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Der Israelit · 1929-10-31 · Heft 44 (31.10.1929) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 44 (31.10.1929)
Date
1929-10-31
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Selbe 4. Nr. 21 Der Israelit Blätter 31. Oktober 1929 roel das Mögliche erreichbar machen. Die andere Seite des Problems' aber, der menschliche Gegensatz, er soll ganz und vollständig überwunden werden. Denn da gilt das Gleiche, was beim Ostjudenproblem gilt: Es gibt Unterschiede, aber keine Gegensätze. Lesen wir doch nach, wie der große Philosoph unseres Volkes in s-eirier Vorrede zum 110 t=ry“)T öas Wort beutet: „Der Zeitige, gelobt sei Er, hat in Seiner Welt nichts als die vier Ellen der Halacha." Jedes Ding hat seinen Zweck, jedes Geschöpf seine Aufgabe, und jeder Mensch seine Bestimmung. Seine ganze Welt hat Gott aber nur geschaffen, daß in ihr und durch sie „der vollkonimene Mann lebe, der weise in der Thora und fromm in seinen' Handlungen." Diesem Zweck dient der Arbeiter mit dem Mühen seines Körpers, ihm der Amhoorez mit seinem nur auf die irdischen Bedürfnisse und Notwendigkeiten zugewandten Sinn, nur ihm der reiche Mann mit seinem Mehren von Hab und Gut. Weiß der Reiche, daß er seinem Palast nur baut, daß der Weise, Fromme darin Schatten findet, daß "er seinen Weinberg nur bepflanzt, daß der Weise, Fromme sich an einem Becher seines Weines erlabe, weiß er also, daß all sein Schaffen und Wirken einem höheren Zweck dient, der nicht sein eigener ist, und weiß wiederum der Arbeiter, daß dem gleichen höheren Zweck seine Mühe, sein Schweiß, sein Werk gilt, dann nimmt diese Ueberlegung dem einen seinen Hochmut und dem andern seine Verzweiflung. Beide dienen nicht sich, beide dienen einer höheren geistigen Idee. Um diese Erkenntnis geht es, sie ist die Formel, die, richtig angewandt, allem seinen Dienst im Hause der Menschheit zuweist und die Spannung zwischen Herrn und Diener löst. Güte und Weisheit ist das Ziel der Welt, ihr Besitz allein macht den Menschen — und gibt ihm feinen Wert. Aus der Bewegung. Breslau, 28. Oktober. Am 21. Oktober cr. berichtete Herr Eemeinderabbiner Dr. Hoffmann in einer gutbesuchten öffentlichen Versammlung über die 2. Kenessio Gedaulo. Der Redner schilderte einleitend den gewaltigen Eindruck, welchen die drei Höhepunkte der 7 Tage währenden Tagung auf die Tausende Zuhörer gemacht hat. Es handelte sich zunächst um die Eröffnungssitzung mit der imposanten Trauerkundgebung anläßlich der furchtbaren Ereignisse in Palästina, um den „Sium" des Pietrikower Raws Schapiro über Traktat „Sewachim" im Rahmne des von der 1. Kenessio Gedaulo beschlossenen „Das Jaumi Schiurs" sowie um die feierliche Bekanntgabe der Konstituierung und der Beschlüsse des großen Nabbinischsn Rates ebenfalls durch Raw Schapiro. In zirka 1V2stündigem Vortrage beschäftigte der Referent sich dann mit den Hauptproblemen des Kongresses, und zwar zunächst mit dem Keren Hathora bezw. dem Erziehungswesen. An der Spitze der Leistungen aus diesem Gebiete ständen dieBeisJaakauw Mädchenschulen in Polen, welche durch die Initiative und die Leitung ihres Führers Dr. Leo Deutschländer, Wien, schon Hervorragendes in der jüdischen Mädchenerziehung in Polen geleistet haben und mit Gottes Hilfe bei entsprechender Weiterarbeit noch sehr gute Erfolge für die Stärkung des gesetzestreuen jüdischen Lebens in Polen versprechen. Sehr gute Arbeit sei auch durch die Entschuldung der Jeschiwaus geleistet, wodurch in verhältnismäßig kurzer Zeit die Jeschiwaus in Polen von starker Ueberschuldung befreit wurden. Auch in Deutschland und anderen Ländern habe der Keren Hathora durch Gründung und Subventionierung von Talmud 'Thora- Schulen und Lernkursen für die gesetzestreue jüdische Erziehung gewirkt. Nach Streifung verschiedener anderer ° Punkte, mit denen sich die 2. Kenessio Gedaulo befaßt hat, vor allem der Arbeit des Rabbinischen Rates, welchen Redner als lleinen Anfang eines hoffentlich in nicht zu ferner Zeit i wieder entstehenden Synhedriums bezeichnete, -sowie der Diskussionen über' wichtige soziale Fragen, über den viel umstrittenen Paragraph 4 des Organisationsstatutes, über den evtl. Eintritt der Agudas Jisroel in die Agency verbreitete er sich in längeren Ausführungen über die Tätigkeit der Agudas Jisroel in Erez Jisroel und über das dort Geleistete und Nichtgeleistete.. Zum Schluß seiner Ausführungen gab Redner noch seine persönliche Ansicht über die Palästinaarbeit der Agudas Jisroel sowie über die Frage der Jewish Agency bekannt und drückte die Hoffnung aus, daß auch diejenigen Punkte von den Beschlüssen der 2. Kenessio Gedaulo, die vor allem unsere deutsche Landesorganfsation noch nicht befriedigt haben, einer Lösung in unserem Sinne recht bald entgegengehen. Der Vorsitzende hob in seinem Schlußwort noch hervor, daß es die Pflicht aller derer sei, die zwar ebenso wie der Referent in einigen Punkten mit der Arbeit der A. I. noch nicht zufrieden seien, die aber durch die Ausführungen von der Notwendigkeit der Mitarbeit an den großen geleisteten Arbeiten überzeugt worden süken, durch ihren Beitritt zur Agudas Jisroel Weltorganisation deren Arbeit in ihrem Sinne zu fördern. Die Mitglieder der Agudas Jisroel aber rief er zur aktiveren Tätigkeit auf. London, 30. September. Gestern Abend 'fand eine ßarkbesuchte Versammlung der englischen Aguda statt, deren Tagesordnung „Bericht über die'K. G." lautet. Es referierten über Verlauf und Eindrücke der K. G. Rabbi Färber und Harry Goodman. Alsdann sprachen zu den einzelnen Betatigungsgebieten der Agudas Jisroel Rabbi Dr. Kirzner (Keren Hathora), Rabbi Levi (Erez Jisroel), Rabbi Rabbinowitz (Bajs Jakow), Rakchi Gutnick (Chifuk Hadaß). Eingeleitet wurde der Abend durch eine feierliche r-natn für die jüdischen Opfer des Pogroms in Erez Jisroel. Der Abend nahm einen außerordentlichen harmonischen Verlauf. Amsterdam, 18. Oktober. Am letzten Dienstag hielt die hiesige Ortsgruppe der Agudas Jisroel in der Dramantenbörfe eine starkbesuchte Versammlung ab, in der die Herren S. M. Slagter, Jozsef Vromen und Julius Goldschmidt über die Probleme, den Verlauf und die Ergebnisse der Kenessio Gedaulo fesselnde Berichte erstatteten. Den Vorsitz führte Herr Rabbiner G. d e Lange. In der Debatte ergriffen zwei Gegner das Wort, doch darf die Versammlung als ein voller Erfolg der Aguda in Holland gebucht werden. Spendenliste der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt, Postscheckkonto Frankfurt a. M., Nr. S3 900. Keren Erez Jisroel. (Schulwerkfond.) Abterode: NN. 4. Bad Mergentheim: dch. Nabb. D,r. M. Kahn: Jofua Adler, Markelsheim, 5; Jsr. Frauenverein, Mergentheim 10; zuf. 25 für Mädchenschulen. Berlin: Dr. Emil Hirsch 200. Breisach: Hermann Blozheimer 25. Burghaslach: dch. Rosa Massenbacher 21. Burgpreppach: dch. Rabb. Dr. Mar Ephraim: Frau Setto Hermann in Neckendorf s. R.M.b.H. 10, Sigmund Blum 1.50, Dr. Ephraim 3; zuf. 14.50. Dinslaken: dch. Dr. Rothschild: Frau Hellmann 3, Hermann Lifmann 5, Bernhard 3, Eichengrün 3, Scherbel 3, Seligmann 3, Frau Herz 2, Arthur Cohen 5. Ricka Moses 3, Hugo Lifmann 3, Sally Moses 3, Frau S. Davids 5, Dr. Naumann. 10, Skapowker 3, S. Abofch 2, Schmidt 3, Gottlieb 2, A. Meyer 2. Adolf Spiegel 2, Lehrer Heilbronn 1.50, Julius Jfaakfon 3, Benjamin Jfaakfon 0.50, David Wolf 3, Neugarten 2, Dr. Rothschild 5, Hugo Cohen 10, Dr. Kober 2, Frau Emil Ja codi 2, Rosenbaum. 2, Erich Seligmann 2, Dag. Jfaakfon 2, M. Baron 5, Monatsfpenden: Frau Hellmaun 2, Hermann Lifmann 3.50, Bernhard 3, Eichengrün 2, Scherbe! 3, Seligmann 2, Frau Herz 2, Arthur Cohen 3, Ricka Moses 2, Hugo Lifmann 2, Frau Sally Moses 2, Frau S. Davids 2, Dr. Naumann 3, Skapowker 3.50, S. Abofch 1, ' Schmidt 1, Gottlieb 2, A. Meyer 2, Adolf Spiegel 2, Lehrer Heilbronn 1.50, Julius Jfaakfon 1, Benjamin Jfaakfon 0.50, David Wolf 4.50, Neugarten 2, Josef Jakob 1, Julius Fakob 1, Stahl 3, Siegmund Spiegel 2, Leo Jfaakfon 1, Albert Wolf 1.50, Dr. Rothschild 3, zuf. 170. Düsseldorf: Benno. Hirsch 100. Frankfurt a. M.: C. L. Barthel 5, Heinrich Einstädler 10, Eisemann 10, dH. Heinrich Eisemänn von Frau M. S. Goldschmidt 50, Samuel Elsemann 12, Frau San.-Rat Dr. Feuchtvanger 12, Dr. Adolf Hirsch 4, A. Levis 16, M. Mosbacher 5, L. Mosbacher 3, P. Mosbacher 3, L. Löwenthal 5,. N. Weis 1, A. Trepp 1, Dr. Siegfr. Oppenheimer 18, Jacob Ph. Posen 5, H. Strupp 3. Halberstadt: dch. Rabb. Dr. Isaak Auerbach 90. Hersfeld: Berthold Katz 10. Hüttengesäß: I. Blumenthal 10. V Klein Heubach : dch: I. E. Sichel Synagogenspende 8. Kleinsteinach: D. Sacki 15.60. Köln: I. Reuberger 3. Leipzig: dch. Dr. Dzialowski 39.30. Mainz: dch. Hugo I. Eahi? 43.41. Mannheim: dch. Dr. Buttenwieser gesammelt - von Mitgliedern der Agudas Jisroel 155. Marburg: Frau Dr. Selma Munk 70. Nürnberg: dch. Moritz Klugmann von NN. 10 -f. R. M. B. H. ■ , Oberseemeu Benno Bing 10. Oldenburg: dch. Lehrer Meyberg 10.90. Rees: dch. Lehrer Levisohn 26. Regensburg: Sam. Rosenkranz 2. Schweinsurt: dch. Rabb. Dr. Stein Challogeld aus Fraukenwinheim 25, aus Schweinfurt 20, f. R. M. B. H. 20, zus. 65. Schmalnau: RR. 3. WiesbadenL: Frau Rosa Fuchs 5, dch Lehrer Sulzbacher 20. Würzburg: Elli Vorchheimer 5. Keren Hajifchuw. (Ausbaufond.) Frankfurt a. M.: Arthur de Beer 3. Kopenhagen: dch. Rabb. Dr. Winkler aus Büchsenleerung Jacob Kahn d. Kr. 40.14. Leipzig: dch. Dr. Dzialowsii von S. Goldmaun 20. Mannheim: Aus Büchse Rennert 20, dch. Rabb. Dr. Unna: aus Büchse Mor. Wolfs 14.20. Nürnberg: dch. Moritz Klugmann Beiträge für -Keren Hajischuw 3. Quartal 77.40. Segeberg: Pension Baruch 7.50. Pegoris: Nabb. Krawek 35. ' Hilfsfond der Agudas Jisroel „Rasche Hilfe für Palästina". Bad Kissingen: dch. Rabb. Dr. S. Bamberger: aus Oberthulba 30, aus Obgesbach 44, Burgfrau 20, Kissingen 8, dch. Dr. Kurzmann aus Wilmars 6. dch. Schild 27, dch. Lehrer Weichselbaum aus Weißberg 14.50, dch. Frau Kirschbaum aus Wetterau 22, zuf. 171.50. Bad Mergentheim: dch. Rabb. Dr. Kahn 80.50. Berlin: dch. Rabb. Dr. Auerbach 305, Eugen Friedmann 4. Breslau: Martin Friedländer 25, L. F. 25, dch. Ivan Möller 80, Sally Sandberg 10. Buttenhausen: dch. Lehrer Berlinger 16. Bünde: A. Bloch 5. Dresden: dch. Israel Wilder: Sammlung in Beth Hamidrasch „Ahawas Reiim" 14.60. Eichstetten: dch. D. S. Epstein: Jakob Bickart 1, Liebmann Bloch 2, Siegfried Bloch 1, Moritz Bloch 1. Helene Bloch Wwe. 1,-Gustav .Bloch 1, Moritz Dreifuß Wwe. 9, Abraham Dreifuß 2, Mar Dreifuß jr. 2, David Epstein 1, Heinrich Epstein 5. Berthold Epstein 1, Alfred Hofeler 1, Siegm. Hofeler 1, Theodor Hofeler 1, Lehmann Klein 1, David Klein 1 Frau Moses 1, L. Mirwis2, S. Rofenbufchl. Beruh. Rotschild 1, Dr. Reutlinger 3, Siegfried Sommer 2, Jsak Weil 2, Seligm. Weil Ww. 1.50, Nathan Weil 1, Moritz I. Weil 2, Samuel Weil, Weinhandl. 3, David A. Weil 1, Hermann Weil 3, Moritz Weil, Metzger 1, David I. I. Weil 1, Ernestine Weil Wwe. 0.50, Bernhard Bloch 1, Hermann Epstein 1, zus. 60. Fulda: dch. Prov.-Rabb. Dr. Leo. Lahn 347. Frankfurt a. - M.: Familie Blumenthal Ablösung für Kaporaus 2, Chewras Thillim 10.50, dch. Heinrich Eisemann von Frau Julie Travis 25, Dr. Willy Hofmann 10, Julius Marcus 10, Johanna und Rosalle Marcus 10, Simon Mugdan 2b, NN. 2, dch. Julius Schwabacher von Hugo Strauß 10, L. E. Barthel,5, dch. Herbert Kruskal von Dr. Fritz Michael, Berlin 50. Fürth: dch. Rabb. Dr. Breslauer: Dingfelder 10, I. Adler 3, B.R.-S. 15, Jonas 5, Jak. Kofchland 3, Dr. Perser 5, Kleinmann 0.54, S. Tachauer Ablösf. Kaporaus 10,' zuf. 51.54. (Fortsetzung folgt.) Poslsclieck-Konten: Laadesdirektorium des Keren Hatocab in Deutschland Hamburg Nr. 24753 (P. Sch. A. Hamburg). Keren Hatorah-Kommissariat Frankfurt* a. M. Nr. 41666 (P. Sch. A. Frankfurt a.M' Keren Hätorah-Kommissariat Nürnberg Nr. 18440 (P. Sch.' A: Nürnberg) Keren Hatorah-Kommisiiiriat Köln Nr 5013t. (P. Scb. A Köln) Keren Hatorah-Kommissariat Leipzig Nr. .7014? (P. Sch. A. Leipzig) Keren Hatorah-Kommissariat Berlin, P. Sch. A. Berlin Nr. 73991 C> Salomon. Keren Hatorah-Kommiisariat-Breslau, P. Sehr A. Breslau Nr. 60510 für Iwan MAller Keren Hatorah-Kommissariat Hamburg P. Sch. A. Nr. 40953 für Dr. Julius Base Keren Hatorah-Kommissariat Kartsruhe Markus Stern Bankkonto Ignaz EUern.

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