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Der Israelit · 1932-03-24 · Heft 13 (24.3.1932) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 13 (24.3.1932)
Date
1932-03-24
Page
– (sequence 13)
Language
German
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24: März 1952 rnja.mujii i,.i ■ -i Die Woche. Synagogengemeinde „Israelitische ReligionsgeseUschaft". In der am Sonntag stattgehabten ordentüchen Gemeinoeoerfammmng, in der Herr Emil Goloslymiot den Vor,iß führte, wurde oec Geschä,tsoericht für das Rechnungsjahr 1931 durch den Gememoesekreiär, Herrn G e r g m a n n, erstatte!. Der Bericht geht von einer allgemeinen Darstellung der trijenhasien Z'e.toerhältnijse und ihrer Einwirmng aus die soziale Lage der Gemeindemiiglieoer unddamit der Gemeinde selost aus und gedemt der einschneidenden Sparmahuaymen, die zu einer über die staarnchen Berfügungen weit hinausgehenden Kürzung der Beamtengeyä.ter führten. Alleroings sollen die eiuvehalienen Gehatlsreiie, soweit sie nicht durch besondere Vergünstigungen ausgeg.ichen worden sind, später allmählich amorü,iert werden. Vorläufig aber stell! die Maßregel starte Ansoroerungen an die Beamten, denen der Vorstand im Berichte emen warmen Dank für die bezeigte Einsicht in die bittere Notwendigkeit und für den soliüaii.chen Zl.sammeuschmß zu einer Notgemeinjcha,t votiert. Der Erat ist von ö35 OUO Mk. im Jahre 1931 aus 423 000 Mk. im Jahre 1932 herabgeorückt worden. Von einer Erhöhung des Steuersatzes könne keine Rede sein, doch müsse in der Beitreioung aller Rückstände aus Steuern, Schuchgeldern und Sesselmieten ein rigoroseres Verfahren angewendet werden, als es früher der yfaü war. Die im Frühjahr vorigen Jahres veranstaltete Rotsammmlung für die S. R. Hirsch-Schule ergab 69 009 Mt. und hätte zu weit besseren Ergeonissen geführt, wenn die Fortsetzung der Sammlung nicht durch die Finanzkatastrophe im Juni inhioierr worden wäre. Der Bericht spricht besonderen Dank dem Gemeinderabbiner aus, der sich in vorbildlicher Weise in den Dienst der Sammlungen gestellt und nicht nur durch immer wiederholte, die Herzen aufrüttelnüe Ansprachen von der Kanzel, sondern auch durch persönliche Besuche der Gemeindemitglieder den Erfolg der Sammlungen Herberge, ührt habe. Der Bericht schildert die Bemühungen des Vorstandes, durch eine Iugendkommission sich dererwerbslosen Jugendlichen anzunehmen und das Interesse für die Gemeinde in den Krei,en der Jugend zu stärteu. Das System der Sessegebühren soll einer Umgestaltung unterzogen werden, worüoer Erwägungen noch schweben. Besonders erfreulich ist, datz unter dem Einfluß des Rabvinats die Einsicht in die Zweckmäßigkeit und die religiöse Verpflichtung zur Schlichtung von Streitfällen durch Dine Thora in der Gemeinde an Verbreitung gewinnt. Durch ein neugeschaffenes Regulativ sollen diese^ Dme Thora auf eine organisatorisch breitere Grundlage gestellt werden. Der Bericht schiloert alsdann in der üblichen Weise die segensreiche Wir.samkeit der einzelnen Gememoelnstituilonen der S. R. Hirsch-Schule, der Isarelit'.schen Volksschule, der Thoralehranstalt Ieschiwoh, des Georgine Sara v. Rothschild'schen Hospitals, der Fürsorgekasse und der verschiedenen der Gemeinde angegliederten Stiftungen und Vereine für Thora, Awoda und Geinilus Chassodim. Es wird des Rektoratwechsels an der Volksschule gedacht, sowie des jetzt durchgejührten Neubaus und medizinisch-techn.fchen Reorganisalionswerkes des Rothschild scheu Hospitals. Den Schluß machen warm empfundene Nachrufe auf die im Berichtsjahre Heimgegangenen Mitglieder, soweit sie an der Verwaltung der Gemeinde beteiligt waren. . Nachdem namens der Revisionskommission des Gemeinderates Bericht erstattet und dem Vorstand Entlastung erteilt worden war, entspann sich eine kurze Aussprache, in deren Verlaus noch weitere Ziffern über die Eingänge und Ausgänge des Budgets mitgeteilt wurden. Die an die Gemeindeversammlung sich anschließenden Mahlen ergaben für den Vorstand die Wiederwahl der Herren Emit G o l d s ch m i d t und Siegfried A. L ö w e n t h a l, für den Eemeinderat die Wiederwahl des Herrn Leopold Schwab und die Neuwahl des Herrn HeinrichEisemann. Wir behalten uns vor einzelne Teile des Jahresberichtes noch im Wortlaute wiederzugeben. Backen der Schmuro-Mazzos. Die Synagogengemeinde Israelitische NeUgionsgesellschast schreibt uns: Unsere Mitglieder, die beim Backen ihrer Schmuro- Mazzos in Momberg zugegen sein wollen, werden darauf hingewiesen, datz nur am Dienstag den 29. März. Mittwoch, den 30. März und Donnerstag, den 31. März d. I. in Momberg Schmuro gebacken werden. Andere Tage kommen nicht in Betracht. Schlußfeicr der Samson Raphael Hirsch-Schule. Wie alljährlich, gab's wieder eine Massenwallfahrt, zu der beim Publikum so beliebten und seit Generationen eingebürgerten Schlußseier, sodaß die Festordner reichlich Mühe hatten allen Reflektanten einen Platz, sei es auch nur auf „Stehgalerie" anzuweisen. Fürwahr, es lockte auch ein erlesenes Programm, das Leistungen musikalischer und rednerischer Art für den kurzen Zeitraum von zwei knappen Stunden .in Fülle darbot. Zunächst intonierte ein aus ehemaligen Zöglingen/ die sich in liebenswürdiger Weife wieder zur Verfügung gestellt hatten, und aus Berufsmüsikern bestehendes Orchester unter der Leitung von Herrn Mar Neumann flott und schneidig Boildieus Ouvertüre zur Oper „Die weiße Dame".. Daran schloß sich, im Sinne des Goethejahres, sine von drei Üntersekundanerinnen - (E. Birnbaum, 1t: Der Israelit Nebenzahl Fr. Schächter) vorgetragen, Deklamation „Gesang der Erzengel"^ aus dem „Faust", von dem Quintaner Blumensohn gesungen, das Mignonlied, nach der Kompositoin von Beethoven. Herr Rechtsanwalt Dr. Klau richtete sodann im Namen des Schulrates das Wort an die abgehenden Schüler und Schülerinnen. Erhobenen und bewegten Herzens, so führte er aus, wende er sich an die Scheidenden. Gehoben durch den Gedanken, daß wieder junge Menschen dem Leben zur Fruchtreife übergeben würden, bewegt aber und beängstigt in Hinblick auf die vielen Gefahren, denen sie nunmehr draußen ausgesetzt seien. Vor einigen Jahren — es war eine Zeit der Scheinhochkonjunktur — habe er von dieser Stelle aus gewarnt vor Hohlheit des Genusfeslebens, hingewiesen auf die Hoheit des geistigen Lebens, heute, da Geld und Besitz geschwunden seien, müsse er vor einem anderen aus den Thron gehobenen Götzen warnendem an Stelle geistiger Werte einseitig betriebenen Kult des Sports. Das Jahr, das im Zeichen des „Großen von Weimar" stehe, stelle andere Anforderungen an den Menschen solche nämlich, zu deren Erfüllung unsere Schule vorbereite. Und so könnten die Abiturienten, für das Leben" gewappnet, mit Recht das Goethesche Wort auf Schule und Lehrer anwenden: „Euch verdank' ich, was ich bin, .Tag und Jahre find geschwunden, Und doch rühr auf jenen Stunden Meines Wertes Vollgewinn". In herzlichen Worten dankt der Redner der Leitung und dem Kollegium für alle in diesem Krisenjahre geleistete Arbeit und Pflichterfüllung und betont die einhellige Anerkennung des Patronats ob der stets bewiesenen opferfreudigen Hingabe. Die Ansprache des Untersekundaners Bauminger behandelte in ihrem Kernpunkt den bei der heutigen Jugend leider so verjehmten Begriff der „Ehrfurcht". Dem stürmenden und gärenden Leben der Umwelt gegenüber biete unsere Schule mit bewußter Betonung der Tradition, der Pflege der alten Eeistesgüter und der Ehrfurcht vor dem Ueberkommenen einen festen Halt. Habe ein moderner Pädagoge, Spranger, sich in einem unserer Mischen Auffassung nicht fernesteheuden Sinne über die „Ehrfurcht" geäußert, so fänden sich ähnliche Gedankengäluge auch schon bei dem „Alten von Weimar", der von dreierlei Ehrfurcht spricht: 1. von der Ehrfurcht vor dem, was über uns, 2. vor dem, was unter uns, 3. vor dem, was uns gleich ist. Der junge Redner weist die Aehnlichkeit dieser Ideen mit jüdischer We'.tbetrachtung nach: Ehrfurcht vor G'tt (Mittelpunkt), damit auch vor Eltern und Lehrern. Ferner sieht der jüdische Mensch die Erde mit allen ihren Freuden und Leiden als Gttes Werk an, das er bewundern, und über das er sich freuen soll, wie er auch andrerseits, Goethe gleich, Niedrigkeit, Armut, Spott und Verachtung, Schmach und Elend, Leiden und Tod als g'ttgewoltt auf Erden anerkennt. Dankt er doch G'tt auch für die Schaffung des mn Ti’ und preist ihn täglich als Schöpfer nicht nur des Lichtes, sondern auch der Dunkelheit und der Finsternis. Endlich: die Ehrfurcht vor dem, was uns gleich ist, also die Ehrfurcht vor dem Nächsten und die Ehrfurcht vor der Gemeinschaft sind uns vertrante Gebote. Da die Schule in solchem Geiste gelehrt und erzogen habe, so gebühre ihr nebst den Eltern, die keine Kosten gescheut, und der Gemeinde, die mit so großen Opfern die Schule erhalte, innigster Dank, der darin zu praktischen Ausdruck komme, daß die Abgehenden an der ihnen hier überlieferten Tradition festhielten und gute d'ii,t> bleiben. Nun folgte das mit großer Spannung erwartete, von Karl Reinecke für Orchester, Chor etc. komponierte dramatisierte Märchen „Schneewittchen". Wie nicht anders zu erwarten war, klappte das von Neumann einstudierte Stück in allen seinen Tellen vorzüglich. Reicher Beifall lohnte alle Mitspieler nach dieser fast 40 Minuten dauernden Aufführung. Feierliche Stille herrscht im Saale, als Herr Direktor Dr: Elias das Podium betritt. Dieser Feier, so heißt cs zu Anfang der Rede, solle der Besinnung dienen, die unsere Schüler vor Vergangenheit und Zukunft verpflichte. Unter widrigen Verhältnissen habe erhöte Arbeit geleistet werden müssen, mehr als einmal habe die Not zu Katastrophenstimmung berechtigt. Wenn trotzdem mit gutem Erfolge weitergearbeilet wurde, so sei das der Liebe und treuen Anhänglichkeit von Männern und Frauen zu danken, die sich dafür eingesetzt haben, Mittel für die Aufrechterholtung der Schule zu gewiMeu. Daher gelte der Dank dem Rabbinat, dem Vorstand und der Gemeindeverwaltung. dem Schul- und Elternbeirat, dem Komitee zur Erhaltung der Schule, dem Vereine „Ehemaliger", den beiden Jüdischen Frauenoereineu und der Rab'b. Hirsch- Eefeilschaft für alle Bemühungen, Veranstaltungen und Mitlelbeschafsungen zu Gunsten der Schule, nicht zuletzt gelte dieser Dank Herrn Direktor Fmk für seine stete und aktive Hilfsbereitschaft, sowie dem Kollegium für alle Geduld und Selbstverleugnung. Er gelle ferner den jungen Hilfskräften, die sich als freiwillige Helfer gerne zur Verfügung gestellt hätten. Einschneidend seien die Veränderungen und Einschränkungen ini Ilnterrichtsbelrteb gewesen. Dem langjährigen Mitarbeiter, Herrn Dr. Adle r mußten Stunden wesentlich reduziert werden, vor allem fei durch die Berufung des Herrn Lyzealoberlehrers O ch s e n m a n n zum Rektor der Volksschule eine große Lücke entstanden. Dreißig Jahre, so führt der Redner aus, habe Herr Ochscnmann zu Nutz und Frommnien der Schüler, in steter Liebe zum Berufe und in Treue zur Schule gewirkt, warmer Dank der Ellern und des Kollegiums begleite ihn in seinen neuen Wirkungskreis, in dem er das seiner Begabung und seinem Streben entsprechende Feld der Betätigung Rr. 13 Seite 13 finden möge. Nach prägnanten Bemerkungen über die Nöte der Zeit, insbesondere des jüdischen Gegenwartsmenschen wendet sich die Rede in längerer und gedankentiefer, äußerst fesselnder Ausführung einer Betrachtung des Eoetheschen Humanilätsioems zu, aus dem drei Hauptzüge herausgehoben werden: Gesetzlichkeit, Menschlichkeit und Erneuerung. Aufs Jüdische übertragen, bedeuteten diese: E.schlich.eit mw» Mensch ichkcil non Erneuerung nniuv im Opfer und in der Tefilloh nach Ausspruch des pns bekanntlich die Säulen des Weltbestehens. Die Schule habe die Materialien gegeben, auf diesem Fundamente jüdisches Pflichlenleben auszubauen, mit Vertrauen zum Welteuleiter und Festigkeit des Herzens führe der Weg hinan zur Erreichung des jüdischen Hochzieles. Den Schluß der Feier biloete ein Eesangvortrag aus demm ersten Hallel-Abschnitt, bei dem Herr Finkelstein in bestem Format die führende Nolle spielte, und bei dem einige Herren und Knaben des Synagogenchores wertvolle Begleitunterstützung leisteten. Die begeisterte Stimmung des Publikums offenbarte sich in oielsei.ig geäußerten Worten der Anerkennung und des Dankes. Noch lange war das Schulhaus von wogenden Massen gefüllt, denn oben, im 2. Stock gab's in Form einer von Frl. Leopold und Herrn Ieidel liebe- und geschmackvoll arrangierte Ausstellung von Handarbenen uno Zeichnungen eine sehenswerte Attraktion. Samson Raphael Hirsch-Schul-Feier. Auf vielfachen Wunsch wird ein Teil des Programms, das seinerzeit vor einigen Wochen beim Tee-Abend der Agudas Iisroel Frauengruppe zu Gunsten der Schule dargeboten wurde, Donnerstag, den 31. März 1932 abends 8 Uhr, in der Aula der Samson Raphael Hirsch-Schule, noch einmal vom Stapel lausen und einem größeren Publikumskreis zugänglich gemacht werden. In Verbindung damit wird Schneewittchen, das bei der letzten Schlußseier aufge,ührte dramatische Märchen, unter Mitwtrkung des gesamten Schülerchors und eines Orchesters dargeboten werden. Die auch durch andere Punkte erweiterte Veranstaltung findet zu Gunsten der Schule statt. Wir rechnen daher auf recht zahlreiche Beteiligung, auf Freunde, die wieder Freunde gewinnen. Karten zu 2.— Mk. und 1.— Mk. sind im Sekretariat der Schule, sowie bei Frau Else Mayer, Röderbergweg 39 erhältlich. Mitgliedcrversammlurg der Agudas Jisrsel-Iugenogrupp«. Am vergangenen Sonntag fand die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der Agndas Iisroel Iugend- und Mäochengruppe statt. Der Vorsitzende erstattete zunächst den sehr ausführlichen Bericht über die Tätigkeit des letzten Jahres, der im Wortlaut in den nächsten Nummern der „B.älter" veröffentlicht werden wird. Alsdann erfolgte die Erstattung des. Kassenberichts. Hieran schloß sich eine ausgedehnte Aussprache, die an den Bericht anzuknüpfen versuchte, aber über einige Einzelherten nicht hinausging und jedes Niveau vermissen lieh. Es ziegte gerade diese Debatte, wie überflüssig und sinnlos eine deralige Generalversammlung mit Rücksicht aus die das ganze Jahr hindurch geleiiete positive Arbeit ist. Der Vorsitzende erwiderte auf die Ausführungen der Diskussionsredner im Einzelnen und legte in eindringlichen Worten den Mitgliedern den Ernst der Lage dar und forderte sie ans, trotz Berücksichtigung der im Einzelnen an der Arbeit des letzten Jahres auszusetzenden Momente doch jetzt die Möglichkeit zu weiterer Arbeit nicht durch derartige kleinliches Uebersehen der großen Linie zu zerstören. Die Versammlung nahm dann auch fast einstimmig den Vorschlag, der ihr von Vorstand und Führerschaft für die weitere Arbeit gemacht wurde, an, der eine völlige Trennung der geistigen Leitung von der technischen Verwaltung der Gäschäfte vorsah. Man beschloß daher in Zukunft einer unter dem Vorsatz des derzeitigen Führerschaftsleiters zu bildenden mehrköpfigen Führerschaftsleitung die geistige Leitung der Iugendgruppe zu übertragen unü bestinunte im klebrigen für die technische Verwaltung Theo Ochsenmann (Bürooerwallung), Mar Eschwege (Kasse), Netta Stern (Heimverwaltung). Moses Diamant (Bücherei). Jüdische Wohlfahrtspflege. Die künstlerische Veranstaltung der Jüdischen Wohlfahrtspflege in der letzten Samstag Nacht, zu welcher Herr Dir. Hellmer in liebenswürdiger Weise das Neue Theater untentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte, nahm einen glänzenden Verlauf. Eine eingehende Würdigung der hervorragenden Leistungen, die von den mitwirkeüden ersten künstlerischen Kräften von vorneherein zu erwarten waren, überschreitet den Nahmen dieses Blattes. Das Theater war zwar nicht vollständig, aber doch annähernd gefüllt, sodaß zu hoffen ist, daß der bedeutungsvolle, humanitäre Zweck der Veranstaltung einigermaßen erreicht wurde. Verein zur Aussteuerung hiesiger Israelitischer Bürgerstöchter e. V. Der seit 1790 bestehende Verein zur - AussteuerunZ hiesiger israelitischer Bürgerstöchter hat am 15. d. M. seine diesjährige Mitgliederversammlung unter Vorsitz des Herrn Alfred Schwarzschild abgehalten. Vor Eintritt in die Tagesordung gedenkt der Vorsitzende in herzlichen Worten des Hinscheidens des Vorstandsmitglieds Mar David s. A., zu dessen Ehrung die Versammelten sich erheben. An Stelle des Verstorbenen wurde Herr Dr. Julius Sichel in den Vorstand gewählt. Der stellvertretende Vorsitzende Herr Rechisanwalt Horovitz erwähnt, daß der Vorsitzende Herr Alfred Schwarzschild jetzt 50 Jahre der Verwaltung des Vereins

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