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Der Israelit · 1932-03-24 · Heft 13 (24.3.1932) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 13 (24.3.1932)
Date
1932-03-24
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 Nr. 4 Der Israelit Blätter 24. März 1938 eine Fülle von Leidenserfahrungen aufgefpejchect liegt. Warschau. Am letzten Sonntag des Februar fand eine Die Geschickte des jüdischen Volkes, die Geschichte der' Sitzung des Zentralkomitees der Poale .Agudas Iisroel -vn;~ statt. Nach Erstattung des Berichtes referierte Herr Lerner Ostiuden, hat genügend Gelegenheit geboten, rNm-^bec ö{e ikonomiM Arbeit. Herr Cmoig über die Arbeit derwertigkeitögefühle zu erzeugen, dre durch dre Stche-- j der Poale Agudas Irsroel und die Stellung der Agudorungcn der Empfindlichkeit, ja Ueberempsindlichkeii - Instanzen zu ihr. Heber die Organisierung der Iugend in s*a m ‘ sprachen die Herren Orlean und Senüia. über Er« Jisöer Unterdrückung in seinen Glauben geflüchtet, darin stack geblieben und zu einem Volk von. Märtyrern geworden. — Bevor man daher praktische Maßnahmen trifft, muß man eben darüber Klarheit haben, auf welchen seelischen Grund sie treffen. Die Uotwendigkeit einer Maßnahme sichert nicht eine rein objektive Wirkung, sondern sie wird vielmehr nach den jeweils vorhandenen inneren Spannungen zwischen dem Empfinden der Minderwertigkeit, des Zurückgesetztseins in der ostjüdischen Volksseele und ihrem Geltungswillen verarbeitet. Jede Maßnahme muß so getroffen werden, daß sie das Minderwertigkeitsempfinden nicht verstärken kann, dagegen dem Geltungswillen ein fruchtbares Gebiet aufzcigt, ibn dort sich auswirken läßll Wenn unsere deutschen Politiker ein Interesse daran hätten, völkische Minderheiten an sich zu ziehen und ihrein Staate zu Uutz und Frommen dienen zu lassen, könnten sie nach diesen Gesichtspunkten für beide Teile Glückliches erreichen. Leider aber läßt unsere Zeit für das Aufleuchten solcher Erkenntnisse in den Köpfen unserer Staatsmänner wenig Hoffnung zu. Den Führern unserer westjüdischen Gemeinden bleibt nur ein kleines Feld übrig, so zu handeln, wie wir es für uns und die Ostjuöen von unserem Wirtsvolk wünschen. Cs muß eine gründliche Anstellung und eine planmäßige Erziehung in dieser Richtung von uns aus erfolgen, die auf weiteren Erkenntnissen beruhen muß, z. B. auf der historischen Tatsache, daß noch im späten Mittelalter, am Beginne der Neuzeit Ost und West eine Einheit waren. Man denke nur an Iomtow Lippmann Heller, einen bayerischen Juden, in wallerstein geboren, Karo in Frieöberg, Prag, Remirow und Krakau, an den Schach, dessen Familie aus Tannhausen in Bayern stammte und nach Wilna ausgewanöert war, oder an den Maharam Schiff, der Raw in Fulda war und nach Prag gewählt wurde. Die Lösung der Ostjudenfrage in seelischer, geistiger und wirtschaftlicher Beziehung bedeutet nach diesen Gesichtspunkten auch eine Erlösung. Sie ist aber auch gleichzeitig die Karöinalfrage für unsere westliche Gemeinschaft. Wir müssen mit einer positiven Oftjuöenpolitik wirklich ernst machen, oder aber uns darüber klar sein, wie weit wir auf dem seitherigen Weg unsere eigene Gemeinschaft, deren Entwicklung seit Jahrzehnten bereits stagniert, in einer nicht allzufernen Zukunft nach der Bedeutungslosigkeit hin herabörücken. Aus der Bewegung Vijaui de sus (Transsylvanien). Die Poale Agudas Iisroel-Sektion Vifkml de fus veranstaltetanläßlich des 10 jährigen Bestehens dieser orthodoxer Arbeiterorganisation ein Jubiläumsfest, an dem sich die bedeutendsten TalmiSe Chachomim und vornehmsten Balebatim unserer Stadt beteiligten. Das Ehrenpräsidium führte Herr Oberrabbiner Mendel Hager. Nachdem der Organisalionsselretär eine kurze Eröffnungssprache gehalten hatte, ergriff Herr Rabbiner Baruch Hager aus Rozalie das Wort und appellierte in warmen Worten.- ' die Arbeiter, sich der Weltorganisation Iisroel auzusch letzen. Gesinnungsgenosse A'" ferierte in einem großangelegten^ er»ickte Rer Ideologie der Poa-e^A^i^^ ^eignete Lösung des Gedankenwel^ dreie^^^g Namens der Zerre Agudas ^die Herren Meier Rosenbaum und j Farkas. Besonderen Beifall löste die Ansprache ^JSa^evin S. S. Moses aus, der die großen Leistungen der Poale Agudas Irsroel in Polen würdigte. Dkl Leiter unserer Jeschrwa, Herr Levr Kahan, gab eine interessante Darstellung des Arbeiterlebens unserer Tanarm und Amaraim. Herr Levi Magid wandte sich gegen die Presseangrisse von zionistischer Seite aus die rumänische Orthodoxie und forderte eine energische Protestbewegung gegen diese Ausfälle. Seitens der Poale Agudas Jisroel dankte Herr Jakob Pasternak den erschienenen Gästen. Die angeschlossene Ehawerim-Werbungsakllon hatte sehr gute Ergebnisse. Die Schlußansprache hielt unter lautem allseitigen Beifall der verehrte Herr Oberrabbiner, indem er die wichtigsten Probleme der rumänischen Orthodoxie besprach, ihre Beziehungen zur Weltorganisation Agudas Irsroel erörterte und Poale Agudas Iisroel als eine der bedeutungsvollsten Schöpfungen der Agudas Irsroel feierte. roel Herr Griffel und über die jetzige politische Lage im Lande Herr Figular. In den Gruppen ist eine verstärkte Tätigkeit zu konstatieren, insbesondere im Zusammenhang mit den Jubiläumsvorlesungen, die überall angeordnet worden sind. Zürich. Samstag den 27. Februar, hielt Herr Rabbiner Dr. A. St 1 ein aus Nürnberg in der hiesigen Agudas Iisroel Ortsgruppe einen glänzenden Vortrag über das Thema „Was kann uns die Agudas Iisroel in der Krise bieten?" Redner wies nach, daß die Blutstockungen in dem großen wirtschaftlichen Organismus der. Kulturwelt in ethischen und religiösen Unzulänglichkeiten ihre Wurzel hätten. Die Souveränität der Thora über alle naturgegebenen Kräfte im menschlichen Leben, die Verknüpfung des irdischen mit dem übersinnlichen Leben sei das Ideal, dem die Agudo diene und in dessen Dienst sie zugleich den Dienst an der Menschheit leiste. Der Vortrag fand reichen Beifall. Hamburg. In * der Agudas Iisroel Orts- und Jugendgruppe sprach Dr. Salomon Birnbaum über das Thema „Von der Geistesgeschichte der Juden". Der Vortrag bezog sich insbesondere auf die Dichtungen in jiddischer Sprache, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Er vorfolgte die Entwicklung dieser jiddischen Dichtung bis zum Ende des letzten Jahrhunderts und wandte sich dann der hebräischen Dichtung des Ostens zu. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Brünn. Die vor einigen Monaten hier gegründete agudistische Orts- und Jugendgruppe hat sich zu einem Zentrum jüdisch-orthodoxen Lebens auf dem steinigen Boden der mährischen Hauptstadt entwickelt. Man kann jetzt täglich 10 bis 20 jüngere und ältere Menschen beim Talmudschiur finden und die Sabbathtage bringen eine große Reihe von gut besuchten manigfaltigsten Schiurim. Die Zeit bis zu mv-Hv ,-myo wird der Aussprache über aktuelle jüdische Probleme gewidmet. In den letzten Tagen konnten wir einen Sium auf begehen, an dem 50 Personen teilnahmen und der zu einer Stunde froher Selbstbesinnung führte. Spendenliste irrmn pp in Deutschland. (Bareingänge seit dem letzten Ausweis in den »Blättern" Ar. 7, Jahrgang 15). Karlsruhe: dch. Markus Stern 50. Fürth: dch. Rabbiner Dr. Breslauer 50. Fulda: dch. Rabbiner Dr. Cahn (für diverse Sonderzwecke) 30, derselbe 30, dch. I. Eschwege (aus Rhina) 10. Bremen: dch. Nathan Grünberg 227.48. Würzburg: dch. N. Eldod 210.10. Frankfurt a. M.: dch. Karl Zuntz 815, dch. „Israelit" 23.38. Nürnberg: dch. Nabb. Dr. A. Klein 150, dch. Adolf Münz 330.50. Köln: dch. Louis Gradmann 85.05. Beuthen: dch. Gottfried Altmann 80. Halberstadt: dch. I. Lundner 100, dch. Preuß. Landesverband gesetzestr. Syn.-Gem. 100. Breslau: dch. Rabbiner Dr. John Cohen 260. Berlin: dch. Curt Salomon 155. Hamburg: dch. Dr. Julius Bilz 753. Kiel: dch. Moritz Winzelberg 24.35. Heilbronn: dch. K. Flamm 18.70. . Gr. Krotzenburg: dch. Lehrer Schusto- 25. Schönlanke: dch. Rabbiner BerliA^ 10. Schlüchtern: dch. Leo Rothsch^ 30. Biebrich: dch. Lehrer SuO-acher v. Julius Oppenheim 12. Ellingen: dch. Jsr.^tusgemeinde 6. Killinaendck> ^abb. Dr. Bamberger: Hochzeck Grunebau-' Seidel Loewenthal 10, Haus H. Ehrenreich 13. 7-aus Seelig 1.94, RR. 5.50, Frau Max Strauß 6.06. Altengronau: dch. Benjamin Münz 13. Eschwege: dch. Nabb. Dr. Vaßfreund: Büchsenleerung Moritz Werner 56.75. Dresden: dch. Israel Wilder vom Verein a>sh mna 10.45. Flieden: dch. Lehrer Weinberg 8, Schwabach: dch. Rabb. Dr. Mannes: Wochenbeiträge und Spenden 28, anl. Verlobung Recha Mannes Alf. Herzberg 10, anl. 60. Geburtstag Oberr. Dr. Spitzer Hamburg 2. Treuchtlingen: dch. Hauptlehror Fuldsr (aus Synagogenbüchse) 87.54. Lübeck: dch. Rabb. Dr. Winter 45. Braunsbach: dch. L. Adler 10. Oberseemen: dch. Siegfr. Strauß (von Agudas Iisroel) 5. Leer: dch. Lehrer Popper 7.30. Neustadt a. d. Saale: dch. Jsr. Kultusverw. 10 Marburg a. d. Lahn: dch. Rabb. Dr. Cohn 31.64. Freiburg i. Br.: dch. Simon Epstein 101.44. Rheydt: dch. Frau R.-A.- Dr. Herzmann 47.05. Wiesbaden: dch. Rabb. Dr. Ansbacher 71 (davon 10 v. Sulzbacher, Biebrich), dch. Salo Meyer 11.42. Gersfeld: dch. Lehrer Katz 22 (davon 12 vVN Moritz Katzmann). Darmstadt: dch. Rabb. Dr. Merzbach 77, dch. L. Wahrhaftig 131.35, dch. Arthur Joseph 14.40. Oldenburg: dch. Lehrer Meyberg 47.49 (davon 19.69 Büchsenleerung Cloppenburg). Leipzig: dch. A. Dzialowski 65, dch. A. J.-Jugendgr. 6.90. Utrecht: dch. Oberrabb. Tal 304.24. Zwolle: dch. Oberrabb. Hirsch 168.78. Arnheim: dch. Oberrabb. Vredenburg 50. Einzelspenden: Hamburg: Oberlehrer E. Vadrian 9, Hans Lehmann (anl. seines Sohnes) 25, Sonder-Aktion (Lotterie) 2274.99, G. Venscher 5, N. Jacobson 28, W. Bialoglowsky 50, Familie Benjamin 20, Willy Hirsch 260, Deutsch-Jsr.. Gern. 106.25, Rausch Haschono-Ablösung 57.60, Martin Levy 50, David Hirsch (anl. 60. Geburtstag Oberr. Dr. Spitzer). 2, Max Aberbach 10, Julius Carlebach 4.25, (Sari Flörsheim 60, Markus Emanuel 10. München: NN. 1000, Berlin: Naftali Stern (am Jahrzeitstag von Frau Oberrabbiner Stern y'xT) 100, (am Jahrzeitstag von Oberrabb. A. A. Stern 150, Dr. Emil Hirsch 280, M. Lehmann i>"xr 10, Samml. anl. Vortrag 40„ NN. 3.60, I. N. 2000, Bruno Freund 35, Ad. Kunstadt 2, Willy Guggenheim 20 (15 Tel.-Abl. 5 von NN.). Karlstadt: E. Worms 2.50, Felsenstein 5, Willy Süßer 4. Nürnberg: Direktor Grünebaum 50. Schweinfurt: A. Giersch: 3. Hawerstaüt: I. Lundner 20. Leipzig: D. Colemann 10, R. Greizerstein 2. Koch jr. 50, M. Malkner 2. Mannheim: Ad. Traub (anl. 70. Geburtstag s. Vaters 25. Gemen: I. Braun 35, B. Saffra 11. Niederstetten: Oberl. Oberndörffer 20. Siegburg: Jos. Strauß 10. Mannheim: Julius Kahn 5, Jac. Dreysuß 5. Ellingen: Schönwaltex 10. Bechhofen: D. Steindecker 20. Lampertheim: Jda Mayer (anl. ihrer Verl.) 5. Vacha: Rost Hecht 10. Mainz: Dr. Picard (Tel.-Abl. Hochzeit Herzog—Weißer Breslau) 3. Osnabrück: Frau Kantor Gitelsohn (am Jahrzeitstag ihres Mannes ) 6. Kreuznach: Frau Sommer 3. Breslau: M. Berlinger 20, A. K. 10.80, E. K. 5, P. I. K. 18. Brenken: Alfred Grünberg 20. Fveudenburg: S. Samuel Weil 1. Mergentheim: NN. 2. Groningen: E. Polak 100.80. Für Belh Jakob: Durch „Israelit" 43, Geschwister Heilbut, Altona 14, Ernst Blau, Hamburg 0.75, NN., Hamburg: 0.50, I. Farntrog, Fürth 2. - NZ'NN'Akkion 5692. Karlsruhe: dch. Markus Stern 50. König i. O.: dch. Lehrer Frank 2. Berlin: dch. Ludwig Bier 35. Mainz: dch. Frau Rabb. Dr. Bondi: von M. Moritz 5, von NN. 20. Sprendlingen: L. Kaufmann 6. Cham: dch. Jsr. Kultusgem. 10. Unts^albertheim: dch. Jsr. Kultusgem. 8.40. Braunsbach: dch. Louis Adler 20. Sterbfritz: dch. Lehrer Mannsbach 38.16. Papenburg: dch. Frau Aron Hes 23. Hall: dch. Rabb. Dr. Berlinger 10. Ellingen: dch. L. Schönwalter 10. Ziegenhain: dch. Lehrer Heilmann 9. Eiterfeld: dch. Lehrer Oppenheimer 10. Oberthulba: dch. Jsr. Kultusgem. 3. Erlangen: dch. Lehrer Fränkel 7. Schweinfurt: dch. Rabb. Dr. Stein (von Schülersamml.) 10, von Justizrat Hommel 20. Darmstadt: dch. Rabb. Dr. Merzbach 47. Halberstadt: dch. I. Lundner 140. Jchenhausen: dch. I. Gradmann 40. Elberfeld: dch. Max Frank 12. Niederstetten: dch. Oberlehrer Oberndörffer 70. Markelsheim: dch. Josua Adler 16.80. Unskeben: dch. M. Mumenthal 10. Segeberg: dch. Steinhof 4. 1 "'! Biebrich: dch. Lebrer Sulzbacher 18. Schopfloch: dch. Lehrer Rosenstein 8.60. Ottensoos: dch. Lehrer Gutmann 12.33. Marktbreit: dch. Lehrer Brückheimer 7.50. Mannheim: dch. Rabbiner Dr. Unna 50, dch. Ad. Traub 25. Frankenwinheim: dch. Lehrer Memelstein 10. Dettelbach: dch. Lehrer Mannheimer 4.50. Marktberolzheim: dch. Ludwig Stein 7.50. Fürth: Ablösung Spielabend 20. Gr. Krotzenburg: dch. Lehrer Schuster 23. Memmingen: Lehrer Liffgens 10. Regensburg: Jsr. Kultusgem. 35. Köln: dch. A. J.-Jugendgr. 25.63. Dresden: dch. Jsr. Wilder aus Einzelspenden 6.50, aus Büchsenleerung 24.55. Würzburg: dch. N. Eldod 70. Lampertheim: dch. Lehrer I. Mayer 10. Oldenburg: dch. Lehrer Meyberg 13.91. Leipzig: dch. A. J.-Jugendgr. 60.30. Brückenau: dch. Lehrer Gundersheimer 5. (Weitere Spenden werden in bet nächsten Nummer der »Dlätler" veröffentlicht.)

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