Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 10 (5.3.1931)
- Date
- 1931-03-05
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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s. März 1931 Der Israelit Nr. 10. Seite! mann-Schule, wie uns-auch der Preußische Landesver-, Die drei Kunstnummern wurden bestritten vonDer ebenso denkenden Gatten vermählt; hat sie doch mit verband gesetzestxeüer Synagogengemeinden,. Halherstadt, ganz vortrefflichen Rezitatorin Mrgarethe Bachstehendem Herzen die. im frühen Jünglingsalter aus eine, regelmäßige Subvention. hierzu zahlt. Beiden Or- Wien, fowlä Lasar F i n k e lftein und Hermann Nahm freier Erkenntnis erfolgte Heimkehr des. einzigen Sohganisgtionen sind wir; dafür zu .herzlichem Danke verals Sänger: Margarethe Bach hattet wir hier schon nes zum orthodoxen Judentum nicht ungGw"gesehen und . pflichtet. - l einmal bewuüdert, wir taten'es diesmal in noch höherem die Konsequenzen für ihr 'Haus willig aüs sich genom- Große Freude haben wir' an unserem Mädchenhort, Mäße. Sie'ist nicht nür Rezitatorin, sie ist auch'Tramen. Dem SchabböÄ« hat sie-allezeit die Treue gewahrt, der ca. 100 Mädchen am Nachmittag vereinigt. Unter gödin, die zu erheben und zu erschüttern weiß. Mit dem An der Bahre zeichnete Rabb. Dr. Salzberger ein Aufsicht der Hortnerinnen, die mit außerordentlichem „Stürm auf dem Meere" von Rdfenfeld hat sie unsere. feinsinniges Charakterbild der Heimgegangenen. rn-nn- Eifer sich der Kinder annehmen, werden die Schulaus- . Herzen im Sturm genommen. . Sulamitb gaben gemacht, Handarbeiten weredn angefertigt, die die Lasar Finkelstein kennen wir von der Syna- ^xu» s„ Kinder zu Ausdauer und Sauberkeit erziehen; Spiel und gpge her. Sein ausgiebiger, feindurchgebildeter und in den ,e bevorstehende Ur- Turnen -sollen die Kinderkörperlich ertüchtigen. Eine Höhelagen goldreiner' Tenor strahlte an diesem Abend Gymnastiklehrerin hat sich liebenwürdigerweise dazu zur durch den Saal in .hebräischen und jiddischen Weisen, j!:n r LA* iq ifh'r fe dre Sonntag, ■ B°rfügung gestellt/In Len großen Kerlen waren Li- , und rauschender quiw-rtihm den Dnnk. Kinder wie alljährlich in einem schönen Garten, wo sie! Hermann Nahm hält sich mit seinem -klangvollen wird. Die gesamte musiden ganzen Tag im Freien verlebten und sich bei guter Bariton mehr in den Bahnen der Bühne. Er sang den Verpflegung und richtiger Abwechslung von Spiel Und Arien und bekannte Opernstücke und fand ebenfalls rei- «JJ u ausgesuchten in der Oeffentllcbköit^°mm° Teil Ruhe sehr gut erholten. Wir hatten diesmal fast 120 chen Beifall. * E, S.S Kinder in den Ferienspielen und da der Beitrag, den! Zu den Kunstnummern kann man schließlich auch j$no i A die Eltern zahlen können, nur ein sehr, sehr geringer'noch die kleine, große Tanzkunst der Jngeborg Si- M der tzhr char. ist, kann man ermessen, welch großer Summen wir be-. mon zählen. Sodann aber wechselten in bunter Folge Regie besorgt der bewährte jüdische Reaisseur ft’romdürfen, um dieses großzügige Werk zu erhalten. Die höchst amüsante Attraktionen, die die Kurve der Freude ^egce oe,orgr oer oewayrre iu^)e Aegl,,eur H. r o m- Chanukafeier bildete wiederum wie alljährlich einen Licht- und Geselligkeit rasch in die Höhe trieben. Lustige Märsche \™erf jam die^Aufführung absolM vünkllich beainpuntt für unsere Hortkinder. In reizenden Aufführungen einer Iazzb and kap ell e, die sich als die „Stadt- -nm wst-' M Au^uyrung av^ut MnkMch be^ zeigten die Kinder ihre netten, schauspielerischen Talente, .Musikanten von Schuschan" vorstellten, eine P. C. - ^s pünktl^ gegebene Zeichen zum BeginnÄ Tu' wie auch die Hortnerinnen ihr tüchtiges Können. Bei Schau, ist der wir die ewigen zehn Söhne Hamans «A punm cy Schokolade und Kuchen amüsierten sich unsere Hortkinder am Galgen sahen, deren jeder allein mehr denn zehn sZloNän - u kalten' ' ' 'Fletzen und geaufs beste und reich beschenkt zogen sie nach Hause. Durch Hründe für das Nichtgeben hat (der zehnfache Teu- ' } ” ö ' '; Verheiratung bezw. Fortgang unserer Hortnerinnen trat sel wurde an die Wastd gemalt von Nathän J ei d e l). eine Aenderung in der Hortleitung ein. Wir haben jetzt Und über all dem stand mit breitem Humor und von eine geprüfte Jugendleiterin, eine Kindergärtnerin und diktatorischer Unentwegtheit Rechtsanwalt Dr. Josef K l ieine Praktikantin, die sich in die Arbeit teilen. (Schluß folgt.) Akilgliedsrveirfamyllung der Vereinigung ehem. Schüler und Schülerinnen - der. $. & Hirsch-SchyA bansky als Conferenzier. Ihm zur Seite lustige Bun- Semesterbegmn, in . der Schneider'schen Jeschiwa. Wie uns Herr Rabbiner Schneider mitteilt, beginnt das neue Semester in der Jeschiwa rwo mm gleich nach Pessach. Anmeldungen sind jetzt schon erbeten an den desbrüder von der B. I. A., die mit dem^ neuesten Mit- Leiter/ Rabbiner M. Schneider, Grünestraße 19. Die Iefchiwa zu Mir. Die Jeschiwa von Mir ist im Westen,« zumal in Frankfurt, keine unbekannte Welt. Aus jüdischen Familien tel des Sprechchores es versuchten, Ruhe im Saale Hu verschaffen, was' ihnen'inanchmal auch gelang . . f< Dldiesjährige ordentliche Mitgii-d-ro-rjammlung W 3i£' irb am kommenden Gonntaa. ben 8. Mär- 1931. nackmi. derg) und die Damen C. W o h lfa rth und Fri. Mar J7L^nlD°ut,ch-andsind Sohne chohin gewandert unb dort SÄ' SLilaufeentÄlte fM) ein buntes, schönes Leben, das «ch'° "'-.««worden. Auch zur Zeit bmde» sichchort »-sch-Kchm,Teck^ W»;ber,cht,^-u-das Heer der jungen Damen, die belegte Brötchen unter den «0 Jüngern, die »nte^der Leitung van Manwählen ufw.) vorangehen wird ein Referat des.Herrn Stud.-Rat Max Munk über „Das Seelenleben des Jugendlichen nach jüdischer Auffassung". Zu diesem Vortrage sind alle Mitglieder und deren Angehörige sowie alle Freunde der Schule eingeladen. Generalversammlung der Agudas IisroelJugendgruppe. Wir weisen nochmals auf die am kommenden Sonntag, den 8. März, nachmittags 15.30 Uhr im Heim (Schwanenstraße 12) stattfindende ordentliche Mitgliederversammlung hin. Es haben nur Mitglieder der Jugend- und Mädchengruppe Zutritt. Am Mauzoe Schabbos, den 7. März cr. findet die Erez Jisroel-Arbeitsgemeinfchaft unter Leitung des Herrn Dr. S. Ehrmann statt. In dem Schiur für Jugendliche unter Leitung des Herrn Rabbiner Josef I. Horowitz wird zur Zeit über Loschaun Hora (Gemoro Erechin) Montag und Mittwoch um 20.30 Uhr im Heim gelernt. Eine Gedenkfeier für Simon Unna In der stimmungsvoll beleuchteten kleinen Synagoge und Süßigkeiten an den Mann brachten (Ehape: alles nur 30 Pfg.) nur noch bunter und schöner wurde. Ben Spanier*, non dem einige Glanznummern erwartet werden tonnten, war durch plötzliche Erkram nern wie Rabbi Finket und Rabbi Jeruchem lernen, mehrere Jünger aus Deutschland. Deutschland hat geistig von Mir viel empfangen, und so darf es nicht zurückstehen, wenn es jetzt von dieser geistigen Nähreiumu.*:,. uieiueu lunmen, roat uuiaj piuguiye i&tuun- , „,, ■ ' A.fr kung leider verhindert zu kommen. Er hat sich um das U"Ete^um Hufe angerufen wird. Fest sehr verdient gemacht. Herrn Dr. Ehrmann, der f,.2Ble überall, ist dw finanzielle Lage der Mirer Je- Ls' Vater de-Gan°zen LgK-vchen w°r/°n darj. wurde --- K« Wenn aber zu er w.r. ch°l.sich°n Krisis keine geistige — hie ein Unglück für das ganze Judentum wäre, — hinzukommen soll, so muß das letzte aufgebracht werden, um diese Jeschiwa vor dem Untergänge zu retten und sie auf ihrer idealen Höhe zu erhalten. Ein Sendbote der Mirer Jeschiwa, Herr Rabbiner I. Tennenbaum, befindet sich zur Zeit in unserer vom Podium herab unter begeistertem Beifall des Festpublikums Dank votiert. Wir wallen hoffen, daß dieser Dank auch durch gute Einnahmen für das Palästina- S ch u l w e r k seinen Ausdruck fand. Ein Purimwohlkäligkeiisfest des „Esrath Noschim". Die Jüdische Frauenhilfe „Esrath Noschrm" leistet , . . _ innerhalb ihres Kreises viel mehr als der Oesfentlichkeit Stadt, und man darf hoffen, daß er, in Anbetracht seiner zur Kenntnis kommt. Ihr heiterer Purimabend am letzhohen Mission, das Wohlwollen und die Unterstützung ten Sonntag hatte einen tiefernsten Hintergrund: Rot aller findet, die noch einen Obolus für die Thora und und Armut sind groß und Pessach naht. Biele, beeine ihrer bedeutendsten Pflanzstätten übrig haben. Inders in der Auslandskolonie, haben nur den Zeinen Das Stammhaus der Rothschilds wird von der Frankfurter Israelitischen Gemeinde umgebout. Das alte Frankfurter Bankhaus der Rothschilds in .„_,.o_^. für Pessach nötigen Teil gesichert, nämlich kein Brot der Männerkrankenkasse, der „Kippestub", fand sich Sonn-«i m H a u s e! Die Mazzo und was noch dazu gehört, -„„„mirror ner .Knimmims „ tag nachmittag neben dem Vorstande und den ständigen muß beschafft werden. Die Pesfach-Aktion des „Esrath . ^hrrrnffe^nnn1 h?m nnh Ter Vq- Besuchern dieses Bethauses eine ansehnliche Gemeinde Roschim" versucht es mit allen Mitteln also auch von dem Ruhm und Reihum der Faoon Freunden und Verehrern Simon Unnas zu einer dem eines Purimabends, für den prominente ^"^^Aegangen pno wiro ,eir oer ^iUiw,ung ve^ Feierstunde ehrenden Gedenkens ein. Nach dem Mincho- «Künstler ihre Mitwirkung unentgeltlich zugesagt hatten. Zunächst wa?d^r?die Mdllcke gebet'bestieg R.-A. Dr. Adler die Kanzel, um unter | Heiter war der Abend nicht, dafür aber von 1914 wurde dag Ge- Worten des Dankes und der Verehrung an der Stätte, Kunstniveau. Frau Vogel leitete die Sache mrt einer A. A fü ß. J csaiter he<?9 Krienes in eine Durrknnandewo der Verewigte vier Jahrzehnte Licht verbreitet hat, hübschen Begrüßung ein und Helmuth Gans hielt als ^aude für die Dauer des Kneg^ m eine Durchwände das -nwi.-p cnzüzündem yarauf hielt der. Sohn, Herr Ansager die Brücke zwischen Künstlern und Publikum j rerstockwn m Park K JKatö V'st, schön früh, in Me Hallen .des Tyorawtffens oeqmtunq oer. ^rau o r, ch -wc o rg en u e r n oe.c- "öhtrnotänk "Zh<sr eingeführ^, würde^Jn - großen Zützesi.'zeichnete er «dann trug. Wir hattest an dem'Abend noch ^wiederholt Geö f das MÄeum für jüdische Altertümer ^gebaut seine Frankfurter Mirksdmkeit, die.umstittelbür nach Vollegenheü, Naumöw-Fleischmpnn als Solisten zu horen,.j^"^ ,o^-^^ MNM.-Ermmßr Msge^ur. lendüng seiner- AiEbikdäng ^Mistest hat Mid "bis zu-/echmal. sang 'er/ Lekanüte MK. ©K",. nolt; elegiJÄrtjig« ÄÄ WäÄÄtai letzt, über vier Jahrzehnte, ein steter Aufstieg war. Mit Hingabe und mit völlknStttr KunL Frau Johanna Za-' K 9 dem Aufstiege des Lehrers stieg auch die Gemeinde. Mit demak remitierte ernfte unb heitere Precen und fand ("TA ^Äpin^e ha/nn hn« °in- Worten kindlicher Liebe für ben Heimgegangenen Vater starken Beifall. Zwischendurch sah man Solotänze von i f ^ht dw Kraelltlsch^ GemEde dE, das In verbindet er Dank gegen alle, die ihm, verstehend und Trude Strauß und zwei Kindern aus ihrer Tanzoes Hauses für lyre Zwecke umzug^ mitfchaffend, so treulich zur Seite standen. Namens der schule, die, nach dem Beifall zu schließen, einem Mchten. Dre ln auf der^ Drumburg, dem beständigen Zeter und Besucher, dev^ Kippestube sprach- ' Teil PubMumv viel Freude bergen Mm SMlß I^nin Cdwond Z Vhschlld in-Paris HÄ -Lr Gedann Herr Robert Strauß einige Worte dankbarer-gab noch Herr Er i ch Jto r-Kah n vom Rundfunk .. Umbainwecke einem oEeren Betraa Verehrung. -u einige seiner Klavier-Meisterstücke zum Bestes j^no«r sur ryr«« umvauzwecre Für den Vorstand der Männerkränkenkasse dankte Betont und . lobend hervorgehoben muß werden, daß Zur Zerft^gung gestellt, soalso die Bguarbeiten in in einer längeren Rede Herr Dr. Felix Kaufmann das Publikum in schönster Ruhe und Ordnung auch im und schilderte u. a. die ergreifende und erhebende Art, zweiten Teile, nach der großen Pause die den Bann und . p daß am Aeußern des alten Bankbaules nichts in der Unna, besonders in gehobenen Festmomenten, es damit alle Bande der Gezwungenheck aufzulosen pflegte, , sinftdit der Kenner Iieot verstanden hatte seine Gemeinde auf den Schwingen mit Anstand und Achtung die Künstler zu Worte kom- Ä «2 des' Gebetes und der alten Frankfurter Melodien "in i men ließ und ihnen mit tiefem Verstehen folgte. ' bäudes auch ke?n zureichender G?und vor^ M höhere G'ttesfphären emporzuziehen. Möge dem rührigen Verein, auch den Künstlern, die ^m^ Me ©rfe Herr Rabbiner Dr. Donath sang in überaus erihm uneigennützig chre Kraft liehen, im niaterrelun die^ Ecke^ ^ayrgasse Bornestratze gelegten Fassaden greifender Weise dasm»m^^/und mit dem Maariwlen Erfolg für di.e Peffachhilse der Lohn für ©ebete fanb Me Gedenkstunde würdig und erhebend bis ihrer Mühe und Arbeit geworden sein. « .J Kdgeschoß ^etwas Reicher bedacht ist; der ganze zum letzten Ausklange, ihr Ende. , Frau Betty Guggenheim lVau tritt in seiner fast einsamen Größe an dieser be- Das Purimfest der Palästina-Zenkrale. Auf dem Friedhofe der Israelitischen Gemeinde wurde lebten Stelle sehr vorteilhaft hervor. Getreu der Lehre der Mischna p-'Nirv nahm am 23. Februar Frau Betty Guggenheim geb. j Das Bankhaus wurde in den Jahren 1810—1812 die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel die Reichenheim, die hochbetagte Mutter des bekannten jüerrichtet. Es steht auf dem Grund und Boden, der den Purimfreude schon am Samstag abend vorweg und difchen Philantropen, Konsul Sally Guggenheim in Eingangspunkt für die alte Judengasse, die heutige fejerte ihr Fest gleich unter dem Eindruck des Amalek- Basel, zur letzten Ruhe gebettet. Die Heimgegangene Börnestraße bildete. Amschel Mayer Rothschild hat den gedenkens. Es war, im Ganzen gesprochen, eine gewar eine feingebildete, vornehme Persönlichkeit, mit Umzug in das neue Haus an der Fahrgasse im Spätfunde Mischung von Kunst, Geselligkeit und Frohsinn, reichen Gaben des Herzens und Geistes ausgestattet, die herbst 1812 wahrscheinlich nicht mehr erlebt. Die Js- und die Teilnehmer werden den Initiatoren Dank wissen in der Stille des Hauses, in der Betreuung ihrer Faraelitische Gemeinde will in den beiden Rothschildhäusern für die schöne Abwechslung in diesem Winter des Mißmilie ihre ganze Welt und ihre volle Befriedigung fand, neue Räume für die Gemeindeverwaltung schaffen, die ' vtzrgnÄ'gens; - «>. .. «Selhet äus ganz « liberalem Milieu stammend und einem Bibliothek durch einen Lesesaal erweitern, Sitzungszim-