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Der Israelit · 1930-09-26 · Heft 39 (26.9.1930) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
71 (1930)
Issue
Heft 39 (26.9.1930)
Date
1930-09-26
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10. Nr. 39 Der Israelit 26. SSsstember 1930 „Nein, nein," schrie er auch zum zmeitenmal auf. „Hier ist G'tt in der Nähe, der Hilfe schickt ... So will ich denn, dabei sein Werkzeug sein!" Jenes Herz, hart wie Quarz, sprühte Funkens „Ihr Leute," erbrauste schrill feine Stimme, „folget mir ... ich rette euch. Es gibt hier einen geheimen Weg, der ins Freie hinausführt . . . ich kenne ihn . . . nun, rasch, dann aufs Pferd! Ich fliehe mit euch und ich bleibe auch bei euch . . . G'tt vergebe mir meine vielen Sünden!" Eine halbe Minute später tasteten sie sich schon unter der Erde vorwärts und nach anderthalb Stunden galoppierten sie schon auf flinken Rossen dahin. Der Hauptplatz von Barcelona aber wartete drei Tage später vergebens aus die zehn Scheiterhaufen . . . So hat der Prophet dennoch recht, wenn er sagt: „lau jonum weilau jischon schaumer jisroel", und recht hat auch der Psalmendichter: „Korauv Haschem lechol kaurov, lechol ascher jikrouho beemeß . . . nahe ist G'tt jenen, die ihm vertrauen und ihn im heiligen Glauben anrufen. . Die Woche. Neues vom Mekor Chajim-Verein. Auf vielseitigen Wunsch veranstaltet der Verein dieses Jahr erstmalig am min nnvv um 6 Uhr ein Frühminjan, wozu hiermit' Mitglieder und Gäste eingeladen werden. Die Beteiligung ist kostenlos und es wird mit zahlreichem Besuche gerechnet. Es ist dafür gesorgt, daß jeder Teilnehmer des Minjan aufgerufen werden kann. Direktor Dr. Fink 70 Jahre alt. Am Donnerstag, den 25. September, feiert Prof. Dr. Elias Fink seinen 70. Geburtstag, richtiger gesagt: er feiert ihn nicht, denn er hat sich, abhold äußeren Ehrungen' und noch die frische Trauer um den Verlust der treuen Lebensbegleiterin im Herzen, zu den Feiertagen zu Verwandten außerhalb Frankfurts begeben. W i r aber in Frankfurt haben Grund, den Tag, an dem uns vor 70 Jahren die gütige Vorsehung einen Elias Fink geschenkt hat, zu segnen. Aus einer bekannten Rabbinerfamilie hervorgegangen kam Elias Fink. m jungen Jahren, ausgestattet mit reichem Wissen, nach Frankfurt. Nach Beendigung seiner Studien trat er in die Schule von Samson Raphael Hirsch als Lehrer ein und blieb auf diesem Posten, ein bewährter Pädagoge und Jugenderzieher, mit einem Herzen voll Liebe für die Jugend, durch Wissen, Charakter und Persönlichkeit die Schüler an sich fesselnd, 4 0 Jahre hindurch, die letzten zehn Jahre nach dem Tode Gerson LangesTrials Direktor und oberster Leiter der Schule. Eine ganze Generation sieht dankbar zu ihrem geliebten Mathematiklehrer hinauf. Viele, auch Pensionäre au« dem weiten Auslande, erhielten in den Stunden bei Fink die Grundlagen für ihr korrektes mathematisches Denken, das sie später überall auf dem Erdenrund befähigte, auf allen Gebieten des Lebens es zu ansehnlichen Stellungen zu bringen. Die Korrektheit des Mannes, die ein charakteristischer Zug all seiner Lebensäußerungen, in der Klasse wie in der Kanzlei, in der wissenschaftlichen Arbeit wie im privaten Leben ist, Symptom innerer Ausgeglichenheit eines mit sich und seinem Gotte, der Wissenschaft und seiner Lebensarbeit einigen und harmonischen Menschen, war und ist vielen mustergebend. Eine rege wissenschaftliche Arbeit außerhalb des Berufes, zumeist auf naturwissenschaftlichem und mathematischem, aber auch auf talmudischem und exegetischem Gebiete, entfaltete und entfaltet Prof. Dr. Funk in ungeschwächter Frische. Einige abgeschlossene Werke und zahlreiche Beiträge in Jahrbüchern und wissenschaftlichen Zeitschriften legen davon Zeugnis ab. Aber eine Reihe von wertvollen Arbeiten aus seiner nimmerruhenden geistigen Werkstätte harren noch der Veröffentlichung. Dabei fand und findet der jugendliche Greis noch Zeit und Muße für allerlei Ehrenfunktionen, die für ihn mehr Arbeit bedeuten denn Ehre. An der Spitze der Verwaltung der Israelitischen Waisenanst a l t betätigt er, dem von der Vorsehung Kindersegen versagt wurde, sich seit Jahren als wahrer crnin» »dk Andere Wohltätigkeitsvereine haben in ihm einen warmen Freund und Förderer. Der Mann, der den Weg seiner Schule, von „Realschule und Lyzeum" bis zur „Samson Raphael Hirschschule", vierzig Jahre rüstig und mitschaffend mitgegangen, steht jetzt noch Direktorat und Lehrerkollegium mit Rat und Tat und seinem ganzen Erfahrungsschatz eifrig zur Seite. Möge es ihn — und uns — gegönnt sein,) es noch lange Jahre zu tun und in der liebevollen Arbeit für sein Lebenswerk Trost zu finden für den harten Schlag, der ihn diesen Sommer mit dem Heimgang seiner Gattin, der besten Lebensgefährtin, die je einem Manne geworden, betroffen hat. Wir wünschen dem hochverehrten Jubilar einen frohen und schassensreichen Lebensabend v'ia». Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajtm. Samstag nach Schul, Hörsaal Friedberger Anlage, Dinim, Herr Dr. Elieser Posen. — (Alle Schiurim wie üblich.) Jahrzettsstiftungen. Montag, 29. September Moritz Kallmann Mittwoch, 1. Oktober Jsaac Rotschild Freitag, 3. Oktober Moses Aumann. Agndas Jisroel-Jugendgruppe. Schabbos 7% Uhr, Hafchkomoh, Schwanenftraße 12, Daf Jaumi-Schiur, Herr Herz Holpern, von 12—13, Sonntag von 11—12 Uhr, Montag bis Freitag von 12—13 Uhr, Gelegenheit zum Lernen — täglich von 9-12 Uhr, Schwanenftr, 12. — Gemoroh Bowo Mezio, Vorbereitungsschiur, Dozent: Herr Ch. Liverhant, jeden Schabbos VU Stunden vor Nacht, Schwanenstr. 12. (Dieser Schiur ist der Vorbereitungsschiur zu dem Montags und Mittwochs von 2072—211/2 Uhr stattfindenden Schiur des Herrn Rabbiner Horowitz '"2.) — Kizzur Schulchan Aruch-Schiur, Dozent Herr Louis Kahn, nach Schluß der Synagoge, Schwanenstr. 12. — Tefilloh-Erklärung, Dozent Louis Kahn, nach Beendigung des Schulchan Aruch-Schiurs, Schwanenftraße 12. — Kizzur Sch. A.-Schiur, Dozent Herr Spiegel, Ostendstr. 11 am Schabbos 1572 Uhr. Kurse, auch in profanen Fächern, Arbeitsgemeinschaften und Schiurim, besonders für Schulentlassene, in der Jugendgruppe der Agudas Jisroel, Frankfurt. Man wende sich an das Büro: Schwanenftraße 12, Sonntags von 1172—13 Uhr, oder telefonisch außerhalb dieser Zeit an den Vorsitzenden: Hartog Hartogsohn, Carolus 44368, Ostendstraße 82. Liwjath Chen. (Hörsaal Friedberger-Anlage.) Diesen Samstag fällt der Vortrag wegen Abwesenheit des Dozenten aus. Agudistifche Arauenorisgruppe Frankfurt a. M. Angeschlossen der Jüd. Frauenoereinigung. Auf allseitigen Wunsch wird Herr Dr. S. Ehrmann am naiv naw 'ksiö, den 27. September abends 7$ Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage, aus Machsor zur Jommkippur sprechen. Gäste willkommen. 'Gebetzeiten. ■j^i 's naw Freitagabend 5.45 Samstag 6.45 Samstagmorgen 8.— Predigt Samstagnachmittag 4.30 Samstagabend 7.00 Wochengottesdienst: Morgens 5.15 Nachmittags 5.30 Mittwoch Morgens 4.30 „ Nachm. 2.15 Tefillin-Legen am Morgen 5.10 1122 21' Mittwoch Morgens 4.30 „ Nachm. 2.15 rv^ü 7i2'vs 6.00 Kol Nidre 6.20 Schachris 5.55 Krkas Hatauroh 10.40 Predigt Musiaf 11.45 Krias Hatauroh 2.45 Mincho 3.15 , Neiloh 5.10 Schemaus 6.42 Während der Tschuwo-Woche finden Muß ar- Borträge des Herrn Gemeinderabbiners in der Synagoge, Friedb. Anl. 5—6 statt und zwar Sonntag nach 2'1V»-G'ttesdienst - Montag und Dienstag 7*/2 Uhr Wochenkalender. 0. 37. September b. 4. Oktob.-r 1930 l v. 6. — 13. Tischri 8891 Samstag § -8 27 5 naiP na!? iV’i Sonntag 28 6 Montag 29 >7 Dienstag 30 8 Mittwoch 1 9 ->iO3 oi' an? Donnerstag Okt. 2 10 •Visa di» Freitag 3 11 Samstag 4 12 «’iKn Isidor Kaiser Wurslfabrlk und Melzgerei Altegasse 3 « Frankfurt-M. ♦ Hansa 28310 Filiale mil Frllhslildcs-Slube Weserstr. 17 - Ecke Kaiserstr. empfiehlt für die HDO vorhanden vorhanden feinste Fleischu. Wurstwaren Spez. Dauerwaren a. Rauchfleisch uni. Aufs, der Rit.-Komm. der Isr. Gemeinde Für Wiederverkäufe!1 Einige hundert Ia billigabzugeben Off. unt. 1328c a. d. Erp. es > ä 1 n x CD » S V 1 □ ’ d t n sind bei mirrUelrlzu haben Ch. 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