Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 11 (12.3.1931)
- Date
- 1931-03-12
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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er Israelit Bla t t e r 12. Mkrrz'l'931 <w, 31 < kann. Diese Erkenntnis verpflichtet nns m. E. — abgesehen von den praktischen Konsequenzen für den Einzelnen weiterhin zu fordern und darauf hinzuarbeiten, daß eine ' spezielle Kosche r-K ü ch e in .den Schiffen der Palästina- Linie der Lloyd Triestmo eingerichtet wird. D. F. Die Vrocho beim Anblick der heiligen Stadl. In einem in Nr. 1 der „Blätter" veröffentlichten Reisebericht schrieb der Verfasser über seine Ankunft in Jerusalem folgendes: „Beim ersten Anblick der heiligen Stadt macht man die vorgeschriebene nrnp und spricht mabm opn die Brocho:n»«n 1112 In dieser wehmütigen Stimmung gilt der erste Besuch der Klagemauer." Aus unserem Leserkreis werden wir daraus aufmerksam gemacht, daß das hier geschilderte Verhalten nicht den Vorschriften entspreche, die auf Grund der Gemoro )»p tya im Schulchan Aruch s"opn kodifiziert sind. Dort ist überhaupt nicht von einer Vrocho die Rede, sondern von bestimmten crpios aus den Propheten, die beim Anblick der heiligen Stadt und beim Reißen der nv'np gesprochen werden. Der Autor des Artikels, dem wir diesen Hinweis übermittelten, schreibt uns darauf folgendes: _ „Die Reklamation des Einsenders bat ihre Richtigkeit. Doch möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß vor 23 Jahren, als ich zum ersten Male nach Jerusalem kam und in Begleitung mehrerer Rabbonim in die Stadt fuhr, der Wagen, vor der Einfahrt in die Stadt, angehalten wurde und man ließ mich non-p-o mit 012^01 dp sprechen. Dieser Usus wurde mir auch jetzt von mehreren Dvnai» nnn 'bestätigt. Rabbi Ch. Sonnenfeld darüber gefragt, antwortete, es sei nicht 0212. wenn diese .12-2 mit rri^m av gesprochen wird.. Er erinnere sich, als vor mehreren Jahrzehnten Rabbi Naftali Silbermann mit dem Kutner Raw nach Jerusalem kamen, über diese Frage lebhaft diskutiert wurde, obwohl diesen miir» der r>Y bekannt war. Es handle sich offenbar um eine mißverständliche Praxis, die daher stammen kann,, weil im 0210.1 nsm nyz7 die Vorschrift glatt lautet: norr pn 7-na 11201 snipi Bekannt ist aber der zu ntrnn pis in 01212 laut '»Vpyv zur Stelle, und in «rtnn ’poa resümiert: pian nt2 nvi©n rntnan hi — unter diesen auch nvrrn p'i qii2 iwrr ft2iN2 i-rriv' ny ,i«iin — heißt es daselbst: ntobw ov i'itnb i'ir. An der vom Einsender angeführten Stelle tropn ">o n-ur heißt es bloß piip', ohne zu erwähnen. Im 2wn i«2 wird jedoch hinzugefügt: n»rr 1"1 -p->2 -pan tmpwDv - Nach alldem stehe ich nicht an, dem Einsender beizupflichten, daß rm-Dfr — zumal es sich letzten Endes um -1212 pss handelt — die Entscheidung m-sm vv 'Vaabsolut maßgebend sei." H. Ein Erez Zisroel-Vuch von Landau. )akob In der „A g u d i st i s ch e n V 0 l k s b i b l i 0 t h e k" des Menorah-Verlages in Warschau ist als Nummer 3 eine Schrift von Jakob L a n d au in jiddischer Sprache unter dem Titel „Was bedeutet für uns Erez Iisroel?" erschienen. Es ist eine klare, scharfe und umfassende Definition vom Wesenscharakter des Judentums und der zentralen Rolle, die G'ttes Land in der jüdischen Weltanschauung spielt. Wer die fesselnd geschriebene, 32 Seiten starke Schrift durchlieft, wirk) sich dem Wunsche anschließen, daß sie Verbreitung unter den jüdischen Massen im Osten finde, um diese vor den Gefahren der Volksverführung zu schützen und die Jugend für echte jüdische Erez Jisroel-Arbeit im Geiste der Thora zu begeistern. Aus der Bewegung. Halberstadt. Die General-Versammlung der hiesigen Ortsgruppe für das Jahr 5690 fand am 2. Februar 1931 (15. Schwat 5691) statt. Ihr ging wie auch im, Vorjahre ein Vortrag voraus. Der Bezirkssekretär David Ullmann, Kassel, sprach über das Thema „Wir und Erez Iisroel." Ec entwickelte unter gespannter Aufmerksamkeit der zahlreichen Zuhörer seine Gedanken in beredter Form. „Die Religion wendet sich ihrem Begriffe nach an den Einzelmenschen, ihr gegenüber steht als Machtsaktor für die Gesamtheit der Staat. Staat ist Volk und Land in einer Gebundenheit und Einheit. die die Gesamtheit seiner Mitglieder fordert. Im Judentum bildet^ Thora, Land und. Volk eine Einheit im Gegensatz zu dem Volksbegrisf im? allgemeinen Menschenkreis. Wir Juden sind von G'tt in die Welt hineingestellt und mit einer zweifachen Aufgabe betraut. Daher mutz der Jude, um seiner Aufgabe gerecht werden zu können, seiner.Auserwähltheit sich bewußte sein und Mitarbeiten,, um durch seinen Volksbegrifs. die Menschheit zur MiHsiaszeit zu führen. Dies ist (auch) die Ausgabe der Agudah, sie will den Aufbau Erez Jisroels im Sinne der Tauroh durchführen. Also ist das Ziel der Agudah nichts Neues' Neu. ist nur die Sammlung aller derjenigen/ die in diesem Sinne an der alten Ausgabe mit vereinten Kräften arbeiten- PU ltnb Erez--Iisroel bedeutet mithin-nichts anderes als der Weg des jüdischen Volkes nach der Zerstörung seiner Staatlichkeit durch die Zeiten bis zur Erreichung seines Ziels" Bor Eingang in die Tagesordnung der General-Versammlung widmete der Vorsitzende dem in der Woche zuvor duhingefchiedenen Meyer . Wcgncr^^rt ehrende Worte des Gedenkens, hinweisend ans sein außerordentliches „Lamdonus", fein umfangreiches Wissen und seinen Scharfsinn, und besonders betoned, daß er mit Herz und Seele der' Agudah seit ihrer Begründung mit angehörte und daß sein Name in unserer Ortsgruppe stets lebendig bleiben, werde. — Der Rechenschaftsbericht erstreckt sich auf etwa l1/2 Jahre, die Mitgliederzahl ist annähernd die gleiche geblieben wie im vergangenen Jahre,: sie beträgt nahe an 70. Gegenüber dem Vorjahre sind ' durch den Wegzug mehererer Mitglieder und in Folgei der allgemeinen, wirtschaftlichen Verhältnisse die Beiträge aus Mk. 590.— zurückgegangen, dementsprechend die Abführung auf'die Landesorganisation aus 350.— Mk. Die Einrichtung des „Spendenbuchs" hat auch im Berichtsjahr gute Ergebnisse erzielt, die Spenden bei besonderen freudigen und ^.traurigen Familien-Ereignissen erbrachten (im Berichtsjahr) 197.— Mark. Die Agudah ist erfreulicherweise in allen Teilen bemüht, zu zeigen, daß sie lebt. — Sowohl die Frauengruppe, die sich hier seit 2 Jahren gebildet hat, wie die Jugend- und Mädchengruppe und nicht minder die Ortsgruppe, selbst, haben, um den engeren Zusammenschluß der Agudah-Mttglieder zu fördern, seit drei Jahren in den Wintermonaten gemütliche Zusammenkünfte in den Familien der Aqud ab-Mitglied er, sogenannte Club-Abende eingerichtet. Diese Einrichtung sei anderen Ortsgruppen angelegentlich zur Nachahmung empfohlen. Vorträge fanden im Winter 5690 folgende statt: Rabbiner Dr. Auerbach svrach über: „Wir und der Osten." Rabbiner Dr. Cohen, Friedrichsstadt über: „Von dem besonderen Wert der Hirsch'schen Symbolik." An Stelle des durch Krankheit plötzlich verhinderten Rabbiner Duckesz, Altona, sprach der Vorsitzende über „den gegenwärtigen Stand des Schulwerks in Erez Iisroel", Rabbiner Dr. Eli Munk, Berlin über „religiöses und nationales Judentum"; Dr. Moses Auerbach, Berlin über die Kaussel Maarowi". Die Frauengruppe hielt ihre Zusammenkünfte in den Häusern ihrer Mitglieder, lasen aus den Schriften von Rabbiner Hirsch und besprachen allgemeine Frage. Außerdem hielt Herr Rabbiner Dr. Frankl einen Cyklus von Vorträgen über: „Ehauwaus Halwowaus". Die Jugendgruppen kamen alle Freitag Abend zusammen in ihrem Vereinslokal, bei diesen Zusammenkünften wurde von verschiedenen Rednern immer ein Vortrag über die laufende Sidra gehalten. Nach Genehmigung des Geschäftsberichts beantragte der Revisor Entlastung des Vorstandes und es wurde zur Neuwahl geschritten. Vor Beginn derselben bat Herr Siegmund Strauß, der bisherige Kassenführer, von seiner Wiederwahl Abstand zu nehmen, es möge die Bahn für jüngere Kräfte freigemacht werden. Auch für Herrn Karl Leisner, der seinen Wohnsitz.von Halberstadt verlegt, mußte ein neues Mitglied gewählt werden. Der Vorsitzende sprach den scheidenden Vorstands-Mitgliedern für ihre bewährte, langjährige Mitarbeit den Dank aus. In der anschließenden Wahl wurden die bisherigen Mitglieder Dr. Schlesinger, Jakob Königshöfer, Jakob Lindner gier Akklamation wieder-, Herr Josef Rußbaum und aus der Reihe der Jugendgruppen Leopold Trepp neugewählt. Spendenliste Keren Erez Iisroel ~~~ (Schulwerkfond) Alsbach: David Frank 5. Bad Schwalbach: H. Katz Ww. 5. Baisingen: Hermann Kahn 20 für Mädchenschule in Tiberias. Bamberg: d. Max Lirnheimer v. Verein Adaß Iisroel 10.30, v. Frau Max Hirnheimer 2, zus. 12.50. Bechhofen: David Steindecker 15. Bergen: I. C. Heinemann 10, mehrere Thoraspenden 9, zus. 19. Perlm: d. Palästina-Komrtes 250, Dr. Emisi Hirsch ISO, R. Ch., Sp. Dr. Ei Prasch 10. - - . Birkenau: Emqnuel Löb! 5. . - Bräunsbach: d. Losiis; Adler v. Benno Pfeifers- Julius Pfeiffer 1.50,;Wolf' Schlachter 1, - NR> 15,' Jul. Pfeiffer 1.50,' Bettnoj Pfeiffer 2, zus. 23;;- Breslau: Frau Mirjam Berlinger 20. . > Burghaun: d. Hehrer Berlinger 26. - Colmar: d. Oberrabb. Dr. Weil! 8.10. Danzig: d. L. Nachmann v. dem Schülern und Schülerinnen der Lehrerin Mirjam Nachmann für ein Kind ein Monat 10. . . . . V .; Darmstadt: 0. Rabb. Dr. Merzbach: o. Enoch 2, SSturniL 1, Eifenheimer 5, H. Strauß, 3, Merzbach 10, züf. 21^ Dinkelsbühl: Benno Hamburger 5.? ' Frankfurt a. M.:Erich Höfmann 4.20, NN. 3, Perez - Mosbacher 5, M. Mosbacher 10, Thoralehranstalt Jeschiwah 9.40, Olga L. Schachnowitz 1.65,- Ochs 3, d. Rabb. Dr. Jöfef, Breuer 37.50, Manfred Sondheimer 1, Frl. Kurzweil 7, Agudistifche Frauengruppe 50, H. Gunzenhäuser 6, Räphael Rösenbaüm 2, Jacob Besthoff 3, Dr. Solomon Adler 2, Alexan- . der Birnbaum 2, R. B. Rothschild 10, Ludwig Lewijohn 1, Julius Ehrentreu für Tiberias 4, Frau Jacob Frank Ww. 3, Simon . Mugdan Jährzeitsfpende 10, Spende 20, Ablösungskarte an HerrnRäbb.-Dr. Breuer-Aschaffenburg 3, zus. 33, dch. Leopold. Löwenthal R. Ch. Sp. Leopold Mosbacher 6, Meier ‘; Mosbacher 10, Perez Mosbacher 2, Leopold Löwenthal 6, Nathan Weiß 4, Gustav Mosbacher-4, Leo Wreschner 10, zus. 42, Leo Wreschner 9. Fulda: Eduard Stiebel anl. Hochzeit 20. Gaukönigshofen: d. Lehrer Bravmann v. Geschwister Borschheimer 3.50, Geschwister Kleemann 2, Günther Thalheimer 1, Fritz Krebs 1, zus. 7.50. Gravenhagen: L. Hausdorf 4. Gr. Krotzenburg: Julius Schuster 55. Gunzenhausen: d. M. Rehfeld NN. 10, NN. 13, B. Lern . 2, I. Seeberger 3, F. R. V. Levy 4, NN. 8, zus. 40. Guxhagen: dch. Isaak Katzenberg 64.77. Halberstadt: Frau L. Ascher, Rabb. Dr. Auerbach, Dr.. med. Auerbach, Rosa Auerbach, Dr. Schlesinger, Dr.. Frankl, Lehrer Lundner, I. Borland, I. Bächmann,. H. Landau, Gretl Strauß, Alfred. Calm, Frauengruppe der A. I., insges. 69.80. Hamburg: Jskar Emanuel Grat.-Abl. v. Herrn und Frau Heinrich Kohn Wenkheim 3, d. Dr. Julius Baer, Glückwunsch-Abl. M. Flörsheim an Herrn und Frau C. Flörsheim, Rabb. Dr. Josef Kahn, Samson Goldschmidt, zus. 6. Heilbronn: d. Lehrer Kurt Flamm 40. Homburg v. d. H.: d. Rabb. Dr. Wreschner 10. Horb: d. Rabb. Dr. Schweizer: Rabb. Dr. Schweizer 18, aus der Gemeinde 3.20, zus. 21.20. Hüttengesäß: Isaak Hetz 10. Jhringen: d. Lina Weil 12. Kassel: RR. 7, Berthold Katz 10. Karlsruhe: Prof. Dr. Breuer 5. Kettwig: Felix Müller 2. ' Kitzingen: d. Hermann Schönfärber 130. Kl. Krotzenburg': RR. 3. Königsbach: Louis Dreifuß 3. / Kolomea: d. Dr. B. Feßler 419.50. ' Krumb ach: Frau R. Adler 5. Langsdorf: Moritz Qppenfeimer 10. Leipzig: Leon Kirfchner 200. Mannheim: Walter Marburg 50. - Mainz: d. Rabb. Dr. Bamberger 7 und 3, zus.-10. Marburg: d. Rabb. Dr. Kohn: NN 3, Frau Ilse Kahn Frankenau 5, Gustav S. in Bernburg 10: zus. 18. Markelsheim: Jonas Adler 10. 7 Mülheim: Israel. Gemeinde 2.; München: Arthur de Beer 5. ' Nürnberg: d. Moritz Klugmann v. Ludwig Kohn 10, ' R. Ch. Sp. 45zusi 55. Oldenburg: d. Lehrer>Meyberg: R. Ch. Sp,; 19, aus Büchse Meyberg 4.20, züs. 23.20. Puttelange: d. Reichelsohn 16.25. Rhina: d. Lehttr S:-Oppenheim 100.46. Riga: Agudas Iisroel 1929.90. Saarlouis: Fritz Nathan 3. Sögel: d. Lehrer Speier aus der Gemeinde 10, d. Schulkinder. aeammelt 7.50, Synagogenvorsteher Wolf in> Lingen 2, zus. 9.50. . Sulgburg: Israel. Gemeinde. 3.01. Schwäb. Hall: Heinrich Pfeiffer anl. der Geburt seiner Tochter 10. Schweinfurt: Rabb. Dr. Stein 200. Stamford: A-Goodman 125. Stuttgart: E. Agulnik 5.' ' (Fortsetzung folgt.) töim Hatorah Posischeck-Konlen: Deutschland Hamburi! Nr. 24753 Laudeadirektorium des Keren (P. Sch. A. Hamburif). Keren Hatorah-Kommissariat Frankfuit-a. M. Nr. 41666 (P. Sch. A. Frankfurt ä. M Keren Hatorah-Kommissariat Nürnberg Nr. 18440 (P. Sch. A. Nürnberg) Keren Hatorah-Kommissariat K81n Nr 50131 (P. Sch. A. Köln) 73441 C. Keren Hätorah-Komümissariat Leipzig Nr. 70147 (P. Sch. A; JLeipzig) Keren Hatorah-Kommissariat Berlin, P. Sch. A. Berlin Nr. .; Salomon. Keren Hatorah-Kommissariat Breslau, P. Sch. A. Breslau Nr. 60510 für Iwan MötUr. Keren Hatorah-Kommissariat Hamburg P, Sch. A. Nr. 40453 für Dr. Julius Basel Keren Hatorah-Kommissariat Karlsruhe ■'Markus-Stern Bankkonto Ignaz EUcsrn:;