Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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tfräa iiäfi g; ll Zättuär 19ftl / 12. tmt 5691 . Ochriftleitüngr Wokf S. Jacobf0«k in A(tmltt¥K. WM Nummer 1 *’ ' (ffiörfäirfif^ef, BsBcht.) Frankfurt «.- M., 29. Dezember 1930. Die' DelegUrtentagnNg dör Agudas Jitsroel- ^Jugendorganisation, die in den Tagen vom 25. Ms 28.DezetnVÄ Me Beratungen abhieK-, wSr von etwa 20 (SrupfälF bseschickt,- außer den Dele- »gßtzrtSn naymen eins' größere Anzahl -auswärtiger Besucher regen Anteil cm dm BefpreMchgen. An Mt .erftetx Sitzung Nahin als Vertreter der Lan- . Üesorganisation Rabb. Dr. 'Ä u e rb p H, HälberftMtz teil'; Mner war vom Gescyastsfühmnden AMchW der Weltörga-nksation Herr Jätöh Mo stzn t) e i rrt erschienen. Der Vorsitzende der-OrganffaÄon, Dr. WUy Hof mann, Frankfurt a. M., erstattete den . TätrgMSbericht hes' OKWMiiünlsdorftan/des, der . .'WttchEini' .ÄtüM OstWinm wird. In der än- Wichenden Aussprache wurde scharU KrWk an. der Leitung geübt/ allerdings auch änerkanM daß anter den ungünstigsten VerhältnisfenUndman- Ägfachen Schwierigkeiten materieller und personeller Natur die Leitung alles getan habe, was möglich war, um wenMeus den Bau der Organisation über die Notzeit lMweg zu erhalten und, wo es geschehen konnte, auszubauen. Im 'Ganzen gesehen kgmder Wunsch zum Ausdruck, möglichst' viele jugendliche Kräfte heranzuziehen and' ihnen auch Gelegenheit zu aktiver Mitarbeit zu geben; auch solle der ErMWngsgedanke mehr als bisher in den Vordergrund -treten und der Jugend Gelegenheit gegeben werden^ iin erhöhtem Maße auch an der politischen Arbeit Interesse zu nehmen. Um dresm Bestrebungen äußeren Ausdruck zu verleihen und Ne Möglichkeit für ihre Verwirklichung zu schaffen-, war. eine zu diesem Zwecke, gewählte Kommission bemüht, eine neue Form für den Ausbauddk Leitung zu finden^ Nachdem bet den Abstimmungen sowohl der. Antrag, unter Aufhebung des bisherigen Zusammenschlusses in der Jugendorganffalion die Agudajutzend einem der Landesörganisation angegliederten ErZiehungsÄezernatie zu unterstellen, unterlegen war, als auch ein weiterer Antrag, neben dem bisherigen Organisationsvorstand einm aus GrchipenverLretern bestehenden Beirat zu schaffen, abgelehnt worden war, fand man sich auf der Basis eines neuen Vorschlags; danach wurde eine aus drei Personen bestehende Leitung gewähltz der ein Ausschuß zckr BeitetrA, in den die einzelnen Gruppen bezw. Gruppenbezirke ihren Vertreter entsenden. Zum Leiter der OrgänisMon wurde Siegfrieds $) e ck sch e r, Hamburg, gewählt, dem ätthÄmgestellt würde, sich seine Mitarbeiter hinzuzuwählen. Von den w!ei!teren Beschlüssen der Delegiertentagungrst besonders der zu erwähnen, der /den Gruppen das Recht gibt, soweit derWunsch und das Bedürfnis danach bestehen, Schülergruppen ins Leben zü rufen, die unter der Leitung jugendlicher Führer stehen und das Heveinströmen jugendlicher Kräfte in die Jugend>drgMi>sMbn fördern sollen, I ... Am letzten Tage trafen sich die -Vertreter der Gruppen, zü einer AusspraM über die Mögtichkoitest verstärkter/fözMer Tätigkeit; tzs wuMN hierher wertvolle Anregungen aus de'r UrbMMr eMölMi GrüKeN ausgletauscht- - chKN-lMM Wen-char, daß.M soziale-ArlleAÄMm^ProgriMmDK GMpW. diM AfrMM^NpW/SUs hM chßMHkM^ sorgs-M WatuHÄsM iife AgüWHeW bereits Die MMeAeritaMng JÄYres 1930 hat jedenfallsgezeigt daß die Ägudajugmd denstärken Wtr.csch nach erhöhter Tätig-Mit hegt und sich durch die Schwere der Zeit Nicht nur nicht entmüßkgchr läßt, sondern im Gegenteile bestrM ist, ihren Äufgabenkreis zu.erweitern, den nach Mitarbeit drängenden jugendlichen Kräften gebührenden Anteil an der GeftcMmg und an> dem Ausbau der Organisation nehmen zu lassen und den Kreis der jungen Agudisten durch Erfassung auch bisher Fernstehender zu vergrößern. Das ausführliche Tagungsprotokoll wird in Kürze fertiggestellt werden. MM. Anträge, die von der Delegierten Versammlung angenommen wurden: 1. ‘jß il d uttg von 6chül ergrupp4 n: In -den Agudas Jisroel-JugerBgruppen werden Schülergruppen unter folgenden Bedingungen eingerichtet: r . g) es muh in der betr. Gruppe der Wunsch unh das Bedürfnis vorliegen, Schülergruppen einzurichten. - b) eine genügende Anzahl Führer muß bei der Grzindung vorhanden fem. c) Die SchAergruppen 'bedürfen der Geneh- Migurig der Leitung, die zu prüfen hat, ob -/ die Notwendigkeitzur Gründung vorliegt und ob die genügende Anzahl geeigneter Führer vorhanden ist. 2. Führ er und Gruppenvorstand : Neuwahlen zur Führerschaft und Beschlüsse der Führerschaft, die prinzipieller Natur sind, bedürfen der Genehmigung des Vorstands der betr. Gruppe. Die Führerschaft hat das Recht, gegen ein Veto des Vorstands bei der Orgcmii- : fationsleitung Einspruch einzulegeu; diese entscheidet endgültig. 3. Arbeit der Äeiteren: . Die. Arbeit innerhalb der. Gruppen wird in der Hauptsache in Zirkeln geleistet, die sich nach freier Wahl zusammensetzen mb sich selbst den Leiter wählen. 4. NeugestaltungderOrganisationsl e it u n g : Der D. T. beschließt, die Arbeit der Orgamsation einer Leitung von drei Mitgliedern zu übertragen, die die Arbeit der Organisation auszugestalten hat. /; Zur Unterstützung der Leitung ist ein Ausschuß zu bilden, in dm die Gruppen bezw. Gruppenbezirke je Än-en Vertreter entsenden. Der Ausschuß tritt auf Berufung durch.die Leitung oder auf. Wunsch der Mehrzahlder MAglieder zw summen-. . Reisen nach Palästina. Die, neue Palästina-EMmiie des L l o y d Trtest4no — Reisedauer von Triest nach Palästina 4XA Tage — w-ird m!it Mrkung von Mittwoch, 31. Dezember 1930 in beiden Richtungen nunmehr w ö ch e n t l'ich verkehren. Abfahrt von Triest: Mittwoch 13 Uhr nachm. Ankunft in Jaffa: Montag 6 Uhr morgens. Ankunft in Haifa: Montag 13^ Uhr nachm. Die Rückfahrt vM Palästina-erfolgt nicht mehr von Jaffa, sondern von Hai s a, jeden Mittwoch 22 Uhr abends.- Dsr-Aufenthalt in- Palästina kann demnach für >10 Lüge vorgesehen fM. DiejtpigKüdie WgeM Aüftttthült in Pw lästMst MnWÜ, etzMl^ mich Aegypten besuchen sie auf der RüA fahrt die Mgypte-n-Etzl-daMPfbr benutzen, 'welche Mst MMtW . M 1.' W MWUchgs Wft WeMi M es äH MüMch Mkccktet, Freitag vor Abend aufs GW zu Mett. Die Schiffe der neuen Palästma-GMinie Advia und Carnakü sind itkütz des sehr bMgen Preises, wie äll-ö ckstdeM MWfek des Lloyd Tviesüno, nebst vorzüglicher BeMnung und einem BordperfonÄ voller ÄüfMerkfamkeiit, mit jedem modern'ett! Komfort versehen. Sonder-Reisen nach Palästina in kleineren und größeren Gruppen sind zu jeder Jahreszeit — insbesondere im Frühjahr und Spätsommer — vorgesehen. Gruppen, von 10 Teilnehmern angefangeri, genießen enffprechmde Ermäßigungen und erzielen auch sonst nicht unbedeutende Ersparnisse. Direkte Züge bezw. direkte Eisenbahnwagen mit Änfchl-uß an die Dampfer in TMst, verkehren von Amsterdam, Köln, Frankfurt a. M., Berlin, München, Nürnberg,, Wien. Prag, Budapest, Örüdsa Mare, Ckui, Bukarest, Belgrad, Zagreb. Da die Reisekombinaitiionen und Landausflüge den jeweiligen Fahrplänen angepaßt. fein sollen, empfiehlt es sich, vor jch-er Reife die oi>nschlägigen Informationen einzuholen. Um einem empfindlichen Uebelstand abzuhelfen, hat es der Lloyd Triestino auf vielfaches Verlangen übernommen, nach zuständigen autoritaWen Weisungen aus den Dampfern der Palästinalmie sowie auf den Eildampsern Triest— Alexandrien, streng rituelle Verpflegung unter folgenden Grundsätzeneinzurichten. Passagiiere, die auf diese rituelle Verpflegungreflektieren, haben diese- Grundsätze strengstens zu beachten. Jedes Willkürliche Abweichenvon diesen Grundsätzen gefährdet denrituellen Charakter dieser Einrichtung. Bestimmungen für die Verabreichung der rituellen Verpflegung auf den Palästina- Linien des Lloyd Triestino. 1. Die rituell einwandfreien Konserven werden auf einer vorher Mhend heiß gemachten Eisenpla-tte des Kochherdes, in einem Kupferkessel crusgewärmt, . der von Anfang anausschließlich diesem Zwecke dient. Sobald aufgewärmt, werden sie aus dem Kessel mittels eines. Speziallöffels herausgenommen. 2. -Die rituell oinwandsreien Konserven werden in der O r i g r n a l b ü ch s e n - Verpackung, die einen e i n g e p r ä g t e n K o sch e r-S t e mpel der betreffenden Firma, bezw. Rabbinats-Aufsicht trägt, aus speziellen Glasschüsseln dem Passagier vorgesetzt und in seiner Gegenwart mit einem speziellen, ausschließlich zu diesem Zweck dienenden Büchsenöffner geöffnet. 3. Auch bei Verabreichung zulässiger Fischkonserven (wie Oelsardmen, Sprotten in Oel, Bismarckheringen in Essig usw.) müssen die Originalbüchsen in Gegenwart der Passagiere mit dem speziellen Büchsenöffner geöffnet werden. 4. Für die rituelle Verpflegung sind, außer erkennbaren Tischdecken, spezielle mit Koscherstempel versehene (fleischig) Bestecke vorhanden, welche ausschließlich am rituellen Speffetisch und mit zu den verabreichten rituellen Speisen (fleischig) benützt werdendürfen. Die Benutzung dieser Besteche zu Butter, Käse oder Milchspeisen' ist streNgstYrA vtzkbötM. Awh für fvnstigen Privatgebtauch dükfM Mse Bestecke Nicht benützt werdett.' ' JtzdMdk Nichtbeachtung dieser Börschnft macht die Bestecke für eine weitere Benützung unbrsuchbar. Wr diesen dadurch verursachten SaHchäden hat der schuldige Passagier vollen .E r fa tz zü leisten.