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Der Israelit · 1931-09-03 · Heft 36 (3.9.1931) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
72 (1931)
Issue
Heft 36 (3.9.1931)
Date
1931-09-03
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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3. September 1931 Der Israelit Nr. 36 Seite 11 zentenkollegium auch die Mitglieder des Kuratoriums eingefunden hatten. Im Verlaufe der eingehenden Prüfung über den Lehrstoff des abgelaufenen Semesters, der sechs verschiedene Traktate Talmud, Mischna, Thora mit Kommentaren und Tenach umfaßte, wurden sehr gute Leistungen offenbar. Der Leiter der Anstalt, Rabbiner Dr. Hoffmann, ermahnte in einem eindringlichen Schlußworte die Schar der Vachurim, sich mit dem Studium der Lehre nicht zu begnügen, sondern der Hingabe an das Lernen auch die Hingabe an die religiöse Tat folgen zu lassen. ..Jüdische Notstandsküche". Die „Jüdische Wohlfahrtspflege" ist im Begriff, eine jüdische Notstandsküche einzurichten, um auch nach dieser Seite die schwere Not zu lindern, die in den Wintermonaten besonders stark werden wird. Die Absicht, die Notstandsküche in der Israelitischen Suppenanstalt zu errichten, ließ sich leider nicht verwirklichen, da dort die technischen Einrichtungen für einen erweiterten Betrieb nia; ausreichen. Die jüdische Notstandsküche wird gegen ein mäßiges Entgelt an jeden, der es benötigt, warmes Mittagessen in Form eines Eintopfgerichtes an verschiedenen Stellen der Stadt, die demnächst bekannt gegeben werden, ausgeben. Zur Finanzierung der jüdischen Notstandsküche ist notwendig, daß jeder jüdische Mann und jede jüdische Frau den Mitgliedsbeitrag von mindestens Mk. 0.30 monatlich übernimmt. Weitere Bekanntmachungen werden noch erfolgen. Ferner wird uns berichtet: Die von der „Jüdischen Wohlfahrtspflege" Langestraße 30 eingerichtete jüdische Notstandsküche nimmt die Essenausgabe am Dienstag, den 8. September im Haufe Königswarterstraße 24—26 mittags 1 Uhr auf. Das Essen kann nicht an Ort und Stelle eingenommen werdenEhgefäße müssen deshalb mitgebracht werden. Das Essen kostet pro Liter Mk. 0.10. Voranmeldungen sind unbedingt notwendig und werden vorläufig im Büro der jüdischen Wohlfahrtspflege, Langestr. 30, Zimmer 8, entgegengenommen. Eine Zierde des Omud. Man schreibt uns: Herr Finkelstein, der, in Abwesenheit des Herrn Oberkantors Peisfachowitfch, an den jüngsten rwm? in der großen Synagoge der Gemeinde Israelitische Religionsgesellschaft, Friedberger Anlage, als pn fungierte, hat durch den Wohlklang und die Wärme seines sympathischen lyrischen Tenors, vornehmlich aber durch die schöne tiefe Beseeltheit seines weihevollen Vortrags, wie z. B. des n»w>, bes ®np, der ntnp und nicht zuletzt durch die kunstvolle Bekundung eines wohlgepflegten bel conto, wie in dem großen n’atn berechtigtes Aufsehen erregt und allgemeinen wohlverdienten Beifall gefun-' den. Man sollte in den weiteren Kreisen der deutschen Orthodoxie sich den Namen des jungen Mannes merken, der die Eignung besitzt, als pn in einer größeren orthodoxen Gemeinde, den G'ttesdienst an den na» und maiv mm zur Verherrlichung des Schöpfers und zur hohen Befriedigung der Gemeinde, würdig, weihevoll und erhebend zu gestalten. Der ..Kaftan" in Frankfurt. Der „Kaftan", ein jüdisches Kabarett, gegründet und geleitet von M. Sakaschansky und R u t h - K l i ng e r, gaben am Samstag abend ein einmaliges Gastspiel in Frankfurt. Der gute Name, den sich der „Kaftan" in Berlin und auf den Gastreisen erwarb, brachte ihm auch hier ein vollbesetztes Haus (Frankfurt-Loge) ein. Von dieser leichten jüdischen Kunst ist allgemein zu sagen, daß sie erheitert, erfreut, ohne zu verstimmen, über die Tagessorgen ein wenig hinüberträgt, und damit also den Zweck vollauf erreicht. Sakaschansky spricht ein unverfälschtes litauisches Jiddisch, aber mit guter Sprachtechnik und in Gestik und Mimik recht wirkungsvoll. Die Witze, die die einzelnen Nummern verbinden, sind zum Teil neu oder in etwas neuer Formulierung gehalten, sie schlugen fast alle ein ohne Blindgänger. Köstlich waren die chassidischen Stückchen, die mit einer unverkennlichen Liebe zum Gegenstand (ohne Karrikatur) gesungen, gesprochen, getanzt und gemimt werden. Auch die ernste deutsche Deklamation von Ruth- Klinger fand volles Interesse. Sakaschansky und Ruth- Klinger ergänzen sich im Spiel vortrefflich und täuschen zuweilen ein Zusammenspiel von einem ganzen Ensemble vor, obwohl sie immer nur „zu zweit allein" die Bühne „bevölkern". Das Publikum zeigte sich durch reichen Beifall sehr dankbar. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Ehajim. Samstag morgen nach Schul im Härsaal: Dinim, Herr Dr. E. Posen. — nachm. 3/4 Stunde vor Mincho im Bereinslokal, Mikro. Herr Dr. W. Hofmann. Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch) cns "n- Herr S. Schachnowitz — vormittag 8 Uhr (ebenso Samstag 4 Uhr) Genwro Herr I. Soffer — vormittag 9l/2 Uhr (ebenso Dienstag abends 61/2 Uhr) Gemoro, Herr R. A. Gerfon Posen. Montag (auch Donnerstag), nach Schul: Mischna Mitgliederlernen— abends 7 Uhr auch Mittwoch), Gemoro, Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer, abends 8 i/4 Uhr (auch Donnerstag) Gemoro, Herr Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna, Herr Dr. E. Posen. Bon Montag bis einschl. Freitag morgens nach Schul, im Sitzungszimmer, Gemoro Herr Dr. S. Ehrmann. Jeden abend 8 3U Uhr, im Vereins lokal Schaßlernen, Herr H. Halpern. Jahrzeitrstiftongen. Dienstag, 8. Sept.: Max Weil-Stiftung. Ludwig Elieser Kallmann-Stistung. Mittwoch, 9. Sept.: Ahron Kallmann-Stistung. Donnerstag, 10. Sept.: Leo Abigail Springut-Stiftung. Freitag, 11. Sept.: Esther Eschwege geb. Adler-Stiftung. llguda» Jivroel-Jugend- und Mädchengruppe. Samstag, 5. 9- 31, 21 Uhr, Erez Jisroel-Arbeitsgemeinschaft. Leitung: Herr Dr. Jsaac Breuer. Ort: Heim, Schwanenstraße 12 (Geschl. Zirkel). Sonntag, 9—11 Uhr, Gelegenheit zum Lernen unter Leitung des Herrn Halpern. 11—12 Uhr, Wellschiur Das Jaumi. Dozent: Herr Herz Halpern. 20^ Uhr, Nach vorheriger Ankündigung Ausspracheabende. Montag bis einschließlich Freitag, 9—12 Uhr, Gelegenheit zum Lernen unter Leitung des Herrn Halpern. 12-13 Uhr, Weltschiur Das Jaumi. Dozent: Herr Herz Halpern. 20—21 Uhr, Französischer Sprachunterricht. Dozent: Herr Studienrat I. Kaufmann (in der Wohnung des Dozenten). 20—21 Uhr, Sprechstunde der Stellenvermittlung. 20i/2—2iy2 Uhr, S chiur für Jugendliche (Vowo Kamo). Dozent: Herr Rabbiner Horovitz. 2OV2—22 Uhr, Hilchaus Schabbos, Herr Rachelsohn (Privatwohnung Zeit 2). 203/4—22 Uhr, Mischna (Seder Maued) Herr Gers. Schnerb (Privatwohnung Kantstr. 4). 21 Uhr, Arbeitsgemeinschaft I. Landau: „Agudas Jisroel" (geschloff. Zirkel). Dienstag. 20V4—21 Uhr, Bowo Kamo, Herr Dr. Willi Hofmann (Privatwohn. Mauerweg 34). 20'/2—2iy2 Uhr, Englischer Sprachunterricht. Dozentin: Frl. Dr. Studienrätin R. Labensky. 203/.j—213/4 Uhr, Arbeitsgemeinschaft Dr. W. Hofmann, „Die Ideologie der Agudas Jisroel" (Privatwohn. Mauerweg 34), geschl. Zirkel. 21—22 Uhr, Brochaus. Herr Wollmann. Mittwoch, 11—13 Uhr, Sprechst. der Stellenvermittlung. 20'/2—21 y2 Uhr, Stenographieunterricht, Herr S. Adler. 201/2—211/2 Uhr, Schiur für Jugendliche (Bowo Kamo), Herr Rabbiner I. Horowitz. 21—22 Uhr, Schulchan Aruch, Herr L. Oppenheimer (Prioatwohnung Bärenstraße 12). 21—22 Uhr, Makkaus. Herr Herm. Bing. 7— Uhr, Frühminjan. IOI/2—111/2 Uhr, Schulchan Aruch, Herr Louis Kahn. 12—13 Uhr, Weltschiur, Das Jaumi. Herr Halpern. 15—16 Uhr, Bowo Kamo, Herr Dr. Hofmann. 15—16 Uhr, Brochaus, Herr Wollmann. 151/2—161/2 Uhr, Schulchan Aruch, Herr Th. Spiegel, (Privatwohnung Ostendstraße 11). 21—22 Uhr, Tnach, Arbeitsgemeinschaft Gerson Schnerb (in der Wohnung Kantstraße 4). Kurse in Französisch, Englisch, Stenographie, sowie sämtliche Schiurim wie gewöhnlich. Besondere Veranstaltungen der Mädchengruppe. Mittwoch, 201/z—2IV2 Uhr Dinim. Dozent: Herr Konrektor Hirschberg (14tägig). Schabbos, l/2 Stunde nach Schul „Tnach". Dozent: Herr Julius Lewin. 16—17 Uhr Tauroh. Dozent: Herr Konrektor A. Hirschberg. 16—17 Uhr Jefchajo. Dozent: Herr Studienrat Dr. Markus Lange (i. d. Wohnung Obermainanlage 16). Liwjath Chen. Samstag, nach Mincho (51/4 Uhr) im Hörsaal, Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn Schachnowitz über „Von denen, die den Morgen wecken". Agudistifche Frauengruppe. Montag, 7. September, 8.45 Uhr im Hörsaal Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn Dr. S. Ehrmann: „Aus dem Machsor für v'rr-m n»a\ Gäste, Damen, willkommen. Jüdischer Turnerbund E. V. Herren: Sonntag, 8.30 —12 Uhr vorm. Sport und Spiel Ostpark (kleine Wiese); Dienstag, 7 — 9 Uhr abends Sport und Spiel Ostpark (kleine Wiese Laufbahn): Mittwoch, 8.30—10 Uhr Turnen Annaschule Rechneigrabenstr. Alte Herren: Mittwoch, 8.30 —10 Turnen und Gymnastik Annaschule Rechneigrabenstraße. Jugend: gemeinsam mit Herren. Knaben: Dienstag, 5 — 7 Uhr Gymnastik und Spiel Ostpark (kleine Wiese). Damen: Donnerstag, 8.30 — 10 Uhr Gymnastik und Turnen Annaschule Rechneigrabenstroße; Schwimmkurse werden noch bekanntgegeben. Frauen: Mittwoch, 7.30 — 9 Uhr Gesundheitsgymnastik (S. R. Hirschschule) Am Tiergarten 8. Mädchen: Mittwoch, 4.30 — 7 Uhr Gymnastik und Turnen Annaschule Rechneigrabenstraße, Abteilung I bis 11 Jahre 4.30 — 5.30 Uhr; Abteilung II über 11 Jahre 5.30—7 Uhr. Schiurim der Gemeinderabbiner». Talmud-Schiur für Fortgeschrittene, pm 'or. 2 rr^iv Sonntag morg. 9.—, Dienstag und Donnerstag abends 20^ Uhr im Hörsaal Friedberger Anlage 5 — 6. manVn rrnm Arbeitsgemeinschaft für junge Leute, Samstag nachmittag nach nrua für angemeldete Teilnehmer im Jugendlernzimmer Fichtestraße 5. Regelmäßige Sprechstunde des Gemeinderabbiners während der Monate Elul und Tischrr an allen Wochentagen eineStundevor r-tm» tiVan nur im Amtszimmer, Friedberger Anlag e 4 p t. In eiligen Angelegenheiten wolle man Sprechzeit telefonisch vereinbaren. Tel. 47135. Gebetzeiten -j^'i Q’32: mtp Freitag abend 6.30 Samstag nasffn 6.45 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 u. 5.00 Samstag abend 7.50 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6.30 Sonntag Morgen 5.15 Montag bis Donnerstag 5.30 Freitag ms? 4.30 Tefillin-Legen am Morgen 4.45 Fertige Herrenkleidung, streng rituell, verarbeitet nach neuesten Modellen in aparten Dessins, offeriert im Annoncenteil die Fa. A. Trepp, Steinweg 10 und bittet um gefl. Berücksichtigung bei Bedarf. Die Preise für Maßarbeit sind erheblich reduziert. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß der bekannte Direktor H e r r n f e l d von der Bühne Max und Moritz im Schumanntheater in der Ostendstraße ein Cafe eröffnet hat und zwar Ostendst r a ß e 31 (gegenüber der Landwirtschaftlichen Halle). Näheres siehe Inseratenteil. Die Ernährung des Zuckerkranken soll möglichst stärkearm sein. Stärke ist aber in allen Gebacken, besonders auch in Mazze, enthalten, ihr Genuß also nur in ganz geringen Mengen, wenn überhaupt, gestattet. Die seit Jahrzehnten bekannte Firma für Diabetikergebäcke, Dr. Fromm u. Co. in Kötzschenbroda, bringt die erste, wirklich stärkearme Mazze aus den Markt. Fordern Sie unverbindlich kostenfrei Preisliste und Literatur! Die Spezial Tee-Einfuhr-Firma I. T. Rönnef e l d t, Frankfurt a. M., gewährt, unter Beibehaltung ihrer traditionellen Qualitäten, feinstes deutsches Hutschenreuther Porzellan als Werbegabe. 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