Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 71 (1930)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1930)
- Date
- 1930-06-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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I Seite 6. Nr. 23 Der Israelit 5. Juni 1930 Ferdinand Breslau Rappstr. 6 gegr. 1874 Tel.Zepp. 51528 Koks . Kohlen Briketts . Holz Alleinvertreter W. Stern, Hegelstraße 6 Telefon Carolus 47501 Kostenlose Beratung in allen Heizungsangelegenheiten Bad Schwalb ach — Schlangenbad — Eltville (Rhei n), verbunden mit Wanderungen auf guten Straßen und durch Waldungen, die, wie die Kenner der Gegend sagen, einzig in ihrer Schönheit dastehen dürften. Die Kosten hierfür betragen: für Teilnehmer unter 20 Jahren: Mk. 2,35, für solche über 20 Jahre Mk. 4.—. Am zweiten Tage für die Teilnehmer, die abends nach Frankfurt a. M. zurückgefahren find oder erst dann am Ausflug teilnehmen können, Abfahrt Ffm.-Hauptbahnhof: 8.05 Uhr, und zwar nach Eltville. Von dort aus nach Niederwald (Niederwalddenkmal), Aßmannshausen, Dampferfahrt Bingen—Mainz. Rückkunft: 22 Uhr. — Kosten für diejenigen, die beide Tage unterwegs bleiben, unter 20 Jahren Mk. 2 50, über 20 Jahre Mk. 3.50; für diejenigen, die am zweiten Tage erst sich anschließen: Mk. 5.—. Unsre Freunde aus Mainz, Wiesbaden ufw. sowie andere prominente Gäste, u. a. unser Führer bei der so harmonisch verlaufenen Wormsstatt. Der Saal war voll besetzt, und mit großem Interesse folgte man den von tiefem Ernst und heiliger Begeisterung getragenen Ausführungen Dr. Martin Bubers. Der Referent wandte sich gegen die vermaterialifierende Auffassung, daß Massenäußerungen (Kriege, Revolutionen ufw.) nur aus wirtschaftlichen Antrieben entstünden: suggestive Mächte des Geistes seien stets die tiefsten Ursachen. Eine starke Macht auch müsse es sein, die zwischen den Völkern eine wirkliche Einigkeit schaffe, die Gegensätze nicht — wie bei Antikriegspakten — latent weiterschwelen lasse, sondern sie wirklich ausgleiche. Und hier seien die Religionen, jede an ihrer Stelle, jede aus ihre Weise, die Berufenen, in gegenseitigem Einvernehmen das Friedenswerk schaffen zu helfen. Das Judentum mit seinem Messiasglauben und in der Art seines Diesseitsglaubens sei aufs stärkste berufen, einen Beitrag zu diesem Schassen zu leisten. Dem Referate schloß sich eine lebhafte Auseinandersetzung an, in der aus den verschiedensten jüdischen Lagern Fragen, Zweifel, aber auch wertvolle Arbeitsvorschläge laut wurden. Immer wieder während der Diskussion setzte sich Dr. Martin Buber mit seiner vollen Persönlichkeit für das von ihm erkannte Ziel ein und gestaltete so den Abend zu einem außergewöhnlich gehaltreichen. E. F. Jüdischer Turnerbund E. V. Die diesjährige Generalversammlung hat vergangenen Sonntag im Heim, Langestraße stattgefunden und konnte der Vorstand den zahlreich erschienenen Mitglie unvergeßlichen, . . .. __ _(_ _ __ Fahrt, Herr Redakteur S. Schachnowitz, werden sich uns verneinen günstigen BerichHe? dasabgelaufeneVeranfchließen. t . . . , ..! einsjahr erstatten. Durch die erhebliche Erhöhung des Meldungen der Teilnehmer stnd dringend notwendig Mitgliederstandes war die Einrichtung neuer Kurse bis Freitag, 16 Uhr, Schwanenstraße 12.! notwendig geworden, die sich alle eines guten Besuches Ein Lehrgang über Handelsrecht und Grundzüge des! von Seiten der Mitglieder erfreuen durften. Die anbürgerlichen Rechts. , schließende sehr lebhafte Generaldebatte zeigte das rege Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe ^will ihren dem Interesse der einzelnen Mitglieder an der organisatorikaufmännischen Beruf angehörenden Mitgliedern die Möglichkeit gründlicher Weiterbildung bieten. Herr Referendar Manfred N e u b e r g e r hat sich freundlicherweise zur Leitung eines Kurses bereit erklärt, und wir erwarten von unfern Freunden, daß sie solche Bestrebungen auch zu würdigen wissen, indem sie an diesem Kurs teilnehmen. Meldungen schriftlich umgehend erbeten: Schwanenstraße 12. Montags, allwöchentlich, von 20.30 bis 21.30 Uhr, findet der Hilchaus Schabbos-Schiur statt. Es sei wiederholt darauf hingewiesen (statt Montag, 9. Juni, findet er dieses Mal am Dienstag, 10. Juni, statt). Nach wie vor findet der Gemoro-Schiur (Bowo Mezio) des Herrn Rabbiner I. Horowitz, Montags und Mittwochs von 20.30 bis 21.30 Uhr Schwanenstraße 12 statt. Max Malinowski In der Nacht zum 15. Mai verstarb nach längerem Kranksein Max M a l i n o w s k i im Alter von über 70 Jahren. Max Malinowski war hier eine bekannte Persönlichkeit, als Mann von Charakter, von liebenswürdigem Wesen und gutem Humor weit geschätzt. Vor etwa 40 Jahren kam die Familie nach Frankfurt und erwarb sich in Jahrzehnten rechtschaffenen und frommen Wandels die Liebe und Achtung Aller. Bis zu den letzten Monaten seiner schweren Leiden war er beständiger Besucher der Synagoge und verständnisvoller Hörer der Lernschiurim. Aber auch auf dem Krankenlager versäumte er kein Gebet und trug in Gottergebung 'die ihni auferlegten Prüfungen. Hilfreich und voll Liebe zu mm und %'nzr’ wie er war, gründete er vor 35 Jahren zusammen mit anderen das Beshamidrafch, Rechneigrabenftraße. In bald 50iähriger ungetrübter Ehe führte er mit der ebenbürtigen Gattin ein Haus, das Heimstätte alter echter Jüdischkeit war. Diesem Hause entstammten acht Kinder, die zum Teil im eigenen Familienhause, im Geiste der Eltern leben. Schon rüsteten sich Kinder und Enkel, in wenigen Jahren die goldene Hochzeit der Eltern und Großeltern zu feiern. Leider war ihm dieses nicht beschieden, aber die aufopfernde Liebe der Seinen war ihm letzter Trost und verschönte seine letzten Stunden. Er ist am zu Sabbat in die ewige Heimat eingel'ehrt. Wegen der Nähe des Sabbats konnte bei der Bestattung auf dem Friedhof der Israelitischen Religionsgesellschaft kein Hesped gehalten werden. Aber er wird im Kreise der Seinen und darüber hinaus unvergessen bleiben. Jüdischer Ariedensbund, Ortsgruppe Frankfurt a. 2U. Im kleinen Saale der Frankfurt-Loge fand am 26. Mai 1930 ein Aussprache-Abend unter Leitung des Vorsitzenden, Herrn Dr. Martin Buber, über das Thema: „Weshalb brauchen wir einen jüdischen Friedensbund?" fchen Vereinsarbeit und brachte dem Vorstand wichtige Anregungen, die im Lause des neuen Vereinsjahres ihre Verwirklichung finden werden. Der bisherige erste Vorsitzende des Vereins, Herr Dr. med. Ernst Freimann, der statutengemäß aus dem Vorstand ausschied, wurde mit fast voller Stimmenzahl wiedergewählt. Neu in den Vorstand wurde Frl. Hanna Gundersheim gewählt. Frankfurter Vereinskolender. Verein Mekor Chajim. Sonntag morgen nach Schul (ebenso Mittwoch) im Hörsaale Friedberger Anlage snrr "n, Herr S. Schachnowitz, — vormittags 8 Uhr (ebenso Samstag eine Stunde vor Nacht) im Vereinslokale, Gemoro, Herr I. Soffer. — vormittag 91/4 Uhr (ebenso Dienstag nachmittag 1 Stunde vor Mincho) Gemoro, Herr R.-A. G. Posen. Montag morgens nach Schul (ebenso Donnerstag) Mischnalernen der Mitglieder. — abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch ftüh), Gemoro, Herr Rabb. Dr. Josef Breuer. — abends 81'2 Uhr (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr Dr. Elieser Posen. Dienstag morgens nach Schul (ebenso Freitag), Mischna, Herr Dr. Elieser Posen. Samstag nach Schul, Hörsaal Friedberger Anlage, Dinim, Herr Dr. Elieser Posen. — Nachmittag 4 '/4 Uhr im Vereinslokale, Mttro, Herr Dr. Willy Hofmann. — Eine Stunde vor Nacht, Herr H. Holpern. Eine Stunde vor Nacht, Midrasch, Herr Paul M. Aron. Von Sonntag bis einschließlich Donnerstag, jeden Abend 83At Uhr Schaslernen, Herr H. Holpern. Von Montag bis einschließlich Freitag morgens nach Schul im Sitzungszimmer Friedberger Anlage Gemoro, . Herr Dr. S. Ehrmann. Jahrzeitsstiftungen. Montag, 9. Juni, Jacob Löwenstein-Stiftung. Mittwoch, 11. Juni, Nanette Isaak geb. Prager-Stistg. Freitag, 13. Juni, Falk Goldschmidt-Stiftung. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Schabbos l1/^ Uhr, Hafchkomoh, Schwanenstraße 12, Das Jaumi-Schiur, Herr Herz Halpern, von 12—13, Sonntag von 11—12 Uhr, Montag bis Freitag von 12—13 Uhr, Gelegenheit zum Lernen — täglich von 9-12 Uhr, Schwanenstr, 12. — Gemoroh Bowo Mezio, Vorbereitungsfchiur, Dozent: Herr Ch. Liverhant, jeden Schabbos 11 ., Stunden vor Nacht, Schwanenstr. 12. (Dieser Schiur ist der Vorberoitungsschiur zu dem Montags und Mittwochs von 20l/2—211/2 Uhr stattfindenden Schiur des Herrn Rabbiner Horowitz '"^.) — Kizzur Sd)ulä)an Aruch-e-chiur, Dozent Herr Louis Kahn, nach Schluß der Synagoge, Schwanenstr. 12. — Tesilloh-Erklärüng, Dozent Louis Kahn, nach Beendigung des Schulchan Aruch-Schiurs, Schwanenstraße 12. — Mischnajaus Schiur, Dozent Herr Dr. Hirsch, von 16i/2—1?i/2 Uhr, Merianstraße 35. Montag abend, 8V2 Uhr, Schiur über rav tvo^n, Herr B. Rachelsohn (Zeil 2). Dienstags von 21—22 Uhr, Schwanenstraße 12, Gemoro- Schiur, Dozent: Herr Herman Bing. Kurse, auch in profanen Fächern, Arbeitsgemeinschaften und Schiurim, besonders für Schulentlassene, in der Jugendgruppe der Agudas Jisroel, Frankfurt. Man wende sich an das Büro: Schwanenstraße 12, Sonntags von 11V2-I3 Uhr, oder telefonisch außerhalb dieser Zeit an den Vorsitzenden: Hartog Hartogsohn, Carolus 44368, Ostendstraße 82. Jüdische Frauenvereinigung E. V. Den Wünschen der Teilnehmerinnen entsprechend wird die Arbeitsgemeinschaft über die Sidroh unter Leitung des Herrn Zahnarzt Dr. S. Ehrmann am Dienstag von 6y2—71/2 Uhr im Hörsaal Friedberger Anlage fortgesetzt. Herr Dr. Ehrmann spricht erstmalig am 10. Juni. Gäste — Damen sehr willkommen. Liwjath Chen. Samstag 6^/4 Uhr im Hörsaale Friedb. Anlage Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über „Vom Segen der Priester". Verein zur Pflege der hebräischen Sprache Die Arbeitsgemeinschaften des Vereins unter Leitung des Herrn Landau finden regelmäßig jeden tmv Nachm, um 6.16 statt. X7KD 'a n:v sprach Herr Jacob Landau über 21'u, nbnpi (Pessimismus und Optimismus), wonach sich eine lebhafte Diskussion entwickelte. Als nächster Referent für rrM '3 ttsp ist Herr B. Messerer vorgesehen. Der Verein schreitet jetzt zur Begründung der hebr. Kurse für Anfänger und Vorgeschrittene. Interessenten wollen sich Mittwoch abend, den 11. d. Mts. um 20.30 Uhr im Vereinslokal, Schwanenstr. 12 melden. Jüdischer Turnerbund E. V. Sonntag: 8.30—12 Uhr vorm. Sport und Spiel Ostpark (kleine Wiese), für Herren und Jugend. Dienstag: 7—9 Uhr abends Sport und Spiel Oftpar (kleine Wiese, Laufbahn). Mittwoch: 8.30—10 Uhr Turnen Annaschule (Rechneigrabenstraße). Donnerstag: 8.30—10 Uhr Turnen S. R. Hirsch-Schule (Tiergarten 8). Dienstag: 5.30—7 Uhr Gymnastik und Spiel Ostpark (kleine Wiese), für Knaben. Donnerstag: 8.30—10 Uhr Gymnastik und Turnen Annaschule (Rechneigrabenstraße), für Damen. Mittwoch: 7.30—9 Uhr Gesundheitsgymnastik S. R. Hirsch-Schule, (Am Tiergarten 8), für Frauen. Mittwoch: 4.30—7 Uhr Gymnastik und Turnen Annaschule (Nechneigrabenstraße). Abteilung 1 bis 11 Jahre 4.30—5.30 Uhr. Abteilung 2 über 11 Jahre 5.30—7 Uhr, für Mädchen. Gebetzeiten, nat? Freitagabend 7.45 Samstag nMwn 6.30 Samstagmorgen 7.45 Samstagnachmittag 1.00 und 5.00 Samstagabend 9.30 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Teftllin-Legen am Morgen 2.35 WeMgepflegflieif «BjaBgBanaaaraiHBBa BLUMEN Maß GOTTFRIED ROST S a n d w e g 6 Telefon Carolus 4 3 5 6 9 GRÜNEBURO-ßPOTHEKE Grüneburgweg 5 Telefon Zepp. 51218 Urinttniersuchumgeii Auf Wunsch werden die Rezepte in der Wohnung abgreholt und durch eieenen Radfahrerdienst wieder zuirestellt. In einer Großstadt Mitteldeutschld. besteht für einen tüchtig, u. energ. Menschen die günst. 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