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Der Israelit · 1930-06-12 · Heft 24 (12.6.1930) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
71 (1930)
Issue
Heft 24 (12.6.1930)
Date
1930-06-12
Page
– (sequence 7)
Language
German
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12. Juni 1930 Aidhausen. 25. Mai. Unter lebhafter Teilnahme der hiesigen Gesamtbevölkerung ohne Unterschied der Konfessionen, sowie von Freunden von Nah und Fern fand heute das seltene Fest der Goldenen Hochzeit der Lehrersehegatten Julius und Karoline Rosenfelder statt. Am Vorabend des Festes wurde das Jubelpaar mit einer Ovation beehrt, an welcher die Ortskapelle und der Gesangverein beteiligt waren, dessen Ehrenmitglied der Jubilar ist. Vormittags 10 Uhr fand eine Synagogenfeier statt, in welcher Herr Bezirksrabbiner Dr. Ephraim in einer tiefdurchdachten Ansprache die edlen Tugenden des Jubelpaares, insbesondere des Jubilars als Lehrer und Führer seiner Gemeinde seit 52 Jahren eingehend würdigte und demselben namens der Kultusgemeinde, des Rabbinatsbezirks und des Bezirksausschusses des Verbandes Bayrischer Israelitischer Gemeinden Dank und Grüße zum Ausdruck brachte. Namens der Nachbargemeinde Kleinsteinach sprach der Kultusvorstand Emanuel Grün bäum unter Ueberreichung eines praktischen Geschenkes ehrende Worte. Lehrer Blume n t h a l aus Hofheim beglückwünschte'' das Jubelpaar im Namen der Kultusgemeinde Hofheim-Lendershausen, Königshofen i. Grabfelde und Oberlauringen, sowie im Aufträge der aktiven und pensionierten Amtsbrüder des Rabbinatsbezirks unter gleichzeitiger Ueberreichung einer Glückwunschadresse. Schön und feierlich umrahmt waren diese Ansprachen durch die von Lehrer Heller-Adler aus Königshofen dirigierten klangvollen Solo-Chorgesänge des Königshofener Synagogenchors. Mit bewegten Worten dankte sodann Lehrer Rosenselber aus Ladenburg namens seiner gefeierten Eltern für die zahlreichen Ehrungen. Unter den zahlreich eingelausenen Glückwünschen sind besonders hervorzuheben die Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten v. Hindenburg, des bayrischen Ministerpräsidenten Dr. Held, der untersränkischen Kreisregierung, des Verbandes Bayrischer Israelitischer Gemeinden, der israelitischen Lehrerbildungsanstalt Würzburg usw. Möge es dem verehrlichen Jubelpaare vergönnt sein, noch lange Jahre hindurch in einem heiteren und sonnigen Lebensabend sich dieser feierlichen und erhebenden Stunden zu erinnern. oncsn rtsa Vermischtes. Vurgpreppach» 20 .Mai. Dieser Tage wurde die hiesige Talmud Thora-Schule wieder eröffnet. Vor etwa 50 Jahren war es der fromme und hochgesinnte Rabbiner Abraham Hirsch Vsi' der die Anstalt als Präparandenschule ins Leben rief und mit großem Aufwand an Kraft, Zeit und Mitteln in wenigen Jahren zu hoher Blüte brachte. Das Hauptziel, das er verfolgte, war die Verbreitung gründlicher Thorahildung und die Erziehung zu wahrer Frömmigkeit. Aus allen Teilen Deutschlands kamen junge Menschen und zwar nicht nur solche, die den Lehrerberuf ergreifen wollten, sondern auch künftige Kaufleute, die durch die Ziele der Schule angelockt wurden. Die Nachfolger des Gründers arbeiteten in seinem Geiste weiter. Die Schülerzahl wuchs und verbreitete in allen Gauen Deutschlands den Ruhm ihrer Bildungsstätte. Die wirtschaftliche Ungunst der letzten Jahre bewirkte eine vorübergehende Schließung der Schule. Aber immer wieder gelangten so viele Anmeldungen an den Vorstand, daß sich der derzeitige Bezirksrabbiner, Herr Dr. Ephraim entschloß, die Tore der Schule wideer zu öffnen. Sie war einstweilen als Bürger- und Handelsschule geführt worden, jedoch war von allem Anfang an in Talmud Thora ihr Hauptzweck Zu sehen. Möge sie auch in Zukunft reichen Segen verbreiten und wie früher viele Gönner finden, die sich durch Spenden und Stiftungen um die Erhaltung dieser Stätte für Thorawissen und Erziehung zubewußtem Judentum verdient machen! Hamburg, 10. Juni. Am 30. v. Mts. fand die Generalversammlung des hiesigen Israelitischen Stellenvermittlungsvereins „Schomre Schabbos" statt. Aus dem Tätigkeitsbericht, den dre Vorsitzende, Herr Michael I a - c o b s e n, eingangs der Versammlung hielt, ist zu erwähnen, daß es dem Verein gelungen ist, nachdem er seine Tätigkeit, die nach dem Kriege zeitweise von der A. J.-Jugendgruppe übernommen wurde, erneuerte, in der Zeit von Dezember 1929 bis März 1930 insgesamt ca. 30 Stellen zu vermitteln. — Nach Vorlage der Abrechnung und Entlastung des Vorstandes wurden neue Statuten, die der Vorstand der Vresammlung vorlegte, einstimmig genehmigt. In den Vorstand wurde Herr Michael Jacobsen wieder-, die Herren Dr. I. Goldberg, Ludwig Löwenthal, Jos. B. Sealtiel und Jos. H. Bachrach neu gewählt. — Der Verein will einen Werbeausschuß gründen, um die Förderung seiner Interessen von möglichst vielen Kreisen unterstützen zu lassen. Bigge (Westfalen), 9. Juni. In unserer Gemeinde, im idyllischen Sauerland gelegen, fand am snxn jp*iwi p"v die Einweihung eines neuen Sefers statt. Unter großen Opfern hatten die einzelnen Mitglieder unserer Gemeinde, in verhältnismäßig kurzer Zeit, in 4 Monaten, durch freiwillige Spenden den hohen Betrag für das Sefer aufgebracht. In anerkennenswerter Weise stellte sich die Jugend unserer Gemeinde zur Verfügung, um der Feier den gebührlichen Charakter zu verleihen. In der schön geschmückten Synagoge, die besonderes Gepräge durch neue Vorhänge und Teppiche erhalten hatte, versammelten sich am Schabbos die Gemeindemitglieder und Gäste aus Nah und Fern. Unter den feierlichen Klängen des rr^n 7ra> gesungen vom Gemeindechor, wurde das neue Sefer vor dem Ausheben in die Synagoge eingeführt. Der Israelit Die Einweihung hatte Herr Rabbiner Dr. Jacobs, Bad Kreuznach, ein Kind unserer Gemeinde, übernommen. Nachdem sämtliche Sforim ausgehoben, einige Hakofaus gemacht worden waren und das Leinen beendet war, bestieg Sr. Ehrw. Herr Rabb. Dr. Jacobs, die Kanzel, und legte in ergreifenden, schönen und sinnreichen Worten den Sinn und Zweck dieses Sefers aus. Besondere Weihe empfing dieser würdige Tag dadurch, daß am selben Schabbos eine nvn in stattfand. Herr Dr. Jacobs verstand es dadurch, daß er den Muffaf- G'ttesdienst übernahm, der synagogalen Feier einen würdigen Abschluß zu verleihen. — Am Abend versammelten sich die Gemeindemitglieder im festlich geschmückten Saale zu einer kleinen, der Zeit entsprechenden Feier. Auch! diese Feier fand reichen Beifalls durch Mitwirkung der hiesigen Jugend. 'Besondere Anerkennung gebührt einzelnen Kindern, aus unserer Nachbargemeinde -Meschede, die ein Theaterstück in bester Weise zur Ausführung brachten. Im Namen des Vorstandes der Gemeinde Bigge, wurde der Urheberin der Stiftung, Frau I a - cobs, Nuttlar, ein Blumenstrauß als Dank überreicht. Möge die Gemeinde aus diesem Sefer neue Kraft und neuen Mut schöpfen, um Klall Jisroel ein Vorbild zu fein! -m'nwfri min . Familiennachrichken. Barmizwo: Albert, Sohn des Herrn Direktor S. Scheffer, Haag (Holland), z. Zt. Zögling im Knabeninstitut Klibansky, Trutz 47, Frankfurt a. M. Synagoge Unterlindau. “inVynn mna. — Walter, Sohn des Herrn Prof. Dr. Hermann, Pick, Berlin-Wilmersdorf, Pfalzburgerstraße 60. 21. Juni. nbv 'a p"w. 23 er lobte: Hilde Altmann, Trier mit Max v. Bertz, Haag (Holland). Vermählte: Max Zitronenbaum, Mainz mit Betty Rottenberg, Zürich. Trauung: Sonntag, 1'5. 6. 30. Hotel Tannhäuser, Baden-Baden. Die Woche. Tätigkeitsbericht der Agudistifchen Irauen-Ortsgruppe Frankfurt a. M. von Peffach bis Schewuaus. Herr Dr. Marx, Syndikus des Zentral-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, sprach als erster Redner nach Pessach in der Agudistifchen Frauen- Ortsgruppe. Referent verstand es, in überaus fesselnder Weise ein Bild von der Tätigkeit des Zentral-Vereins zu geben. Alle Anwesenden wurden überzeugt, wie weittragend und bedeutungsvoll für die Judenheit Deutschlands die Arbeit des Zentral-Vereins ist. Mehrere Anwesende meldeten sich als Mitglieder des Zentral-Vereins an und ist dies wohl die größte Anerkennung für den lehrreichen und interessanten. Vortrag. Des Weiteren wurde in einer der Arbeitsgemeinschaften von Herrn Studienrat Munk an zwei Abenden das Buch „Ruth" gelesen und besprochen, wobei der klare und einleuchtende Kommentar des Herrn Referenten größten Beifall fand. Ferner sprach an einem weiteren Abend Herr Lehrer H i r s ch b e r g über „Pirkei Owaus" (Sprüche der Väter). Herr Lehrer Hirschberg verstand es, besonders die für die jüdischen Frauen in Betracht kommenden Stellen zu erläutern. Der gute Besuch bewies, daß auch für diese Arbeitsgemeinschaft großes Interesse vorhanden war. Die Arbeitsgemeinschaft von Herrn Lehrer Hirschberg wird nach Schewuaus fortgesetzt werden. In der Woche vor Schewuaus sprach Herr Jacob Rosenheim im Hörsaale der Israelitischen Religionsgesellschaft über „Die Grundgedanken der Agudas Jisroel"^ Der Referent verstand es meisterhaft, die Entstehung und Entwicklung der Agudas Jisroel von Kattowitz bis heute darzutun und vor allem die Verankerung des Agudo-Gedankens in der altjüdischen Ueberlieferung, in der schriftlichen und mündlichen Lehre darzutun. Agudas Jisroel war aber in dem Moment eine aktuelle Notwendigkeit geworden, als in der Judenheit Richtungen wie Liberalismus und Zionismus in Erscheinung traten. Agudas Jisroel hat nach außen hin die Aufgabe, die Forderungen der thoratreuen Judenheit vor der Oeffentlichkeit zu vertreten. Wie nötig ein solches Sprachrohr war, hat sich besonders in den letzten Jahren herausgestellt. (Jerusalem, Gens, Jewish Agency, Kalenderreform). „Agudas Jisroel will die Gegenwartsaufgaben des durch die Thora konstituierten jüdischen Volkes im Geiste der Thora lösen." Ihre Entwicklung ist auf große Schwierigkeiten gestoßen, wie es nicht anders zu erwarten war, denn die Verschiedenheit jüdischer Mentalität in einzelnen Ländern wie Westeuropa, Polen, Litauen und Ungarn muß durch Agudas Jisroel organisatorisch und geistig überbrückt werden. Dieses wurdtz besonders durch den rabbinischen Rat der Agudas Jisroel gefördert, welcher aus Thoragrößen jedes Landes zusammen gesetzt wurde. Redner schilderte noch die Tätigkeit der verschiedenen Landesorgänisationen und gab ein anschauliches Bild über die Zusammenhänge der einzelnen Tätigkeitsgebiete Her Agudas Jisroel. (Keren Hathora, Palästina-Zentrale.) Zum Schlüsse gab der Redner seiner Freude darüber Ausdruck, daß nun auch der Zusammenschluß agudistischer Frauen zur Wirklichkeit geworden sei. Ihre Hauptaufgabe erblickt der Redner darin, daß die Mütter ihre Kinder bewußt im agudistifchen Sinne erziehen. Reicher Beifall belohnte die formvollendeten Ausführungen. Nr. 24. Seite 7 Eine Rheintour der Agudas Jisroel-Jugendgruyye. Zu einer zweitägigen Berg- und Wassertour lud die A. J.-Jugendgruppe ihre Mitglieder für die Pfingsttage ein. Es wurde daraus zwar kein „Wormser Spaziergang", aber immerhin ein schöner Ausflug, der den 25 bis 30 Teilnehmern recht viel geboten hat. Als Schreiber dieses sich Montag mittag in Aßmannshausen einfand, kamen die Aguda-Touristen gerade vom Niederwälddenkmal herunter, frisch und braungebrannt und so vergnügt, wie es sich auf einer Rheintour von selbst versteht. Der größte Teil hatte bereits anderthalbtägigä Wanderung hinter sich und hatte viel von den Schönheiten der Berge an den Rheinufern zu erzählen, aber auch Schönes von der Gastfreundschaft der „Wiesbadener", die ihnen ein Nachtasyl boten. Nun begann die eigentliche Rheintour auf einem herrlichen Dampfer, der uns nicht gar zu schnell um den hohen Genuß bringen wollte und darum volle vier Stunden für den Weg von Aßmannshausen bis Mainz hinauf brauchte. Trotz der unheimlichen Ueberfüllung des Dampfers waren „die Öen Seelen", die sich bekanntlich „zu Land und zu ..er finden", doch mitten im Gedränge, wie eine kleine Agudainsel auf dem Verdecke bald beisammen, und unbekümmert um die zechende und Rheinlieder singende Umwelt rechts und links, oben und unten, entwickelte sich ein Agudaleben und ein Amüsement, das in Verbindung mit den lieblichen Höhenketten, dem glitzernden Wasser und dem Sonnenuntergang auf dem Rhein, zu einem unvergeßlichen Erlebnis wurde. Mit Verspätung schifften wir uns in Aßmannshausen ein, mit Verspätung kamen wir in Mainz an und — dank der Verspätung der von Köln einlaufenden Züge erreichten wir in Kaste! noch den Zug, um mit großer Verspätung kurz vor Mitternacht in Frankfurt einzutresfen. Diese Ausflüge sind so reich an geistigen Anregungen und von so eminentem erzieherischem Werte auf die jüngeren Teilnehmer, daß sie noch ferner zum feststehenden Sommerprogramme der Agudas Jisroel-Jugendgruppen gehören sollten. Vielleicht sollten sie aber nicht gerade auf solche Tage allgemeiner Stadtflucht gelegt werden, an denen eine Verbilligung der Fahrten und Konzentration der Kräfte zu einem ungestörten Auskosten aller jüdischen Möglichkeiten solcher Fahrten weit schwieriger ist. Sijum in der Dr. Hoffmann'schen „Iefchiwa". Am 28. Mai yra n"-v dem Jahrzeitstage von Eli Michael f. A., fand in der Rabbinischen Lehranstalt »Jeschiwa" eine Sijumfeier statt. Nach mehrjährigem gründlichem Lernen haben zwei Stufen der Jeschiwa den Traktat Gittin zu Ende gelernt. Zur Feier hatte sich eine große Anzahl von Freunden und Gönnern in dn schönen Räumen des „Eli Michael-Hauses" eingefunden. Nach dem Mincha-Gebet vollendete der Dozent der Jeschiwa, Herr L. Rackow, den unter seiner Leitung durchgelernten Traktat. Sodann ergriff der Leiter der Jeschiwa, Herr Rabbiner Dr. Hoffmann, das Wort zu einem tiefgründigen und inhaltsreichen „Hadran". Die überaus zahlreich Erschienenen fanden sich hierauf als Gäste in den oberen Räumen der Jeschiwa bei festlich gedeckter Tafel zur wahren Seuda schel Mizwoh ein. Als erster Redner sprach im Namen des Kuratoriums Herr Willy Mainz. Er begrüßte die Anwesenden, insbesondere die Vertreter der verschiedenen Delegationen. In herzlichen und gehaltvollen Worten sprach er über Bedeutung und Ansehen der Jeschiwa, ihr Wirken und ihre Ziele, er dankte dem ehrwürdigen Rosch-Hajeschiwa und dem Dozenten-Kollegium für ihre hingebungsvolle Arbeit im Dienste von Limud Hatauro, sowie all denen, die durch ihre moralische und finanzielle Förderung die Jeschiwa unterstützen. Herr Rabbiner Dr. Hofsmann sprach in meisterhafter Weise über die Bedeutung und Wichtigkeit der mündlichen Lehre. In herzlichen und pietätvollen Worten gedachte er des Mannes, dessen Jahrzeit an diesem Tage war, Eli Michael s. A., dessen Name mit der Rabbinischen Lehranstalt dauernd verbunden bleiben wird. Herr Dr. S. B. Eschwege überbrachte die Grüße des Vorstandes der Synagoge am Vörneplatz und die besten Wünsche für das Blühen und Gedeihen der Jeschiwa. Hierauf hielt in scharfsinniger Weise Herr Jeschiwadozent, L. Rackow, einen groß angelegten Hadran. Im Aufträge der drei Frankfurter Logen sprach Herr Robert Strauß. ör gedachte des segensreichen Wirkens der Rabbiner Dr. Marcus Horovitz und N. A. Nobel s. A. im Dienste des Chisuk Hatorah und wünschte der Jeschiwa weitere Entfaltung und Entwicklung. Von den Vachurim der Jeschiwa sprach Herr stud. jur. Max Nathansen, der in geschickter Weise die von nichtjüdischer Seite gemachten Angriffe gegen das tlllmudische Bestimmungsrecht der Scheidung zurückwres, während der Hörer der Oberstufe, M. Krynfiß, ein halachifches Thema geistvoll behandelte. Weiterhin sprachen: als persönlicher Freund und Vertreter des Vereins für jüdische Volksbildung Herr Professor Dr. M. Werner, für den Talmud Thora-Verein Herr Dr. Josef Frank, Herr B. Messerer als Vertreter der hebräischen Sprachschule und Herr Oberkantor M. Hes. Nach der Versteigerung des Tischgebetes sprach der treue Freund und Gönner der Jeschiwa, Herr Leopold Kaufmann, herzliche Worte des Dankes und richtete an die Anwesenden den Appell, trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage diese so bedeutungsvolle Lehrstätte nach Kräften zu unterstützen und zu fördern. Die schöne Feier war umrahmt von Gesängen, die Herr Oberkantor E. Groß mit bekannter Meisterschaft vortrug. Nach gemeinsamem Tischgebet trennte man sich um Mitternacht unter dem Eindruck, eine echt jüdische Festlichkeit begangen zu haben.

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