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Der Israelit · 1929-10-10 · Heft 41 (10.10.1929) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 41 (10.10.1929)
Date
1929-10-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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10. Oktober 1929 Der Israelit Nr. 41. Seite 7 Personalien. Gunzenhausen, 4. Ott. Der l-a-nWäh-ri-go ehemackge Verwalter des Schw-arzfcherv Israelitischen! Altersheimes m Nürniberg, Herr Die-l und seine ®cubti% die nrmmehr i>n Frankfurt a>. M. im Ruhestände leben, feiern am 23. Oktober ÄM Fest der go ldenen Hochzeit. Wenings, 8. Oktober. Frau BeA Prager Im. feiert roi nVvin ihren a ch t z i g st e n Geburtstag in geistiger Frische. Halberstadt, 7. Oktober. In Frankfurt a. M., wohin sie ihren kranken Gatten begikMot hatte, ist Frau Rosa Nußbaum, geb. Hlvlnemann, plötzlich verstorben. Die Heimgegangene, die Mir ein Alter von 50 Jahrenerreicht hat, entstammte -einer frommen und angesehenen Familie in Schrveinfurt und war -eine Schülerin von Rabbiner Dr. Stein, dem sie ihr ganges Leben in kindlicher Verehrungzugetan blieb.' An der Seite ihres G-atten«, des Herrn Levi Nuhbaum, mit dem sie 25 Jahve verheira>tet war, und dessen liebevollste Pflegerin sie seit Jahren gewesen ist, Hai sie an dem Leben unserer Gemeinde warmen Anteil genommen-; >eine bereitwiMge Helferin und Freundin der Armen ist mit ihr früh heimgegangm. Vor einer großen Trwuerversammlung sprach Herr Rabbiner Dr. I. Auerbachehrende und ergreifende Abschiedswor te. Vermischtes. hersfeld, 17. Sept. Anläßlich des 50jähriigen Bestehens des JsraeMschen Frauenver-e-ms Hersfeld fand am vergangenen Sonntag -eine Feier statt, deren« Reinertrag für wohMUge Zwecke bestimmt war. Auf einige kurze Begrüßungsworie des Gemeindevorftandsmlitgliedes Mumenfeid folgte die Festrede, in der Herr Lehrer Emanuel Zie-le und Wirken des FrauenveremSdariegte. Er wies darauf hin, daß in den Tagen vor den Jomim Nauroim eine gedämpfte Freude am- Platze fei, um fo mehp, alis W-rade jetzt sich so traurige Ereignisse in Drez Israel -aibgespieit hab-en. Vor 60 Jahren fandensich einige Frauen zusammen, von denenheute nur noch 5 leben, um eine Chevras No-schim zu gründen. Gemeinsam niüt der Männercheoroh wurde diese dann zu einer Stütze der Tauro-H, zu -einem Hort der Tradition. Der weitere Teil des Abends hatte einen mehr heiteren Charvk-tö-r. Be-rschieden-e gut -eingeübte Vorführungen,, ausgeführt von Mitgliederndes Frauenve-reins-, fanden den vollen Be-ifaü der Anwesenden. N. London, 7/ Oktober. Der Jugendverein Ben. Zakkai gibt zu Rosch-ha-fchono ein KorrlespondenMatt heraus, das von der TätigbM und den Arbelit-spläMU des wackeren Vereins ein interessantes Vi-ld gibt.. Der Verein erstrebt mit modernen Mitteln das Interesse der jüdischen Jugend fürs Lernen und fürs jüdische Leben justärken. Die Woche Die Sugjoh der Ieschiwah. Es fei noch -etnmal daraus hingewiesen, daß die Sugjoh-Droscho des Herrn Rabb. Dr. Joseph Breuer diesen Sabbat 4.45 Uhr Mgje-n Umbau des- Jefchiwahaufes im Mekor Chajim-Lokale, Langestraße 18, stattfindet. Vereinigung Jüdischer Akademiker (V. I. A.). Vom Wirtschaftsamt der Frankfurter V. I. A. wird uns geschrieben: Eltern, denkt beim Vergeben von Priva-tstunden für Eure Kinder an die Vereinigung Jüdischer Akademiker (V. I. A.). Vermittlung durch das Wirtschaftsamt der Veremigung. Vriefadrefse: Leop. Deutsch, Bockenheimerlandstraße 25. Spendenfür das Wirtschaftsamt: Postscheckkonto Nr. 6326 Frankfurt a. M. Historisches über die Aiederhofheimsche Synagoge. Die seit Mitte der 70er Jahre im ehemaligen Niederhosheim'schen Familienhause, Rechneigrabenstr. 11 p. befindliche „Niederhosheinüsche Schul" sieht sich, infolge baulicher Veränderungen, die der derzeitige Besitzer des Hauses vorzunehmen beabsichtigt, gezwungen, ihre Räume zu verlegen. Sie wird in allernächster Nachbarschaft ihres seitheri--- gen Domizils, im alten Kehillohaus, Ecke Rechneigraben- und Schützenstraße, in den früheren Räumen des „Jüdischen Heimes", welche dem -Vorstände der Niederhofheimschen Schul seitens der Familie Lohn, Kopenhagen, kostenj los zur Verfügung gestellt und entsprechend neu herge-j richtet wurden, in der altüberlieferten Weise als Niederhosheim'sche Schul Vst -urtns;n: 'n ans» sortgesührt. Bei dieser Gelegenheit dürste es von allgemeinem Interesse sein, einige Daten über die Entstehung und Fortführung dieses ältesten der alten Frankfurter Privat-Minjonim einem größeren Kreist ins Gedächtnis zurückzurufen. , Das Minjan wurde e.tva um das Jahr 1775 von. dem weit über die Grenzen Frankfurts berühmt gewordenen Rabbi Nathan Adler V'xi, genannt bim “iwn, gegründet. Es war in den ersten zwei Jahrzehnten seines Bestehens wegen seines ausgesprochen kabbalistischen Anstriches und der Ausnahme wesentlicher Abweichungen von der in der Gemeinde herrschenden Liturgie, vom Frankfurter Minhag, mannigfachen Anfeindungen seitens des Frankfurter Rab-- binats und des Gemeindevorstaüdes ausgesttzt, es wurde sogar mit dem oin belegt. Am 11. Ellul 1800, kurz vor dem Hinscheiden ivi-irr sm n, wurde dieser cnn, durch Synagogenanschlag für aufgehoben erklärt. Nach dem Tode IM '■) wurde das Minjan unter genauer Einhaltung des mm von! dessen hervorragendstem Schüler Neb Löb Emmerich $>":» (der wie aus seiner nnx» auf dem alten obiy jvo am Börneplatz vermerkt ist, allwöchentlich von Sonntag bis row 3iy fastete), in dessen Hause, Judengasse 14, fortgesührt, und es verblieb auch dort, als nach seinem Ableben dessen Schwiegersöhne, Wb Herz Zunz u. Bär Dann, na-ab Dinar die Schul übernahmen. Nach dem Ableben Bär Dann's übernahm dessen Schwiegersohn, Rebb Binjamin Niederhosheim Wr, das rn, welches er in unveränderter Form als Frühschul im Hause der Judengasse 128 weitersührte. Infolge des Häusereinsturzes in der Judengasse Mitte der 70er Jahre vorigen Jahrhunderts war auch das Löb Emmerich'sche Familienhaus aufs äußerste gefährdet UNd lNUtzte auf Anordnung des Magistrates sofort geräumt werden. Die Niederhofheim'sche Schul siedelte damals auf kurze Zeit interimistisch nach dem Börneplatz in das sogenannte „Höschen" über, bis Rebb. Binjamm R. im Jahre 1676 sein eigenes Haus Rechneigrabenstraße 11 bezog und dort das alte ehrwürdige pan, jahrzehnte lang hinten im Hose der N21V, und nur während der a'tnian v'»' und nno im großen Lernzimmer seiner Wohnung weiter sortführte. Aus der nmo mit ihren rauchgeschwärzten Wänden und mit ihrem zuletzt garnicht mehr wasserdichten Zinndach ist die „Schul" mit der Zeit vom Sohne Reb Binjamins, Herrn Salomon Niederhosheim yxr, endgültig ins Bibliothekzimmer Reb Binjamins verlegt worden, und nach dem Ableben Sal. N. dort von seinen Freunden bis jetzt weiter erhalten worden. Nur mit Wehmut verlassen wir diese uns liebgewordene historische Stätte, an die sich so viele Frankfurter Anekdoten aus Reb Binjamins und späterer Zeit, von denen noch manch' älterer man Vsra unserer Kehillo zu erzählen weitz, anknüpsen. A. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Mittwoch morgens nach Schluß der Synagoge: Herr Dr. Sal. Ehrmann owar ms. Mittwoch abend 7—8 Uhr. Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer: a"a 'oai Jeden abend 8%—9l/2 Uhr. Herr Herz Holpern: v"V- Lernen. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schluß der Synagoge: Herr Red. S. Schachnowitz orx «n. Donnerstag morgens nach Schluß der Synagoge: nmn Mitgliederlernen. ■ Dienstag und Freitag morgens nach Schluß der Synagoge, ruva. Herr Dr. Elieser Posen. Iahrzettsstifkungen. Sonntag, 13. Oktober. Jsaac Rothschild-Stiftung. Dienstag, 16. Oktober. Moses Aumann-Stiftung. Donnerstag, 17. Oktober. Abraham Ries, Michelstadt- Sttftung. Seineil verehrten Ollsten und Freunden wünscht ein Zules neues Jahr das Cafe Hauptwache Frankfurt am Main Inhaber Pyka-Wolf Agudas Jisroel-J ugendgruppe. Täglich von 12—1 Uhr Dafjaumi-Schiur. Herr 5)erz Halpern. Donner-st-aH, den 17. Oktober, abends 8.30 Uhr, findet das JahrzsiÄsrnen für Dir. Dr. Gerson Lange nn-t -anschließendem Maaviw -i-m Berein-Slokake der Agudas Jvsroel, Sch-w-a-nsnstraße 12, statt. Vereinigung Jüdischer Akademiker (V. I. A.). Die Adresse des Wwtschaftsamtesder BeremiUuu-g Jüdiifch-er Akademiker lautet: Leop. Deutsch, Vockenheimerlandstratze 25 nicht Hanaaerliamdstraße. Das Wirtfch-afts-amt der V. I. A. tätigt dile Vermiltkung von Pvivatftunden, Hauslehire-rftellen und anderen Neb-enverdienften. Spenden für das Wirtschaftsamt für Sdudvumbeihikse auf Postscheckkonto 6326 Franikfurt a. M. Linyalh Chen. Sams-tag nach Minchv (4.45 U-Hr) Dortragdes Herrn S. Schachno wttz über „Im Mi-ttelpunkt -der HÄliigikeit" (Historisches und Agadifchss über den Propheten Jonas). Deshamidrafch Ostendslraße. Sams-tag 4.30 Uhr Mussarvo-rtrag>'des Herrn- Rabbiner Mosche Karpek. Gebetzeiten. irran mity nat? Freitag abenb 5.10 Samstag nvawn 6.45 Samstagmorgen 8.— prcbigt Nachmittag 4.80 und 1.— Samstagabend 6.25 1122 DT» Sonntag morgens 4.30 Sonntag mittag 2.— jpVd t12'VV 5.35 Kol Nidre 5.55 predigt Schacharis 5.55 Krtas Hatauroh 10.30 Iltuffaf 11.35 Krias ^atauroh 2.3.0 Nkincho 3.— Neiloh 4.50 Schernaus 6.18 IVochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 5.— Tefillin-Legen am Morgen 5.45 Briefkasten. A. Sp. in <£. Wohin sollte es führen, wenn wir über jede Barmizwohfeier Bericht bringen wollten? Familiennachrichken. Geboren: Ein Sohn, Sally Josef. Louis Kahn und Frau, Sulzburg. S. M. Ä». K, Börsenplatz 1. Sie haben recht, wenn Sie Wert auf ein natürliches Produkt legen. Ich gebrauche seit vielen Jahren bei Erkältung, Husten, Heiserkeit Fay's echte Sodener Mineral-Pastillen, die mir stets vorzügliche Dienste geleistet haben. Diese Pastillen sind aus den natürlichen, seit Jahrhunderten bekannten Heilquellen des Bades Soden i. Taunus hergestellt. S : Für DIDO empfehle meine Conditoreiwaren in best. Ausführung MM und Cafe JULIUS LOESER Grolle Eschenheimerstraße 72 - Tel. Hansa 6447 unter Aufsicht der Ritualkoramission der israel. Gemeinde, Frankfurt a.M. Dompfßeftfecfei’ti* Reinigung bei gewissenhaft, u. billigster Berechnung wird in kürzest. Frist ansgesührt durch Frau M. Goldschmidt Köntgswaxterst.1ÜCar.4S82F Nehme noch einig. Schüler ÜSX Hocfifiiffe aufstchtg. Auch hier Stud. in Ganzod. Halbpension. Billigste Berechnung, jahrl. Erfahrung. 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Die Leitung des „Israelit" hat sich von der Richtigkeit der Angaben und von der Würdigkeit der Blttsteller überzeugt. (Wird bestätigt Red. d. Jsr.) Spenden werden erbeten unter A. B. 100 auf Postscheckkonto der Verlag des Israelit G. m. b. H. Frankfurt am Main Nr. 19802 Heirat rack Talöftma Rüstiger streng religiöser Witwer, kinderlos, mit größ. Grund- und Geldbesttz in Palästina, wünscht baldigst wieder zu heiraten. Sympathische Damen, möglichst ca. 30iähr. Witwen mit Sohn, wollen ihre Fotografie nebst Angabe der Adresse und ihrer Vermögensverhältnisse unter 2881c an die Expedition einsenden. Allen Verwandten, Freunden u. Bekannten wünscht Bernhard Rubinslein Frankfurt am Main Obermainstraße 18

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