Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 8 (18.2.1932)
- Date
- 1932-02-18
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Hfäffer 6er Candesoeganifation der Agudas-Iisroel in üenffefiland. 8. Jahrgang fyambuvq, 18. Februar 1932 / 11. Adar 5692 Nummer 2 Schriftleitung: Wolf S. Iacovson in Kamburg. Landesdirektorium des Keren Hatorah in Deutschland. Abrechnung des deutschen Keren Hatorah 1931. Einnahmen: A u s g a b e n : Bestand . Ji 974.10 Eingänge beim deutschen Keren Hatorah .„ 69816.79 Eingänge für die K. H.-Zentrale „ 146.75 Kontokorrent .„ 622.16 Ji 71559.80 davon Bankguthaben Postscheckguthaben Kassaguthaben Subventionen in Deutschland - - - - - Ji 49753.37 Keren Hathora-Zentrale „ 6461.04 Agudas Jisroel (für K. H.-Zwecke und -Beamte) .„ 6980.— Spesen .„ 6927.85 Bestand 1. Jan 1932 . . . . „ 1437.54 Ji 71559.80 Ji 44.22 „ 1046.27 „ 347.05 Ji 1437.54 Aktivistenverband der Agudas Zisroel. Wir veröffentlichen nachstehend unser vorläufiges Programm, das bis zu der in diesem Sommer s. G. w. stattfindenden Aktivisten-Tagung Geltung haben soll; Ausgabe dieser Tagung wird es dann sein, das endgültige Programm zum Beschluß zu erheben. Wir erwarten von Freunden der Agudas Jisroel, daß sie sich in der agudistischen Presse oder in direkten Zuschriften an uns zu unserem vorläufigen Programm äußern werden. Unsere Adresse, an die auch Anmeldungen als Mitglieder des Aktivistenverbandes zu richten sind, lautet: Aktivistenverb and in der Agudas Jisroel, Postfach Selnau 130 Zürich. 1. Arb eitspro gramm: a) Zusammenschluß aller Mitglieder der Agudas Jisroel, die aktiv zu arbeiten entschlossen sind, zwecks einheitlichen Vorgehens in allen agudistischen Angelegenheiten. b) Bekämpfung aller Strömungen und Erscheinungen, die die Zersplitterung der in der Agudas Jisroel einheitlich organisierten orthodoxen Judenheit verursachen, oder die der agudistischen Weltanschauung widersprechen. c) Unbedingte Unterstützung der selbständigen Orthodoxie in Erez Jisroel. d) Unterstützung aller Bemühungen, die auf eine gegenseitige Verständigung zwischen Juden und Arabern in Erez Jisroel gerichtet sind. e) Erreichung des Zieles, daß die Kehillaus in der Diaspora im Geiste der Agudas Jisroel verwaltet werden und wo solches nicht möglich, Gründung selbständiger Kehillaus auf Basis der Agudas Jisroel. 2. Arbeitswege. a) Schaffung eines eigenen Organs, evtl, in Verbindung mit einer schon bestehenden agudistischen Zeitung, b) Propagandareisen der Aktivisten. c) Zusammenschluß aller orthodoxen Journalisten und Pubtizisten. d) Elementarste Pflicht der Aktivisten ist die Aufbringung von Geldmitteln für die Zentrale der Agudas Jisroel und ihre Fonds, sowie lebhafte Betätigung im Rahmen der agudistischen Ortsgruppen. Zum Programm des Akkivisten-Verbandes. Bon CH. 3. Eitz in Zürich. Einer der angesehensten Führer der Agudas Jisroel-Weltorganisation äußerte sich vor einem halben Jahre anläßlich eines Besuches im Wiener Zentralbüro, die Existenz der Am/das Jisroel sei Selbstzweck. Auch ohne irgendwelche Tätigkeit habe die Existenz der Agudo an sich schon eine gewaltige Bedeutung. Diesen Gedanken haben leider auch andere tätigste Führer der Agudas Jisroel sich zu eigene gemacht — er führt zur Untätigkeit. Bet einem Teil der Führer ist diese -Untätigkeit bestimmt durch die äußeren politischen und materiellen Umstände, in denen sich die Welt im allgemeinen und die jüdische Welt -im besonderen befindet; bei einem anderen Teile durch die Vorstehend wird den Freunden und Gönnern des deutschen Keren Hatorah die Abrechnung für das Jahr 1931 vorgelegt. Dies geschieht, unter Uebermittlung herzlichsten Dankes an die Freunde, die trotz der großen Lasten, die die gegenwärtige Zeit auf jeden Gebefähigen und Gebefreudigen legt, unserem Werke die Treue hielten. Den freundlichen S p e n d e r n größerer Beträge, den treuen Zahlern der Keren Ha t o r a h - T a g e s s p e n d e, den Leitern unserer Kommissariate, den R a b b i n e n und Lehrern, unseren st ä n d i g e n Mitarbeitern, allen,- die mit uns den deutschen Keren Hatorah tragen und erhalten, ihnen zeigt diese Abrechnung, daß wir auch im vergangenen Jahre einigermaßen unserer Aufgabe entsprachen, das Bertrauen unserer Freunde entschädigen konnten. In besonderer Weise muß auch -einigen holländischen Freunden Dank gesagt werden, die ihr «echt jüdisches Solidaritätsgefühl verpflichtete, uns in kritischster Stunde helfend beizustehen. Äbee eine halbe Million Mark wurden für den deutschen Keren Hatorah in den ca. VA Jahren seines Bestehens gespendet, über 450.000 Mark den Zwecken des Keren Hakorah zugeführt. Es wurden gespendet: Davon für Spesen verwendet: Vom 21. Mai 1924 bis 31. März 1928 - - - Ji 294000.— Ji 45000.— Vom 1. April 1928 bis 31. Dezember 1928 - ., 45175.— dto. - - „ 3840.— Im Jahre 1929 .„ 61965.96 dto. - - „ 4788.21 Im Jahre 1930 -.„ 53452.72 dto. 5100.33 Im Jahre 1931 .„ 69816.79 dto. . - „ 6927.85 M 524410.47 Ji 65656.39 abzüglich „ 65656.39 Mithin verblieben für Keren Hatorah-Zwecke Ji 458754.08 Indem diese Ziffern den Freunden des deutschen Keren Hatorah zur Kenntnis gebracht werden, fei gleichzeitig an sie die herzliche Bitte und dringendste Mahnung gerichtet, dem deutschen Keren Hatorah in dieser Krisenzeit die opferbereite Treue zu halten, ihm neue Gönner zu werben.und ihm bei jeder Gelegenheit Beiträge zuzuführen. Rur so kann das Werk erhalten, nur so durch diese Zeiten der Prüfung einer schöneren Zukunft entgegengetragen werden. H a m bürg, Adar Rischaun 5692 Februar 1932. Landesdirektorium des „Keren Hatorah" in Deutschland. Zahlnngen freundlichst: per Bank: Dresdner Bank in Hamburg für Oberrabbiner Dr. Spitzer, per Postscheck: Postscheckkonto 24 753 Hamburg für Landesdirektorium des „Keren Hatorah" in 'Deutschland.