Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 8 (19.2.1931)
- Date
- 1931-02-19
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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-, A/ftS A 6" o~H o—o (To—o irp? o f R sive u nd $uitt Organ des Hereins für die jüdifcfien 3nfcrcjfen Rheinlands c.D. ^u'aui$c$d>tn i>«n üat>Mner Pc. H)»lf itt a. Rtz ~~ o|j o-— ol|o ■■ ■ oiita^^R nn nn °]Gü M 25. Jahrgang Frankfurt a. M., 19. Februar 1931 / 2. Adar 5691 Nr. 1 Verein für die jüd Interessen Rheinlands (E. V.) Köln, Hohenstaufenring 14 Postscheckkonto Köln 50648 1 Zurück zur Thora, ist’die Devise unseres Vereins. Zurück zur Thora im Leben! Zurück zum Sabbat! Zurück zum jüdischen Haushalt! Zurück unsere Jugend zur Thora geführt! i Helft uns, trotz der Nöte der Zeit, unsere Ziele verwirklichen! minn&p px ox aber auch höp px mm px dx Mitglieder und Freunde unseres Vereins, benützet jede Gelegenheit, uns Euere Spenden zukommen zu lassen. Werdet und werbet neue Mitglieder!! Der Vorstand. mJl Bericht über die ordentliche Rkitgliederversammkung des Vereins für die jüdischen Interessen Rheinlands. Köln, 18. Januar 1931. Vor vielen hundert Teilnehmern eröffnet der Vorsitzende, Herr Nathan Kahn, die VersammtUl L__ - r._ai-4.4. ang mit folgender Rede: Sehr geehrte Damen und' Herren! Als wir die' vorbereitenden Schritte zur Veranstaltung der heutigen satzungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung unternahmen, wurde die bange Frage in uns wach: Ist es nicht sin Wagnis, in dieser Zeit der schwersten Wirtschaftsnot unsere Getreuen aus den rheinischen Landen hierher zu bitten, um mit ihnen eine Festesstunde zu feiern? Werden sie unserm Ruf folgen und Zeit und Geld hierfür opfern? Wird die Liebe.und Treue zu unserer heiligen Sache in ihren Herzen so fest verankert sein, daß sie den Sieg über den materiellen Geist, über die Schwere der Zeit davontragen? Unser Vertrauen hat uns nicht getäuscht und mit frohem Stolz darf ich feststellen, daß auch der Sturmwind, der durch die Lande rast, Sie nicht zurückhielt, sich Heute wiederum so zahlreich um das Banner des Vereins zu scharen. Indem ich Ihnen für diesen Ausdruck der Treue herztichst danke, rufe ich Ihnen ein freudiges Scholaum Aleichem zu und entbiete Ihnen herzlichste WAltommengrühe. Es ist ein erhebendes Gefühl, zu wissen, daß trotz allem Druck von außen diese große Schar Gleichgesinnter sich brüderlich und friedlich hi.er wieder zusammenfindet. Ja, meine Damen und Herren! Der Scholaum, Friede im Innern und nach außen, das ist der Stern der Erlösung, nach dem wir uns feh-- nen, der Lichtstrahl in dem Dunkel unserer Tage, das Paradies unserer Hoffnung. Wird sich unsere Sehnsucht bald erfüllen? Wird bald die Zeit kommen, . wo wir aus dem harten Druck der Wirtfchafts- und der Seelen-Nöte zur Fteiheit, zum Licht, zur inneren Ruhe und einer schöneren Zukunft entgegengeführt werden? Diese Schicksalsfrage lastet mehr als je vorher auf uns allen — wer mag, wer kann sie lösen? In meiner Ansprache auf der vorigen Tagung ries ich Ihnen zum Schlüsse zu: Chasak, Chasak Wenischasak. Ja, stark bleiben, sich regen, mutig