Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 71 (1930)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1930)
- Date
- 1930-01-02
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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£%■-:/ 1K- ■; s Nr. 1 Seite 14 Berlin, 27. Dez. Das Stellenvermittlungsamt des Bundes jüdischer Akademiker (Rechtsanwalt Dr. Arthur Katz, Berlin T. 54, Rosenthalerstr. 43) kann Niederlassung smöglichkeitien für einen Arzt in rhein. Mittelstadt, Zahnarzt m Lübeck, Anwalt im OLG.-Bz. Frankfurt am Main, Augenarzt und Zahnarzt in Aschaffenburg vermitteln. - Zwingenberg a. d. Bergstr., 18. Dez. Unserm-ivn Las erst im vorigen Jahre neu hergerichtet wurde, erhielt einen neuen Schmuck. Auf die Initiative des Herrn Julius David wurde ein großer Chanuckaleucht e r in schöner Ausführung angeschafft. Herr David übt auch mit seiner schönen und kräftigen Stimme die Funktion des nn aus und zwar mit einer solchen Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit, die alle Anerkennung verdient. Trotz seiner beruflichen Tätigkeit, die seine ganze Zeit in Anspruch nimmt, findet er noch Zeit, seine übernommenen Pflichten getreulich auszusühren. Familiermachrichken. Barmi zwo: Paul, Sohn des Herrn Siegfried Oppenheimer, Mittelweg 16. fj?n ncns. Synagoge Friedberger Anlage. Die Woche. Jugendtreffen der Agudas Jisroel. Die Frankfurter Agudas Jisroel-Jugendgruppe veranstaltete am 25. u. 26. Dezember ein Treffen in Frankfurt a. M., an dem eine größere Anzahl der Jugendgruppen der . Umgebung teilnahmen. Gleichzeitig tagte der Organisationsvorstand der deutschen A. I.-Jugendorganisationen. Das Treffen sollte hauptsächlich der internen Aussprache über die Arbeit in den Gruppen dienen. Es wurde durch eine warme Begrüßungsrede des Herrn Rabbiner Josef H o r o v i tz eröffnet, woraus Herr Jacob Rosen heim die Grüße des E. A. der A. I. überbrachte. Er gab einen ziemlich ausführlichen Bericht über den Stand der verschiedenen Probleme, die die Aguda- Leitung seit der Ä. G. beschäftigen. Namens des Organisationsvorstandes sprach Dr. med. Willy H o f m a n n , indem er 1 die sachlichen Schwierigkeiten der Jugendarbeit erörterte, deren Ueberwindung auch die heutige Tagung gelten soll. Alsdann ergriff der erste Referent, Herr Dr. Lich - t r g f e l d aus Köln das Wort zu einem Dortrage über die „geistige Lage der Agudas Jisroel". Er stellte sich auf den Standpunkt, daß es verkehrt sei, die Aguda als einen Zweckverband zu betrachten und das Hauptgewicht auf praktische Propaganda zu legen. Es handele sich vielmehr in allererster Linie darum, die Schicht der führenden Geister mit dem Verständnis für die Tiefe und innere Notwendigkeit der Aguda-Jdee zu durchdringen. Der propagandistische Erfolg werde sich alsdann ganz von selbst einstellen. In der Diskussion gab Herr Liverhant praktische Anregungen für die Keren Hathora-Arbeit. Herr R o s e n h e i m trat den Ausführungen des Referenten entgegen, die er für einseitig halte. Sie seien das Widerspiel der nach seiner Ansicht ebenso einseitigen Carlebachfchen Auffasfung, der aus der Aguda einen reinen Zweckverband machen wolle. Nur in der Synthese beider Auffassungen liege die Wahrheit. Allseitig wurde bedauert, daß die ideologischen Auseinandersetzungen wegen der Kürze der Zeit nicht zu Ende geführt werden konnten. Der Nachmittag war den praktischen Fragen der Gruppen gewidmet, worüber R. A. Martin K a h referierte. Die Debatte brachte wieder einmal Auseinandersetzungen über die Beziehungen zwischen Aguda und Esra. Es beteiligten sich an der Diskussion die Herren Dr. Stein- Köln, Seckbach- S.uttgart, L i p o t t - Kreuznach, Ullmann - Würzburg, T a g e r - Hannover, Silbe r m a n n - Frankfurt und Ladenburg. Am Donnerstag referierte Dr. Siegm. Stein-Köln über die Einstellung der gesetzestreuen Jugend zur nichtjüdischen modernen Gesellschaft. Das gedankenreiche Referat entzieht sich einer kurzen auszugsweifen Widevgabe und sollte im Wortlaut veröffentlicht werden. In der sich anschließenden Lebhaften Diskussion spielte das Thauro im Derech Erez-Problem, daS^ eineni Teil der Tugend offenbar wiederum zum Problem geworden ist, eine zentrale Rolle. Die Sehnsucht nach Einheitlichkeit der Persönlichkeitsbildung kam in allen Reden zum Ausdruck. Nach dem Schlußwort des Referenten dankte der Vorsitzende der Frankfurter Jugendgruppe, Herr Hartog Hartogfohn, allen Teilnehmern mit dem Wunsche, daß die bei der Tagung ausgesprochene Ideen im praktischen Leben möglichst vollständig verwirklicht werden möchten. Ausführlicher Bericht folgt in der nächstwöchentlichen Nummer der „Blätter". Mussar-Schiur der Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Divfer, unter bewährter Leitung des Herrn B. Rachelsohn angelündigte Schiur kann noch Teilnehmer aufnehmen. Es wird dringend um baldige. Meldung gebeten unter Bekanntgabe der Wünsche bezüglich Tag und Stunde des Stattfindens. (Telef. Meldungen: Karolus 443 63 — Hartogfohn.) Verein Mekor Chajim e. V. Am 5. Januar, nachmittags 4,45 Uhr, findet die diesjährige Generalrersammlung im Vereinslokal, Langestraße 18, statt. Die Tagesordnung sieht neben dem Jahres- und Kassenbericht auch Neuwahlen vor, und bitten j_ Der Israelit _ ■ wir unsere verehrlichen Mitglieder um regm . Besuch der Generalversammlung. Anschließend findet ein Vortrag des Herrn Dr. S. Ehrmann laut besonderer Ankündigung statt. Ostjudischrr Fraueusersü» (Esras Nofchrm). Vor uns liegt der Jahres- und Rechenschaftsbericht des vorgenannten Vereins, aus welchem erfreulicherweise zu ersehen ist. wie erfolgreich der Verein gearbeitet hat. Es wurden etwa 8000 Mark für Pessach-Unterstützungen, Kohlenvertöilung und Beihilfen an 237 Familien ver- (igtft, das alljährlich stattfindende Puvimf-est brachte einen Reingewinn von 2434 Mark. Gegenwärtig findet zwecks Kohlenvertcilung eine Sammelaktion unter den Mitgliedern, Freunden und Gönnern statt. Wir bitten herzichst um die Unterstützung aller derer, die' für die harte Zeit und deren Not und Verständnis haben. Der Verein Esras Noschim veranstaltet fett Kurzem gemütliche Abende mit künstlerischen - Darbietungen, um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, ohne große Kosten angenehme Stunden und schöne Geselligkeit zu genießen.. Der erste Abend fand am Dienstag, den 3. Dezember im Kursaal Milani, Friedberger Anlage, statt und war .trotz schlechten Wetters überfüllt. Es hatte sich in liebenswürdiger Weise Frau Kammersänger Sophie Erl, Gesang, Frau Dr. Margit Strauß, Pianistin und Frau Zeuger, Deklaration, in den Dienst der guten Sache gestellt und ernteten für ihre schönen Leistungen stürmischen Beifall. Es wird durch diese Zeitung die nächste Veranstaltung angezeigt werden. Der Verein hofft noch recht viele neue Mitglieder, Freunde und Gönner zu erwerben, um noch immer mehr für seinen guten Zwecke' wirken zu können. Chanucka-Konzert im Saalbari. Das ursprünglich inr großen Saale vorgesehene Konzert wurde aus technischen Gründen in den. kleinen Saaldes Saalbaues verlegt, was aber, infolge der schlechteren Akustik desselben, den dargebotenen Jnstrumentalwerken nicht zum Vorteil gereichte. Am Anfang bot Mar N eu m an n eine vorzügliche—Wle'öergäbe der Festouvertüre von Leutner. Lazar F i n k-e l st e i n sang Rezitativ und Arie des Obadja aus dem „Elias" von Mendelssohn-Bartholdy und die Acre des Judas Makkabäus «us Handels gleichnami-gem Oratorium. An sich verfügt Finkelstein über eine tragfähige, auch in der Mittellage gut durchge'oildete Tenocstimme, die ücher in den einzelnen Uebergäi.gen, besonders aber in der Höhe noch Lücken und Mängel anfweist. In: klebrigen Ist Herrn Finkelstein im Eigensten Interesse nur anzuraten, sich jetzt noch nicht an Arien obengenannten Stiles zu versuchen, die doch wü)! mit zum Schwierigsten der gesamten Musiilikeratuc gehören, da sie nicht nur eine immense Technik der Stimme verlangen, sondern auch große Anforderungen in bezug auf die geistige Erfassung und Durchdringung der Materie stellen, denen Finkelstein garnicht bezw. sehr wenig gerecht wurde. — Hans Erl. .der stimmgewaltige Baß der Frankfurter Oper, ersang sich, von Reumann und dem Orchester gut unterstützt, mit der Eavatine aus Haleoys „Jüdin" und der Arie des Sarastro aus der „Znuberslöte" von Mozart einen großen Erfolg. Aus das kitschige Allegro aus Ofsenbachs „Orpheus" hätte man, trotz der schmissigen Wiedergabe, durch Mar Neumann, gerne"verzichtet. — Den zweiten Teil des Abends erösfnete Neumann mit einer glänzenden Wiedergabe der Mendelssohnschen „Hebridenouoertüre", die von ihm auch geistig voll und ganz erfaßt wurde. Zum zweiten Male sang Finkelstein, aber , diesmal Stücke und Lieder synagogalen Charakters, bei denen er die Vorzüge seines Organs voll und ganz entfalten konnte. Mit der hervorragenden Wiedergabe des „Weschomru" und „Ato Jezarto" uscv. von Silberzt's, bewegte sich Finkelstein auf seinem ureigensten Gebiete, dem Gebiete des Chafonus, auf dem er, bei weiterer sorgsamer Pflege und Ausbiloung seines Organs, zü großen Hoffnungen berechtigt. Am Flügel saß Erich Jtor Kahn,-der sich als gewandter und anpassungsfähiger Begleiter erwies. Den Schluß bildete die musikalisch belanglose „Hebräische Rapsodie" von Lewandowsky. Das Publikum spendete reichlichen Beifall. A. K. hebräischer Sprachkreis. Es wurde in Frankfurt a. M. ein hebräischer unparteiischer Kreis mit dem Namen „Ehug Jwri", mit dem- Zweck, die hebräische Sprache in allen Kreisen der hiesigen Judenheit zu verbreiten, gegründet. Der Ausschuß setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Messerer (Vorsitzender), Mortenseld (Schriftführer), Jakob Landau, Gitiel, Fcuchtwanger, Mar, Lijsauer, Just, Wollmann und Karp. Jüdische Wohksahrtspslege. Am 27. Januar 1930, abends 8 Uhr, findet im Saalbau (Kleiner Saal) dir diesjährige Wohltätigkeit s v e r a n st a l t u n g der Jüdischen Wohlfahrtspflege in Form eines Konzerts statt. Es gelangen Werke für Gesang, Geige und zwei Klaviere zur Ausführung. Im Hinblick auf den Charakter' der Veranstaltung als solcher und auf die Art der musikalischen Darbietungen steht zu erwarten, daß das Konzert regstes Interesse findet. Näheres über die Veranstaltung wird noch mitgeteilt. Dramatischer Verein Schottin Alechem. Der dramatische Verein „Scholem Alechem", Frankfurt a. M., veranstaltet am Samstag, den 4. Januar 1930, abends ab 7 Uhr in sämtlichen Räumen der Loge Carl, Mozartplah 26, einen „Chanucka-Ball", verbunden mit Theateraufsührung: „Der Dorfjung", Drama in drei Akten und einem Bild von Leon Kabrin. 2. Januar 1930 Frankfurter Vereinskalender v Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul, im Hörsaale Friedberger Anlage, Herr Leo Schnerb. ■ , Samstag morgen nach Schluß der Synagoge „Dimm", FIHerr Dr.^ E. Posen. — Nachmittag 3 4 Stunde vor MMincho, (Vereinslokal Langestraße), Herr Dr. MHofmann. — Eine ’/■> Stunde nach Nacht (ebenso X-iSonntag vormittag 8 Uhr), „Gemoro", Herr Joachim Soffer. v Sonntag morgen nach Schluß der Synagoge (ebenso Mittwoch) i.m Hörsaal, ms ”r, Herr Redakteur S. Schachnowitz. — Vormittag 9t4 Uhr (ebenso Dienstagabend 6* •> Uhr Vereinslokal) „Gemoro", Herr R. A. Gerfon Posen. — Abends 63/4 Uhr Vortrag ' des Herrn Dr. S. Ehrmann über „Talmud, Kabbala, Chassidismus". Montag morgen nach Schluß der Synagoge (ebenso Donnerstag), im Härfaale, Mischnalernen det Mitglieder. — Zu gleicher Zeit im Sitzungszimmer Friedberger Anlage von Montag bis einschließlich "Donnerstag, „Gemoro", Herr Dr. S. Ehrmann. — Abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch) im Vereinslokäle, „Gemoro", Herr Rabb. Dr. I. Breuer.— 8 ,/2 Uhr, (ebenso Donnerstag), „Gemoro", Herr Dr. E. Posen. Dienstag morgen, nach Schluß der Synagoge, (ebenso Freitag), „Mischna", Herr Dr^ E. Posen. Von Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends 83/4 Uhr „Schaslernen", Herr Herz Holpern. Jahrzeitsstiftunge». Dienstag, 7. Jan. Joseph Wohlfarth-Stiftung. Mittwoch, 8. Januar, Geh. Sanitätsrat Dr. Elieser Rosenbaum u. Jsaac Weil-Stiftung. 'Agudas Iisroel-Jugendgruppe. Probleme der jüdisch«.!? Politik. Der vierte Abend dieser unter Leitung Jakob Landaus stehenden Arbeitsgemeinschaft findet am Manzoe Schabbos, -4. Januar, 21 Uhr, Schwanenstr. 12, statt. Aus der Agudas Jisroel. Den' Sidroh-Vorttag hält diese Woche Herr Louis Kahn. Vorträge ivi» unter Leitung von Herrn B. Rachelsohn. Herren, die hieran noch teilnehmen wollen, werden um Angabe ihrer Anschrift und um Mitteilung ihrer Wünsche bezüglich Tag und Stunde an den Vorsitzenden, Herrn Hartogfohn, Ostendstr. 82, C. 44 368 wiederholt gebeten. Schabbos morgen, 7^2 Uhr Haschkomo, Schwanenstr. 12. Daf-Jaumi, Dozent Herr Herz Halpern, Schabbos 12—13. Sonntag 11 —12, Montag—Freitag 12-13, Gelegenheit zum Lernen — alltäglich 9—12 Uhr. Probleme der. jüdischen Politik, Leitung Herr Jakob Landau, 2. Abend Mauzoe Schabbos, 21 Uhr, Schwanenstraße 12. Hebräische Sprache und Literatur, Leitung Herr M., Schächter, Sonntag 1 Uhr, Schwanenstr. 12. Montag und Mittwoch, 20‘/2—21*/2 Uhr, Gemoro Bowo Mezio: Dozent Sr. Ehrw. Herr Rabb. Horowitz. Mauzoe Schabbos 18 /4 Uhr Vorbereitungsschiur: Bowo Mezioh, Dozent Herr Ch. Liverhant. Sonntag 11—12 Uhr Mischnajoth Nesilim: Dozent Herr Eh. Liverhant. Bürostunden der Leitung der Jugendgruppe allwöchentlich Sonntags von 10 - 13 Uhr. Außerhalb dieser Zeit nach vorheriger Verständigung mit dem Vorsitzenden, Herrn Hartog Hartogfohn,^ Ostendsttaße 82, Car: 44 368. Schiur: Prophetien des 8. Jahrhunderts, Kettung Herr Dr. Merzbach, Röderbergweg __9. Wöchentlich Donnerstags 3/j21—3/422 Uhr. Liwjalh Chen. Samstag mittag nach Mincho im Hörsaale Friedberger Anlage Vortrag des Herrn Schachnowitz. Jüdische Srauenvereinigung E. V. Dienstag den 7. Januar 1930 nachm. 4 Uhr im Promenaden Cafe Friedberger Anlage Gemütliche Zesammenkunft. Frau Dr. Dora Edinger spricht über: Neue Richtungen in der Fräuenliteratur. Dienstag, den 7. Jan. 30 nachm. 6 I2 Uhr im Hörsaal Friedberger Anlage: Arbeitsgemeinschaft unter Leitung, des Herrn Zahnarzt Dr. 6. Ehrmann: Die Sidroh. Gebetzeilen. pp» mar Freitag abend 4.15 Samstag naDtfn 7.05 Samstagmorgen 8.— Samstagnachmittag 1.— und 4.— Samstagabend 5.30 Wochengottesdienst: Morgens 7.05 Nachmittags 4.15 Tefillin Legen am Morgen 7.05 .