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Der Israelit · 1930-11-27 · Heft 48 (27.11.1930) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
71 (1930)
Issue
Heft 48 (27.11.1930)
Date
1930-11-27
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Der Israelit Nr. 48. Seite 13. 27. November 1930 Die Woche. Israelitische Volksschule. Die Schulanmeldung für das kommende Schuljahr findet in der nächsten Woche von Sonntag den 30. November bis Freitag den 5. Dezember täglisch von 11-13 Uhr im Schulgebäude Röderbergweg 29 statt. Samson Raphael Hirsch-Schule. Die S chüleran Meldung für das am 14. April 1931 beginnende Schuljahr findet in der Zeit vom 30. November bis 5. Dezember täglich von 12—12.45 Uhr im Schulgebäude (Direktorzimmer) statt. — Geburtsurkunde und Impfschein müssen bei der Anmeldung vorgelegt werden. —. Schluß der Anmeldung Sonntag, den 7. Dezember 1931. Rezitationsabend im Verein ehemaliger Schüler der S. R. Hirsch-Schule. Die Vereinigung ehemaliger Schüler und Schülerinnen der S. R. Hirsch-Schule lädt ihre Mitglieder und deren Angehörige für den 3. Dezember abends 6.30 Uhr in der Aula der Schule, Am Tiergarten 8, zu einem Rezitation sabend von Frl. Margarete Bach-Wien ein. Die Vortragsfolge sieht biblische, klassische und moderne Dichtungen vor. Die Rezitatorin hat als Künstlerin von Ruf in vielen Großstädten Anerkennung gefunden und wurde auch von der Tagespresse als künstlerische Interpretin von Dichterwerken gewürdigt. Bei der Veranstaltung werden ' ferner ehemalige Schüler musikalische Darbietungen zu Gehör bringen. Rachlath Zwi Die vor einigen Monaten gegründete Rabbiner Hirsch-Gesellschaft tritt nunmehr mit einem eigenen Organ. „Nachalath Zwl", Monatsschrift für Judentum in Lehre und Tat an die Oessentlichkeit. Der Vorstand der Rabbiner Hirsch-Gesellschaft setzt sich zusammen aus den Herren: Rabbinatsafsessor Posen,, Frankfurt a. M., Vorsitzender, Oberrabbiner I. C. Sonnenfeld, Jerusalem, Oberrabbiner Fürst, Wien, Oberrabbiner Hirschowitz, Wirbalis, Rabbiner Dr. Raphael Breuer, Aschaffenburg, Rabbiner Jonathan Horovicz, Jerusalem, Rabbiner Dr. P. Kohn, Wien, Dr. Jsaav Breuer, Frankfurt a. M., Dr. Salomon Ehrmann, Frankfurt a. M. In dem neuen Organ ist außer dem einleitenden programmatischen Artikel ein noch bisher 'unveröffentlichter Originalbrief von Rabbiner Samson Raphael Hirsch besonders hervorzuheben, welcher die Kommentierung zweier agadischer Stellen vom Talmud zum Gegenstand hat. P. K. (Rabbiner Dr. P i n ch a s K o h n) stellt die Ideologie der Agudas Jisroel dar, Jsaac Breuer beginnt eine Studie über die gegenwärtige Lage der deutschen Judenheit mit einem Essai über Hittler, Rabbiner 'Dr. Joseph Breuer beginnt eine Artikelserie über Fragen der jüdischen Weltanschauung, Rabbiner Dr. E. Munk, Ansbach, skizzierte Strömungen innerhalb der jüdischen Jugend Deutschlands. Die Monatsschrift ist zu einem Abonnementsbetrag von Mk. 1.50 durch das Büro der Rabbiner Hirsch- Gesellschaft. Frankfurt a. M., Hanauerlandstraße 15, zu beziehen. Trauerfeier für Fritz Sondheimer Anläßlich des Hinscheidens Fritz Sondheimers 5"xt der seit der Reorganisation der Rabbinischen Lehranstalt als Mitglied des Kuratorums wirkte, fand am Sonntag, 23. November, im großen Lehrsaal der Anstalt eine Trauerfeier statt, zu der sich die gesamte Hörerschaft, das Dozentenkollegium, die Mitglieder des Kuratoriums, sowie zahlreiche Verwandte und Freunde des Dahingeschiedenen eingefunden hatten. Der Leiter der Anstalt, Herr Gemeinderabbiner Dr. Hoffm ann, zeichnete in ergreifenden Worten die große Persönlichkeit des Ver- ' blichenen. Aüsgestattet mit reichen Gaben des Geistes und des Herzens war Fritz Sondheimer einer der. Besten und Treuesten der Frankfurter Gemeinde. Obgleich er als Chef einer großen Weltfirma eine ungeheure Arbeitslast zu bewältigen .hatte, war er doch immer zur Stelle, wenn es galt, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Vermögen für das jüdische Gesamtwohl zu wirken. Auch der grüße Gedanke des Ausbaues Erez Israels fand bei Fritz Sondheimer begeisterte Förderung, und seit einigen Jahren nahm er als Mitglied des Präsidiums der I e w i s h A g e n c y für Deutschland regen Anteil an der Palästinaarbeit. Mit dem von dem Leiter der Anstalt rezitierten Kaddisch-Eebet schloß die schlichte Feier, die bei allen Anwesenden, einen, tiefen Eindruck hinterließ. rraxin. Der große Sijum des Schatz-Vereines. Wenn auch alljährlich ungefähr um die gleiche Zchi der große Sijum gefeiert wird, so ist er darum noch lange nicht zu einem Schemen herabgesunken. Er übt nach wie vor ungeschwächt seine Anziehungskraft auf die Thorafreunde unserer Stadt aus. Das bewies die starke Beteiligung^ deren sich das „Erntefest der Thoa" auch dieses Jahr erfreuen durfte, lieber zweihundertfünfzig Personen füllten am Sonntag mittag schon um 4 Uhr die festlichen Räume der Frankfurt-Loge. Nach dem Minchogebet folgte der Hadron des Rabbiner Mosche Karpel, der mit größter Aufmerksamkeit und mitschasfend angehört wurde. Die Klarheit der Disposition, der gute Aufbau und die leichte Sprache machten es auch den talmudisch weniger Gebildeten möglich,, den tiefschürfenden halachischen Ausführungen bis ins letzte zu folgen. Es wurde Maariw ge* betet, und das eigentliche Fest an den reich gedeckten Tafeln nahm seinen schönen Lauf. Was bei dem mäßigen Preise an leiblicher Bewirtung geboten wurde, macht so wohl bezüglich der Fülle wie der Aufmachung dem haushälterlichen Sinne und dem Geschmack der sich für die Sache aufopfernden Vorstandsdamen alle Ehre. Die geistigen Darbietungen standen au' besonders hohen Niveau und wurden von einen stark interessierten Auditorium mit der Liebe und Innigkeit ausgenommen, mit der sie am Katheder herab geboten wurden. ' Es sprach zunächst als Leiter des Abends Herr B. R a ch e I s o h n kurz und bündig. Keiner wurde bei den Begrüßungen vergessen. Sein Gebet um nas-v nrrisi für das erkrankte Vorstandsmitglied, Herr Joseph Sänger wurde mit hundertstimmigem Omen bekräftigt. Daraus hielt unser Rabbiner, Rabbiner Josef H o r o w i tz , eine in die Tiefe gehende halachische Abhandlung, der sich schöne Druschworte anschlossen. Herr Jacob Rosenheim überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Gemeindeverwaltung. In der Zet der schweren Not seien die Thora und ihre Träger, die mn, der größte Reichtum und die einzige Hoffnung der Gemeinde. Herr Red. S ch a ch n o w i tz, der im Namen des „Mekor Chajim"" spricht, hat ein par heilere Worte für den „Barmizwah" (es ist das 13. Sijumfest) und noch mehr e r n st e Worte für die. Eigenheit des Schaß-Vereins im Rahmen unserer Thorainstitutionen. Herr Rabbiner Dr. Ansbacher, Wiesbaden grüßt mit kraft- und sinnvollen Thoraworten. Herr H. H a l p e r n , als Schaßdozent des Mekor-Chajims mit dem Schaß-Verein gewissermaßen verwandt, hüllt seine Grüße in geistreiche Deutungen von Sidra- und Talmud quellen. Es kommt dann noch ein auswärtiger Gastj Rabbiner Noach S ch m a ü s ch , Sendbote der nach Kleckz geflüchteten S l u z k e r Jeschiwa, zu Wort. Er sprach von Jabne, der Rettung der Ä)ora, der Rettung des Judentums durch die Thora und von der Jeschiwa, die ihn hierher geschickt. Den Reigen der Reden beschließt eine Ansprache, des Herrn Dr. S. E h r m a n n, eine Begrüßung im Namen der Jeschiwa, die aber darüber hinaus eine Fülle wertvoller Gedanken in anmutiger Form brachte. Zwischendurch sangen Bachurim der Jeschiwa, die einen Tisch in der- Mitte annektierten, Semirothlieder.. Herr Oberkantor Peisacho witsch verschönte das Fest mit passenden Sologesängen. Auch ein blutjunger Sänger aus der Jeschiwa ließ sich hören und erntete viel Beifall. Herr Kusnitzki gab wieder Gereimtes für die Prominenten des Schaß-Vereins zum besten. ’ Gegen Mitternacht konnte nach dem Benschn (ees wurde versteigert und gute Preise erziehlt) das Fest in seinem offiziellen Teile geschlossen werden. Indes die einen sich -nach Hause begaben, sammelten sich unten die Nimmer^!müden noch zu einem Chassidimtänzchen. Die Listen der waren wieder überzeichnet. Eine Veranstaltung der Esra. Am Mittwoch, den 17. Dezember, abends 8 Uhr, veranstaltet die Frankfurter E s r a in der Liederhalle, Langestraße 26 ihre E h a n u ck a f e i e r. Der Ertrag kommt dem Limudamte (Unterstützung junger Leute, die auf die Jeschiwa gehen) zu gute. Für ein ausgezeichnetes Programm, worüber noch Einzelheiten mitgeteilt werden, ist gesorgt. Es sind im ganzen nur noch 100 Eintrittskarten zu vergeben, sodaß die Bestellung frühzeitig erfolgen mutz. Herschmann-Konzert. Sonntag, den 30. November, 8 Uhr abends, singt wie schon berichtet und im Annoncenteil heute angezeigt, Oberkantor H e r s ch m a n n , Wilna-Newyork, im Saalbau Gebete und jüdische Volkslieder. Sein Berliner Auf? treten erregte Bewunderung, die in der gesamten Presse ihren Ausdruck fand. Eintrittskarten zum Preise von Mk. 1.50 bk Mk. 3.— sind bei allen Musikhandlungen sowie an der Abendkasse zu haben. Eine Jeschiwa im Exil. Es wird so viel von der geistigen Not in Sowjet- N ußland geschrieben und gesprochen. Hilfeleistung ist kaum möglich. An der Grenze der Sowjets, im K l e ck domiziliert aber die S l u z k e r Jeschiwa, die einzige Jeschiwa, die heute als d i e Jeschiwa Sowjet- R u ß l a n d s gelten kann. Bachurim samt Lehrern sind aus Sluzk, das im Bereiche der Sowjets liegt, dahin geflüchtet, und neue Thorajünger kommen aus Rußland auf Umwegen dahin, zu den Quellen der Thora, die ihnen im Lande Stalins verschlossen sind. Was dieses Thorazentrunl für das unglückliche Judentum in Sowjet- Rußland bedeutet, muß nicht erst gesagt werden. Zur Zeit weilt in unserer Stadt ein Sendbote der Sluzker Jeschiwa, Herr Rabbiner Noach S ch m a u s ch , und wir empfehlen ihn und sein großes Werk dem Wohlwollen und der Beachtung aller thoratreuen Wohltäter in unserer Stadt, wie in allen Städten Deutschlands und Westeuropas, die er zu bereisen beabsichtigt. Wohlfahrtsrat des Landesverbands Hessen und Hessen- Nassau. Am 9. November 1930 fand in Mainz unter Vorsitz von Herrn Rabb. Dr. I. Horovitz, Frankfurt a. M. eine Sitzung des Wohlfahrtsrats des Landesverbands jüdische Wohlfahrtspflege in Hessen und Hessen-Nassau l. Als Gäste nahmen u. a. der Vorsitzende des Landesverbands der Jsr. Reljgiansgemeinden Hessens, Herr Kommerzienrat Mayer-Mainz,' sowie weitere Vorstandsmitglieder,'- Vertreter der Jsr. Religionsgesellschaft, Mainz und Herr Dr. Kreutzberger von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin, teil. Namens der Jsr. Gemeinde Mainz und der Zentralwohlfahrtsstelle der Jsr. Neligionsgemeinde Mainz Vermittelte Herr Jacob Deutsch-Mainz die Wünsche dieser Organisationen. Nach Erstattung der Tätigkeitsberichte durch die Herren Dr. Berget und Benjamin, hielt Herr Dr. Kreutzberger-Berlin ein Referat über „Soziale Not und Wirtschaftskrisis"", indem er die wichtigsten Probleme der jüdischen Sozialpolitik in klarer Weise darlegte. An die drei Referate schloß sich eine längere Aussprache an, die sich bis in die Abendstunden hinzog. U. a. wurde die Gründung einer Darlehenskasse für den Landesverbandsbezirk beschlossen. Line Kommission wurde beauftragt, mit der Wegscheide bei Bad Orb über die Möglichkeit einer rituellen Unterbringung jüdischer Kinder zu verhandeln. Wichtige Anregungen wurden bezüglich der 'Propaganda, namentlich innerhalb der kleinen Gemeinden gegeben. Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Vürgerstöchter e. V. Wohl einer der ältesten Frankfurter jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen ist im Jahre- 1790 gegründete Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter. Der Verein darf daraus Hinweisen, daß er in den vielen Jahrzenten seines Bestehens in zahlreichen Fällen wesentlich mitgeholfen hat, weniger bemittelten Bürgerstöchtern Ihre Verheiratung zu ermöglichen. Alljährlich vergibt der Verein aus den Erträgnissen des' vergangenen Jahres eine A u s st e u e r e r st e r Klasse und je nach seinen verfügbaren Mitteln mehrere Aussteuern zweite r K l a s s e. In diesem Jahre sind 1 Aussteuer er st er K lasse von Mark 3500.— und 6 Aussteuer zweiter Klasse von je 600.— zuerteilt worden. Satzungsgemäß wird die A u s st e u e r e r st e r Klas se nur unter den Mitgliedern verlost; das Mit-, glied, dessen Beteiligungsnummer gezogen wird, gewinnt das Recht, das Mädchen zu bestimmen, dem die Aussteuer überwiesen werden soll. Zur Bewerbung um die Aussteuer zweiterKlass e ist jedes jüdisches Mädchen, daß den Bestimmungen der Satzung genügt, ohne irgend eine Zahlung zugelassen. Das Los entscheidet hier unmittelbar, wer die glücklichen Gewinnerinnen sind. Durch die Verlosung der Aussteuer erster Klasse ist den Mitgliedern des Vereins eine ganz besondere Chance geboten. Während bei jeder anderen Verlosung nur ein Teil der eingezahlten Beträge verlost wird, ist der Betrag der Aussteuer erster Klasse immer bedeutend höher, als die Summe der Mitgliederbeiträge, weil der Verein aus den Zinsen seines Kapitalvermögens einen wesentlichen Betrag hinzufügt. Freilich erhält das gewinnende Mitglied den Betrag nicht für sich selbst, aber das Recht, ihn einem minderbemittelten Mädchen, das auch mit ihm verwandt sein darf, als Mitgift zu überweisen. Die Zahl der Mitglieder des Vereins beträgt zur Teil nur wenig über 200, die Verlosung der Aussteuer erster Klasse, die auch für 1930 voraussichtlich wieder auf Mark 3500.— festgesetzt werden wird, ist daher für die Mitglieder eine sehr günstige. Deshalb sollten alle, die für eine Tochter oder ein anderes Mädchen, dem sie gewogen sind, an dieser VerlvF sung teilzunehmen, Interesse haben» sich als Mitglied alsbald bei dem Verein anmelden. Im Verhältnis zu der Gewinnchancen ist der Jahresbeitrag von Mark 9.— sehr mäßig. Anmeldungen erfolgen am einfachsten durch Einzahlung des Beitrags auf das Postscheckkonto des Vereins Nr. 50338. Mit der Quittung erhält das Mitglied die Beteiligungsnummer für die Verlosung» die zu Anfang 1931 stattfinden wird. Exemplare der neuen Satzung werden auf Ansordern an Anschrift Geroiniusstraße 10 gerne zugesandt. Problematik des Frauenberufes Die Gedankengänge, in der Margarete Susmann aus ihrenr bei der Dürkheimer Tagung des Jüdischen Frauenbundes gehaltenen Referat bei der letzten Zusammenkunft der Frankfurter Ortsgruppe ihre Hörerinnen unter dem Thema „Problematik des Frauenberufes" einführte, waren gestaltet durch den philosophisch gebildeten Geist einer tief religiös und sozial empfindenden Frau und geeignet, zu diesem ernsten Problem neue Ausblicke zu gewähren. Die Rednerin stellt er dem Gesetz der Geschichte stehenden Welt des Mannes die naturgebundene, dem - gütlichen Gesetz des werdenden Lebens unterworfene Welt des Frauenlebens gegenüber. Bis in das vorige Jahrhundert hinein lebte die Frau ganz ungeschichtlich, ganz diesem mütterlich-göttlichen Wesenszwang entsprechend außerhalb des historischen Geschehens, in einer eigenen Zeitlichkeit, der schon das jüdische Gesetz Rechnung trug, indem es die Frauen befreite von allen an eine bestimmte Zeit gebundenen Pflichten. Aus diesem in ihrem tiefsten Wesen verankerten Dasein, das noch Goethe gar nicht unlogisch mit den beiden extremen Sätzen: „Dienen lerne beizeiten das Weib", und „Das Ewig Weibliche zieht uns. hinan" charakterisiert, versuchte die Frau zu Ende des vorigen Jahrhunderts herauszubrechen in die geschichtliche Sphäre des Mannes. Der vollkommene Durchbruch gelang gerade in dem Augenblick der schwersten Krise in der Welt- und Wirtschaftsordnung, jetzt nach dem Kriege. Daher führte die Auswirkung der noch, in einer bürgerlich gesicherten Atinosphäre erdachten Befreiung zu einem Entwurzeltsein, das zusammen mit der wirtschaftlichen Not jenes Frauenelend schuf, dem heute die im Berus tätige Frau aller

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