Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 20 (13.5.1931)
- Date
- 1931-05-13
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Nr. 10 Der Israelit Blätter 13. Mai 1931 Anlässen, sowie Vorträge bedeutender agudistischer Führer finden häufig statt, und verursachen im Kreise der Jugend reges Leben. Die Zentrale ist sich bewußt, daß dieser Bericht nicht vollkommen ist. Sie hat sich vergebens bemüht, mit verschiedenen Ländern in Verbindung zu treten, deren Vertretermmn wohl in Wien bei der Gründung der Zentrale anwesend waren, jedoch seither nicht auf unsere Schreiben reagiert haben. Die Konferenz der Denolh Agudas Zisroel. Die grandiose Manifestation der jungen orthodoxen Frauenbewegung führte 450 Delegierte und 2000 Gäste im Warschauer Stadtrat zusammen. Die Konferenz begann Sonntag früh. Ein Vorbereitungskomitee sorgte bestens für die Organisation und die Unterbringung der Gäste. Am Präsidiumstisch sah man u. a. die bekannte Führerin Sara S ch e n i e r e r, Rabbinerfrauen aus Warschau usw. Die Galerien waren reserviert für die älteren Jahrgänge der Bes Jakow- Schulen. Gegen 8 Uhr eröffnete die Dizepräsidentin. Frl. Rachel Rosa, die- Sitzung mit einer Begrüßungsansprache. Kaum 5 Jahre besteht unsere Organisation, sagt sie, es waren fünf Jahre des ununterbrochenen Kampfes gegen Hohlheit und Gedankenlosigkeit lim jüdischen Leben des fortschreitenden Erfolges. Sie begrüßt die Delegierten und Gäste. Nach der Wahl des Präsidiums hält die erste Vorsitzende, Frau Sara S ch e n i e r e r, eine längere Begrüßungsrede. Sie sieht den Glanzpunkt der Frauenbewegung in der Gründung der V e t h I a k o w - S ch u l e n. Es wird ihr eine rauschende Ovation dargebracht. Gewaltigen Eindruck machten die Begrüßungen aus dem Munde von mehreren Kindern im Alter von 11 bis 12 Jahren aus den Bes Jakow- Schulen. Es folgen Begrüßungen im Namen des Lehrerinnen-Seminars in Krakau, der Warschauer Ortsgruppe der B. A. I., der orthodoxen Fraktion in Stadtrat und Kehilla, des C. K. der Agudas Jisroel, im Namen des „Jüdischen Togblattes", des „Beth Jakow-Journals" in Lodz. Eine große Reihe von Telegrammen wird verlesen. Die erste Sitzung schließt mit einem längeren Referat von I. L. Orte an über „Die Brldungsfrage bei der jüdischen Frau". Der zweite Tag war ganz der praktischen Arbeit gewidmet. Obwohl es nur eine interne Sitzung war, füllten doch 500 Teilnehmerinnen den Faal. Frl. Kluger, Lodz, erstattet den Tätigkeitsbericht des Zentralen Sekretariates. In den zwei Jahren, seitdem die B. A. I. ihre Zentrale in Lodz hat, haben sich 48 neue Gruppen mit 7000 Mitgliedern der Organisation -angeschlossen. In ca. hundert Städten wurden Kinderverbände unter dem Namen „Batja" gegründet. Eine Etappe war auch die Weltkonferenz der orthodoxen Frauen in Wien. Es wurden Führerinnenkurse eingerichtet. Es wird ferner die Arbeit für die religiöse Erziehung der Frauen und Töchter in Er >ez Jisroel erwähnt. Das Benoth Jakow-Journal und andere periodische Literatur für die Jugend tragen ungemein viel zur Popularisierung der jüdischen Gedanken und der Ziele der Aguda unter den Frauen bei. Als zweite Referentin spricht Frl. Rosenblum, Lodz, über „Die jiddische Sprache als Erziehungsfaktor". Jiddisch ist nicht Selbstzweck, aber das beste Mittel zur Bekämpfung der Assimilation, da in dieser Sprache unsere Mütter gesprochen und ihre reinsten Gedanken gedacht haben. Die orthodoxe Literatur habe bis jetzt wenig an die jüdische Frau gedacht. Die Generaldebatte nahm zuweilen einen recht lebhaften Verlauf. Sie stand, wie die Referate selbst, aus einem hohen Niveau. Fern von aller unfruchtbaren oder verletzenden Polemik beschränkten sich die Nednerinnen auf sachliche Momente und machen zum Teil recht wertvolle Vorschläge. Man beklagte sich über die ältere Generation, die die ganze Arbeit der Jugend überlasse und sich selbst oft sehr passiv diesem idealen Streben gegenüber verhalte. Redakteur Friedens o h n gibt bekannt, daß der Monat Siwan e in M o n a t f ü r I i d >d i s ch u n> d I i d d i s ch k e i t sein soll. In der dritten Sitzung am zweiten Verhandlungstag spricht zunächst Frau Gutmorgen. Lodz, über „Literatur und Presse". Sie hat viele anerkennende Worte für die Bedeutung des einzigen orthodoxen Blattes in Polen, des „Jüdischen Togblattes", dem sie auch den Dank der jüdischen Frau ausspricht. Das Bes Jakow- I o u r n a l ist aber so eng mit der Bewegung der B. A. I. verbunden, daß es hieße, über die eigene Sache sprechen, wollte man die Leistungen dieses Blattes hervorheben. Sie drückt dem unermüdlichen Redakteur, Herrn Friedensohn, Dank aus. Frl. P l o tz e r , Kalifch, berichtet über den Kinderverband „Batja" und sein Programm. Ihm gehören Mädchen nur bis zum Alter von 16 Jahren an. Seine Hauptarbeit erschöpft sich in religiöser Erziehung. Frl. Nasche lska referiert über „Die jüdische Kinder-Massennot". Viele Kinder kommen hungrig in die Schule. Die B. A. J.-Organisation hat auch für die Behebung der materiellen Not des Kindes zu sorgen. Auf das Problem der F r a u e n g l e i ch b e - rechtigung geht Frl. G o l fr stoff, Lehrerin in Warschau, ein. Das jüdische Gesetz gibt der Frau die größten Rechte, so daß die B. A. I. auf das Wahlrecht und andere Neuerungen -getrost verzichten können. Nach einem weiteren Referat von Frl. Lip - m a n o w i tz über „Die Tätigkeit für Palästina" werden verschiedene R e s o I u t i o n e n angenommen. ffltit flammenden Reden mehrerer Damen vom Vorstände und einem Schlußworte der Frau Schenierer wrd die Konferenz der Benoth Agudas Jisroel in gehobener Stimmung geschloffen. Reichsverband der Schomre Schabbos Stellenvermittlungen. (Kostenlose Vermittlung von kaufmännischen, gewerblichen und hauswirtschastlichen Stellen. Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung. Wirtschaftliche Beratung.) Adresse: Berlin N 54, Gormannstratze 27, Tel. Weidendamm 7436 Wir suchen noch einige kaufmännige Lehr st eilen (Getreide, Manufaktur u. Konfektion) an kleineren Plätzen mit freier Station. Wir haben laufend Stellen für Wirtschafterinnen und Köchinnen für Privathaushaltungen und Heimbetriebe. Kinderfräulein und Kindergärtnerinnen für Privathaushaltungen. Bewerbungsfchriften nebst Zeugnisabschriften sind zu senden an den Reichsverband der Schomre Schabbos- SlellenvermMungen Berlin 1t. 54, Gormannstraße 27. Tel.: Deidendamm 7436. Zweig ft ellen im Reiche: Frankfurt a. M.: Stellenvermittlung der. Agudas Jisroel, Schwanenstr. 12. Karlsruhe i. B.: Stellenvermittlung Schomre Schabbos Schützenstratze 86 (E. Krotowsky). München: Stellenvermittlung Schomre Schabbos, Herrnstraße 44 (Julius Nager). Fürth i. 23.: Schomre Schabbos Stellenvermittlung, Marienstratze 4 (Dipl, mathem. Hugo Heinemann.) Nürnberg: Stellenvermittlung des Israelit. Jugendbundes Chewrath Bachurim, Fürtherstratze 9a (Alfred Klugmann) nur für Hauspersonal: Stellenvermittlung der Esras Nofchim-Mädchengruppe (Etta Goldberger), Josephsplatz 20. Würzburg: Vereinigung der Sabbatfreunde, Domerschulstr. 13. Mannheim: Verein zur Wahrung der Interessen des gesetzestreuen Judentums in Baden (C. Oppenheimer), F. 3/13 a. Köln: Stellenvermittlung der Agudas Jisroel, Dasselstratze 1 (Heinrich Klein) Hamburg: Israel. Stellenvermittlungsverein, Hahntrapp 5. Hannover: Stellenvermittlung der Agudas Jisroel, Escherstr, 23 (I. Tager). Abrechnung des deutschen Seren Hatorah für das Jahr 1930. Einnahmen: Bestand am 1. Januar 1930 M. 1.383,47 Eingänge beim deutschen Keren Hatorah „ 53.452,72 Eingänge für die K. H.-Zentrale „ 283.29 Kontokorrent „ 945.84 M. 56.065,33 Ausgaben: Subventionen M. 32.792,90 K. H.-Zentrale „ 11.852,99 Agudas Jisroel „ 5.345,— Spesen •" „ 5.100,33 M. 55.09^22 Saldo 31. 12. 1930 M._ 974,10 Vorstehende Abrechnung haben wir geprüft und mit den vorgelegten Büchern und Belegen des K. H. übereinstimmend gesunden. Hamburg, den 10. April 1931. gez. Arnold Cohn gez. Jos. Kahn. Ferienkurse Beth-Zakob im Sommer 1931 (5691). Die Leitung von Beth Jakob veranstaltet dieses Jahr erstmalig gemeinsam mit den Frauen- und Mädchengruppen der Agudas Jisroel in der Slovakei eine Ferienkolonie in Sobor bei Neutra. Der Ort liegt in den kleinen Karpathen in herrlicher, gesunder Gebirgsgegend. Die Ferienkurse dauern vom 6. Juli bis 31. August. Ihr Zweck ist, den Teilnehnlerinnen neben der körperlichen Kräftigung und Erholung in der klimatischen Landschaft einige Wochen jüdisches Gemeinschaftsleben und Gelegenheit zur Erweiterung des jüdischen Wissens zu bieten. Es wird Unterricht in Dinim, Tefilloh, Pirke Owaus, Biblische Geschichte usw. erteilt und zwar in 3 Kursen: I. Feriensortbildungskurs des Wiener Beth Jakob Lehrerinnenseminars. II. Kurse für 14—16 jährige. III. Kurse für Frauen und Mädchen von 16 Jahren aufwärts.; Anmeldungen sind bis spätestens 1. Juni an die Beth Jakob-Zentrale, Wien II., Leopolsgasse 26, zu richten, woselbst auch alle Auskünfte eingeholt werden können. 1 ■ ‘ ' j'; Das Melamdim-Semiuar der Zeirei Agudas Jisroel. Die Kurse, die von den „Zeirei Agudas Jisroel" für die Ausbildung und Fortbildung der M e - l a m d i m eingerichtet wurden, entwickeln sich in vielversprechender Weise und gewinnen immer mehr Sympathien bei der jüdischen Bevölkerung im ganzen Lande. Dauernd kommen Anfragen aus der Provinz und Bitten, ihnen religiöse Lehrer mit pädagogischer Ausbildung zu schicken. Viele begabte und geeignete junge Leute bewerben sich um Aufnahme in das Seminar. Zur finanziellen Sicherstellung dieses wichtigen Institutes ist eine „Gesellschaft von Freunden des Seminars" ins Leben gerusen worden. Die Mitglieder zahlen Jahresbeiträge und entwickeln in Stadt und Land eine lebhafte Propaganda für das Melamdimseminar. Die rif. Verpflegung auf der Palästina-Linie des Lloyd Triesiino. In dem Aufsatz III hat sich bedauerlicher Weise ein sinnentstellender Fehler eingeschlichen. Es soll in der betreffenden Stelle richtig lauten: ... in 2lnbetracht dessen, da,, es sich nicht um frisch gekochte Speisen handelt, nicht um irgend einen neuen Speisehechscher, sondern um Verhaltungsma„regeln für den Gebrauch von an sich einwandfreien rituellen Konserven nnd ähnlich erlaubten, dem iivrr von 'ir b-vn nicht unterliegenden Genutzmitteln. 1)et*tDcndef Hguda>01tavken * Bpfiöffhcfi In allen Ovis gruppen*