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Der Israelit · 1931-12-24 · Heft 52 (24.12.1931) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
72 (1931)
Issue
Heft 52 (24.12.1931)
Date
1931-12-24
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seile 4 Nr. 22 Der Zsraelit Blätter 24. Dezember.1931;. Wohin geht der Esra? In einer der letzten Nnminern der Indischen Rundschau mies der Esra- Berlin im Spendenausweis des Keren Kayemeth Lejisrael ein Sammelergebnis von Rm. 90.— für den Monat Tifchri aus. Was sagen hierzu agudistische Esräer? Was sagen hierzu agudistische Eltern von Esräern? Ist das Neutralität? Der Srassner Rebbe über Agudaprobleme in Galizien. Der krassner Rebbe Mosche Twersky, äußerte sich über di- Agudas Jisroel und ihre Lrziehungsprobleme einem Vertreter des Indischen Tageblattes, gegenüber etwa wie folgt: In Galizien ist die Aguda als Sammelpunkt der gesammten Orthodoxie eine Leb e n snot - Wendigkeit, das sehen jetzt auch, die Cha siüim, die bisher dem Agudagedanken fernstanden, eiu^ Die orthodoxe Jugendbc.rczung, wie die Deth Jatow-^-chulLN haben ungeahnte Erfolge gezeigt. In Galizien mutzten Talmudthora-Schulen nach Muster der „Jefsode Hathora" begründet werden. Das würde eine Rettung der galizischen Inden bedeuten. Der Rabbi glaubt, datz, im Gegensatz zu 'Kangretzpoleu, wo solche Schulen unter wirtschaftlichen Nöten leiden, sich solche Institute in Galizien gut erhalten würden. Ls falle nur schwer, sie von vornherein ins Leben zu rufen. Diese Erklärungen des gefeierten Nabbi haben ein starkes Echo besonders bei den Radomsker Chassidim gefunden, die zu seinen glühenden Verehrern gehören. Sie haben in Lodz große Feierlichkeiten ihm zu zu Ehren veranstaltet. Aus der Bewegung. Hamburg. Zu der Diskufion, die sich an den Aufsatz von Edgar Stern anknüpfte, ist uns ein Schreiben von einem sungeu ungarischen Agudisten zugegangeen, in dem es wie folgt heißt: „Mit größter Entrüstung und Ueberrafchung lese ich in Nr. 20 der „Bläfter" unter der Ueberschrift „Gerechligkei." einen Aufsatz, der meiner Meinung nach eine direkte Herausforderung der agndistifchen Jugend bedeutet. Agudas Jisroel besitzt ihr Programm, das unsere Geonim geschaffen haben und von dem sie nicht abweichen wird. Der Verfasser des Artikels Gerechtigkeit irrt aber insbesondere darin gewaltig, daß er glaubt, die agudistische Jugend folge ihrem eigenen Urteil, wenn sie jede Schwäche gegenüber dem Misrachi mißbilligt. Im Gegenteil: die agudistische Jugend folgt, wenn sie diesen Standpunkt vertritt, durchaus nicht ihrer eignen Meinung, sondern gehorcht lediglich den Wegweisungen, die ihr unsere Geonim gegeben haben. Nach der Erklärung dieser Großen ist die Zugehörigkeit zum Zionismus auch in der Form des Misrachismus für das gefttzestreue Judentum, besonders aber für die Jugend nicht nur gefährlich und schädlich, sondern ein Jssur. Wäre die agudistische Jugend von der Wahrheit und Richtigkeit dieser Entscheidung auch nicht überzeugt, sie müßte sie dennoch respektieren und sich nicht selber für kompetent halten, ein eigenes Urteil zu fällen. Wer anders denkt und handelt, ist nicht würdig sich zur agudistischen Jugend zu zählen, denn die Jugend hat keine eigene Meinung. Der Herr Verfasser kommt mit sich selber in Widerspruch, wenn er schreibt: „An der Spitze der agudistischen Bewegung stehen gereifte an Erfahrung und jüdischem Wi sm reiche Männer, deren Aufgabe es ist, sich über die Erscheinung und Probleme des jüdischen Lebens vor der Oesfent'.ichkeit zu äußern." Nun: die gereiften Männer haben sich über Zionismus und Misrachismus, wie auch über die Schulen dieser Bewegung häufig genug geäußert und die Jugend tut nichts anderes, als daß sie diesen Weisungen ihrer Führer folgt. Wir ungarischen Agudisten, die zwar leider einer lokalen Agudo-Organisation entbehren, fühlen uns dennoch der Weltorganisation angegliedert und identifizieren uns mit dem Artikel: Zionismus, Misrachismus und — wir. Wir bedauern, daß dieser Artikel, der ganz nuferem Geschmack entspricht so sehr angegriffen wurde und versichern dem Verfasser des Artikels, daß es die agudistische Welt mit ihm hält. Wenn möglich, wollen Sie diesen Artikel, der die Meinung der ungarischen agudistischen Welt wiederzugeben scheint, in Ihrem gesch. veröffentlichen." Zürich. Nachdem Herr M. D. Lewenstein vor kurzer Zeit in London weilte und mit Herrn H. A. Goodman über die Arbeiten der Aktivistengruppe verhandelte, fand Mittwoch, den 9. Dezember in Zürich eine längere Sitzung i statt, an der Herr Eh. I. Eiß, Zürich, Herr H. A. Goodman, London sowie Herr M. D. Lewenstein, Zürich teilnahmen. Auf Grund der eingelaufenen Anmeldungen zur Aktivistengruppe aus: Erez Jisroel, Deutschland, England, Holland, Lettland, Oesterreich, Polen, Rumänien, Schweiz und Tschecho Slowakei wurde die Möglichkeit, eine Aktioistengruppe zu organisieren, festgestellt. Auf Grund dieser Feststellung wurde das definitive Arbeitsprogramm festgelegt. Solches wird nach erfolgte: Durchführung einiger technischer Angelegenheiten, veröffentlicht werden. Adresse der Äktioistengruppe: Aktivistcngruppe in der Agudas Jisroel, Postfach Selttau Nr. 130 Zürich (Schweiz). Stettin. Die Talmud-Tora-Schule die im Dienste von „Keren Hatorah" steht, hatte am Sonntag, den 13. d. M., eine öffenntliche Kinderprüfung in den Räumen der Adaß-Jsrael-Gemeinde stattfinden lassen. Die Prüfung wurde durch den Direktor der Schule, Herrn Rabbiner Dr. Munk, Berlin vorgenommen. Bon der Synagogengemeinde waren vom Vorstand die Herren Lewy, Eisenstein, Bloch, Bohrmann und Maschke erschienen sowie von der Repräsentanz Frau Anna Lewy. Außerdem rraren verschiedene andere ehrenwerte Gäste und Angehörige anwesend. Alle Versammelten folgten dem Unterricht mit sichtlich großem Interesse bis zum Schlüße und zeigten große Freude über die guten Erfolge, die die trotz der kurzen Dauer ihres Bestehens' auf weisen konnte, so datz man die Leistungen des Herrn Rabbiner Tarfis als Lehrer der Schule ganz' besonders bewerten mutzte. Insbesondere ist ferner die überaus geschickte Prüfung seitens des Herrn Rabbiner Dr. Munk zu erwähnen, der es verstand, die Prüfung für alle Gruppen der Postscheck - Konto der Lantaganisatioa: Landesorgattisaiton der „Agudas Jisroel“ in Deutschland, Hamburg: No. 50204 Hamburg. .....1...■■..4 Schule so zu gestalten, daß alle Kinder mit großem Interesse und aufrichtiger Freude bei der Sache waren, was unbedingt anerkennend erwähnt werden muß. Die Be-. grüßungs-Anfprache hielt Herr Rabbiner Dr. Munk als als Direktor der Schule, während die Schlußworte von Herrn Schreiber in seiner Eigenschaft als Vorsitzender gesprochen wurden, bei welcher Gelegenheit Dankesworte an den Direktor sowie den Lehrer der Schule als auch an die erschienenen Herren vom Vorstand der Synagogen- Gemeinde und der Repräsentanz gerichtet wurden, womit dann der ganze Vormittag ausgefüllt war. Am Nachmittag versammelte Herr Rabbiner Dr. Munk gemeinsam mit Herrn Rabbiner Tarsis die erwachsene Jugend und gründete einen Esra-Verein, der Abends bei dem Vortrag öffentlich proklamiert werden konnte. Des Abends um 7 Uhr fand dann ein Vortrag von Herrn Rabbiner Dr. Munk in den Räumen Allemania-Loge statt, wobei eine überaus rege Beteiligung festzustellen war. Der Redner hatte als Thema „Weg zur Selbsterhaltung" gewählt. Zu dicfrm Vorträge waren auch verschiedene Herren vom Vorstand der Synagogen-Gemeinde und der Repräsentanz erschienen und schenkten dem Vortragenden mit größter Aufmerlsamkeit Gehör, so daß man allgemein gewünscht hat, Herrn Rabbiner Dr. Munk bald wieder in Stettin zu einem Vortrag begrüßen zu dürfen. Herr Rabbiner Dr. Munk selbst bezeichnte diesen Tag als einen Freudentag seines Lebens. Viele, die keine Gelegenheit hatten, an der Kinderprüfung sowie an dem Vortrage teikzunehmen, haben, nachdem sie hiervon erfahren hatten, äußerst bedauert^ daß sie in Anbetracht der nicht' ausreichenden Räumlichkeiten haben fernbleiben müssen, so daß allerseits sehnlichst eine baldige Wiederholung solcher öffentlichen Prüfung gewünscht wurde. Die Verwaltung der Schule wird es sich angelegen sein lassen, dem Wunsche möglichst zu entsprechen, was vielleicht zu Purim fein kan. Antwerpen. Dienstag, den 8. Dezember, feierte unsere Agudah-Mädchengruppe, ihr 5 jähriges Bestehen. Jedes Jahr gab es ein Fest, aber dieses Mal ging es besonders feierlich zu, alles drängte sich um einen Platz zu finden, und wer um acht Uhr nicht zur Stelle war, dem durste es leid tun, schon Manches versäumt zu haben. Der Gründerin, Frau Recha Sternbuch-Rottenberg, wurde wiederholt in liebevoller Anerkennung gedacht, und die Ansprachen der Leiterinnen wiesen immer wieder darauf hin, daß wir bei allem Vergnügen, welches 'uns, Mutter wie Töchtern, die Aguda bietet und bieten soll, nicht an den liefen Ernst des uns gesteckten Ziels vetgcfsen sollen und in freudiger Zusammenarbeit für Erziehung und Unterricht unserer Kinder Sorge tragen sollen.— Drei erste Preise wurden nach bestandener Prüfung verteilt. Das Unterhaltungsprogramm war sehr reichlich.— Zuerst ein Lustspiel in 4 Akten, das vorzüglich gespielt auch austnerifamen Zuhörerinnen manche Moral lehrte und angehenden Ehefrauen gute Lehren auf den Lebensweg gab. Dann gab es ein holländisches Spiel von dem bekannten Jugendfreund, Herrn A. Buena de Mesquita aus Amsterdam, verfaßt. Es war das richtige Welk zur richtigen Gelegenheit, vollendet in der Form. Und der Geigenvortrag. Mancher Hubermann und mancher Heisetz hätte die Vortragende um den Applaus beneidet. Aber er . gebührte ihr, denn jedes der Stücke war interessant und eigenartig. Durch Spiel und Diction haben sich besonders ausgezeichnet (ohne Rangordnung) die Damen Beck, Broner, Eder, Heilner. Pes.achowitz, Stern und noch viele andere. Ganz am Ende noch eine Tombola. Spendenliste Keren Hajischuw. (Aufbaufond) Aschaffenburg: Lehrer Schloß 3.50 Baden-Baden: Hotel Tannhäuser aus Büchse 17.20 Bad Harzburg: Parkaus Hotel 0.45 Bad Homburg: Taunus Sanatorium 11.36 Bad Kudova: Rafel Simon Löwy 10.70 Bad Segeberg: Pension Baruch 3.20 * Bad Tölz: Kurpension Hellmann 5.20 Berlin: M. Zellmann 3 Biblis: M. Opolion 2 Düsseldorf: S. Mandel 1.50 Dresden: I. Wilder 1.31 Emden: Hotel Hofmann, Nordernay 1.90 d. Mar de Beer Frankfurt a. M.: Frau Hetz 1.04, Gerson Schnerb 3.98 Großkrotzenburg: durch Lehrer Julius Schuster: Löbenberg 10, Gustav Schmidt 8.26, Bäcker Walter 0.20, Moses Beberichl! 15.50, Karl Strauß 3, Münz 1.55, Moses Schmidt 3.40, S. Levi 0. 50, Salomon Waller 0.20, Leopold Waller II 0.20, Josef Waller II 2.50, Stern 1.33 zuf. 46.64 Hannover: durch Agudas Jisroel Jugendgruppe 30 König stein: Restaurant Cahn 4.85 Marburg: durch Abraham Cohn 6.21 Mönchsroth: durch G. Erlebach: Frau Julius Mayer 3.50, Frau Dr. Eoldfchmidt 3.50, Frl. S. Schuhmann 3.50, Frau I. Lernte 4.10, Frau G. Erlobacher 2 zus. 16.60 Neckerbifchofsheim: durch Jakob Bkoch: Julius Frankl 1.50, Julius Feankll 5.39, David Jakobfohn 4.11, Samuel Jefelsohn 5.98, Ernst Wolfs 9.35 zus. 32.39 durch Jakob Bloch: Nachtrag März 1931: Von Frauen: Julius Frankl 1.30, Julius Frankl! 14, Götter Wwe. 1, Abraham Jakobsohn 1, David Jakobsohn 4.83, Leuchen Jese'sohn Wwe. 2, Samuel Jeselsohn 9.40, Theodor Jeselsohn 8.92, Nathan Katzenold 2.73, Ernst Wolfs 8 zusg. 53.13 Nürnberg: durch Alfred Klugmann 52.65 Reichelsheim: M. Kraushaar 5.45 Saukenai: Rabbiner Faivelzonas 5.10 Siegburg: Joseph Strauß 3 Zagaro: S. F. Neiwidel 107 Keren Hafchmittoh Marburg: Durch Abraham Cohn: S. W. 2.50 Gedenket des Keren Hatorah Posischeck-Konten: Landesdirektorium des Keren Hatorah in Deutschland Hamburg Nr. 24753 (P. Sch. A. Hamburg). Keren Hatorah-Kommissariat Frankfurt a- M. Nr. 41666 (P. Sch. A. Frankfurt a.M Keren Hatorah-Kommissariat Nürnberg Nr. 18440 (P. Sch. A. Nürnberg) Keren Hatorah-Kommissariat Köln Nr 50131 (P. Sch. A. Köln) Keren Hatorah-Kommissariat Leipzig Nr. 70147 (P. Sch. A. Leipzig) Keren Hatorah-Kommissariat Berlin, P. Sch. A. Berlin Nr, 73 091 C. Salomon. Keren Hatorah-Kommissariat Breslau, P. Sch. A. Breslau Nr. 60510 für Iwan MüUhr. Keren Hatorah-Kommissariat Hamburg P. Sch. A. Nr. 40953 für Dr. Julius Basel Keren Hatorah-Kommissariat Kartsruhe Markus Stern Bankkonto Ignaz Ellern.

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