Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 48 (26.11.1931)
- Date
- 1931-11-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 48 Seite 7 26. November 1931 Der Israelit Vermögensrechtlich ist das Hospital vollkommen selbständig und zu den Kosten des Umbaus sind daher Gemeindemittel in keiner Weise verwendet worden, Joseph Länger (Zur. ersten Jahrzeit am Freitag, den 17. .Kislew.) Es hat sich nun ein Jahr gerundet, daß Joseph Sänger, erst 53 Jahre alt, seine Augen geschlossen hat. Im Mekor Chajim, dessen Präsident er in den letzten sieben Jahren war und dem seine Tatkraft und die Liebe seines Herzens gehörte, blieb und bleibt er uns nahe. Bei jedem Schiur, jedem Vortrag und jeder Veranstaltung sehen wir ihn im Geiste mit dabei. Der Sch aß verein, der demnächst seinen großen Sijum feiert, wird dabei seiner, als seines tätigsten Vorstandsmitgliedes, zum ersten Mal in Ehre und Wehmut gedenken. Voriges Jahr hatte auf dem Sijum ein hundertstimmiges Amen ein vom Vorstandstische aus gesprochenes Gebet um seine Genesung bekräftigt. Es war kurz vor seinem Heimgange. In der Ch ewr a Kad isch a, im Scho mer M i z w o h und überall, wo gelernt und jüdische Liebestat geübt wird, vermißte man den Rat und die eifrige Mitarbeit Joseph Sängers. Alle Freunde der Thora und des waren seine Freunde. Und sie alle werden sich am Jahrzeitstage mit der Frau und Tochter und der weiteren Familie zu einem treuen Gedenken -rnivereinigen. Möge sein i-tot uns in schwerer Zeit beistehen. Das Jahresfest der Frankfurter Chewro-Lchaß, Ostendstraße 18. Der Schaßverein, dessen Aufgabe gewissermaßen die T h 0 r a h e i m a r b e i t ist, in dem Sinne und in der Weise, daß jedes Mitglied zu Hause oder im kleinen Kreise einen selbstgewählten Talmudtraktat im Jahre auslernt, und sich dann alle Mitglieder im Winter bei einem großen Sijum f e st e zusammenfinden, hat sich seit seinem Bestehen zu einem Thorakulturfaktor erster Ordnung weit über unsere Gemeinde hinaus bewährt. Mit Rücksicht auf die schwere Krisenzeit machten sich dieses Jahr zum ersten Male Bedenken gegen die Abhaltung eines Sijumfestes in größerem Rahmen geltend. Andere waren wiederum der Meinung, daß man gerade in dieser düsteren Zeit, solange man noch in der Lage ist, Ausgaben für den eigenen Bedarf zu bestreiten, nicht berechtigt sei, auf Kosten der Thora zu sparen und auf das Fest, das sich immer mehr zu einer machtvollen Manifestation M rrnnn -ms gestaltete, zu verzichten. Die Frage wurde nun zum Gegenstände einer nW gemacht, die einem Bes Din, bestehend aus zwei anerkannten Rabbinen und einem angesehenen Großkaufmann, zur Entscheidung vorgelegt wurde. Das Bes Din stellte sich grundsätzlich auf den Standpunkt, daß mitRücksicht aufdie schwere Weltkrisis die Lern Pflicht eine noch weit dringlichere ist als zuvor. Nachdem nach Entscheidung anerkannter Dezisoren nvnn 1122 noch über min TiKr>i> steht, so sei es klar, daß auch dieses Jahr an der Sijumsfeier nichts gespart werden dürfe und alles geschehen müsse, was nur irgend der nunn 1122 dienen kann. Auf einige belanglose Einzelheiten, die den Charakter des Ganzen nicht beeinträchtigen, könne aus Ersparnisgründen verzichtet werden. Entgegen mannigfach geäußerter Ansicht sei bemerkt, daß das Beisteuern zum diesjährigen Sijum ''eine ebensogroße Mizwoh darstellt, wie in den früheren Jahren. Diese Entscheidung fand auch die Zustimmung des Rabbinates der Israelitischen Religion s g e se l lscha ft und verdient ihrer grundsätzlichen und weltanschaulichen Bedeutung halber weitgehendste Verbreitung. * * Wie bereits in voriger Nummer kurz mitgeteilt, gelang es dem Vorstände der Chewro-Schaß, die Hervorragende talmudische Kapazität aus dem Osten) Herrn Rabbiner Kahnemann '"2 aus Poniewesch, der sich zu dieser Zeit zufällig in Frankfurt aufhalten wird, für die Abhaltung des Hadron zu gewinnen. Ohne Zweifel wird der Andrang groß werden, weshalb das. verehrte Publikum gebeten wird, auf folgendes zu achten:; Der Sijum findet s. G. w., statt am: Sonntag,/« 01' bw 'ob den 13. Dezember, 4 Uhr nachm., beginnend mit nmn ob-m. Dank dem Entgegenkommen des Vorstandes der Frank?urt-Loge, Eschersh. Lündstr. 27, kann auch in diesem Jahre der Sijum wieder in diesem Saale stattfinden. Damit Jedem die Teilnahme ermöglicht werden kann, ist der Preis auf das minimalste, auf Mk. 1.—, bei respektablem Menu, festgesetzt. Kartenverkauf in den bekannten hebräischen Buchhandlungen beginnt am Montag, den 30. November, und muß infolge verschiedener Umstände am Mittwoch, den 9. Dezember beendet sein. Lynagogalkonzerl. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß das kommenden Sonntag im großen Saal des Saälbaues stattfindende Synagogalkonzert mit Oberkantor Alter pünktlich um 8.15 Ühr beginnt. Die Türschließer sind angewiesen, Zuspätkommenden erst nach der zweiten, Progrämmnummer Einlaß zu gewähren. Eintrittskarten sind ab 7 Uhr an der Abendkasse des Saalbaues erhältlich. Gemütlicher Freitagabend am nsUtt' Der Verein „Mekor Chajim" und die „Agudas Jisroel-Jugendgruppe" veranstalten am Freitag abend, den 4. Dezember, (1. Tag n-i-n) 20 Uhr, ein gemütliches Beisammensein im Vereinslokal Langestr. 18, auf das wir bereits heute Hinweisen. Bewährte, Redner haben bereits ihre Mitwirkung zugesägt. Auch für den gemütlichen Teil ist vorgesorgt. Mitglieder und Freunde, insbesondere auch auswärtige junge Leute, sind herzlichst willkommen. Geschichte von Erez Jisroel. Die diesen Samstag abend fällige Arbeitsgemeinschaft von Herrn S. Schachnowitz über die Geschichte von Erez Jisroel fällt aus. Der nächste Vortrag mit Aussprache (Entstehung der Mischna und des Talmud Jeruschalmi) findet Sabbat abend fpv 'b, den 12. Dezember, statt. * Filmmatinee. Das Limmud-Amt des Esra (Jeschiwohkasse) veranstaltet gemeinsam mit der Frankfurter Esragruppe am Sonntag, den 3. Januar 1932, eine Filmmatinee in den Bieber-Bau-Lichtspielen. Näheres wird in Kürze bekanntgegeben. Verein selbständiger israelitischer Handwerker und Gewerbetreibender E. V.. Frankfurt a. Al. Am Mittwoch, den 2. Dezember, abends 8.30 Uhr, findet in den Klubräumen des „Groß-Frankfurt", Eschenheimer Tor, von dem Verein selbständiger israelitischer Handwerker und Gewerbetreibender ein Lichtbilder-Vortrag des Herrn Werner E p st e i n , Maler und Graphiker B. D. G., über „Schrift und Bild in der Reklame" statt. — Da in der heutigen wirtschaftlich schweren Zeit gerade die Werbung von Tag zu Tag größere Bedeutung für jeden Geschäftstreibenden besitzt,'dürste für den Vortrag besonderes Interesse vorhanden sein. Aus diesem Grunde heraus hat der Vorstand des Vereins beschlossen, daß auch Nichtmitglieder des Vereins zu diesem Vortrag ohne weiteres Zutritt haben. Jüdischer Frauenbund. Die Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes veranstaltet gemeinsam mit der Weiblichen Fürsorge auch in diesem Winter Kochkurse für Hausfrauen, die der Zeitlage entsprechend auf die einfachste Küche zugeschnitten sind. Der erste dieser unentgeltlichen Abends, an denen auch Kostproben verabreicht werden, findet am Dienstag, den 1. Dezember, 7 Uhr, in der Jüdischen Haushaltungsschule, Königswarterstr. 20, statt, wo auch Teilnehmerkarten ausgegeben werden. Ferner veranstaltet die Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes zur Weiterbildung ihrer Mitglieder in jüdischem Wissen eine Arbeitsgemeinschaft untere Leitung von Frl. Else Cohn und Herrn I. B. Levy, mit den Themen: „Quellen der jüdischen Religion" und „Nachbiblische jüdische Geschichte". Die Arbeitsgemeinschaft findet' Mittwochs von 6.30 bis 7.30 Uhr, Langestr. 3, statt und beginnt am 2. D e z e m b e r. Donnerstag, 10. Dezember, 10 Ahr, Langestraße 3: Arbeitssitzung. Weibliche Fürsorge E. V.» Langeskraße 3. Die Weibliche Fürsorge macht darauf aufmerksam, daß das Zimmer für durchreisende Mädchen und Frauen sich Burgstraße 19, 2. befindet. Anfragen an den Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Langestraße 3. Tel.: 25 462. Briefkasten. M. in ZSreskair. Ihre „Berichtigung" berichtigt nichts. Die Wahl kann darum doch eine glückliche fein, auch wenn sie von der „Jüdischen Volkspartei" ausgegangen ist. Familiennachrichten. Geboren: Ein Sohn, 4.11.1931, Daniel Löwenstein und Frau Paula, geborene Weichselbaum, Stettin, Birkeuallee 28. Verlobung: Gerda Petrower, Hamburg, Bogenstraße 15, mit Fritz Werner Oppenheim, Elmshorn. Wir haben jetzt am Sabbat immer unser Essen kochend heiß und immer heißes Teewasser. Des Rätsels Lösung ist, ich habe eine OriginalTänzer-Grude angeschasst.! Die Original-Tänzer-Gruden sind fabriziert nach, einem in fünfzigjähriger Erfahrung immer verbesserten System und brennt total staubfrei. Sie ist eben 0 gut zu brauchen zum Kochen (siehe Inserat) als zum Backen und hält die Küche bei geringem Brennstoffverbrauch, auch nebenbei noch wohnwarm. Am 28. November waren es schon 20 Jahre, daß Herr Andreas Schwarzenberger, Mörfelderlandstraße 161, in der bekannten Tee-Einfuhrfirma I. T. Rönnefeldt tätig' ist. Cr ist der zweite Jubilar der Firma in diesem Jahre. Gewiß ein schönes Und seltenes Zeichen verständnisvoller Zusammenarbeit. Herr Schwarzenberger ist allseits bekannt und beliebt. 1 M-Iils.., 8MuSl..,1 Nett.-. SZUr.-. b Zimtutib Lavendel-Oel. 18,14 Menthol, 400 Sffiafi., 600 Spirit. — a 11 b e w ährt bei RHeuma, Ischias, Kopf», Nervenu. Erkältungsschmerzen, Ermüdung und Strapazen In Apotheken und Drogerien. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro Herr Dr- Robert Rothschild. Sonntag abends 6 Uhr, Bortrag des Herrn H. Holpern über: „Josefs Traum und der Makkabäer Zuversicht". Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch) tn« "n Herr Red. S. Schachnowitz. — vormittags 9.15 Uhr (ebenso Dienstag 6.30 Uhr) Gemoro. Herr R.-A. Gerson Posen. Montag (auch Donnerstag) nach Schul: Mischna Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro. Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. — abends 8.15 Uhr (auch Donnerstag) Gemoro Herr Dr- E. Posen Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr Dr. E. Posen Von Montag bis Freitag morgens nach Schul im Sitzungszimmer Gemoro. Herr Dr. S. Ehrmann. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.15 Uhr im Vereinslokal Schahlernen. Herr Herz Halpern. Jahrzellsstiftungen. Freitag, 4. Dez.: Therese Stern, geb. Plaut-Stiftung. Agudas Jizroel-Jugendgruppe e. V. Winterarbeit. 1. Öffentliche Veranstaltungen: a) Schiurim Hilchaus Schabbos. Dozent: Herr V. Rachelsohn, Zeit: Montag 20.30—22 Uhr in der Wohnung Zeil 2 Bowo Kamo (Gemoro). Dozent: Herr Dr. W. Hosmann, Zeit: Dienstao 20-15 21 Uhr (Mauerweg 34), Schabbos 14.30—15.15 Uhr im Heim. Schulchan Aruch. Dozent: Herr Leop. Oppenheimer, Zeit: Mittwoch 21—22 Uhr in der Wohnung Bärenstr. 12 Mischna (Seder Maued). Dozent: Herr Gerson Schnerb, Zeit: Donnerstag 20.45—22 Uhr in der Wohnung- Kantstraße 4. Schulchan Aruch Dozent: Herr Louis Kahn, Zeit: Schabbos 11—12 Uhr im Heim. Schulchan Aruch. Dozent: Herr Th. Spiegel, Zeit: Schabbos 15.30—16.30 Uhr in der Wohnung Ostendstr. 11 Besondere Schiurim der Mädchengruppe: Melochim. Dozent: Herr Jul. Lewin, Zeit: Schabbos vorm, nach Schul im Heim. Thauro. Dozent: Herr Konrektor Hirschberg, Zeit: Schabbos 16 17 Uhr im Heim. Dinim. Dozent: Herr Konrektor Hirschberg, Zeit: Mittwoch 20.30—22 Uhr 14 tägig im Heim. 2. Geschlossene Zirkel wie gewöhnlich. Schiurim der Gemeinderabbiner». Gemoroh für Jugendliche (nach vorheriger Anmeldung): Montag und Mittwoch 18—19 Uhr. Gemoroh für Fortgeschrittene (omoo): Dienstag, Donnerstag und na®'» 20.30 Uhr. Aussprache für Jugendliche: Schabbos nachmittag nach Mincho (16.30 Uhr). Die Veranstaltungen finden sämtlich im Lernzimmer Fichtestraße 5 statt. Liwjalh Chen. Diesen Samstag mittag fällt der Vortrag aus. Jüdische Frauenvereinigüng E. B. . Dienstag, 1. Dezember, nachm. 4 Uhr PromenadencafH, Friedberger Anlage, gemütliche Zusammenkunft, Frau Dr. Doaa Edinger spricht über: Freuds Einfluß auf die Literatur. Agudisiische Frauengruppe. Am Montag, 30. November, abends 83/4 Uhr, findet im Hörsaal der I. R- G., Friedberger Anlage 5, ein Vortrag von Jacob Rosenheim : „Tefiloheriäuterungen" statt. Gäste, Damen herzlichst willkommen Jüdischer Turnerbund E. V. Herr Dr. Ernst Freimann spricht am Samstag, 28. November, abends 9 Uhr.in der Langestr- 55 (Jüd. Heim) über das Thema: „Der Sport bei den Juden." Gäste willkommen. Hebräischer Vorkrag des ‘ntn vV- Am ni>v'i 'b 7 na® munium 20.45 Uhr findet Langestr. 45,1 (bei Dr. Bamberger) ein Vortrag von Frl. Eh. Aberzanska über: (cr’armp o’mn) rrtfisa nam -wart statt. GebelzeiteN. Freitag abend 4.05 Samstag 6.55 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 u. 4.00 Samstag abend 5.20 Wochengottesdienst: Morgens 6.50 Nachmittags 4.00 Tefillin-Legen am Morgen 6.50