Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 71 (1930)
- Issue
- Heft 21 (22.5.1930)
- Date
- 1930-05-22
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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Crzie^ung und I>e\) acjc zum Organ -es Kun-es gesehestrener Wischer Kehrer Deutschüm-s. Verantwortliche Schriftleitung: L. Kaufmann, Sprendlingen (Kreis Offenbach). Die Fortbildung des jüdischen Lehrers im Taurowifsen. Referat, erstattet von I. Lebermann in Darmstadt. In der 'i 'y '» p ptwa’p 'ob xaaa sagt Rattan aa: j'x mm naa by x!»x aax bv wa narnn und ''va zur Stelle, w!» marna npoy ab na '2sa vbyv myan nVrrn pan Damit steht anscheinend im Widerspruch map 'an 'aa 'S 'y n wo es heißt: waaiR pal» aaxpa'2aae» nytra Raa aax •nam!» dw nyap miaxa nnai nxiw ib Darnach würde also die erste Frage para ava lauten: i-waxa /uw nnva und dann erst raain!> arny r-ayap. Diesen Widerspruch sucht r-awain auf die ersterwähnte Stelle, in peny dahin zu lösen: rVr aas bv wa n!»’nn px a'aaix pa!> na« pv'aaava j'p'!»aa naa pasa aaxa xni nam naa by ^nai xva by i!> pVxnyy n!>xi? payl> spia wn naiarra nmn nxtw .naini» amy yap nl>e> by nV’nn «aa a'vasa wpa l>aa ‘ ax Es ist. also richtig, man fragt am pan w wirklich zuerst wegen des jnai xva (d. h. j'^-xiv), jedoch die Strafe, d. h. der Prozeß wird ihm gemacht wegen seines Lernens, d. h. wegen nam!» aw nyap- Mein Lehrer, Herr Lippmann b"t hat dazu folgende Erklärung gegeben: Wenn jemand an die Grenze kommt und Pakete mitbringt, dann fragt man ihn nach dem Verzollbaren. Wenn er verneint, schaut man den Paß an. Ist der Paß in Ordnung, läßt man ihn passieren. Andernfalls wird Kontrolle durchgeführt. So ist es auch im n^a bv a"a: Man sagt ii' anaix nicht a^bnw- Warst du ehrlich im Handel und Wandel? Im bejahenden Fall, stellt man die zweite Frage:narn!»a'/-ynyapHat er gelernt, läßt man ihn gehen. Im andern Falle macht man ihm den Prozeß wegen jnw kw». Denn es ist nicht anzunehmen, daß er, wenn er gewissenhaft lernt, sich gegen miaxa a"ia vergeht, d. h. andere betrügt. So ist es also recht nach msmn: ’aaa by rVx aax bv wa nVmn px nam d. h. also raama npoy xb na ’isa i'^yv myan nb'nn und daß jetzt in derpp'!»aa naa 's nae» 'aa anders gefragt wird, nämlich r-inai xiRwa ab a’na'x pab na« pv'aaav nsva Raa aaR naanV amy nyap na-ana da sagt nisorn: na^xv pasb Rpaa ii"n jnai xva by pbRavv aber yap Rb2> by nbn/a aaaa v'yasa oapa baa naanb arny Beweis dafür ist der Ausdruck in pp'baa naa: riRva ab a'aaix und nicht ab pa-\ Ja, unser i/ana Rva, d. h. bei uns jüdischen Lehrern und besonders bei uns Religionslehrern ist es unser heiligster paaa r^rva und der Frage rnwaxa i-aoaa riRva werden wir einmal scharf ins Auge blicken müssen. Können wir standhalten, ist unser Paß in Ordnung? Haben wir Ewav nxa’i naan nanx betätigt, haben wir gelernt? Ich will mar r^ab za sein und annehmen, daß jeder Kollege sich täglich ein Stündchen für i-rra reserviert. Aber ich kenne die Verhältnisse draußen und habe in meinem Berufsleben, das in hervorragender Weise den Kollegen und Gemeinden gewidmet war, beobachten können, daß zahlreiche Kollegen oft den besten . Willen haben zu lerneir, es aber nicht können, weil sie am Platze keine Anregung erhalten, der eigene Fonds zum selbsttätigen Forschen nicht hinreicht, Gelegenheit zu waayp sind nicht immer da, und wenn auch, werden sie nicht benützt, kurz, die geringe Dosis rnaaaaS welche das Seminar dem angehenden Lehrer mit auf den Weg gegeben hat und wäre es selbst die Absolvierung eines dem ausschließlichen Lernen gewidmeten na'v'-Jahres, ist, nach der bekannten Wahrheit von den Folgen des Stillstandes bald aufgezehrt, und auf der weiten Flur des Gemeindelebens steht einsam und allein der Lehrer da, der statt zu befruchten, selbst geistig öde geworden ist. Ich würdige alle realen Momente naa/a pR nap px px# es ist wahr, die schwere Not des Lebens und das häufige Fehlen von materiell ausreichenden Lebensverhältnissen sind dem raa-nn npwn nicht günstig, obwohl auch gesagt werden mutz, daß bei den großen Vorbildern im Osten Und in!»xav' pax trotz noch ungleich schwereren Lebensbedingungen das Lernen und die nxa' geradezu herrliche Triumphe feiern — bei uns ist leider nicht die gleiche Resonanz zu -finden, wir sind aus anderem Holze geschnitzt. Aber, meine lieben Kollegen, ist es denn in Gegenden, wo dis Lehrer günstiger gestellt sind und ein auskömmliches Dasein haben, anders? Dieselbe Oede und Flachheit im Gemeindeleben, dieselbe Stagnation im Lernen und leider dieselbe Lethargie in der nnax der Gemeinde. Ich gestehe zu, der Lehrer kanms Allein auch Nicht immer machen, aber vieles könnte oft bester sein. Leider ist der Aussvruch unserer Weisen man pR,a ay nb auch auf manchen Angehörigen unseres Standes anzuwenden, und unser Stand ist heute in Wettbewerb zu dem pnn 'ay-tnm getreten, das man früher als die größte Schande für den jüdischen bbs bezeichnet hat. Soll ich im Kreise von Kollegen vom Werte der Fortbildung in der naan sprechen? Unser Beruf bestimmt als Ausgabe, zu lehren, zu bilden, zu erziehen, und Sie kennen. alle die Binsenwahrheit, daß lehren, erziehen und bilden nur der kann, der selbst belehrt, erzogen und^ gebildet ist. Wie müßte es dann erst auf dem Gebiet der naan und nnax bestellt sein, die umaix unser ureigenster Beruf sind! täglich ruft die raam jedem jüdischen Vater zu: caana dr nmx csnaa^a lehret sie, die naan-Worte Eure Kinder, und unsere Weisen sagen hierzu: Larnx r!>r amx Rapn bn Wollt Ihr Eure Kinder lehren, dann lernet selber; so der jüdische Vater, um wieviel mehr der jüdische Lehrer! Wir Lehrer sollen die zarten am für naa/a gewinnen anx x!>x bwr Rapn!»x lernet vor allem selbst, lernet paan ne/y .nay’apa yapsagte der große mav, und in sinniger Weise deuten die r^r a'a pR :wa anara RVa anaaa wa' nvbv aa^a :nawva ’Bnaa naa/a R*»a a'a' mbv aaVmv p’a waiaa!» rbs Va »an aarue» naan aaya pp'Dsaa nar/a paap an’tr an!» aapna anwae» a’R’aa aaay aRba (a"s p"a) naan Rba a'a' nvbv aa'!>' Rbv 'aa nav und die lebenskundigen und klugen Lehrer schildern in drastischer Weise den Unterschied zwischen Einst und Jetzt: .v'aaanRn naaaa o'ia»Ran naaaaa rchv nnaa Ra ’Ry!»R 'aa naan’ 'a aax /aa’a na»pm ara ar - ’Ray ananVaa ya,? anaaan a»y aw-nan naaaa .aa»a na’pnj r!» ara ar — ’Ray anaaana yap anaRba avy aaaaanRn naaaa Damit ist zugleich das Urteil gesprochen über die Bestrebungen, die jetzt größtenteils das Denken und Sinnen der jüdischen Lehrervereine ausmachen, während na'/ japa nmaa naan. Nicht als ob ich das Streben nach Eristenzmöglichkeit und Wohlfahrt auch nur irgendwie kritisieren möchte — dagegen spricht meine ganze Vergangenheit — aber dem einseitigen Betonen des nap pR br <'aan pR setze ich das Wort nap pR naan p« dr entgegen. a"a e»aaa sagt auf die Stelle bnaan ini-an und besonders auf den Schluß a'aa a'Vaa abbn a’Ja ra pRn a-'pa aaab aaa»a aaya sbv 'aa pnaxa nn'R wbapa n!>ya!»a nnR naa naaa’B» p’a Q’yaaiy anv p»a naan a'aa a’Vaa l-Ras»' an ^a an'B'a a'a ayv naan aaa aaya r!>» 'aa puaara anaxa'bapa an naann ja van aaa •an’a'a Also genug der Worte über den unschätzbaren Wert von naan aaabn- Jetzt aaar V’t- Es muß also von uns Lehrern mehr als bisher und eifriger gelernt werden, nicht nur aaaty naavb des Lehrers wegen, sondern naaaV nb'npn und waann naavb- Von der Vorbildung des jüdischen Lehrers in den rabbinischen Fächern habe ich heute nicht zu reden, obschon die Verhältnisse an manchen Lehrerbildungsanstalten, auch solchen, die auf unserem Boden stehen, verführerisch dazu reizen. Aber, Kollegen im Amt, ich rufe Euch dringend zu: Gründet a'aaytp, vereinigt Euch zu Lernzirkeln und schöpft aus dem reichen Born der naan. Der Bund gesetzestreuer Lehrer hat in dankenswerter Weise an verschiedensten Stellen Deutschlands a'nayiz» für Lehrer eingerichtet. Wie sie besucht werden, wie der Betrieb und was überall gelernt wird, weiß ich nicht. Eine Statistik darüber wäre dringend erwünscht. So kann ich nur die hessischen Verhältnisse -beurteilen, und da sieht es trübe aus: Von den beiden größeren Rabbinaten kommen die Kollegen des Bezirkes Gießen in größeren Zeitabständen und die in Darmsladt jeden Sonntag zusammen. Wie der aayiy in Gießen besucht wird, weih ich nicht, aber die große Pause ist einem intensiven Lernen nicht günstig: in Darmstadt ist der aayp häufiger, aber sehr mangelhaft besucht und infolgedessen -wenig ergiebig.*) Soll ein gedeihliches Resultat, d. h. ein wirklicher Erfolg erzielt werden, dann müssen alle Kollegen des Bezirks kommen. Die Reisekosten sollen wennmöglich von den orthodoxen Körperschaften: Freie Vereinigung, Ägudoh, naann jap getragen werden, denn die Erhaltung solcher Kurse ist eine wichtige Aufgabe!>!-an naan!»- Aber ich bitte andererseits die Kollegen hier nicht kleinlich zu sein und sur erlpireMichen aaa!> sowie zur Förderung des eigenen naan -Wissens auch selbst etwas in die Tasche zu greisen, wie es die Kollegen an anderen Orten (in Fulda z. 23.) ebenfalls tun. Den Hauptgewinn tragen sie ja selbst und die Ausgabe für einen einmaligen Besuch beträgt noch nicht die Kosten einer einzigen Stunde zu gesanglicher Ausbildung. Dabei darf ich bemerken, daß der verstorbene Fuldaer aa Dr. M. Cahneinen anderen Weg eingeschlagen hat, um den Lernptfn und naan nanu bei seinen Lehrern zu fördern. Alljährlich nahm er durch seine Beziehungen zu einflußreichen Gönnern von naan aaa!» Gelegenheit, allen Teilnehmern seiner a’aay’iy ein aaa von Wert zu überreichen, bald ein wva-Eremplar, bald eines der Werke von S. R. Hirsch!>"X7, bald eine wertvolle Neuerscheinung auf dem Büchermärkte. Erempla trahunt, und ich möchte dies Verfahren allen geschätzten aay«> -Leitern zu geneigter Nachahmung empfehlen. Vielleicht ist es auch einem oder dem andern Rabbiner möglich, entfernter wohnende Kollegen an einem zentral gelegenen größeren Land orte zu einem aaytf zu vereinigen. Auch die Frankfurter na»iw könnte verdienstvoll mi 1 helfen und sich durch Einrichtung eines den Lehrerbedürfnissen angepaßten nayp großes Verdienst um die geistige Hebung der Lehrer sowie der Landgemeinden erwerben. Was den Lehrstoff anbetrifft, so ist alles wicht i g. Ohne den verehrten Dozenten jedoch vorzugreifen, halte ich es für meine Pflicht, daß im 3—4stündigen aay® möglichst viel und gründlich gelernt werde. Vor allem 1"rn und nj»a (xaaa erst nach längerem Lernen und bei mehr zur Verfügung stehender Zeit.) Dann aber Einführung des Lehrers in populär wissenschaftliche Behandlung von '"tn, Anleitung zum Nachschlagen eines pa i m jn!»aV >pay, sowie zur homiletischen Behandlung eines vaaa-Wortes und zu geistvollem Vortrag eines aayErnaiy :etner Aussprache über Erfahrungen in der - nwnff und mannigfache Vorkommnisse des religiösen Gemeindelebens. Vor allem muß aber das Gelernte verdaut und geistiges Eigentum werden. Deshalb muß das Gelernte beim nächsten aayjy gründlich wiederholt und mündlich besprochen werden. Dies dürfte die Teilnehmer sicherlich zu eingehender rationeller Wiederholung und intensivem Durchdenken des Gelernten veranlassen. Zu den Referaten hinüber müssen alle Kollegen herangezogen werden. Dann müssen die a'aayv allwöchentlich und nayapa, d. h. regelmäßig gehalten werden. Dies wären in großen Zügen die Wege zu besserer Fortbildung im naan -Wissen als bisher. Nach den Worten unserer Weisen: *<»n n”n fy aaRjp fyV nam 'aaa ai-var nai» ca’aan 'Ta'm s]R!>aarn nx p'!»aa jvp py na i!> aaa!» na a’p’ma!» rnaaaa manb naan ru'm 'aa aaxa wm n’iann nx a’-nna a’aap .j!-wa am’ 'raimm wann am' ’a'anni So gesellt sich natürlich der aiyw mit Gemeindemitgliedern und besonders mit der schulentlassenen Jugend zu den der Fortbildung des Lehrers außerordentlich nützlichen Faktoren. Darum, liebe Kollegen, lasset Euch die Gelegenheit nicht entgehen, lernet fleißig, nicht nur für Euch, sondern beginnet mit B a a l e b a t i m, mit den Jünglingen Eurer Gemeinde und wären es anfangs nur wenige, nur einer, 'w nnx anaax und die raam berichtet von den jana ivy 'avx nawsi' vielleicht gelingt es dennoch, daraus und selbst auf bisher nnVa pax *) Neuerdings ist auch von Herrn Rabb. Dr. Merzbach- Darm stadt ein Fortbildungsschiur für die Lehrer seines Rabbinats eingerichtet worden, der alle vier Wochen stattfindet.