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Der Israelit · 1932-06-09 · Heft 24 (9.6.1932) · page 30

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Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 24 (9.6.1932)
Date
1932-06-09
Page
– (sequence 30)
Language
German
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; 9. Juni 1932 Nr. 7 Seite 5 Der Israelit Bl L t t e r wurzelnde, vom Thorageist getragene Gesamtheits-Organisation angewiesen» einerlei ob es sich um den Kampf gegen das sozusagen normale Elend der jüdischen lassen handelt» um wirtschaftliche Aktionen in der Diaspora» um die Kolonisation Lrez Jisroels nnrnn Nina nxn'.ni — oder sei es, daß xan xbv nnx Vd bfr die Not der Zeit bei großen Katastrophen in allen jüdischen Kerzen Erbarmen und Hilfsbereitschaft weckt zur Rettung bedrohter Juden von Tod und verderben. Fern sei es von uns» irgend jemanden» der sich zum jüdischen Stamme zählt» irgend einer Organisation» möge auch das Prinzip ihrer Existenz nicht in der min wurzeln» das Recht zu helfen, das Recht» anvn nibrnai npnx zu üben, beschränken» oder die gewaltigen Leistungen jüdischer Menschenliebe undankbar verkennen zu wollen. Allein wir wollen» daß die thoratreuen jüdischen Masten fortan nicht mehr bloß Objekt, sondern Subjekt der Fürsorge seien» dass sie selber im Rahmen und als Träger einer Volksorganisation zu sagen vermögen» was ihnen frommt» und daß dann Körper und Seele durch die gereichte Hilfe nicht niedergedrückt, sondern aufgerichtet und harmonisch geeint werden. ö) von den vielfältigen Aufgaben» die einer Agudas Jisroel auf dem Gebiete der Presse» der Literatur, der Schaffung einer wahrhaft jüdischen öffentlichen Meinung harren» soll hier nur andeutungsweise gewissermaßen in ^form einer Kapitel-Ueberschrift gesprochen werden. c) Und daß es endlich Ehrenpflicht des vom Thorageist belebten 'xnty> bbs ist» für die angegriffene Ehre dieser mm selber in die Schranken zu treten» wo es gilt» sie nach außen und innen zu schützen» braucht man nur auszusprechen» um es zu beweisen. IV. Wenige Worte lassen Sie mich» trotz der Notwendigkeit der Beschränkung» über die Org a n i s ation der „Agudas.Jisroel" sagen. Drei grundlegende Prinzipien werden dafür maßgebend bleiben müssen. a) Die Organisation muß vor allem volkstümlich sein. Jedes Mitglied muß das Gefühl haben» ein Glied des Ganzen zu sein und mit dem Stimmzettel in der Hand seine Meinung verfassungsmäßig zur Geltung bringen können. Nur auf diese weise wird die »»Agudas Jisroel" vertrauen genießen und wahrhafte Vertretung der Gesamtheit werden können. b) Allein sie muß auch thoragemäß sein und bleiben» wenn sie das Ehrenprüdikat des organisierten bbo auf die Dauer bewahren will — und unabhängig von allen vorübergehenden Volksströmungen muß die-NIM oberster Souverän einer rrnax bxnV'fein und bleiben. Ein 'bm rnryiv' ein aus den hervorragendsten a^hai anixa aller Länder bestehender Areopag von Thoragelehrten soll die oberste geistige Spitze der »»Agudas Jisroel" sein; sein Votum sei entscheidend, wo es gilt, die praktische Arbeit an dem Maßstabe der nun zu messen und richtunggebend zu bestimmen. c) Und endlich als drittes organisatorisches Prinzip: die Dezentralisation. So gewiß der ganze Charakter der die jüdische Gesamtheit heute bewegenden Fragen eine Weltorganisation zu ihrer Lösung erfordert» so gewiß gibt es doch eine große Menge von Einzelaufgaben» die jedem Lande eigentümlich sind. In jahrhundertelanger Entwicklung haben sich die Dinge in Ost und West so verschieden gestaltet» daß nur die peinlichste Rücksicht auf diese Eigenart der jüdischen Verhältnisse in den einzelnen Ländern Reibungen und Erschütterungen vermeiden kann. Den zu bildenden Landesorganisationen muß darum eine weitgehende Selbständigkeit im Rahmen des Gesamtstatuts gewahrt» und andrerseits von den Landesorganisatkonen eine gewisse Selbstbeschränkung in der Uebertrggung ihrer besonderen Grundsätze auf die Gesamtheit gefordert werden. Im übrigen wird noch reichlich Gelegenheit sein» über die formen der Organisation zu verhandeln. v. wenn wir zum Schlüsse einen orientierenden Blick werfen auf die Massen der thoratreuen jüdischen Gesamtheit, die zu organisieren erste und oberste Aufgabe der Agudas Jisroel ist» so will es mir scheinen» als ob — wie in alter Zeit — vier große Gruppen von besonderer charakteristischer Art das thoratreue Israel der Gegenwart konstituieren. Nicht durchweg räumlich geschieden und wie alle geistige Nuancierung zum Teil ineinander übergehend, treten diese T^pen des gesetzestreuen Judentums dem betrachtenden Blicke dennoch deutlich zu vier Strömungen auseinander. Da sind es zunächst die im eigentlichen nnmn maS im tiefgründigen, die ganze Seele erfassenden Talnmdstudium großgezogenen Massen des Ostens, in Rußland» Ungarn» Galizien und geistig mit ihnen zusammenhängend» die übers Meer Gezogenen» deren erste Generation mindestens in den Geistesheroen der Heimat noch immer die Führer anerkennt. Da sind ferner die Millionen Anhänger des Chassidismus» jener gewaltigen Bewegung» die durch die Wärme und Innigkeit der religiösen Betätigung» durch die unerreichte Tiefe der Weltanschauung der Gesamtheit, uns allen noch so unendlich vieles zu geben hat. Dcvwendef Hguda-dnavften ♦ LvKSktlieK in allen Ortsgruppen. Me politisch eOrthodoxie Ungarns und zum Teil Deutschlands ist die dritte Nuance» die in langen Dezennien schwerer Kämpfe gelernt hat, sich im öffentlichen Leben zu behaupten, im Bewußtsein ihrer Eigenart, auf der Hut zu sein gegenüber den mannigfachen. Formen der Verdunkelung des jüdischen Bewußtseins und die Sache der Thora vor Staatslenkern und Parlamenten zu führen. Und endlich die westeuropäische Orthodoxie, die im Geiste S R. Hirsch's die Auseinandresetzung mit der Kultur unter schweren Opfern vollzogen hat, und die dabei manche wertvolle Erfahrung und organisatorische Fähigkeit zum Besten des Ganzen erwerben durfte. wer diese vier großen Lager mit offenen Augen betrachtet» ihre Stärke würdigt und ihre Mängel nicht Übersicht» dem drängt sich der Gedanke mit überwältigender Macht auf: Hier schreit förmlich alles nach C i n h e i,t» nach Vereinigung» nach gegenseitiger Ergänzung und Hilfeleistung — und wie einst am Sinai nnn naa Vkw de? jNY e i n Geist die Hunöerttausenöe zur Einheit zusammenschmiedete, so soll unter dem Banner der „Agudas Jisroel" jede Gruppe ihr Können» ihre Leistung in den Dienst der allen gemeinsamen einen Aufgabe stellen, die auch heute noch der Boden unsrer Einheit ist. Das Werk, das wir so beginnen» es ist» wir fühlen es, von erdrückender Größe. Aber wir haben es ergriffen und begonnen, im Bewußtsein seiner inneren Notwendigkeit, die sich, allen Schwierigkeiten zum Trotz, im Leben der jüdischen G e s a m t h e i t, d o ch schließlich, durchsetzen und unsrem wollen eines Tages die ersehnte Erfüllung bringen wird. Die Gründungsresolution. „Die heute in Kattowitz versammelten Vertreter der traditionellgesetzestreuen Juden heit ausallen Ländern der Diaspora erklären nach Anhörung des vorgetragenen Referates die Agudas Jisroel für begründet und verpflichten sich für den Aufbau der Organisation mit allen Kräften zu arbeiten. Die Agudas Jisroel dient der Förderung aller jüdischen Interessen auf religiöser Grundlage unter Ausschluß jeder politischen Ten den z." arnnm awa a'xan -p'aivp ns m'-n arnaxanaya«? mnx rnxnx bav msDi mm naw "bxnV' mux* nx non lamon '.nxxnnn nx btt. mnnnonn nana nya am'mnai ’auy Va nya toron wVxnr’ mutt* «ana maxa mx1? ,tüi mn vrna *?y nnnmi ammn «".np'v'bis Der Grundstock des ersten Rabbinifchen Rates. Für Rußland: A. M. Alter» Gora-üalvaria» CH. O. Grodsenski, Wilna, Meic Simcha Katz» Dwinsk» I. I. Rabbinowitz, ponjewesch» ' CH. B. Schneersohn, Lnbawitsch, Chajim Soloweitzik» Brest- Litowsk. Für Deutschland: Dr. Breuer, Frankfurt a. M.» Dr. Feilchenfelö» Posen, Jsak Halev^, Hamburg, Dr. Hoffmann, Berlin. Für Ungarn: Koppel Reich, Budapest. Zwei Zustimmungsschreiben. Rabbi Josef Chajim Sonnenfeld b"2Y nnmvb Y'» 'i dy mx xmam ‘?",YJ7 oVttnT rrvmrn -p"sb amann ax»n ^x a^ aiir>b m manb asm xmpn nrattnn aismVi rvni ami nasi nay lYYyb nxnan na«m •n*»*? ynn - «mp ayi cmp rn ai'pb mya nxxV msn by nn*?y xb mipn I?x n^y^ mmr dyd ■>aV ay mnax nxr ^>aa rnyi' mny -ja aa cnipn p ]pw iarnx naa nam nbp mn ^n »m nana aa laan layini nxapn 'isoxn* nax nanab mnmsa "ay ’wxn «joxnna nai '.Yi" nana^ yd mnsa nax nxa 0’pnx^ oiam max b"t narnn '»an larniani unVsna onaw m D’xmin D’a’ai vbivb n»ai an*? :rnbDM mana pan pai 'iai nnx max aVia wru an*? X'X»n*?i naiv nxya aapnb an^by A ayia rn' 'anixi n^n by m a’pnb ’wax nax •»wax anan nua aiN *>Va arnV maa^ anaani nma anym ai^w annw xnpa ana a«pnnV .an*?. niaam trann man rnivab laru ^waa ivb l'xi ‘jmm 'anix^ an ai^ •xwaa pnx bxia ax'a nsr v"wyai mxai nnma brn •namp ny w1? nanan n"ayaa »n wsai ab nnmya nbyaayaxr a"n -ivi' 'pn Der Ehofez Chajim . (R. Israel Meier Hakohen, Radin'.) 'p"vb n'rnya naty bxnv na navab n"b vY r>"iya J'nxn ranbya nin lynnx *?V nbnan ns’oxn n"y aonan . aanaa rnbap •ampa nY.nb mmyn anniax nma*? nan 'ana^axb xia*? mix a* iamm n^xi mixma nvbm usa ns’oxna p*?n nnp*? baix xb nixn an'by n ayia mn mayn *ininn mm?*?y naa ntyx j»axbi nauy baa 'pn lamnm pmb pia' ann» nvsai -inan by annnn n mm *?a ab pana nibvia amna •n nyivnb naxan namaatt? nmxn yanai •]nxn nma ],nan n'xa bxnu»'

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