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Der Israelit · 1931-01-01 · Heft 1 (1.1.1931) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
72 (1931)
Issue
Heft 1 (1.1.1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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1. -Januar 1931 Der Israelit Blatter. Nr. 1 Seile 3 sagt. nM'mchr zue gewähr lei steten rituellen Verpflegung. Immerhin dient es uns zur besonderen Genugtuung, sagte'der Kommissar zum Schlüsse, daß die ritzt-- ellen Passagiere aller drei-Klassen auch mit der rituellen Verpflegung bestens zufrieden waren.^Jch will auch Ihre vorgWagenen Verbesserungen der'. Dtzkiktion' gerne unterbrMen - und. ich zweifele 'Mnen Wgenblick,) datz^ diese raschesiens Verwirklichung finden werden. Die einzelnen Erklärungen des Kommissars beziehen sich selbstredend auf Zwischensragen, die ich an ihn richtete. Er scheint nicht ganz unrecht zu haben, wenn er die Üngebundenheit mancher ritueller Passagiere in diesem Zusammenhängeerwähnte.- Wiederholt Haben wir selbst die Erfahrung gemacht, daß in diesen Punkten den subjektiven Anschauungen über „rituell erlaubt" oder „verboten-^-zuviel nachgegeben wird. Es ist bedauerlich interessant, die verschiedenen Abstufungen in der Hinsicht zu beobachten. Es gjht Passagiere, die außer Fleischspeisen, alle übrigen nicht-koscheren Gerichte sich wohl schmecken lassen. Wir sind einmal mit einem sefardischen Großrabbiner zusammengereist, der es auch gemeint hat. Manche essen an der gemeinsamen Tafel bloß gekochte Fische. Tischnachbarn, diezu Hause sicherlich streng koscheren Haushalt haben, lassen sich am rituellen Tisch gekochte Fische und gebackene Mehlspeisen zureichen. Ein älterer Herr, sonst rtzcht fromm, der seine Thoraschmrim auch auf'der Reise -nicht versäumte, läßt sich ohne Skrupel holländische, nicht koschere Käse, geben. Als ichihn auf den Jsiur aufmerksam machte, meint er mit dünkelhafter Gelehrtheit, heutezutage -werde Käse nicht mehr mit- Lab fabriziert. Das "alles machen unsere frommen Passagiere ungeniert auch bei der rituellen Mahlzeit und benützen dabei möglicherweise auch die rituellen Besteckei. Gegen solche Mißachtung der Bestimmungen, veranlaßt durch die rituellen Passagiere selbst, die erfahrungsgemäß in allen Klassen Vorkommenkönnen, sind die getroffenen Maßnahmen, soweit es dierituellen Bestecke betrifft, in der Tat unzulänglich. Passagiere, die es in diesem Punkte, wie es sich gebührt, genau nehmen, tun daher am bestenwenn sie ihre eigenem Bestecke mit sich führen. Ich ersuche den Kommissar,- die neuen Bestimmungen für die rituelle Verpflegung auf den Dampfern des Lloyd Triestmo auch der Palästina-Zentrale — die wiederholt mich dringlichst ersuchte, meine persönlichen Wahrnehmungen über das Kasihruth/ aus den Dämpfern des Lloyd Triestino, gelegentlich in einem orientierenden Bericht zusammenfassenzwecks Veröffentlichung in den „Blättern". zur Verfügung zu stellen. Er lebe ünjüdisch — sagte mir einer der Mitreisenden — doch sei er kein prinzipieller Feind der Religion. Seine Umgebung, der neue Kurs, Gewohnheiten etc. bringen es dazu, daß es sich über diesen Punkt überhaupt keine Gedanken mache. Er bete niemals. Seilt vielen Jahren Habs er keine Tefillin. Auch Schabbos und Jomtow haben für ihn keinen religiösen Inhalt. Nach wärmerem Gedankenaustausch übergab ich dem sympathischen jungen Mann meine Reisetefillin. Ganz spontan schrieb er mir folgendes auf ein gelbes Papier, das er gerade bei sich hatte: ,p!»snn an -pyn mp’ nanan nbap m mim airxa non mann ’M bva bbsnnbi i'b'vn man msa c>”pb nia n’taaa ’aam -..am nsa •v -a -nrrä *]’*wa ’aane? X Landung in Jaffa. Eine Ausbootung in Jaffa gehört zu den interessantesten, zumeist auch angenehmsten Erlebnissen der palästinensischen Pilger und Touristen. Die immer lustig tanzenden Barken an der Oberfläche her tiefen Gewässer, die stämmigen, überaus tüchtigen, arabischen Bootsmänner, mit ihren hebräischgn Brustschildern, bilden ein antikes, orientalisches, reizeydes Panorama. In diesem Verhältiiis , hat. sich in den jüngsten Jahrtausenden kaum etwas geändert. Heute wäre es aber zu schön gewesen, wenn nach einer so herrlichen-,Ueberfahrt, auch poch die Landung iy Jaffa in sanfter, stiller Behaglichkeit sich abgespielt hätte. Bis por knapp vor Jaffa, war yämlich die Fahrt überaus ^angenehm und ruhig. Heute erlebten wir aber eine förmliche Illustration von Psalm -107, .26. Allgemein hieß es guch, man müßte nach. Haifa meiterfahren, weil die kleinen Boote den erregten Sturmwind nicht bewältigen können. Es war wohl dieselbe Stelle, wo der Prophet Jona bei seiner Flucht nach Niniwe von einem Ungewitter erfaßt wurde. Viele Passagiere haben es vorgezogen, nicht in Jaffa zu landen. Doch diejenigen, die sich von den Arabern mutig in die Boote tragen oder werfen ließen, haben es nachher nicht bereut. Daß es hierber nicht sehr .bedächtig zuging, ist selbstverständlich. Die zahlreichen Gepäckstücke der Passagiere aller Klassen wurden in Hast und Eile, am eigenartigen Durcheinander, von den Arabern wahllos in die verschiedenen Boote geworfen. Frau Rabbiner H., die das Ledertäschchen, wo sie ihre Wertgegenstände hielt, nicht aus der Hand geben wollte, merkte erst im Boot, daß ihr das Täschchen abhanden gekommen sei. Zn der .Gymnastik zwischen Schiffstreppe und Ruderboot war das festgehaltene Täschchen ins Meer gefallen.- Der. Nausch-Hasapamm, (Bootsmeister) hat es bemerkt, nahm rasch den langen .Ruderstab und mit geschicktem Griff gelang es ihm, den sorgfältig gehüteten Gegenstand' den. Wellen zu entreißen. Er war auch^bescheiden genug, für dieses Wagestück nicht mehr als Hmn,-Dollar zu verlangen,, der ihm mit dankbarer Erkenntlichkeit bereitwilligst^ gegeben wurde. Nach einem halbstündigen Kachpf mit. den erregten Wellen, war man 'hocherfreut darüber, daß man sich zu den glücklich Angelangten zählen konnte. Bei der Gepäcksrevision fand jeder sein Gepäck in größter Ordnung. Nicht das mindeste hat gefehlt. L . Ankunft in Jerusalem. s . Die Autofahrt Jaffa-Jerusalem dauerte nur fünf Viertelstunden. Beim ersten .Anblick der heiligen Stadt macht man . die vorgeschriebene nynp und spricht maVaa dpd die BrvchorÄa'«ni’’n- Jn^dieser wehmütigen, Stimmung gilt dek Bste DefW der Klagemauer: Von innerer' aufrichtig gefühlter Wehmut ergriffen, nähern wir uns der heiligen Andachtsstätte, machen die zweite vorschriftsmäßige ny’np eines Leidtragenden und bedecken mit heißen Küssen, die in tausendjährigem Leid von Tränen durchnäßte Ruine des alten Heiligtums. Mit zerrissenen Herzen stimmen wir, an die alte Klage: „Das Haus unserer Heiligkeit, und Herrlichkeit, darin Dich unsere Väter-gelobt haben, ist mit Feuer verbrannt, und alles was wir Schönes hatten, ist zu Schanden gemacht." Wir erheben uns von der Erde und sprechen: „Gelobt seiest Du. Ewiger, unser G'tt. König der Welt, Gerechter rzü allen Zeiten, allmächtig und wahrhaftig, - der spricht und vollführt, der zusagt und hält, denn alle seine Aussprüche sind wahrhaft und gerecht. Wahrhflftig bist Du, Ewiger, unser G'tt, wahrhaft Deine Aussprüche. Nicht eines Deiner Worte kehrt in ein Nichts zurück, denn Du bist ein Allmächtiger, unwandelbarer König. Gelobt seist Du, Ewiger, der allmächtig und wahrhaft, ist in allen seinen Aussprüchen." Zum Schluß noch ein heißes Gebet für liebe Angehörige in der früheren Heimat, für Kinder, Geschwister,' Verwandte und Freunde, für nPiaazaa’nrr, für die Länder der Diaspora und ihre Regierungen. Alles nach der vorgeschriebenen alten-Liturgie im Andachtsbuch nyan ’aypo'ipn. An diesem Tage ist vött der neunten' Reihe der Klagemauer der schwere Teil eines Quadersteines zufällig Und von selbst zur Erde niedergestürzt. Die Ursache ist nicht bekannt. Der anwesende englische Polizeimann hat den Stein bald in Sicherheit gebracht. Die abgesprungenen Splitterteile hat ein Einwohner vom Deutschen Platz, der zufällig an der Andachtsstätte weilte, bis zum letzten greifbaren Stäubchen zusammengeklaubt. Bis zur vorschriftsmäßigen Genisa wurden sie von der Synagoge am Deutschen Platz in pietätvolle Obhut genommen. Man empfindet es überaus schmerzlich, daß es hier nicht mehr so lebhaft zugeht, wie in früheren Jahren. Auch am ersten Freitag Abend merkten wir. daß es nur je ein knappes sefardisches und -ein aschkenasisches Minjan zu naer nVap gab. Vor den Unruhen lösten 7—8 ansehnliche Beter - Gruppen einader ab. Gewisse behördliche Einschränkungen, haben die Besuche zur Klagemauer erheblich vermindert. Wenn in bet alten Türkenzeit derartige Maßnahmen getroffen waren, hatten sie doch kein langes Leben. Oftmals, schon nach einigen Tagen kümmerte sich kein Mensch und keine Behörde um derartige engherzige Maßnahmen. Neben dem türkischen Einwanderungsverbot konnten z. B. an hunderttausend Juden in Palästina sich ansiedeln. Heute leben wir unter englischem Mandatsrecht. Regierungsverordnungen und behördliche Verfügungen müssen - strengstens befolgt werden. Ein englischer Schutzmann ist ständiger Hüter an dieser Andachtsstätte. Kein Lämpchen, keinStühl- Lchen, kein Betpult! Düster und schwermütig die ganze Atmosphäre. „Wer will sich sich denn Deiner erbarmen, Jerusalem!?" Wer wird denn Mitleid mit Dir haben?! Wer wird denn hingehen und Dir Frieden gewähren?!" Vor etlichen Jahrzehnten galten die Freiwohnungen am „Deutschen Platz" (Bothe Machst) als die schönsten in Jerusalem. Als man dem unvergeßlichen Rabbi Josua Leb Diskin eine Ehrenwohnung da angeboten, gab er die vielsagende Antwort: „Wie sollte ich' in eine solche Prachtwohnung einziehen, wenn Hakodausch Boruchhu noch immer in "seiner zerbrochenen Hütte wohnt?" Wiedersehn in Jeruscholajim. Ein Besuch bei Oberrabbiner Sonnenfeld, der gerade den P2. Geburtstag hat. Begrüßungen aus diesem Anlaß, lehnt er ab. Wie soll man Geburtstage feiern, [ernte der verehrte &;cets, „wenn die Weisen in verbindlicher. Weise sestgestell)! haben: snaatpa maa sPtp aa», cs wäre besser gewesen, wenn der Mensch nicht erschaffen worden wäre. Da er yun doch erschaffen ist, i’vyaa VLvL’, soll mau gerade am Geburtstag, . noch mehr .als sonst seine Handlungen, seinen-Lebenswandel untersuchen. Tut man das, dann hat matt' keine Ursache, aus dem Geburtstag einen freudigen Festtag zu machen. Vom “asao ans erzählt der Rabbi, daß er in der Woche vor seinem Hinscheiden, — am 19. Teweth ist sein Jahrzeitstag — die mit seinem Geburtstag zufammenfiek, vier schwere, überaus komplizierte Responstu, zu schreiben hatte. Ernst und nachdenklich gestimmt, sagt er einem besorgten Lieblingsschüler: „Es scheint, daß man sich mit mir beeilt . . )Der Hausherr drängt. Die Zeit naht. . Allgemeines. Das öffentliche jüdische Leben in Palästina ist zur- Zeitvon.den bevorstehenden Wahlen zur Delegiertenversammlung, (Parlament des jüdischen Nationalheims) völlig beherrscht. Zwischen den Anhängern des Waad leumi und den Revisionisten wird es einen heftigen Wahlkampf geben. Ein hervorragender ernster Zionistensührer stellt folgende Diagnose: Wenn der linke Flügel, dem wir sowohl den politischen als auch --den wirtschaftlichen - Zusammenbruch zu; verdanken haben, auch in Zukunft sowohl in London , als auch -Jerusalem seine unglückselige Vorherrschaft ausüben soll, dann wäre es besser, auf die Kneseth Jisrael zu verzichten. „Wehe dem Teig" lehnt ein -altes Wort der Weisen, „gegen welchesder Bäcker selbst Zeugenschaft ablegt." Auch die Revisionisten disponieren bereits über einen religiösen Flügel, nach dem Muster der misrachistischen Jugend. Die Aguda sorgt dafür, daß ihre . Mitglieder sich nicht zur Teilnahme an den Wahlen verleiten lassen. .Für unseren Teil sind wir recht froh, wieder tttBfcew zu sein. •*pxn a-ipni -man mvn Aus der Bewegung. Berlin. Nachdem die Mädchengruppe der Agudas Jrsroel letzten Montag im engen Kreis gefeiert hatte, veranstaltete die Zeirei A. I.-Gruppe anläßlich der Verlosung eme größere naaan-Feier am nav -Abend. Den zahlreich erschienenen Freunden teilte der Vorsitzende der Gruppe, Herr K. Kahan, mit, daß Herr Dr. N. Birnbaum das Amt des Ehrenvorsitzenden der I. A. I. angenommen hat. Daraus ergriff Dr. Birnbaum das' Wort und deckt in seiner geistvollen Art und Weise die Mängel der Gegenwart auf, die er darin sieht, daß dtzs jüdische Gleichgewicht gestört ist. Unsere Ausgabe' ist es nun, nicht nur den kleinen Kreis Gesetzestreuer zusammen zu ketten, sondern insbesondere schon verloren Gegangene wieder G'tt und der naan zurück zu gewinnen. Nach ihm entbietet der Vorsitzende der Ortsgruppe. Robb. Dr. M. Hildesheimer, die Grüße der Ortsgruppe und führte, anknüpfend an. den ’au v’pa!>«n ns :paoo aus, daß wir jetzt keine Zeit mehr verlieren dürfen mit Reden oder Plänefchmieden, sondern jetzt heißt es: a»y jikt! Dr. M: Munk entschuldigt das Fernbleiben seines Vaters und bringt in dessen Namen eine logische Erklärung der bekannten naaan maa. Das Vorstandsmitglied, Herr Nagel, weist auf die Wichtigkeit unsrer Arbeit hin und bittet auch weiterhin um wohlwollende Anteilnahme. Herr Prajs lernt hierauf in seiner lomdisch-homiletischen Art die 1. nav» von jrona aus dem neuen o~v — Aus der Versammlung wird der Vorschlag gemacht, nachdem doch das v-v Eigentum des Vereins (auf den Namen des Gewinners, wie die Bedingung lautete) bleibt, sollten sämtliche nanaoa unter den Mitgliedern dieser Gruppe verteilt werden, so daß nächsten naun ein ai»o über ganz 0gemacht werden kann; der Vorschlag findet begeisterten Anklang. Anschließend fand die Verlosung statt; den Hauptgewinn-erzielte Frau Adoline Jacobi. — Danach beglückwünschte Rabb. Dr. Jakobovits die Gewinner der Preise und wendet sich mit scharfen Worten gegen die Zeitströmungen, die den Agudismus ablehnen. Er sieht in der Gruppe Zeirei A. I., die sich hauptsächlich aus ostjüdischen Mitgliedern zusammensetzt, den sehr begrüßenswerten Anfang einer Zusammenfassung der ostjüdischen, religiös empfindenden Jugend. Er schloß mit dem Wort: D’3B>ai?V oa n^s-a onpap arvaai- Die Feier war von vortrefflichen gesanglichen Darbietungen des Herrn Apfel umrahmt. — Nach dem offiziellen Teil fand ein gemütliches Beisammensein statt, das nach altchafsidifcher Weife sich bis in die frühen Morgenstunden hinzog. halbersiadk. Die Winterarbeit der hiesigen Agudas Jisroel - Jugendgruppen ist in voller Blüte. Schon mehrere gemütliche Abende der Ortsgruppe haben in verschiedenen Familien stattgefunden. Es ist sehr erfreulich, daß diese Veranstaltungen auch Beteiligte (besonders aus dem Kreise der Jugend) hat, die sonst der Idee ferner stehen. Die Themen der Vortragsabende der Ortsgruppe, die bereits zu verschiedenen Malen stattfanden, waren immer so gewählt und behandelt, daß die Anwesenden eine starke Anregung von ihnen empfingen. — In der Agudoh-Frauengruppe spricht in monatlichen Zeitab-- ständen Herr Rabb. Dr. Frankl über die Q’S’aa Diese Vorträge werden ebenso wie "die vierzehntägig stattfindenden einfachen Zusammenkünfte gern besucht. Die letzteren gewinnen durch die Behandlung aktueller Fragen besonderes Interesse. — Die Jugend- und Mädchengrupps kommt, wie in jedem Jahr, am Freitag Abend regelmäßig zusammen. Diese Abende, in denen früher nur zu Anfang etwas über die n-nD gesprochen wurde, sind dahin erweitert, daß man jetzt den ersten Teil des Abends der rmo widmet, während im zweiten Teil ein jüdisches Buch gelesen wird, über das sich eine kleine Aussprache anschließt. Die Vorttätze der Ortsgruppe werden selbstverständlich auch von de^ Agüdoh-Jügend besucht. Monatlich um die rnn orri -Zeit findet ein gemütliches Beisammensein statt, das feine Einleitung in einer Betrachtung, in der auf die Bedeutung des bevorstehenden Monats hingewiefen wird, findet Antwerpen. Am Dienstag fand das Channukafest der Agudas Jisroel Mädchen gruppe in Antwerpen statt. Den Inhalt des Abends bildete eine interessante Darstellung der Channukaideen in Wort und Bild. Ernste und fröhliche Nummern wechselten und wurden von dem zahlreich erschienenen Publikum, Frauen und jungen Mädchen, mit großem Beifall ausgenommen. Den Schluß des Festes bildete eine Tombola. In einer vor einigen Wochen im Lokal der Mädchengruppe abgehaltenen Versammlung, an der 50 Mitglieder anwesend waren, wurde der alte Vorstand einstimmig wieder gewählt. London. Letzten Sonntag abend fand im „Jewish Centre" eine öffentliche Versammlung statt, in der über die Gründung einer Beth Jacob-Schule für London diskutiert wurde. Ein zahlreiches Pub- Llikum, hauptsächlich Damen war anwesend. Mr. H. A. Goodman gab ein Bild des Werkes, das Veth Jacob in Ost- und Zentraleuropa geschaffen hat und das sich auf mehr als 20 000 jüdische Mädchen erstreckt. Das Bedürfnis, in London eine solche Veth Jacob-Schule zu gründen, sei nicht geringer, als in anderen Ländern. Für die Erziehung der jüdischen Mädchen geschehe in England wenig, sodaß anzunehmen sei, daß eine Eröffnung der. Beth Jacob-Schule in London weitere ähnliche Schulgründungen in anderen Städten des Landes folgen

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