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Der Israelit · 1930-08-21 · Heft 34 (21.8.1930) · page 23

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Journal
Der Israelit
Volume
71 (1930)
Issue
Heft 34 (21.8.1930)
Date
1930-08-21
Page
– (sequence 23)
Language
German
Belongs to
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toette 4. Nr. 13 Der Israelit Blätter 21. August 1930 Zum Berliner rQV-kongreß. Obgleich der Antrieb zur Sammlung aller Kräfte, den tuip zu schützen, einen alle Kreise umfassenden nrnyn pp zu gründen, von agudistischer Seite — dem ehrw. Oberrybbiner Hirsch in Zwolle — ausgegangen ist, obgleich die praktische Arbeit im Dienste des mw und der sabbathütenden Angestellten seit je, wenn nicht allein, so doch vorwiegend, von agudistischen Führern, Gruppen und Menschen geübt wurde und geübt wird, so freuen wir uns doch restlos mit der Berliner Veranstaltung und wünschen ihr aus ganzem Herzen! Erfolg und Gelingen. Daß wir uns als Juden freuen, wenn aus allen Ländern und Lägern Menschen herbeiströmen, um unter dem Ruf tot für den nnW' den so schwer, in der Gegenwart doppelt schwer gefährdeten miy zu kämpfen, zu raten und zu taten, zu planen und zu mahnen, ist selbstverständlich. Daß wir uns als Juden freuen, wenn das Lied nmyn ovb ttp nata» in Berlin machtvoll angestimmt, in allen treuen Herzen lautes und lang nachhaltendes Echo findet, wir brauchen es nicht auszusprechen. Daß der „Berliner Kongreß", wenn er nur „einen von der Stadt und zwei von der Familie" dem nniy wieder zuführt, eine gewaltige Tat vollbringt, jeder von uns weiß es und bekennt es, dem das Wort bekannt: rinx wsi D”pan *?d und der Ausspruch nicht fremd ist: j^wa i'niai? lVrna nnw iaw Aber uns Agudisten sollte darüber hinaus dieser Kongreß zu besonderer Freude Anlaß geben: „Kehret zurück zu festem Vertrauen, ihr in Hoffnung Gebundenen: “jV a’WK nwa "pan DY»n aa ja, heute gewähre ich dir Zweifaches, Doppeltes!" (Secharja ix. 12). Es ist nicht nur der rav> obgleich dies allein schon genügte, dem die Berliner Versammlung ihr Treuegelöbnis ablegt, sie wird zugleich, ungewollt vielleicht, und darum doppelt überzeugend, zum gewaltigen Bekenntnis dessen, was der Inhalt, das Entscheidende des agud i st i s ch e n G e d a n k e n s ist! Wogegen kämpft Agudas Jisroel? Gegen die Verweltlichung des jüdischen Volkes! « Wofür streitet sie? Daß. nie und unter keinen Verhältnissen das Bewußtsein verloren gehe od auch nur getrübt werde: 'ai inx faan inrr nnx 'p«3 inu 'ia brrmy *py3 daß das jüdische Volk ein besonderes, einzigartiges ist, dessen Besonderheit und Einzigartigkeit allein aus seiner Beziehung zu Seinem Gott fließt, aus keiner andern Quelle sonst! Daß diese Wahrheit jederzeit und mann im jüdischen Kreise unverrückbar bleibe, ja, daß sie der ganzen Welt sich ins Gedächtnis präge: a i y b K’n nix, deshalb gab G'tt uns den myvTpi nmaa ai* gab ihn uns als S -e i n e m Volk, dem G'ttesvolk! Und indem der Berliner Kongreß für denn^VZeugnis ablegt, zeugt er für diesen Charakter des jüdischen Volkes, den unverfälscht durch die Zeiten zu tragen eben der Sinn von Agudas Jisroel und das allgemeine Ziel aller ihrer Bestrebungen und Aufgaben ist! So wird der Schabboskongreß zu doppelter Botschaft, zum Künder zweifacher Wahrheit und darum wünschen wir ihm, seinem Initiator und feinen Teilnehmern doppelt innig:!isaKi ipm W. S. I. noch besser, sie können mit diesem Einkommen auch nicht heiraten, denn es ist gänzlich ausgeschlossen, daß der junge Mann von diesem Gehalt die Bedürfnisse an seidenen Strümpfen, seidenen Kleidern und den übrigen seidenen Geschichten bezahlen kann. Ich kann nicht umhin, zu bestreiten, daß ein Einkommen von 300—400 Mk. bei bescheidenen Ansprüchen nur knapp ausreicht und stelle sogar die Behauptung auf, daß f a st kein junger Mann, der im heiratsfähigen Alter ist, heute ein derartiges Gehalt aufweisen kann Die Frage der Eltern, wie groß ist das Einkommen des jungen Mannes, ist voll berechtigt, denn Vater und Mutter wissen, wie ihre Töchter erzogen sind, und wie weit sie imstande sind, sich enzuschränken; dagegen sollte in unseren Kreisen endlich einmal die Frage nach der Mitgift des betreffenden jungen Mädchens aufhören. Unsere jungen Damen sind meistens mit einer Zweizimmerwohnung nicht zufrieden: ein Mann aber mit einem Einkommen von 600—700 Mk. wird ganz gewiß nicht ohne Vermögen heiraten und sich auch mit einer Zweizimmerwohnung nicht begnügen. Etwas aber gehört dazu, um bei kleinen Gehältern zu heiraten und zwar: „Gegenseitige Liebe und die Kunst der jungen Frau, zu wirtschaft e n. Schreiber dieser Zeilen, der auf Wunsch auch zu weiteren Auskünften bereit wäre, heiratete im Jahre 1928 bei einem Gehalt von M k. 1 2 0.— (Hundertzwanz i g) brutto pro Monat und wurde, trotz des kleinen Einkommens, in seiner Ehe sehr glücklich und zufrieden. Mann und Frau besaßen nicht einen Pfennig Vermögen, aber 10'gesunde Finger und „jüdi schesGemüt" und kein Armer ging unbeschenkt davon. Jeder, der bei uns Rast machte, fühlte sich w o hl behaglich, mollig, zufrieden und zu hause hat geholfen, er gab nach 2 Jahren einen grö ßeren Posten. Also, Ihr Heiratslustigen und^ Heiratsfähigen: „Mut, Liebe, Vertrauen und die Kunst des Wirtschaftens gehört zur Ehe, aufgebaut auf kleinem, aber gesundem Fundamen t." E. C. L Wirtschaftslage und Heiratsmöglichkeik! Die Ausführungen des Herrn Naumburg-Breslau veranlassen mich, einiges, nach meiner Auffassung recht Wesentliches, zu sagen. Wieviel junge Leute gibt es denn heute überhaupt, die im Monat 300—400 Mk. verdienen? Seien wir doch mal ganz offen, wenn ein junger Mann heute 200—250 Mark Gehalt hat, dann kann er schon mit seiner Stellung immerhin ganz zufrieden sein; aber damit heiraten leider G'ttes unsere jüdischen Töchter nicht; sagen wir Demoendet Slguda-Ollavftcn ♦ £rfiSf( lieft in allen Ortsgruppen Reichsverband der Schomre Schabbos Stellenvermittlungen. Wir suchen für Berlin: tüchtige Kindergärtnerinnen oder Erzieherinnen mit Haushaltpraxis; Wirtschafterinnen, Stützen bezw. Köchinnen mit guten Zeugnissen. Bewerbungsschrifken nebst Zeugnisabschriflen sind zu senden an den Reichsverband der Schomre Schabbos- Stellenvermittlungen Berlin 71. 54, Gormannstraße 27. Tel.: Weidendamm 7436. Zweig st ellen im Reiche: Frankfurt a. M.: Stellenvermittlung der Agudas Jisroel, Schwanenstr. 12. Fürth i. V.: Schomre Schabbos-Stellenvermittlung, Marienstr. 4 (Dipl. Mathem. Hugo Heinemann). Hamburg: Israel. Stellenvermittlungsverein, Hahntrapp 5. Köln: Stellenvermittlung der Agudas Jisroel, Mastrichterftr. 29 (Heinrich Klein). Mannheim: Verein zur Wahrung der Interessen des gesetzestreuen Judentums in Baden (Carl Oppenheimer), F. 3/13 a. Nürnberg: Stellenvermittlung des Israelit. Jugendbundes Chewrath Bachurim, Bauerngaffe 36. Würzburg: Vereinigung der Sabbatfreunde, Domerschulstr. 13. Spendenliste der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel Frankfurt am Main, postscheck-Sonko Frankfurt a. 7X1. Tlx. 53 900. (Fortsetzung.) Keren Erez Jisroel (Schulwerkfönd) Bad Homburg: Sammlung: Dr. Kottek 3. Dr. Leipowitz 5, Mandel 3. Goldbach 2, zus. 13. Bad Kissinaen: dch. Rabb. Dr. Bamberger: N. N. 3, Frau Wittekind 7.20, Frau Adler 9.33, Teilbetrag einiger Sammler 10, zus. 29.53. Bad Orb: Sammlung: Mos. E. Sichel 5. S. Seliger 3. Luß 1, F. Bähr 1, Hamburger 3, Rollmann 2, Löwenthal 2, Frau Sichel 2; Lipstädter 1, Wert- Hessin 2, Cahn 1, Baer 2, Krämer 2, Schlesinger 1.50, Hamburger 2, Frau Glück 2, Neuberger 10, Holländer 2, Adler 1, C. Grünstein 1, Adler 3, Dr. Weinberg 10, zus. 59.50. Baisingen: Hermann Kahn 20. Berlin: dch. Frau Curt Salomon 200, Dr. Emil Hirsch R. Eh. Sp. 150, dch. Frl. Hanni Lewinski 50. Birkenau: Emanuel'Löb 6. Borken: Sammlung dch. Rabb. Dr. Köhler: Rabb. Dr. Köhler 3, Mar Lirmaoen 3, Josef Metzger 1, E. Eünsberg 3, C. Heymann 3, Hahn 1, Angern 3, Jonas 2, M. Haas 3, Z. Haas 10, Erich Haas 10, Mar Haas 10, A. Fins 5, zus. 57. Brückenau: E. Willens 5, Theodor Birk 3, Heinz Feny 2, Meier Gutmann 3, Siegmund Stiesel 3, Philipp Rimelsberg 1, Wonermann 3, N. N. 1, Rabb. Dr. Cohn 10, Siegm. Kusitberger 2, Dr. M. 1, N. N. 2, N. N. 4, E. Meyerbach' 5, Looser Berlin 3, N. N. 1, N. N. 1, Fe. B. B. 3, Gränkel 1, A. Stern 1, Sani. Stern 0.50, Stern 1, Goldschmidt 1, Mar Schuster 5, Spier 1.50, Abraham Grüne bäum 10, G. Zeller 5, Selma Farntrog 3. N. N. 1. N. B. 3. N. N. 2, N. N. 2, N. N- 1, -Js. Adler 2, zus. 94. Burghaslach: Massenbacher 8.70. Cornelimünster: Arthur Gottschalk 3. Dieburg: Fr. Sachs Wwe. 3.50. Düsseldorf: R. Ch. Sp. dch. A. Sulzbach 79.85. Frankfurt a. M.: Dr. Oppenheimer 10, I. Besthoff 10, Heinrich Eisemann 10, Marcus Hirsch 3, anl. Jahrzeit Leo Wrescher R. Ch. Sp. 3, Julius Schwabacher 10, N. N. 10, Sammlung: S. Jakob 3, N. N. 0.50, N. N. 1, E. E. 1, C. V. 2. Fürth: dch. Rafael Sellheimer 105.70. Gravenhage: B. van Mentz 35. Großkrotzenburg: Meier Kaufmann 32. Groß Strehlitz: Dr. S. König 3. Hachenburg: E. Neuhaus 5. Halberstadt: dch. Rabb. Dr. Schlesinger: Frau L. Ascher 2, Rabb. Dr. Auerbach, Dr. med. Auerbach, Frau Dr. Röschen Auerbach, Dr. Neuwirth, Dr. Schlesinger. Dr. Frankel, Lehrer Eschwege, L. Bachmann, Mirjam Auerbach, Frauengruppe, Frl. R. Frenkel, zus. 33. Hamburg: Ludwig Joshua 10, dch. Alexander Heckscher ges.. dch. I. A. Auerbach 4, Dr. Julius Baer anl. des 70. Geburtstages von Herrn Ludwig Joshua 6, Ben David 2.40. Heidingsfeld: Nathan Epstein 5. Heilbronn: dch. Moses Reis: v. E. Neumann 2, -Dr. Strauß 1, E. Nsumann 3, M. M. Reis 12, Dr. Bachrach 4, Dr. Strauß 5, Hch. Scheuer 4, Sammlung 9.60, zus. 40.60. . Hüttengesäß: dch. Adolf Adler: v. I. Blumenthal 3, Simon Münz 3, zus. 6. Karlsruhe: Fr. S. Samuel 2, dch. I. Rabinowitz: v. Max Heinemann 2. Kassel: Berthold Katz 10, N. N. 5. Kettwig: Felix Müller 5. Kitzingen: Sammlung: Grünebaum 5, Neumann 2, Strauß 1, Eberhardt 2, N. N. 1, Löwenthal 2, Frau Weiger 1, H. G. 1, H. F. 1, Rosenthal 1, Zahnarzt Bamberger 3, Rabb. Dr. Bamberger 5, Isaak Kiews 5, Fritz Katz 2, H. Adler 3, B. Gutmann 2, Max Cohn 2, M. Molulsky 10, N. N. 10, Lonnerstädter 5, zus. 64. Köln: dch. Adolf Wallach R. Ch. Sp. 30. Königstein: Sammlung: Frau H. Danzig 1.50, Frau I. Westheim 3, Samuel Eisemann 5, S. R. Tarsis 10, Salo Dubin 5, Sam. Nußbaum .10, F. Nußbaum 5, Mar Lapene 5, M. Los 10, Bär 3, Höhnlein 5. Krumbach: Frau R. Adler 5. Laupheim: Oberlehrer Rosenberger 2. Leer: N. N. 10. Leipzig: Leon Kirschner 200. Mainz: dch. Leo Moritz: Brüder Liebenstein 30, Dr. Paul Simon 15, Dr. Kallmann 15, Herz Lahn 15, zus. 75. Malsch: Mar Heß 3. Mannheim: Hugo Herz 5, Walter Marburg 50. Nürnberg: dch. Moritz Klugmann: ges. dch. Koni Guggenheimer 10, M. Ansbacher anl. Bris-Miloh 10, zus. 20. Offenbach: K. Morgenroth 5. Oldenburg: Lehrer Meyberg 8.90. Pfungstadt: Mar Kaatz 3. Puttelange: M. Reichelsohn 19. Sprendlingen: L. Kaufmann 4. Sterbfritz: S. Dessauer 5. Stropkow: Hermann Thaler 6.13. Stuttgart: ts. Familien Kahn-Hasgall 5. Bynita: Agudas Jisroel 91.05. Keren Hajischmv (Arbeiterfond). Frankfurt a. M.: M. Hackenbroch aus Büchse 6.05. Halberstadt: Dr. Auerbach 2. Köln: dch. Adolf Wallach aus Büchsen 40. Mannheim: dch. Philipp Mendel aus Büchsenleer. 85.60. Nürnberg: dch. Moritz Klugmann 72.08. Saukenai: Rabb. S. C. Faivelsone 25. Wiesenfelder: David Bamberger 9.50. Worms: Ist Salomon 2.

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