winter gut durchheizten Zimmer wohnlich gemacht haben. Auf besonderen Wunsch wird den Heimmsassinnen jede vorgeschriebene Diät gereicht. Heber diesen vielseitigen Aufgabenkreis der Jüdischen Haushaltungsschule, Interesseniinnen noch genauer zu unterrichten, ist die Leitung jederzeit gern bereit und bittet nur. sich unter Angabe der Adresse an das Büro: Königswarterstraste 20 zu wenden. Tefilloh an der Köthel Maarowi am Dmssn dt> und xm xüsnznn- Die Palästiina - Centrale der Agudas Iisroel in Frankfurt a. M., Schwanenstraße 12 (Postscheckkonto Nr. 53900) macht darauf aufmerksam, daß am miwvn d\* und am sajrenn für alle diejenigen eine Tefilo an der Kothel Maarowi getan wird, die ihr bis zum 27. September 1932 — 28. Elul 5692, refv. 13. Oktober 1932 — 13. Tischri 5693, den eigenen hebräischen Vornamen und den der Mutter unter Einsendung von Mk. 2.— zu Gunsten des Schulwerkes der Agudas Iisroel in Erez Iisroel mitteilen. Geschäftsleute «nd Angestellte. Wir weisen darauf hin, daß jetzt wochentäglich von Montag bis Donnerstag mittags 1.15 Uhr im Hörsaal Friedberger Anlage ein Mincho-G'ttesdienst stattfindet, sodaß auch während des Winters jedermann Gelegenheit zu um r.Vsn gegeben ist. 25 jähriges Dienstjubiläum. Am 19. Elul, ist Herr Meier N u ß b ä u m seit 25 Jahren als zweiter Schames an der Synagoge Friedberger Anlage tätig. Den pflichttreuen Beamten begleiten unsere Wünsche in seine weiteren Dienstjahre. •ruc D’iE?5n ns» ~iy Das Raphael und Jeanette Ettlingersche Kinderheim, Hofheim i. Taunus. Im Heime bietet sich schönster Herbst- und Winteraufenthalt für Kinder sowohl wie für Erwachsene. Die Verpflegung ist streng rituell, auch ist eine Sukkoh im Hause. Cs gibt Höhensonne und Liegekuren in sonnigen oder geheizten Veranden. Wo nötig, kann auf Wunsch Kindern Schulunterricht, erteilt werden. Anmeldungen nimmt Fräulein Friderike Heller, Hofheim i. T., Kapellenstraße 12, entgegen. Der Umbau des Rothfchild'schen Bankhauses an der Fahrgasse. Die Umbauarbeiten am Rothschild-Hause an der Fahrgasse gehen dem Ende zu. Das . historische Haus, in dem sich ein gut Stück deutscher Finanz- und Wirtschaftsgeschichte abgespielt hat, stammt aus dem Jahre 1612. Bis zum Jahre 1812 befand sich das Speditkons- und Geschäftshaus der Rothschilds in der Schnurgasse. Aber schon einige Jahre zuvor hatten die Söhne Mayer Amschels, Amschel Salomon und Karl Mayer, die durch den Brand der I u d e n g a s s e von 1796 in Asche gelegten Häuser an der ehemaligen Bornheimer Pforte mit der Absicht in ihren Besitz gebracht, sich dort ein eigenes Geschäftshaus zu errichten. Auf einer Tafel im Innern des Hauses in die ganze Geschichte des Baus niedergelegt. Sie lautet: Dieses Gebäude wurde anstelle der beim Brand der Iudengasse 1796 zerstörten Häuser „Goldene Scheuer", „Goldener Mörser", „Roseneck" „Rosenkranz" und „Weiße Rose" 1809-10 von den Brüdern Amschel, Saloniön * 1 und Carl Mayer Rothschild erbaut. Von 1813 bis 190b war es dcis Geschäftshaus der Firma M. A. von Rothschild u.^ Söhne. Im Jahre 1312 wurde es von Frau -Baronin Edmond de Rothschild der Israelitischen Gemeinde'zum Geschenk ge-, macht, die es 1921 unter Beihilfe der Stifterin und ihrer Mutter, Freifrau Wilhelm pon Rothschild zum Gemeinde-- haus umbauen ließ. Ueber den Umbau wird noch mitgeteilt: Während die äußere Form des Gebäudes bis ins einzelne sich streng an das Alte anschließt, ist im I n ne r n bis auf die historischen Privatbüros im ersten Obergeschoß eigentlich nichts unberührt geblieben. .Die Senkungserscheiuungen haben den Einzug einer Eisenkonstruktion bedingt, die auf neuen Fundamenten ruht.-'So konnte auch die räumliche Einteilung dem zukünftigen Verwendungszweck des Hauses als M u s e u m und Verwaltungsgebäude der Gemeinde angepäßt werden. Die alte früher schon einmal umgebaute Treppenanlage hat unter vollständiger Wahrung des alten Bildes eine Erneuerung gefunden, ein zweiter Eingang mit einer Treppenanlagc ist im Neubau in der Vörnestraße entstanden. Im Untergeschoß sind große Räume für die Bibliothek und ein luftiger Lesesaal entstanden, das erste Obergeschoß wird in fünf Räumen neben den beiden in ihrer Ursprünglichkeit erhaltenen historischen Privatkontoren das Mu s^um für jüdische Altertümer ausnehmen. Im zweiten Obergeschoß wird die Verwaltung der Israelitischen Gemeinde Platz finden und im dritten Stockwerk liegen in der ganzen Flucht neben einem großen' Sitzungssaal, der durch eine Schiebewand noch erweitert und für größere Versammlungen benützt werden kann, die Räume des Vorstandes. Frankfurter Vereivskalevber Verein Mekor Chajim.; <” Montag (auch Donnerstag) nach Schul: Misctjna Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. — abends 8.15 Uhr. (auch Donnerstag) Gemoro Herr Dr. E. Posen Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mifchna. Herr Dr. E. Posen. Von Montag bis Freitag morgens nach Schul im Sitzungszimmer Gemoro. Herr Dr. S. Ehrmann. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.45 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Holpern. Iahrzeiksfkifkungen.! Freitag, 7. Oktober: Moritz Kallmann-Stiftung. Jüdische Frauenvereinigung und Agudrsiifche Frauengruppe. Ortsgruppe Frankfurt a. 7tt. Am Diensrag, den 4. Oktober abends 8.45 Uhr, wird im Hörsaal der I. R. G. Friedberger Anlage 5, Herr Dr. S. Ehrmann einen Vortrag über Jaumkippur halten. Gäste, Damen willkommen. Agudas Iisroel-Orlsgruppe. Am ersten und zweiten Tag mvo 31/4 Uhr in Schwanenstr. 12 im Anschluß an '»v> -p hälachische und agadische Vorträge des Herrn H:rz Holpern. Gäste willkommen. Jüdischer Turnerbund E. V. Win terp r 0 g r a m m 19 3 2 — 33 Herren: Sonntag 8.30 — 10 Uhr vorm. Schwimmen (Stadt. Schwimmbad). Montag 8.30 — 10 Uhr abends Turnen und Sport (Annaschule Rechneigrabenstraße). Donnerstag 8.30 — 10 Uhr abend- Turnen und Sport (Annafchule). Jugend: Montag 8.30 — 10 Uhr Turnen und Sport (Annafchule). Knaben: Dienstag 5 — 7 Uhr nachm. Gymnastik und Turnen (Annafchule). Damen: Donnerstag 8.30 — 10 Uhr abends Gymnastik und Spiel (Liebsrauenschule Schäfergasse). Gebetzeiten. nwn wm Freitag abend 5.35 Samstag u. Sonntag morg. 5.55 1. Tag Predigt Samstag u. Sonntag nachm. 4.30 Samstag abend 6.50 Festesausgang 6.50 Wochengottesdienst: Morgens 5.15 Nachmittags 5.00 Tefillin-Legen am Morgen 5.25 rp^ui dis Fastenbeginn 4.37 Morgens 5.00 Nachmittags 5.15 Fastenende 6.38 Der Baalebattim-Schiur des Herrn Gemeinderabbiners findet statt: Sonntag Vormittag 1/29 Uhr, Dienstag und Donnerstag Abend um l/29 Uhr im Rabbinerhause Fichtestraße. Thema: -n-o pvinp -vv pdiv'82 z»ra nnrr np. Die Firma. Os ias Reumann, Landstraße 34 prt. (Markenartikel;ber chem. und,Zechst. Branche) 'feiert-"am 1. Oktober'1932 ihr'25 jährigeSUBestehenZ' Frankfurt steckt ,voller. .Merkwürdigkeiten!"'lGoethc hat recht mit diesem'Ausspruch, Frankfurt hat tatsächlich. der Sehenswürdigkeiten so viele, daß 'es eine Lust: ist, sie alle' aufzustöbern.. Und zum Sehenswerten zählt auch jener hübsche moderne. Eckb.au Zeil, Ecke Hasengasse. Sie kennen ihn alle, den schmücken Bau des bekannten Frankfurter Spezialhauses Pletzsch n. Sohn, bezw. Sie kennen ihn eigentlich nicht, wenn Sie noch nie die Innenrüume besichtigt haben. Was hier an Uhren aller Art, an Gold- und Silberschmuck, Brillanten;, Silberbestecken und Silbergeräten zu sehen ist, das ist eine „Merkwürdigkeit" in des'Wortes bester.-Bedeutung. Suchen Sie deshalb Frankfurts größtes Fachgeschäft dann auf, wenn Sic zu Festtagen, Geburtstagen, Familienfesten usw. ein Geschenk zu machen haben. Die große Auswahl und Preisüiürdigkeit erleichtert Ihnen den Kauf bei Pletzsch u., Sohn, Zeil- 95 und Töngesgasse 25—27. Auch ein Pelz aus billigem' Material wirkt fesch, wenn er in der Kürschnerwertstätte fürfeinste Maßarbeit von Th. Rosenblnm, Kürschne r m e i st § r, N u r Großer Hirsch graben 26, gearbeitet ist, deren Inhaber und Leiter, mit 30 jähriger fachmännischen Erfahrungen, gesammelt im In- und Ausland, die Eigenart eines jeden Pclzwertes genau kennt und dem bei der sorgfältigen und geschmackvollen Verarbeitung Rechnung trägt. 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