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Der Israelit · 1932-08-18 · Heft 34 (18.8.1932) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 34 (18.8.1932)
Date
1932-08-18
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 4 Nr. 9 Dr. Auerbach, Halberstadt V'xt verband der Referent eine eingehende Würdigung der langjährigen zielbewußten charakterstarken Geistesrichtung des Herrn Maier Altmann die nicht nur der Israelitischen Religionsgesellschaft, sondern auch der Aguda in Karlsruhe ihr Gepräge gegeben hat. Ein treues Gedenken bleibt ihm gesichert. Mit Dankesworten an den Referenten und der Aufforderung zu unverminderter Mitarbeit schloß Herr Marcus Stern die Sitzung. Kassel. Am 11. Siwan fand, von der Orts- und Jugendgruppe der A. I. veranstaltet, eine Feierstunde zum Gedenktage der Gründung der A. I. in Kattowitz statt, zu der sich der Landrabbiner, Vertreter des Vorsteheramtes, der Gemeinde und eine Reihe anderer Verbände und Institutionen eingefunden hatten. Der Vorsitzende der Ortsgruppe, Herr R. A. Seemann, leitete den Abend mit einer Begrüßungsansprache an die Erschienenen ein, und gab in kurzen Zügen in einem sowohl inhaltlich als formal auf hohem Niveau gehaltenem Vortrag, die historischen Momente an, die die Gründung von A. I. notwendig machten. Nach ihm ergriff Herr Landrabbiner Dr. Walter in eigenem Namen und namens der Gemeinde das Wort, um der A. I. für ihr Wirken zu danken, und verband feine Grüße mit herzlichen Wünschen zu weiterem erfolgreichen Tun. — Als Vertreter der Jugendgruppe hielt Herr D. U l l m a n n ein ausführliches Referat. Er verstand es. Den Zuhörerkreis in begeisternden Worten an seine weiter ausgedehnten Darlegungen zu fesseln, indem er den Faden, den Herr Seemann zu dem Begriff der Ideologie von A. I., nämlich der Erfassung der Gesamtjudenheit zum Leben im Sinne der Tauroh, gesponnen hatte, aufnahm. Zunächst versuchte er die Berechtigung einer Erinnerungsfeier aus dem letzten Posiuk der Hastora vom ersten Tag Schwuaus herzuleiten. Wenn man 20 Jahre in der Geschichte eines Volkes feiert, so kann das nur eine Selbstbesinnung bedeuten, eine Rückschau über das, was geleistet ist, und noch zu leisten ist. Der Redner fetzt sich im Folgendem mit dem Liberalismus und dem Zionismus aus das Schärfste auseinander. Die Definition Breuers daß das Golus der Weg des jüdischen Volkes vom G'ttesstaat der Vergangenheit zum G'ttesstaat der Zukunft sei, ist ihm Basis dafür, aus ihm muß die Aufgabe des Golus erkannt werden, denn erst dann wird Jisroel sie meistern können. Daran reiht sich eine Darstellung der Aufgabengebiete der Agudas Jisroel, wie sie treffender nicht gegeben werden kann: Keren Hathora, Bes-Iaakauw, die Politik, deren Inbegriff nach Rofenheim, Verwirklichung der höchsten sittlichen und religiösen Ideale im öffentlichen Leben bildet, soziale Arbeitsgebiete und die Aulimbewegung die der Referent mit besonderer Liebe kennzeichnet. Es würde im Rahmen eines Berichtes zu weit führen, im Einzelnen diese groß angelegte und ideologisch im einzelnen so wohl fundierte Darstellungsart der Arbeitsgebiete zu wiederholen. In ergreifenden Worten gedenkt der Redner dann all der großen Führer, die einst in Kattowitz waren, und heute nicht mehr unter uns weilen, ihr S'chus. möge uns beistehen, und ihre Tat uns immer wieder anfeuern, er gedenkt insbesondere der jüngst verstorbenen großen Führer der A. I. in Ost und West und iin heiligen Lande. Er schließt mit einem Hinweis auf die kommende Hastora von Simson, wie er ein Held für Jisroel wurde, er, der aus einem der kleinsten Stämme kam, so wird auch A. I., wenn auch heute noch vielfach verkannt und befehdet, einst, l'tauwaus klall-Jisroel, ihre Aufgabe erfüllen, weil sie geleitet von höchstem Wollen und reiner G'ttesliebe, beschützt durch G'ttes Beistand, sich unablässig mühen wird, die jüdische Gesamtheit auf den Weg G'ttes zu bringen. Mit einem warmen Appell, sich zu Agudas Jisroel zu bekennen, beendet der Redner seinen Vortrag, der großen Beifall auslöste. — Herr R. A. Seemann dankte vor allen! Herrn Landrabbiner Dr. Walter für seine herzlichen io^e und dann dem Referenten, dessen Worte über den Begriff und die Bedeutung des Cheschbaun Hanefesch er auf das Wärmste unterstrich. Mit eineni Dank an alle Erschienenen schloß er dann die Versammlung. Nürnberg. Erinnerungsseiern sollen nicht nur dev! Gedanken an Vergangenes geweiht sein, sondern auch,! Kraft und Erfahrung aus dem Vergangenen schöpfend, Ansporn und Wegweiser sein für die Zukunft. Einem I solchen Ziele diente die große Kundgebung, zu der die! Agudogruppen Nürnbergs am 20. Juni im großen Saale des Marientorzwingers gerufen hatten. Klar erkennbar war dieser Zweck aus der Wahl der verschiedenen Reden, welche den Abend füllten. Ehrendes Gedenken unserer großen Führer, die nicht inehr unter uns weilen, warmer Aufruf zur Aufbautätigkeit im heiligen Lande, stolze, aufrüttelnde und erzieherische Worte zur Betrachtung unserer Arbeit, unserer Idee. — Der Vorsitzende der Ortsgruppe eröffnete den Abend mit einer kurzen Ansprache, in der er darauf hinwies, daß bereits im Gründungsstadium der Agudas Jisroel Nürnberger Männer, vor allem Awrohom G r ü n b a u m s. A., mit heiligein Eifer sich für die große Idee einsetzten. Dann hielt s. E. Herr Rabbiner Dr. Klein einen warm empfundenen Nachruf auf den kürzlich jäh aus unserer Mitte gerissenen Führer der Agudas Jisroel, Herrn Rabbiner Dr. Jsak Auerbachs. A., dem langjährigen Vorsitzenden der Deutschen Landesorganisation und Zweiten, Präsidenten des Zentralrats. Er schilderte in bewegten Worten die Hingabe, mit welcher dieser seltene Mann sich der Agudas Jisroel wie aller, an Zahl schier unfaßbaren Aufgaben angenommen hatte und mit klarem Verständnis, Ehrfurcht abringender Entschiedenheit und edler Vornehmheit seinein Wirken und seiner Persönlich- Der Israel l't _Blätter _ feit Geltung zu verschaffen wußte. Dann referierte ein Gast aus Jeruscholajim, Herr Rabbiner Mausche Blau, Vorsitzender der palästinensischen Agudo über die Lage in Erez Jisroel. Zuerst berichtete er mit fast müder Stimme, wie um einer Pflicht zu genügen, über wirtschaftliche Verhältnisse — kurz nur, da diese aus Presse und anderen Berichten ja genügend bekannt sind —, um dann auf die politische Lage einzugehen. Er betonte mit Nachdruck, wie allerortens, bei der Regierung, bei dem Völkerbund, bei politischen und repräsentativen Anlässen, man stets die Agudas Jisroel heranzieht, an dieser angeblichen „Minorität" keineswegs vorüber geht, ja gerade in religiösen Belangen ihr das Recht der Vertretung zuerkennt. Die langjährigeu Bemühungen, Die die Agudas Jisroel im Vertrauen auf die Wahrheit ihrer Sache mit Eifer und Aufopferungen verfolgte, haben den Erfolg gezeitigt, daß Agudas Jisroel ein bedeutender politischer Faktor im heiligen Lande geworden ist, dessen Stimme in Regierungskreisen Beachtung geschenkt wird. Als der Redner zur kulturellen Lage zu sprechen kam, war seine Stimme wie verwandelt. Mit heißen, vor Erregung bebenden Worten, schilderte er die verderblichen Einflüsse, denen die Jugend im heiligen Lande unterworfen ist, klagte die Gaulo bitter an, daß sie hier achtlos eine Generation dem Abfall ausgeliefert fein läßt, so daß — wenn nicht tatkräftige Gegenaktionen unternommen werden — in 10 oder 20 Jahren die Keduschoh aus dem heiligen Lande geschwunden sein wird. Nur 4500 Kinder von 28 000 Schulpflichtigen genießen einen religiös einwandfreien Unterricht, die übrigen — über 80 Proz. — werden in einem Sinne erzogen, der nicht nur unsere heiligsten Güter bagatellisiert, ja sogar mit schmachvollsten Mitteln jedes Gefühl für Jüdischkeit, für Tauroh und G'ttesfurcht aus den Herzen der Kinder wie Unkraut Herausreißen will. Machtvoll erklang die Forderung aus dem Munde.des Redners, durch Geldmittel und persönliche Mitarbeit im heiligen Lande diesen Gefahren entgegenzutreten und das Werk der palästinensischen Agudas Jisroel mit allen verfügbaren Kräften zu fördern. — Als dritter Redner gab S. E. Herr Rabb. Dr. Pinchas K o h n in gewohnt geistvoller Weise einen Ueberblick über die Tätigkeit der Agudas Jisroel während der 20 Jahre feit ihrer Gründung, zu Kattowitz. Er schilderte, wie sichtlich es mit G'ttes Hilfe gelungen ist, früher fast unüberbrückbar erscheinende Differenzen zwischenden verschiedenen Ländergruppen der Orthodoxie auszugleichen, wie die Wahrheit der Idee der Agudas Jisroel ein allumschlingsndes Band um die Jerelm aller Länder schlang und das Vertrauen zur Idee, das Vertrauen zu ihrer Kraft und das Vertrauen zu unseren Führern sich mit überzeugender Sicherheit durchgesetzt hat. Die tiefen Worte verfehlten nicht ihren nachhaltigen Eindruck auf die zahlreiche Zuhörerschaft, die sämtlichen Rednern mit spontanem, lebhaften Beifall dankten. Agudas Jisroel hatte in Nürnberg einen großen Tag, möge die Wirkung dieses Abends lange anhalten und auf die Arbeit der Orts- und Jugendgruppen anfeuernd, nachhaltig einwirken. Cluy (Klausenburg). Am Sonntag den 12. Juni veranstaltete die Agudas Jisroel in Cluy in ihren Räumen eine Festversammlung anläßlich der 20. Wiederkehr der Kattowitzer ' Gründungstage. Nach Eröffnungsworten durch unseren Präsidenten, Herrn L. Wald, hielt der in unserer Gemeinde hochverehrte Herr Dr. N o r m a n d den Festvortrag über Chisuk Hadaß. Der Referent legte die schweren Schäden dar, welche durch die Nachlässigkeit und den Fatalismus weiter Kreise des orthodoxen Judentums entstünden und bezeichnete er als das dringendste Gebot der Stunde, daß sich weite Kreise in diesen schweren Notzeiten um das Banner der Agudas Jisroel scharen, deren vorbildliche Leistungen auf vielen Gebieten, speziell aber auf dem Gebiete der Beth Jakob-Töchtererziehung auch die noch Zögernden veranlassen sollten, durch ihren Beitritt zur Agudas Jisroel ihre Stoßkraft zu verstärken. — Dem glänzenden Referat folgten von den Anwesenden ebenfalls mit größter Aufmerksamkeit aufgenommene Ausführungen des Herrn Nathan N e u - seid zum gleichen Thema. BarcrnowUschi (Polen). Die hiesige Gruppe der Agudas Jisroel veranstaltete anläßlich des Kattowitzer Gedenktages -eine Feier, bei der Rabbiner Landau, Rabbiner Steinberg, sowie die Herren Goldberg und D u b e l m a n n eindrucksvolle Ansprachen hielten. Der Sohn des Slonimer Rebben, Herr Schlome Weinberg, wies darauf hin, daß es unbedingt nötig fei, die Öeffentlichkeit in stärkerem Maße als bisher über Wesen und Ziele der Agudas Jisroel aufzuklären. Es wurde eine Werbekommission gewählt, die sich der Propagandaarbeit eifrig widmen will und die bei der begeisterten Stimmung, die allseitig herrscht, sicherlich Erfolge erzielen wird. Aus der Bewegung. Breslau. Wie im vorigen Jahre veranstaltet auch in diesem Sommer die Frauen gruppe der Aguda eine Ferienkolonie in dem Vorort O s w i tz. Etwa 40 Kinder fahren gemeinsam mit einer Leiterin und 3 Helferinnen jeden morgen heraus, verbringen den Tag in dieser waldreichen Gegend, und erhalten vollständige Verpflegung. Es stehen ihnen in Oswitz Pläne und Räume zur Verfügung, auf denen sie sich tummeln und spielen können. Die Kosten hierfür werden teils von der Agudo-Orts- und Frauengruppe aus Mitgliedsbeiträgen getragen, teils sind sie durch die rührige Arbeit der Vorstandsdamen, insbesondere Frau Rabb. Dr. Hamburger, Frau Dr. G l u s k i n o s , sowie Frau W r e s ch - 18. August 1932 ner aufgebracht worden. Es ist den Damen auch gelungen, die erheblichen technischen Schwierigkeiten zu überwinden, so daß der Kindergarten für die Kinder gesetzestreuer Familien nunmehr feine segensreiche Wirkung entfalten kann. kiel. Die hiesigen Freunde und Mitglieder der Agudas Jisroel^verfammelten sich am vorgestrigen Sonntagabend im Saale des Synagogenhauses, um einem Vortrag des Herrn Bezirksrabbiners Dr. B. Cohen aus; Friedrichstadt über „Aufbau und Unterrichtswesen im heiligen Lande" mit vielem Interesse zu folgen. Der j Redner wies auf die großen Nöte des leiblichen und des seelischen Lebens unserer Brüder im heiligen Lande hin, i deren sich die Aguda in zäher und steter Arbeit anzui nehmen habe. Die Vespeisung vieler frommer Kinder i durch die verderblich wirkenden Missionsschulen, das Elend vieler frommer Lehrer, — demgegenüber die hin-! gebende Tätigkeit der Lehrer und deren Förderer und die . nach außen wenig beachtete Eintracht und gegenseitige! Achtung der Edleren in allen Parteien Jerusalems, — j das alles gab ein Bild des Lebens Erez Jisroels, wie , es in politischen Zeitungen nicht entworfen wird. In : der Diskussion brachte Herr Prof. Dr. A. F r a e n k e l die brennenden Wünsche derer zum Ausdruck, die nun; endlich gern bald die wirklichen Thdra im-Derech-Erez- Jüsale in der Erziehungsweise der palästinensischen orthodoxen Schulen verwirklicht sehen möchten. Im Schlußwort sprach Redner die Hoffnung aus, die ideale Macht des Aguda-Gedankens werde grade in dieser schweren Zeit an den Nöten Palästinas seine heilende und läuternde Wirkung bewähren. — Am kommenden Tage konnte der Redner das Interesse, das der Bortrag hinterließ, außer manchem äußeren Beitrag daran erkennen, daß ein Kieler „neutraler" Jugendbund um Wiederholung des ideologischen ^ecks desselben ihn ersuchte. Fürth i. Bayern. Am Dienstag, den 10. Siwan, fand nach neunjährigem Lernen unser Sijum auf Masecheth Vobo Kamo statt. In liebenswürdiger- Werfe hatte unser Freund Erich F e l s e n st e i n seine Räume für diese interne Feier zur Verfügung gestellt. Nach einstündigem Lernen erwartete uns daselbst ein reich gedeckter Tisch ^zur Seudas Mizwoh. Mit witzigen Kuplets und schwungvollen Reden, unter denen besonders der feurige Hadran unseres verehrten Raw '"i hervorzuheben ist, verlies der Abend in echtem Taurohgeist. Lange nach Mitternacht trennten wir UNS mit dem erhebenden Gefühl, einmal einige jener Stunden erlebt zu haben, die einem nur nach mühevollem Taurohlernen zufallen. Uzhorod (Ostslowakei). Auf Initiative einiger angesehener Damen wurde hier die- Gründung einer Beth Jacob-Schule und einer Bnos Agudas Jisroel-Gruppe beschlossen. Um die Gründung in die Wege zu leiten, wurde die Lehrerin an der Beth Jacob-Schule in Kosice, Frl. Johanna R o o s ausFrankfurta.M.,hierhergebeten, die kürzlich vor einer großen Zuhörerschar von Frauen und Mädchen in einem l1/, ständigen zündenden Vortrag die Bedeutung einer guten orthodox-jüdischen Frauenbildung klarzulegen verstand. Eine Schülerin der Beth Jacob-Schule von Kosice schilderte in einer schönen ungarischen Rede die Erfolge, welche die dortige Schule bisher erzielt hat. Die beiden Referate lösten außerordentlichen Enthusiasmus aus. Husk (Ostslowakei). Hier ist eine Jugendgruppe der Agudas Jisroel gegründet worden, der sofort zahlreiche junge Leute beitraten. Die Schaffung von Schülergruppen ist ebenfalls in Aussicht genommen. Galanka (Slowakei). Der hier seit lange»! erfolgreich wirkende Jugendverein Tiseres Vachurim ist auf Anregung dxs hiesigen Oberrabbiner B u x b a u m in eine Agudas Jisroel-Jugendgruppe umgewandelt worden. In der Eröffnungsversammlung wies Öberrabbiner Vuxbaum auf die großen und verantwortungsvollen Aufgaben der Orthodoxie hin, die heute nur im Rahmen der Agudas Jisroel gelöst werden könnten. In einem gründlichen Vortrag skizzierte Herr Jacob Joel Braun aus Bratislava die Grundgedanken und die organisatorischen Prinzipien der Agudas Jisroel, worauf Herr A. Z. C o h n über die Tätigkeit der Agudas Jisroel-Jugendgruppen in der Slowakei berichtete. Es werden b) und c) Unterabteilungen für,die männliche und weibliche Schuljugend ins Leben' gerufen werden. % Czernowih. Am Rosch-chaudesch Siwan besuchte der Wischnitzer Raw, Oberrabbiner Elieser Hager, in Begleitung des Dajans, Herrn Rabbiner David Schneeball, sowie zahlreicher Jeschiwo-Bachurim und Zeire Agudas Jisroel aus Wischnitz die H a ch sch a r a - K o l on i e der Agudo-Chaluzim in M i l i e w. Die Chaluzim gingen den Gästen bis zum nahen Dorf entgegen und es fand ein feierlicher Empfang statt, bei dem als erster der Leiter der Kolonie, Herr Mordechai W o - lanow, im Namen der Chaluzim die Gäste begrüßte. Für die Zeire Agudas Jisroel von Wischnitz sprach Herr Mos. Solomon ermunternde Worte, für die Jeschiwo Herr I. Bach m a n n. Hieraus hielt Herr Oberrabbiner Hager eine längere Ansprache, in der er all denjenigen den wärmsten Dank aussprach, die sich um die Gründung dieser Vorbildungsstätte für Erez Jisroel Verdienste erworben habe, insbesondere dem Gutspächter von Miliew, Herrn Katz, wie auch den Baalebätim Dim Miliew, die den Chaluzim ihre Gastfreundschaft bezeigen. Auch den Damen des Wirtschaftskomitees, die sich ln selbstloser Hingebung um die gute Verpflegung der Chaluzim bemühen, wurde wärmster Dank ausgesprochen. Der Oberrabbiner erwähnte die Chaluzim, sich bewußt zu sein, daß sie als Pioniere eines neuen echt religiösen Jischüw in Erez Jisroel wirken sollen.

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