Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 71 (1930)
- Issue
- Heft 27 (3.7.1930)
- Date
- 1930-07-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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3. Juli 1930 Der I s r a « <l i t Nr. 27. Seite 7 Familiemmchrichlen. GeHurten: Ern SoHn, David Freund und Frmr, 'Bettina geb. Lange, Tel Awiw. Barmizwo: Ludwig, Sohn des Leo Drbeck, Jtt- Kngen, 5. Juli 1930. npn orzas- Vermählte: Samson Löwenstein Bengel, mit Rosa Bach, Trier. Trauung Sonntag den 6. Juli 1930, Trier. Silberhochzeit: Moritz Cohn und FrauGmilie, geb. Zuntz, Obermainstr. 5, 5. Juli, tuv- Die Woche. Der Neckar-Ausflug der Aguda-Jugendgruppe mit einem Geschichtsvortrag verbunden. Von der A. J.-Jugendgruppe wird uns geschrieben: Nachdem von den verschiedensten Gruppen der näheren und weiteren Umgebung Meldungen über Beteiligung an dem Ausflug vorliegen, hat es die Leitung der Jugendgruppe für notwendig und angezeigt gehalten, Herrn Redakteur S. Schachnowitz zu bitten, am Sonntag jm Laufe der Wanderung an geeigneter Stelle im Walde über: „Rhein und Neckar in der jüdischen Geschichte" zu referieren. So kommen unsre Freunde nicht allein zu einer körperlichen Erholung: der Geist erhält — dafür bürgt die gediegene, populäre und doch in die Tiefe gehende Vortragsweise des Herrn Schachnowitz — mithin, eine immerhin nicht unzeitgemäße gute Kost. Um 6.25 Uhr Sonntag früh treffen sich die Teilnehmer in der Vorhalle des Bahnhofs, um 6.40 Uhr verläßt der Zug den Hauptbahnhos. Wir treffen um 9.40 Uhr in Heidelberg ein, um dort zunächst die Sehenswürdigkeiten der Stadt in Augenschein zu nehmen . Besichtigt werden: die Sternwarte, die Universität, das Schloß u. a. m. — Von Heidelberg aus fahren wir nach Schlierbach-Ziegelhausen, rasten dort. (10 Kilometer Entfernung von Heidelberg.) Von hier aus geht es zu Fuß zurück nach Heidelberg. Abends findet eine Schloßbeleuchtung statt. Programmänderung bleibt Vorbehalten, zumal beabsichtigt ist, auch eine Wassersah r t aus dem Neckar vorzunehmen. Gelegenheiten zum Rudern auf dem Neckar (auch zum Schwimmen im Neckar) sind reichlich gegeben. Gemeldet sind bis jetzt die Gruppen:-Mainz, Wiesbaden, Karlsruhe, Darmstadt. Die Kosten betragen für Teilnehmer unter 20 Jahren Mk. 3.—, für solche über 20 Jahre Mk. 4.75. — Man melde sich zur Teilnahme, unter Beifügung des Fahrtgeldes, bis f p ä t e ft e n s Mauzoe Schabbos, 22.30 Uhr, bei Hermann Schwab, Rückertstraße 45. Veranstaltungen dieser Art haben ihren großen Wert bis heute schon allein dadurch zur Genüge bewiesen, daß der so notwendige Konnex zwischen den Gleichgesinnten, die persönliche Bekanntschaft mehr gepflegt wird, was direkt und indirekt der Agudas Jisroel zum Vorteil gereicht. Mitglieder — Damen und Herren —, ebenso Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen. Vor der Abfahrt am Sonntag ist Gelegenheit gegeben, 112^2 zu verrichten. Das Minjan findet 5.20 Uhr morgens in den Räumen der Aguda, Schwanenstr. 12, statt. Kurse in der Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Die Agudas Jisroel will ihren Mitgliedern, die sich dem kaufmännischen Beruf widmen, die Möglichkeiten bieten, sich gründlich auf den verschiedenen Gebieten weiterzubilden. Herr Referendar Manfred N e u b e r - g e r hat sich liebenswürdigerweise zur Leitung eines Kurses bereit erklärt, und wir erwarten nun aber auch, daß die große Zahl der Interessenten diese Gelegenheit ausnutzt. Jeden Donnerstag, 20.30 Uhr, findet der Kurs Schwanenstr. 12 statt. Jeden Schabbos um 12 Uhr finden sich die Agudisten in den Räumen Schwanenstraße 12 ein, um an einem mit gutem Erfolg bereits seit geraumer Zeit unter Leitung des Herrn Rechtsanwalt Isaak Rosenheim bestehenden Zirkel, der M e s s i l aß I e s ch o r im behandelt, teilzunehmen. Die Arbeitsgemeinschaft: „Jüdische Lebens- und Weltanschauung" arbeitet mit gutem Erfolg unter Leitung von Jacob Landau und ist für Damen und Herren bestimmt. Sie wird Schabbos von 17—18 Uhr, Schwanenstraße 12 (bei gutem Wetter im Garten des Hauses) ab gehalten. Hort für jüdische Mädchen. Vom Horte für jüdische Mädchen wird uns geschrieben: Die Ferienzeit naht heran und damit die Notwendigkeit, unseren Hortkindern, die wir während des ganzen Jahres betreuen, die für ihre Gesundheit erforderliche Erholung zu sichern. Luft und Sonne sind die großen Heilfaktoren der modernen Medizin. Lust und Sonne brauchen unsere 120 Hortkinder, um ererbte und erworbene Krankheiten los zu werden. Luft und Sonne wollen wir ihnen wie in den letzten Jahren auch in diesem Sommer im Tivoligarten, Darmstädter Landstraße 234, geben, um unseren 120 Kindern unter der Leitung bewährter Hortnerinnen bei vorzüglicher Verpflegung auch in den diesmaligen Ferien den gleichen Erfolg an körperlicher Kräftigung und geistiger Auffrischung wie in den früheren Jahren zu gewährleisten. Dazu bedarf es aber bedeutender finanzieller Aufwendungen und es ergeht deshalb unsere herzliche Bitte an alle 'Freunde sozialer Kinderfürstrrge: (wer mochte sich von dieser edlen Pflicht ausschließen?) „Helfen Sie uns bei der Erfüllung unserer Aufgabe durch einen entsprechenden Beitrag auf Postscheck-Konto Nr. 51113 Mau H. Vesthoff." Seien Sie unseres herzlichsten Dankes im Voraus versichert! SIÄlenvermilSunA. Das Büsio Schomrs Schabbos, Mteilung Agudas Jisroel Frankfurt a. M., hält feine Sprechstunden bis auf Weiteres im Vereinslokale, Schwanenstr. 12, ab; Mo n t a g, 8-K Uhr abds.; Mittwoch, 11-1 Uhr mittag. Ein ZubAäum im Israelitischen Arauenheim Bad Nauheim. Der große schöne Speiseßaal mit den zu den Gartenanlagen geöffneten Flügeltüren ist um 4.39 Uhr nachmittags vollgefüllt von Gästen, Herren der Verwaltung und Delegierten verwandter Institutionen. Unter Palmen und Topfpflanzen prangt im milden Lichte der Lampen das Bild von Michael M. Mainz V'xi Daneben das Bild von Sanitätsrat Dr. Hirsch, Bad Nauheim, der ein Menschenalter ehrenamtlich das Haus und seine Insassen ärztlich betreut hatte. Der Rahmen ist einfach und anmutig, die Stimmung von vornherein gegeben. Die Feier beginnt mit dem schönen Gesangsvortrag des Herrn Lehrer und Kantor Bettmann in Bad Nauheim. Das mwV Tiara ist sinniger Auftakt für diese Feier des Dankes und der Freude. Darauf ergreift der Vorsitzende der Verwaltung, Herr Franz E t t l i n g e r, das Wort zur Begrüßung der Anwesenden, der Behörden und der Gäste. In klaren Ausführungen zeigt er. was der Verein geleistet hat, leisten wollte und noch zu leisten hätte. Er gedenkt voller Verehrung des unvergeßlichen Begründers des Heimes, Michael M. Mainz, und der Rothschild-Häuser in Frankfurt und Paris, die mit ihren Stiftungen den Herzensregungen des Frankfurter Philantropen willig gefolgt sind. Eine Reihe von Namen werden noch ehrend genannt, so San.-Rat Dr. Hirsch und die derzeitigen Äerzte der Anstalt, die aufopferungsvolle Oberin, Frl. Regina Lehmann und die ihr zur Hand stehenden Schwestern und Helferinnen. Unter dem Kriege und der Nachkriegnszeit hatte die Anstalt viel zu leiden, hielt sich aber auf der Höhe und übernahm noch andere Pflichten, so die des Kinderheimes, das vorübergehend geschlossen war (das Israelitische Kinderheim wird demnächst sein 40jähriges Jubiläum feiern) und die Verpflegung von Internierten. Das Defizit konnte aber in den letzten Jahren von 10.000 auf 4.000 Mark reduziert werden. Es wird zur Zeit sogar an bauliche Erweiterungen gedacht. Das Heim ist noch im hohen Maße auf das Wohlwollen und die Mithilfe seiner Freunde angewiesen. Der Vorsitzende schließt mit einer Aufmunterung Michael Mainz's zu „Bitochaun". Nach diesen sachlichen Angaben folgt die F e st r e d e des Herrn Prov.-Rabb. Dr. H i r s ch f e l d - Gießen. Eine großangelegte und gut aufgebaute Rede über das Wesen der jüdischen Zedoko an Hand der halben Schekel- Idee, die besagen soll, wie unsere Leistung im besten Falle nur halb sei und wie der Mensch des Menschen bedarf. Was die Frauen im Judentum bedeuteten und was sie als Spende ihres weichen Herzens gaben, schilderte und belegte der Redner mit bekannten biblischen Tatsachen. Diese Anstalt und die Liebe, die auf sie von hochherzigen Männern und Frauen in 25 Jahren verwendet wurde, sei der Dank an die jüdische Frau. Die Reihe der Begrüßungen eröffnet Herr Dr. Herz im Namen der Patientinnen, des Israelitischen Kinderheimes und des Ae rz te verein es. Er schildert dabei die guten Heilerfolge des Heimes. Herr Julius G o l d s ch m i d t spricht und begrüßt für den Vorstand der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M. Herr Emil Rosenthal entbietet den Gruß der Israelitischen Gemeinde zu Bad Nauheim. Herr Robert Strauß und Herr Dr. Max Oppenheimer hatten freundliche Begrüßungsworte für die verschiedenen Logen in Frankfurt a. M., die sich mit dem Heime verbunden fühlen. Herr R.-A. Katz überbringt mit einem Talmudworte den Gruß des Israelitischen Männerheimes Bad Nauheim. Eine Dame spricht für die derzeitigen Kurgäste des Hauses den Dank an Verwaltung und Oberin aus. Zuletzt spricht Herr Redakteur S. *Schachnowitz, worauf der Vorsitzende mit einem Dankeswort an die Teilnehmer die Reihe der Reden beschließt. Mit einem jvtoaa -i'v-Gesang des Herrn Kantor B e t t m a n n findet die in ihrer Schlichtheit recht eindrucksvolle Feier ihren harmonischen Abschluß. Man darf hoffen, daß sie dem segensvoll wirkenden Heime neue Freunde und Gönner gewonnen hat, die es ihm ermöglichen, sich auf der Höhe seiner Aufgabe zu erhalten. Esra-Ferienheim. Auch in diesem Jahre beabsichtigt die Frankfurter Esra-Gruppe, ein Landheim während der Sommerferien in Dillenburg zu eröffnen. Der Pensionspreis beträgt Mk. 3.— pro Tag. Für gute und reichliche Verpflegung wird Sorge getragen. Anmeldungen für Jungens (auch Nichtesräer) sind zu richten an Leo Ansbacher-, Frankfurt a. M., Rückertstraße 51. Jüdischer Turnerbund E. v. Der Jüdische Turnerbund E. V. Frankfurt a. M. macht am 6. Juli ds. Js. eine gemeinsame Taunuswanderung mit dem Jüdischen Jugendbund Höchst a. M. Treffpunkt: pünktlich um 7.25 Uhr am Hauptportal des Hauptbahnhofes. Fahrt nach Königstein. Der Jüdische Jugendbund steigt in Höchst zu. Gäste sind herzlich willkommen. Strikower Rebbe in Bad Nauheim. Der Strikower Rebbe, Rabbi Chanoch Sadia, der bekannte Initiator, Gründer und Präsident der Schomre Schabbos-Organisationen in Polen, hat diese Woche seinen Kuraufenthalt in Bad Nauheim genommen. Er wohnt in der Fürstenstraße 15. Rabbi Chanoch gehört zu den bedeutenden Rebbes in Polen und ist als Thoragelehrter und Zaddik allbekannt. In K ö n i g st e i n i. Ts. finden erholungsbedürftige Knaben in bester waldreicher Höhenlage liebevolle Aufnahme und fürsorgliche Pflege bei Lehrer Wetzl er, Oelmühlweg 19. Näheres Inserat. Bad Homburg. Die ehemaligen Besitzer des bekannten Hotel Braunschweig Bad Homburg, Herr und Frau Leo S ch ö n b a ch, eröffneten vor einigen Monaten in dem Hotel Victoria, Louisenstraße 91, unweit der Tramhahnhaltestelle Kiseleffstraße in sehr schönen behaglichen Räumen eine erstklassige Kurpension. Der verkleinerte Betrieb gestattet die Aufnahme einer beschränkten Anzahl von Wohngästen, denen ein großer herrlicher Garten zur Verfügung steht und die jede ärztlich verordnete Diät in sorgfältiger Einzelzubereitung erhalten können. Leidenden, die auf solche Diät angewieesn sind, bietet sich hiermit ein besonders vorteilhafter Kuraufenthalt, während Gesunde die bewährte Küche des Hauses genießen können. Das Haus steht nach wie vor unter Aufsicht des Hamburger Speisevereins resp. des Herrn Rabb. Dr. W r e s ch n e r, Bad Homburg. — Erstklassige Referenzen von Kurgästen der neu eröffneten Kurpension Schönbach stehen bereits reichlich zur Verfügung. Festlichkeiten werden übernommen und von Herrn Schönbach, welcher als erstklassiger Küchenchef bekannt ist, persönlich ausgeführt. Große Festsäle stehen zur Verfügung. Inhaber der Pension ist Frau E. Schönbach. (Siehe Inserat.) Frankfurter Vereinskalender. Verein Melor Chajim. Samstag nach Schul, Hörsaal Friedberger Anlage, Di« Nim, Herr Dr. Elieser Posen. — Nachmittag 4^ Uhr im Vereinslokale, Mikro, Herr Dr. Willy Hofmann. — Eine Stunde vor Nacht, Midrasch, Herr Lehrer M. Goldschmidt. Alles übrige wie üblich. Jahrzeitsstiftungen. Montag, 7. Juli, Ludwig Bender. Mittwoch, 9. Juli, Adolf Dann. Freitag, 11. Juli, Eva Friesländer geb. Sttauß. Agudas Jisroel-Jugenvgruppe. (Alle Schiunm wie üblich.) Man wende sich an das Büro: Schwanensttaße 12, Sonntags von IIV2—13 Uhr, oder telefonisch außerhalb dieser Zeit an den Vorsitzenden: Hartog Hartogsohn, Carolus 44368, Ostendstraße 82. Liwjath Chen. Samstag 51/4 Uhr im Hörsaale Friedb. Anlage Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über „Das Lied am Brunnen". Agudiftifche Frauen-Ortsgruppe. Montag, den 7. Juli fällt der Kursus aus. Montag, den 14. Juli, abends 9 Uhr, Arbeitsgemeinschaft des Herrn Lehrer Hirschberg 012« ’p-ia im Hause des Herrn Heinr. Eisemann, Friedberger Anlage 15. Gäste willkommen. Verein zur Pflege der hebräischen Sprache DW* Frankfurt a. M. Schwanensttaße 12 Part. Samstag, den 5. Juli spricht Herr P. Wollmann über: Beginn einer neuer Epoche im polnischen Judentum. nnsr litt- Im Zusammenhang mit dem Neuerscheinen des mn 'mr, von mirp hält am Samstag, npn 'v, um 5 Uhr nachmittags, im Hermesweg 7, Herr Abrahami, Stud. aus Palästina, einen Vortag, über Jehuda Halevi. Gebetzeiten. npn mw Freitagabend 7.45 Samstag n»Dwn 6.30 Samstagmorgen 7.45 Samstagnachmittag 1.00 und 5.00 Samstagabend 9.40 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefillin-Legen am Morgen 2.45 rZu allen Kassen zugelassen! Dr. Emy Metzger Nervenärztin Mainzer Landstraße 5,1. Stock Sprechzeit: L'/^-lv'/-,. 3-51/. Uhr. Telefon Senckenberg 31212 f Mein Büro befindet sich jetzt Kaiserstraße 1 Ecke Salzhaus V. Telefon Hansa 22010 Dr. Paul Kulp Rechtsanwalt f