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Der Israelit · 1930-03-20 · Heft 12 (20.3.1930) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
71 (1930)
Issue
Heft 12 (20.3.1930)
Date
1930-03-20
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10. Nr. 12 Der Israelit 20. März 1930 $ unwiderlegbarster Weise, zeigte er, wie die Entwicklung der Kabbalah und des Chassidismus nur durch den Talmud erst denkbar war, also niemals im Gegensatz zu diesem stehen konnte. — An den großen Persönlichkeiten der riss nbnp — Rabbi Joseph Karo, R. Moscheh Alschich und R. Jzchok Lurjah — zeigte er, wie harmonisch die von diesem o’^vu gleichzeitig vertretenen Ansichten, sich zusammen verstehen lassen können. Zwischen diesen drei großen regelmäßigen Zyklen hatten wir das Vergnügen, Herrn Rabbiner Jonathan H o r o v i tz über „Die Thoraschrift im Heiligtum" und Herrn Emil Goldschmidt über „Eine Schiffsreise" zu hören. Die beiden Redner, aufs Beste unserem Vereinskreise bekannt, fanden mit ihren Ausführungen die lebhafteste Anerkennung. Leider konnte so mancher Dozent, den wir sonst so gerne hören, in diesem Winter nicht zu Worte kommen. haben wir ja dafür in der jetzt kommenden Sommersaison umso öfters das Vergnügen, ihnen lauschen zu dürfen. Allen Dozenten, aber auch den verhrten Besuchern unserer d'-wb> und Veranstaltungen herzlichen nu und weiteres pm- S—r. kullussteuer der Israelitischen Gemeinde. Die Kultussteuer wurde gemäß dem Vorschlag des Vorstandes mit Zustimmung aller Parteien der Gemeindevertretung auf 15 Proz. der Reichseinkommensteuer festgesetzt. Kenner der Wirtschaftslage behaupten allerdings, daß es nicht möglich fein wird, mit diesem Satze, auszukommen, es fei denn, daß man daneben zu der bereits im Vorjahr angeregten Vermögenssteuer greift. Diese würde einen gerechten Ausgleich bei den Zenfiten schaffen, die für das Jahr 1929 nicht einkommensteuerpflichtig waren, aber doch bedeutende Vermögen besitzen. — Im Uebrigen wurde der vom Vorstand aufgestellte Etat zunächst der Finanzkommission zur Bearbeitung überwiesen. Synagogengemeinde „Israelitische Religionsgesellschaft". Die Mazzo-Kommifsion der Israelitischen Religionsgesellschaft schreibt uns: Wir machen darauf aufmerksam, daß die Zahlungsfrist für die bestellten Mazzos am Dienstag, den 25. ds. Mts. abläuft. Bei später eintreffenden Zahlungen kann Belieferung nicht verbürgt werden. „Hafomir". Bei dem am Sonntag den 23. März stattfindenden Purimfest des „Esras Nofchim" im großen Saale des Volksbildungsheims wirkt der Chor des „Hasomir" mit. Das Solo-Quartett und der Gesamtchor stehen unter Leitung unseres Dirigenten, Herrn Konzertsängers Leo Rosenblüth. H. B. Erholungsheim für israelitische Frauen Baden-Baden E. B. Das Heim in Baden-Baden wird in diesem Jahr seine Pforten am 28. April öffnen. Meldungen von Frauen und Mädchen können an unsere Ehrendame Frau Rebecka Cohn, Frankfurt a. M., Friedberger Anl. 14 erfolgen, die die notwendigen Formulare weitergibt. Das Heim ist im vergangenen Jahr durch den Bau einer neuen Liegehalle sowie eines neuen Speisesaals nach den Vorschlägen unserer Aerzte erweitert und verschönt worden. Der Erfolg des Vorjahres gab uns die Gewißheit, mit dem Heim, fü rdas stets sehr zahlreiche Anmeldungen vorliegen, wirklich Gedeihliches im Interesse unserer jüdischen Frauen und Mädchen, insbesondere auch derer aus dem heute besonders notleidenden gehobenen Mittelstand zu tun. — Der Verpflegungsbeitrag beträgt per Tag Mk. 4.— bis 4.50. Bei Vorlage von entsprechenden örtlichen Bescheinigungen kann für die Kurbedürftigen Fahrpreisermäßigung erwirkt werden. Kriegsgräberfürsorge und die Jtot der Zeit. Vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksoerband Nassau u. a. G. wird uns geschrieben: Auch die Kriegsgräberfürsorge ist durch die wirtschaftliche Notlage des deutschen Volkes in ihrer Tätigkeit gehemmt. Trotzdem sie nach wie vor auf öffentliche Mittel angewiesen ist, um die gewaltigen Sammelfriedhöfe auf den ehemaligen Kriegsschauplätzen endgültig ausbauen zu können, wagt sie es an diesem Volkstrauertag nicht, an die breite Oeffentlichkeit zu treten, um Spenden für ihre hehren Zwecke entgegen zu nehmen. Sie hat ihre Sammlung daher auf den Hauptfriedhof beschränkt, und bittet deshalb alle Volksgenossen, die der Kriegsgräberfürsorge alljährlich am Volkstrauertag ihre Spenden zuführten, diese dem Postscheckkonto: — Kriegsgräberfürsorge 55 900 Frankfurt a. M. — überweisen zu wollen. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag morgen nach Schluß dev Synagoge „Dinim", Herr Dr. E. Posen. — Nachmaittag 3/4 Stunde vor Mincho, Mikro, Herr Dr. Hofmann. — Eine V» Stunde nach Nacht (ebenso Sonntrg vormittag 8 Uhr), „Gemoro", Herr Joachim Soffer. Sonntag morgen nach Schluß der Synagoge (ebenso Mittwoch) im Hörsaal, on» "n, Herr Redakteur S. Schachnowitz. — Vormittag 9^ Uhr (ebenso Dienstagabend 61/-. Uhr Vereinslokal) „(Bemoro", Herr R. A. Gerson Posen. Montag morgen nach Schluß der Synagoge (ebenso Donnerstag), im Hörsaale, Mischnalernen der Mitglieder. — Zu gleicher Zeit im Sitzungszimmer Friedberger Anlage von Montag bis einschließlich Donnerstag, „Gemoro", Herr Dr. S. Ehrmann. — Abends 7 Uhr (ebenso Wtiümod)) im Vereinslokale, „Gemoro", Herr Rabb. Dr. I. Breuer. — 81/2 Uhr, (ebenso Donnerstag), „Gemoro", Herr Dr. E. Posen. Dienstag morgen, nach Schluß der Synagoge, (ebenso Freitag), „Mischna", Herr Dr. E. Posen. Von Sonntag bis einschließlich Do.merstag abends 88/4 Uhr „Schaslernen", Herr Herz Halpern. Jahrzeitsstiftungen. mV, 22. März. Moses Löb Rosenbaum-Stiftung. Sonntag, 23. März. Frau Mirjam Hirsch- und Fanni Joseph geb. Carlebach-Stistung. Montag, 24. März. Clementine Goldschmidt- und Olga Lion-Stiftung. Mittwoch, 26. März. Therese Roos geb. Hirsch-, Leo Hamburger- und Rabb. Isaak Strauß-Stiftung. Donnerstag, 27. März. Direktor Mendel Hirsch-Stiftung. Freitag, 28. März. Sofiie Bier geb. Heller-Stiftung. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Vorbereitungsschiur Gemoroh Bowoh Mezio findet für die Folge allwöchentlich am Schabbos, ll/4 Stunden vor Nacht, in der Agudas Jisroel-Jugendgruppe, Schwanenstr. 12, unter Leitung des Herrn Eh. Lieverhaut statt. Halachischer Vortrag in der Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Am kommenden Schabbos, 17 Uhr, hält in der Schwanenstraße 12, Herr H rz Halpern einen halachischen Vortrag, die Megilloh betreffend. — Die Arbeitsgemeinschaft der Agudas Jisroel über Erez Jisroel findet unter Leitung von Herrn Dr. S. Ehrmann am Mauzoe Schabbos, 20l/4 Uhr, Schwanenstraße 12 statt. Liwjath Chen. Samstag mittag nach Mincho 4.45 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage Vortrag des Herrn Schachnowitz „Wege zu Kraft und Reinheit". Vereinigung zur Pflege der hebräischen Sprache -QSn QW* Am nat? ’ks'i» abends um 9 Uhr findet im Lokale der Agudas Jisroel-Jugendgruppe, Schwanenftraße 12, Vorbesprechung für die einzurichtenden Kurse statt. Es handelt sich um eine hebräische Arbeitsgemeinschaft, einen Sprachkurs für Fortgeschrittene, einen Anfängerkurs und um einen Kurs in vvin mit '"«n in hebräischer Unterrichtssprache. Alle Interessenten sind eingeladen. Chug Iwri. Im Chug Iwri finden alle vierzehn Tage Vorttäge statt. Bis jetzt sind Vorttäge gehalten worden über Bjalik, Tfchernichowski und Dr. S. Bernfeld (anläßlich seines siebzigsten Geburtstags) sowie einer über die universale Bedeutung der jüdischen Religion. Am Samstag, den 22. März um 8V2 Uhr abends wird Herr Harfenes, stud., in der Langestraße 55 I. über Mendel Mocher Seforim sprechen. Gebekzeiten. new '2 naw Freitag abend 6.05 Samstag nastpn 6.45 Samstagmorgen 8.— Samstagnachmittag 1.— und 4.30 Samstagabend 7.25 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6.— Tefillin-Legen am Morgen 5.10 ' 1,1 * Heute Nebenberuf Morgen Hauptberuf Wir arbeiten Sie ein und sichern Ihnen, auch als stille Mitarbeiter für eine erstklassige Versicherungs-Gesellschaft, hohe und laufende Provisionen zu. Diskretion zugesichert. Offerten unter 3687c an die Expedition ds. Blatt. Infolge Liquidation unseres Betriebes suchen wir für unseren Prokuristen, 25 Jahre alt, der sowohl kaufmännisch als auch technisch dermaßen durchgebtldet ist, daß er allen Anforderungen entspricht. geeign. sabbatfreie Position Der betreffende Herr ist dank seiner Intelligenz leicht in der Lage, sich auch schnell in einer anderen Branche einzuarbeiten. Gefl. Zuschriften erbeten an: Agrippina Schuhfabrik G. m. b. H., Pirmasens. Für meine Igjiihr. Tochter, die gut kochen u. schneidern kann, suche ich per 1. 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