Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 41 (8.10.1931)
- Date
- 1931-10-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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8. Oktober 1931 Nr. 41 Frankfurt a. M., den 27. TisHri sssr Ein Centralorgan für das orthodoxe Judentnm llfEA| Abonnement ab Juli 1929: Dratschlanv 1.30 Mark monatlich; Ausland: Btertel- < iabrvreüerienMrechea^ vLNkdeaUcherv JnLanLspretsrmöMh Sssten Yes Streisband-Aer-- sandes--MutschÄSeiEcht:SHk«Mg"S:—;'AmeE 1 Dollar; England 4,sY-t„ab t5«flf Frankreich 35 Fr.; Belgien abt.7.37. «elga 5.; SolländSfl.; Italien ab 1.1.38.18 Lire; Ingoslavien 33 Din,; Litauen 7.50 Sit.; Rumänien ab l.,7. 27. 150 Lei; Palen 4 deutsche Goldmark zum Tageskurs oder 7 Zloty; Schweiz 5 Fr.; Tschecho-Slüwaker 35 Kronen; Ungar« Pengö 8 ab 1. Juli 1937; LänearUrk 3.30 Kroir.; Norwegen 3.50 Krön.; Schweden 3.50 Kro«. >! Eigzelnummer vierzig Valdpfennige.;. , Der Israelit erscheint teden Donnerstag. Inserate 80 Toldvf. für die stebengesp altene Nsnyaretüe-Zeile. Abomrentenzahlnrbet Stellengesuchen und FamiRenanzeigen nur Ä>M. Die 73 mra breite Reklamereile: letzte Tertseits S.— Ml, vorletzte Teatseite 880 Ml; Thtffregebühr in Höhe eines dopp. Fernbrtefportos. Rabatt nach Tarif. Bei laufenden Inserataufträgen tartfm. Preiserhöhung jeder,. Vorbehalt. Inseratenannahme durch de» Verlag des Israelit T. m. b. tz . Frankfurt a. M, Rechneigrabenstratze 7. Tel. Hansa 31084 sow. durch sämtl. Annoncen-Erved: d- In» und Auslands. Alleinige Inseratenann. für Franks. Deschäftsa»».: Jul. Schmidt. Hölderlinüratze 3ö Tel. 48888. Platzvorschr. ohne Berbindlichk. Änden direkt an den^clägaus Postscheckkonto Frankfurt (Main» ftc 1902. - Arhecvem an: -Lostsparkaise Wien Nc.79o0o — PoNivarkasfenamt Budapest Nr 18^4.—PostscheSkonto bau Nr. 180757. - Postscheckamt Zürich Nr. VIII 7354. - Postscheckamt Amsterdam Nr. 34869 - Postscheckamt Prag Nr. 79.060 — Banca Marmarosch Blank & Co. t« Bukarest Der Gerichtsstand für alle aus Abonnements oder aus Inseraten stch ergebenden Zahlungsverpflichtungen ist Frankfurt a. M. itnriririy^ Verlag des Israelit u. Hermon G. m. b. H. Frankfurt am Main, Rechneigrabenstraße 7 In unserem Verlage erschien soeben: Ueber das Kaddisch- Gebet Von Wolf 8. Jacobson 60 Seiten, steif broschiert, Preis RM. 2.— Inhaltsverzeichnis; I. rPÖt# Xn’’« Die hohe Bedeutung von ‘r»\ Der Sinn von n-'v', Wie weit das Gebetstück geht. Die genaue Lesart, „Mit ganzer Kraft“, Darf man das Gebet zu V'P’ unterbrechen?, Die Sprache von Y^’, Anmerkungen. II. Unser Kaddisch -Gebet. Entstehungszeit, Text, Aufbau, Gesamtinhalt, Aramäische Sprache, Zahl und Art der Minjan bei Kaddisch, Kinder zur Ergänzung des, Minjan, Verbeugungen nvis, Stehen bei Kaddisch, Einzelheit en zur Lesart im nns hsz? “vno, Anmerkungen. III. QirV5 der Wassenk a d dis ch. Detl Sinn des Waisenkaddisch, Die Quellen, Die Zeit der Einführung, Die Reihenfolge der Kaddeschim, Vom D’smiz-Charakter der Kaddischsagenden, Einzelkaddisch oder gemeinsamer Kaddisch, Die heutige Gepflogenheit, Anmerkungen- Das Büchlein faßt auf knappem Raum eine Fülle von allgemein interessierenden Bemerkungen über den Sinn, das historische Werden und die religionsgesetzliehen Bestimmungen des Kaddisch-Gebets überhaupt und insbesondere des Waisenkaddischs zusammen- Es wird in den weitesten Kreisen des jüdischen Publikums lebhaftem Interesse begegnen- Bei diesem Anlaß weisen wir auf das folgende, früher in unserem Verlage erschienene Werk hin Die Trauervorschriften Von Rabbiner Dr. B„ Wolf in Köln gediegen kartonniert — 110 Seiten — Ladenpreis Mk. 2.80 Beide Werke sind durch jede bessere Buchhandlung, evtl, auch direkt vom Verlag bei Lieferung durch Nachnahme zu beziehen. IJULOUIJÜUIUliJLM^ Jahresabschluß in Palästina. Das Jahr 5691 war kein Glücksjahr für Palästina, wenn auch Explosionen von der Schwere derer in früheren Jahren ausblieben. Das palästinensische Judentum kam nach außen um keinen Schritt vorwärts. Simpson-Bericht, das neue Weißbuch, wirtschaftlicheKrisis heißen in der Hauptsache die Einzeletappen der Enttäuschungen. Die Bestrebungen zur Verständigung mit den Arabern kamen um kein Haar weiter und man muß schon konstatieren, daß zur Zeit der radikale Flügel im Arabertum dominiert und eine Sprache führt, wie kaum je zuvor. Der Kampf der Araber richtet sich allerdings in letzterer Zeit mehr gegen London und die englische P a l ä st in a - R e - g i e r u n g als gegen die Juden. Ob diese Verschärfung England veranlassen wird, mehr die Loyalität der Juden in seinen Schlachtenplan hineinzubeziehen oder im Gegenteil es mit Konzessionen an die renitenten Araber zu versuchen — man hat Präzedenzfälle für beide Methoden — wird das nächste Jahr zeigen. Auch die Lösung der W e st m a u e r f r a g e kann nicht als Lösung im Sinne des jüdischen Rechtes und der jüdischen Hoffnung angesprochen werden. Immerhin, man war zufrieden, daß uns wenigstens das Recht zugesprochen wurde, an dieser historisch geheiligten Stätte zu beten. Die Araber scheinen aber auch dieses Recht zu sabotieren. Steinwürse und Störungen des G'ttesdienstes aller Art häuften sich in letzterer Zeit, ohne daß die Polizei im gegebenen Momente immer am Platze war. Kein idealer Zustand, diese Gebete unter ständiger Polizeiaufsicht. Aber es gibt auch eine passive Art der Verteidigung, die den Feind ermüden und entwaffnen kann — die Gandhi-Bewegung in Indien zeigt es — „Kol Jisroel" hat schon recht, wenn er den weisen Rat gibt, vom in Genf uns zuerkannten Rechte auf die Gebetsstätte vor der Mauer stillen Gebrauch zu machen und die Friedensstörer einfach zu ignorieren. Unsere Gebete haben immer noch das Brausen der Feinde übertönt und überdauert. Das sorgenvolle. Auge des Palästinafreundes ist mehr nach innen gerichtet. Die wirtschaftliche Rot ist groß, aber die Rot des gesetzestreuen Kreises und seiner Institutionen bildet eine Tragödie in der Tragödie. Die Talmudthoraschulen und andere Erziehungsinstitute des alten Jischuw haben ein schweres Jahr hinter sich und