Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 7 (12.2.1931)
- Date
- 1931-02-12
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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M •r; k f;. Ii;. W'' Seite 4 Nr. 4 Der Israelit B I ä t 1 e r 12. Februar 1931 her *i3io non zu beten pflegte, von den Schülern des V'2t '"iK handgeschrieben und mit irnin des o^rr versehen, in der Hand gehalten, und so einige Stunden ganz in dem Zauberbann dieses Größten stehen. Ein Wort sei aus dem noch ungedruckten n*nnn V113 vom v"n zitiert, das mir beim Durchfliegen im Gedächtnis blieb: der Mensch darf streben und kämpfen; für sich, sein Wohl und die Durchführung seiner Absichten alle Hebel in Bewegung setzen. Doch all dies nur bis zu einer gewissen Grenze, solange dadurch nicht das Wohl der Mitmenschen, der Friede in der Welt gestört wird: - ^laj OBTi DöinesStrebenZ Grenze: b i bm Jetzt arbeitet Rabbi Jos. Stern an der Herausgabe des 1310 3N30' -der N1V11' 0'VINN und jvpiid feines Großvaters, des Krakauer Raw, Rabbi Schimaun Säufer; das Material ist geordnet, die ersten fünf Bogen sind ausgedruckt, aber der Druck kann erst fortgesetzt werden, wenn durch den Verkauf weiterer Exemplare der D"n nwn die Duckkosten, wenigstens zum Teil, hereingebracht worden find. Um eines solchen Erlebnisses willen trug ich gern die Strapazen und Gefahren einer nächtlichen, mehrstündigen Schlittenfahrt, die sich in der Phantasie doch wesentlich angenehmer aus nimmt als in der Wirklichkeit, um rechtzeitig die Schnellzugsstation zu erreichen, von wo ich dann nach 15 ständiger D-Zugfahrt — Polen vom Osten zum Westen fast ganz durchquerend— am gestrigen Nachmittag hier in Krakau -erntraf, der letzten Station meiner diesmaligen Ostfahrt. mittag eingelaufen, viele auch aus Amerika und z allen Ländern Westeuropas. Das Fest begann! mit einer Festrede des Lublmer Raw, die über! zwei Stunden dauerte. Darauf sprachen einige! Schüler, worauf die Begrüßungen folgten. , Als Erster begrüßte Dr. D e u t sch l ä n d e r Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. 2R Bis Sonntag, den 1. März 1931 (13. Adar 5691), können der Palästina-Zentrale d A. I. Adressen aufgegeben werden, an welche rechtzeitig auf Purim die Ablösungskarten gesandt werden. Auch können Ablösungskarten direkt von der Palästina-Zentrale bezogen werden. IV Krakau. Ost war ich schon in Krakau, oft habe ich in diesen- „Blättern" geschildert', wie sehr -es mich ergreift in seiner jüdischen Anmut; der heutige Besuch war für mich als Agudisten aber von besonderer Art. Die hiesige 2p>sn wo-Leitung hatte mich eingeladen, in dem f e r t i g g e st e l l t e n Lehrsaal d e s S e m i n a r n e u b a u s einen Vortrag zu halten. Noch ist der Bau nicht ganz vollendet, noch fehlen Zentralheizung und Inneneinrichtung, noch kann das Werk seiner heiligen Bestimmung nicht übergeben werden, aber daß wir schon so weit sind, wer die Mühen des Weges miterlebt hat, der spricht: no *ijz UNikM 'n P12! Und da ich von der Bukowina kam, wo von allen Städten, den großen und den kleinen, der Schrei nach der B. J.-Schule als ein Hoffnungs-- schrei nach neuem jüdischem Leben kommt — nur in Gora Humora existiert eine, von einer jungen Frankfurterin, einer Urenkelin von S. R. Hirsch, geleitet — so konnte ich dem Verlangen ein rechter Dolmetsch sein. Daß ich als Erster tu diesen Räumen sprechen, beten, meinem teuren Vater v"on hier wnp> nachsagen durfte, diese "31 kam mir gewiß nicht zu, um so dankbarer habe ich sie empfunden. Unseren großen Führern, die in Kattowitz die Agudo und hier in Krakau die erste Ortsgruppe gründeten, die damals es aussprechen: „Um unserer Jugend willen brauchen wie die Agudas Jisroel" — ihnen bekennt die Jugend, die östliche zumal, in Dankbarkeit und Treue: :Dnsrr p-nV xb Ihr habt Euch nicht umsonst gemüht, Eure Saat reist, Euer Werk trägt Früchte, eine neue Jugend wächst heran, die ganz die E u r e ist, weil sie ganz die alte sein im Namen des Geschäftsausschusses der „Agudas Jisroel" und des allweltlichen Keren H a t h o r a. Der „Hottinger Rebbe" sprach im Namen vieler Rebbes. Cs sprachen noch viele Schüler und Lehrer, auch der jüngste Talmid aus! Berlin, der eine Art Appell -an die Welt richtete, Postscheck-Konto 53 900. Aus der Bewegung- Warschau. Am 4. Februar fand eine Plenarsitzung den großen Rabbi von Lublin von allen mate- Z°ntr»l-k°mit-°- der xolnischen Üan . „ - rr .. r r . .. desor9anifatjon unter Teilnahme des Gerrer riellen Sorgen der Jeschwa zu befreien. Mit Rebbe und andreer Mitglieder des Rabbinischen Rates dem Kaddifch des Lubliner Raw bei geöffneter statt. Es wurde beschlossen, auf dem Wege einer Veheiliger Lade schloß der akademische Teil unter steuerungder leistungskräftigeren Mitglieder einen OrunbolchmihHcbpr SWiftprirmr ganifatronsfond zu schaffen, über besten Anlage unoescyrelvillyer -öegelsterung. -und Verwendung unter Kontrolle eines'besonderen Fi- Jötfi der großen Festtafel wurden noch viele nanzkomitees Einzelbestimmungen getroffen wurden. Reden gehalten. Viele sprachen hebräisch. Vom Nachdem der Fond eine bestimmte Höhe erreicht haben Jeschwabau herab grüßte den ganzen Tag die wird, stll eine Spezialkommission, bestehend aus den ,chm°rzw°ib« S-Wwofoh«. Gonz Lublm stond am Montag unter dem Eindrücke der Festlich! paganda organisieren. Es wurde in der Sitzung des keilen. > Zentralkomitees weiter eine Anzahl aktueller Fragen auf -_" >dem Gebiete des >im, u. a. die Frage der Sonntagsruhe, der Kallenderreform und die Lage Leitsätze für die will. S. I. Der Welisijum auf Schatz in Lublin. (Vorläufiger Berich.) Das Fest begann Montag mittag 12 Uhr unter Beteiligung von mindestens 2000 Gästen. Der große Jeschwasaal ist prächtig dekoriert und prangtim herrlichen Lichterglanz. Mehr als tausend Begrühungstelegramme waren bis Montag der Juden in Sowjetrußland, diskutiert. Eine größere Aktion soll unternommen werden, um die Ver- KfiQI hur S«50"0*6« und Freunde der in Rußland darbenden De- 4111. UH OUSfl UKi l>ulu|llnu klassierten zur Sendung der gesetzüch zugelassenen Le- Xvnfrcifp hpr jbensmittelpakete auf Pessach zu veranlassen. t w» | gjne j,cjon5crß Propaganda wird das Zentralkomitee Jeder einzelne Agudist wird gebeten, in seinem der Agudas Jisroel gegen den Luxus in jüdischen Krei- Vekantenkreise darauf hinzuweisen, daß von dieser sen ins Werk fetzen, insbesondere gegen die übertriebe- Adar-Aktion der Bestand unseres E r e z nen Aufwendungeir bei der Veranstaltung von Festlich- Jisroel-Schulwerkes in seinem jetztkeiten und in der Kleidung der Frauen und Töchter, gen Umfang ab hängt. Mn besonderes Komitee wird einen genauen Plan der Jeder Agudist und jede Agudistin verlange >Antiluxus-Bewegung ausarbeiten. von mindestens zehn Bekannten einen Sympathie-1 ' Amsterdam. Unter Vorsitz von Rabbiner G. d e Bertrag, der, wenn er auch noch so klein ist. ein Lange hielt die Amsterdamer Ortsgruppe eine große Symbol von Chibas hoorez darstellt. Gegenüber öffentliche Propaganda-Versammlü n g ab, in den üblichen Motiven für Nichtgeber: weil d ie der der Vorsitzende der holländischen Landesorgamsation, Zeiten zu schlecht sind, weil man das Oberrabbiner Hirsch, in einer groß angelegten, ein- G e l d h i e r n ö t i g e r h a t w e i l Amerika drucksvollen Rede die Ideologie der Agudo und ihre leisten soll, weil die Agudas Jisroel Konsequenzen im öffentlichen Leben darlegte. In gez u w e i t n a ch rechts steht, werl dre A g uwohnter Meisterschaft verstand es der Redner, den Kamps das Jisroel einen Ruck nach links gehßr Agudo gegen das moderne, leider auch von jüdischen n o m m e n hat usw. hat die Palästina-Zentrale Kreisen ausgenommene, Schlagwort „Religion sei Prieme Anzahl von Antworten zusammengestellt unter vatsache" darzustellen und alsdann auf die praktische dem Titel „Anleitung für die Ädar-Aktwn". Diese Aoudo-Arbeit überzugehen. In der Diskussion sprach Anleitung wird unentgeltlich von unserem Büro an von misrachistischer Seite, Herr Akiba Frank, dem der Interessenten abgegeben werden. Wir bitten um Redner alsdann in konzilianten, aber kräftigen Worten baldige Anforderung. 'entgegentrat. Mit einer Ansprache des Vorsitzenden Eltern und Erzieher, welche Kinder zur jüdischloß die erfolgreiche Versammlung. schon Liebestat erziehen wollen, werden gebeten,! Dsrlin. Die rührige Gruppe der Zerre Agudas unsere Purimtaschchen für Kinder zu bestellen. 3 j5r0 ej veranstaltete am 15. Schewat anläßlich des Orts- und Jugendgruppen, welche Ernst da- Sijum von Daf Jaumi eine kleine Feier für Mitglieder mit machen wollen, der Stimme unserer geistigen unö Freunde. Rach einer Ansprache des Vorsitzenden. Führer die notwendige Resonanz zu verschaffen, K. K a h a n, der das Stattsinden des Sijum am no bitten wir, den Rabbiner-Ausruf für die symbolisch ausdeutet, erhielt das Wort A. Wolf. Adar-Aktion 5691 bei uns zu verlangen. Die- Der Redner legt die Aufgaben des Judentums dar, die ses historische Dokument, unterzeichnet von hunder- 8U erfüllen, die Agudo sich als Ziel stellte. Nach einer ten von Rabbinen aus Erez Jisroel und der Diaskurzen Pause, in der Obst ausgeteilt wurde, hielt'Dozent pora, eignet sich ganz besonders zum Aushang in Dr. I. Weinberg einen tief durchdachten halachischen Synagogen, Bothg Midraschim und Aguda-Lokalen. , r7 , den er mit inhaltsreichem m-ro» schloß. Als letzter Sammler und Sammlerinnen, welche sich an Redner sprach Herr Rabinowitsch aus Jerusalem, der unserem diesjährigen Preisausschreiben bebesonders unsere Verknüpfung mit Erez Jisroel betonte, reiligen wollen, machen wir darauf aufmerksam, daß I Am 11m p-psin fand eine Mitgliederversammlung dieses Jahr nicht nur eine Erez Jksroel-Reffe an - statt In einer regen Aussprache äußerten die Chader Spitze steht, sondern daß auch eine ganze Annierim ihre Wünsche bezüglich der weiteren Arbeit; es zahl von Gegenständen, die in Erez Jisroel herge- Wurde besonders die Forderung einer größeren Pastellt wurden, wie Sederschüsiel, Mesusoth, Kultlästina-Äktion betont. gegenstände, Rauch-Utensilien, Briefbeschwerer usw.,c «n s. £. «. s s m welche von gesetzestreuen Handwerkern angefertigt! .Nürnberg. Auf Wunsch wird bemerkt, daß der Bewurden, zur Verlosung unter allen Sammlern gerlcht über die Gtt-eraloersammlung derChewras Balangen, die mindestens Mk. 50.— aufbringen. Auch chunm aus der Feder des Herrn David Ullmann m wertvolle Büchergewinne sind dank dem Entgegen- Kassel stammt. Es kommen des Hermon-Verlags und der Firma I. Kauffmann, Frankfurt a. M., in unserem diesjährigen Preisausschreiben enthalten. Die Mädchengruppen werden ersucht, besonders unsere künstlerisch ausgefertigten Kupons zugunsten der B e t h - I a c 0 b -Schulen in Erez Iisr 0 el zu vertreiben und diese bei uns anzufordern. Jedes Kuponheft enthält 50 Quittungen. wird gut sein, die S chl a ch m 0 n a u s - A b - lösunskarten rechtzeitig zu bestellen. S e l b stverstündlich ist es zunächst religiöse Pflicht, ein Schlachmonaus zu senden, wie es den religiösen Vorschriften entspricht. Darüber hinaus.ist es eine schöne jüdische Gepflogenheit, seinen weiteren Bekanntenkreis am Purim zu erfreuen. Welche Freude aber wäre jüdischer, als dem Beschenkten das Bewußtsein zu verschaffen, daß in feinem Namen ein Kind in Erez Jisroel ideell und materiell verpflegt wird. Die Kosten hierfür betragen: Für eine Woche Mk. 3—, Für zwei Wochen Mk. 6.— Für einen Monat Mk. 10. Postscheck-Konto der ff Landesorganisafion der Agudas Jisroel“ in Deutschland, Hamburg: No. 50204 Hamburg. i