Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 34 (22.8.1929)
- Date
- 1929-08-22
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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22. August 1929 Der Israelit KlEMch, am Shifbm PMstmas nÄtM-bieiche-p wo-llear. Rabb. Dr. Datches, London^ glaudt zu rdisseu, daß 95 Prioz. des Mischen VolLLes der Agsncyidee nahe stehen (ßem-i-ni hatte vorher im GegentE feststellenwollein, daß 96 Proz. der Juden der Sache femstehen). Richter Levis versichert ebenfalls ameri-kanLfche Sympatlsien und MtvirbM. Nun ergreift vom Mi-srctchv Hermann Struck das Wort. Mi-sra-chi! fei von vvrnhtsr»ern für bäte- Erw-siidevung der I. A. gewesen und hege den feh-nVchsten Wunsch, bald auch all dtejenligen heran zuzjiieh-e-n-, Ae ihr heute noch fern stehen. Für die vsliig-i!ö-slsn> ZionisteM fei das Judentum ene untrennbare Synthese oon Religiion und BMsitum. Die lglulten Worte Marshalls bürgten dafür, daß M-israchr für seine -religiösen Forderungen auch die Unterstützung der neuen Bundesgenossen -erhalten würde. Nach -einer kurzen Rede W ei zm ann-s, in der er AnMiffe der OppofNän abwichrlü und -das Verhäilidnils der -e-mzelnen Fonds KueinnNdsr biesp-rtcht, oerÄest Louis Mars hall -eiinen tzon dien Rabbinern L-tp schütz, Unna und Jung etngebrachtsn Antrag folgenden Wortlauts: „Die Je-wiifh Agency hat ihren Zweck nicht gan-z ervÄchti, fo lange noch Singroßer Dell des jüdischen Volkes außerhalb'Hehl. Dieser Züstamd -ist auch bei der Eröffnung von v-erfchiedenen Selben zum Ausdruck gebracht w-ord^. Wir -bewnitragen deshalb-, daß sofort eiilW Kommiisstvn gewählt werden soll mit der Aufgabe, zu versuchen, mi-t dev Ag-uda-s Jlsroe-l und allen anderen Organisationen, -die jetzt außerhalb der Agency sind, ln Verhandlungen zu treten und jede Anstrengung zu machen, den OrganifMonen den Gintriitt -in die Jewish Agency zu- -ermögWchen." . Eine Ves-prechuing des Antrags erfolgt nicht. Die Obevrabbimer Jmanuel Löw, Szegsdün und Fischer, Budapest, wehren sich iineinier Erklärung gegen die Veröffentlichung der Ungarischen- Jüdischen Landes-kanzl-Ä (siehe KorvespondenzMibeM Nr. 33), wonach sie m-chib als -offizielle Vertreter, sondern als- Privatpersowsn m disr I. A. zu betrachten Den. Etz Löw, fei als MttgWled des ungarischen Oberhauses Vertreter der ungarischen Judeuheii-t und vertrete hier das -ungarische Propalästina-KonMee. Als Fi-sch er oondem aus- «inander-gevissenen Ungarn spr-lcht, worüber er bitteren Schmerz -em-pfiinde, gibt -es- -einen kleinen- Zwischenfall. Rumänische Vertreter protestieren -und hindernihnam Wetderveden. Eine Reihe von R-esalutionen wurden- -darauf angenommen. Das Valf-ou-rnrandat soll die Basis der I.- A. btlden. Ein Appell soll an alle Teile der Judentj-eftifc in der Wölb zur Mitarbeit -ergötzen. Ein solcher an G r o tz b -r i t a n n >r e n -soll mit dem Ausdruck der Dan-kbar-kisvt die Hoffnung veipb-inden, daß fernerhin- -die jüdischen Wünsche mehr Erfüllung finden-. In Sachen der Klageman e -r Den alle Nötitz-m Schritte in London zu tun. Hauptsmanzinstrument -der Agency bilde der Keren Hajessod. Zuletzt wurden die Entsendung ei-nes Grußes an Lord Balfour und tiefen Dankes an- Baron Edmondd-e Ro-thfch-vld ln Paris beschlossen. vielfach fremd -i-n Breslau in Stellungwaren, hat er zu sich h-erangezogen, mit ihnen ge-lsrnlt und sie zum Guten beeinflußt! (Für sie sch hier auch seinvij? dv genannt: mn ]?3 ii-i2n min’ p ’jn»). Ganz besonders war er aber darauf bedacht, wie und wo -er nur konnte, auf die Besserung des fi-nno von jüdischen JnIsWutionen hmzuwirken. Noch in denletzten gebrechMchen- Jahren inaugurierte er die Wiederherstellung einer auswärtigen-- rp» Und wpövD von der B-eff-erung, -der Breslauer Gemöindei'nstitutionen auf fein Konto geht, ist den Emgeweihlten wohl bekannt. Dabe-i beseelte ihn- -ein Gerechtigkeitsgefühl sondergleichen, das ihn, ohne Rücksicht -auf Hoch oder Niedrig, gern auf das billige Vergnügen eines pan» sn« »na -»ja '•>? ->»n-n verzichten lieh. Und -trotzdem, -oder gerade darum war er hoch geachtet. icon haßte er sich verbetem zJn den Häusern seiner Töchter -lebt sein frommes-, gottergebenes Wesen fort. Warenihm auch minn a •90137 o'33 versagt, so fand er sie doch wieder — neben seinen zahlreichen o'N'a^n — in seinen Schwiegersöhnen und Enkelkindern. Möge ihnen allensein n-oT und das moi feiner großen Ahnen beistehen! n"23rm Aurich, 16. Aug. Herrn Lippmann K nur r„ Inhaber der Firma H. E. Knurr, Aurich, wurde- Aer Chowertitel verliehen. Diese Ehrung -wurde -ihm zu seinem 70. Geburtstag und 30jähki-ger Tätigkeitals Schulvorstand zuteil. Es wurdenihm von- -allen Seitengroße Ehrungen bereitet, u. a. wurde ihm vom Bürgermeister ein großes Blumenarrangement überreicht im Aufträge der Stadt und der Regierung. Nr. 34. Selbe 7 es nur um die Frage, wer als Mitglied in die Landes¬ oder zentralen Verwaltungsinstanzen gewählt werden darf. Die Woche. Vermischtes. Personalien. Markus Pinczower Vreslau, 17. Aug. Am letzten n»n -Tage verlor der Kreitzder Breslauer mni' wiederum -eine fefoiw markantesten Pvesönlichkieite-n, der 2» warf seine Msteren Schatten voraus. Mit 83 Jahren schied Markus P-r-ncz-ower, geliebt und umsorgt v-on Kindern und Kindeskindern, vondannen. Er -entstammte -der Langendorfer Rabbinerfamilie, welche mit veran'twor-tunigsbewuMem Stolz ithmn oin' bis zum berühmten mpiray und -damit, nach geläufiger Trabis ii-o-n, über bis zu -i^'tton pm-> '•> zurückfühvt. P. war noch ein man bso alben Schlages, der zeitlebens die nons zum bsv und die min zum np'37 zu machen strebte. Und so war besondersdas letzte Drittel! feines Lebens, das er in Breslau verbrachte, ausgefüllt mit emsigem Bemühen, dem mwn nv>p durch Lernen, Lehren, Üeben und Aneisernzu dienen. Wieviele junge Leuts, die Berlin, 20. Aug. In der am letzten- Sonntag erfo-lgten Wahl der Berliner Delegteriten für die K-eneffi-o G ed«Ul0 wurden die Herren Dr. Moses Auerbach, Dr. Emil Hirsch, Dr. Falk Schle sing-er, Dr. Joseph W oh lgemu-th, Rudolf Lei-bowitz und I. Nagel zu Haup-tdel-egi-erten und die Herren Fritz C 0 h n>, Josef R 0 t-tenb-erg, Dr. Elt Munk, Referendar James R 0 s e n -t h a % und Dr. Robert W -e i ß zu Ersatzbe-legiertsn! gewählt. Moskau, 30. Juli. Die Zeitungen berichten über den folgenden Fall, der für die Lage jüdischer Angestellter in gewissen öffentlichen Anstalten charakteristisch ist: D»r. jüdische Geburtshelferin Rebekkah Lerner vom Hospital in Dolgopole verstarb an Herzschlag, nachdem sie viele Monate hindurch als Jüdin seitens der Aerzte des Hospitals systematischen und unablässigen Verfolgungen ausgesetzt war. Es tourde festgestellt, daß die Aerzte Melnikow und Skakunow und der Heilgehilfe Rumnok der Lerner keine ruhige Stunde ließen, sie! fortwährend beschimpften <und schwer bedrohten. Die Presse berichtet, daß die genannten Aerzte auch an dem Tod eines greiDl jüdischen Patienten, den sie im Spital lieblos behandelten, die Schuld tragen. Gegen die Aerzte wurde ein gcirichtliches Verfahren eingeleitet. Königsberg i. Pr., 30. Juli. Der Vorstand des Jüdischen Altersheims, E. V.,' Königsberg i. Pr. hat in seiner Sitzung am 15. ds. Mts. beschlossen, den Neubau des Altersheims der Baufirma Herman Prochnow zu übertragen unter Oberleitung des Bauarchi^ekten Herrn Kurt Frick. Das Haus ist für 30 Insassen vorgesehen, jedes Zimmer mit fließendem kalten und warmen Wasser und eingebauten Schränken. Im Erdgeschoß befinden sich die Wirtschastsräume und Portierwohnung; im Parterregeschotz Speisesaal, Ausenthaltsräume, Betsaal, Bibliothekzimmer, Rauchzimmer und Wohnung für die geprüfte Oberin. Die Jnsassenzimmer sind teils im Parterre und in der ersten Etage. Durch alle Etagen gehen offene Veranden. , Ausbildung von jungen Mädchen in der Wirtschaft ist vorgesehen. Der Bau soll bis zum Herbst unter Dach kommen, sodaß im Winter der Innenausbau vorgenommen werden kann und im Frühjahr die Inbetriebnahme erfolgt. Anmeldungen von zukünftigen Insassen nimmt entgegen der Vorsitzende des Jüd. Altersheims, Elias Hirsch, Word. Dorstadt 14, Telefon Nr.. 427 57, Sprechstunde 9—10 Uhr vormittags. Briefkasten. Z3. %. i« Wanuheim. Der Lebensmittelkommission der Vereinigung traditionell gesinnter Rabbiner Deutschlands ist der von Ihnen genannte Geleestoff Opetta nicht bekannt. Ein Verdacht auf Gelatine-Beimischung besteht bei solchen Gelees jedenfalls solange man nicht über die Zusammensetzung klar ist. S. <£. itt K. 1. Wir nehmen zur Kenntnis, daß als Zeit für den Untergang des ersten Tempels nicht das Jahr 586, sondern 422 v. d. ü. Zeitrechnung anzugeben ist. 2. Mitglied einer Ortsgruppe der Agudas Jisroel kann jeder Jebudi sein, der die Verbindlichkeit des Thoragesetzes anerkennt. In der Diskussion geht Die Derfasfungsfeier in der Samson Raphael Hirsch-Schule. Die VerfassungsfeWr -der Sa-mfon- N-aphuel Hirfch- Schuil-e fand am Sonnßag oorm-i-itügm d-sr Au-l-a d-s-r Schül-e in Geg-enrvort aller Klassen, des- Leh,revkoll>egmms und Z-ekad-ene-r Gäste vom Vorstand, Schnil-rat, Gememderat usw. statt. Ein- Prokog, vorg-etragen von -einem Schüler der Prima und -ein Mädchen-chor teitetM die Feier ein. Darauf fyMt Herr Lyzeal-Ob-ertehrer Karl O ch s e n m -an n die Festrede. Er ziti-e-rte u. v. a,. Rosönberg-, Hans Delbrück, Alfred Weder und zelgte, welche Hoffnungen diese führenden- Geister andie R-epubR-k und das neue Deutschland knüpften-. D-iie Berfassuny müsse der Jugend vertraut gemacht w-er-d-en-. Es gäbe auch Enttäuschte und Unzufrieden-ei-m Lande, und es seinicht zu leu-cpen, daß bei vielen Großtaten- -besonders auf dem Gebiete der Technik noch manches bei uns ln der geistigen und sittlichen Kultur anders werden müsse. Die Mahnung zur Einigkeit, die Preuß an die Spitze seines Verfassungswerkes gestellt hat, sei noch lange -nicht von allen T-eile-n des Volkes -erfaßt. Was trotz Verfchtedenheit der Sprachen und Raffen ein politisch in sich geeintes Volk seMArmg-en kann, Mge die Schweiz, die Redner in den Ferienb-ereist hät und von -der er -einige bezeichnende Erlebnisse als Belege anfü-hrt. Die Jugend wird berufensein-, die letzten Aufgaben der Verfassung zu erfüllen. W-tr Jud-en schen im- Staat ein-e göttliche Emri-chtung, unabhängig von -der Form,, die iviefler trügit. Eine- SchÜler-i'N der Oberklass-e trug nun einen schönen Nachspruch vor und Herr Direktor Dr. Elia s dankte dem Redner und betonte, wie sehr der Regierung daran gele-gen sei, den- Versa ssun-g sg-e danke n zum Bewuß-tfem der heva-nrei-fenden Jugend zu dringen. Don demim Auftrag der Regilevung erschienenen Werke „Deutsche E-inhs-r-t, deutsche Freiheit" kommen zwei- Exemplare an -einen Schüle-r und eine Schül-eirinzur V-erteiAmg. Die Feier schloß mit demvom Mäd-chenchore gchungenen und von der Dersamntlung stshen-d angehörten D euts chlandl-iede. Gruppenfahrten zur kenession Gedaulo nach Wien. Sonnt« g den 8. September: D-Zug 14.36 Uhr ab Frankfurt a. M., in Passau 24.00 Uhr, in Wien 6.50 Uhr (Montaig). Montag den- 9. September: D-Zug 5.55 Uhr ab Fvankfurt a. M., -in-, Wien 21.40 Uhr. S 0 n n t a g den 8. S -e p t e m b -e r: Person-en-Zug 7.48 Uhr ab Frankfurt a. M., Nürnberg, 13.12 Uhr, ab Nürnberg 16.20 Uhr, in Passau 0.51 Uhr, ab- Passau 5.05 Uhr, in Linz 8.30 Uhr (Montag), ab Linz 9.48 Uhr, in Wien- West 15.45 Uhr. Fahrpreis: D-Zug Franikfurt a. M.—Wien Mk. 36.—, Perfonen-Zug Frankfurt a. M.—Men Mk. 25.—. Ermäßigung: Für Jugendliche unter 20 Jahren (Mi-ndüst-Teilnehmerzahl 10 Personen-) unter Vorlage ei-nc-s Ausweises vom Amt für Jugendpflege 50 Proz. Ermäßigung. — Für Gruppen von 20 Personen übe-r 20 Satyren 25 Proz. Ermäßigung. Das Mdttel-europäische Reisebüro teilt uns mth, daß es dringend notwendig ist, r-d. 14 Tage vor der Abfahrt die genaue Zahl der Teilnehmer zu wissen-, da verschiedene Züge eine unerwartet große Besetzung nicht annehmen. Jn-te-ressenten wollen sich bitte ohne Aufschub mit dem Büro der A. I. I. O., Schwwnönstr. 12, ins Benehmen fetzen. Schluß der An-me-ldüngen Montag, den 26. August 19 Uhr. Genaue zuverlässige Angaben unter voller Beachtung des hier MitgeteMen, sind selbstverständliche Voraussetzung einer rei-bungsl-osen Abwicklung der Anmeldung gen- Nachzügler haben kerne Aussicht aus Erlang-ungder Vorzüge. Für -unsere Freunde -ingrößeren Gruppen ergibt sich aus diesen Angab-en von selbst, was sie zutun haben. Einzelpersonen, kleine und kleinste Gruppen, melden sich, sofern sie zweckmähitzerweise -üb-er Frankfurt a. M. fahren, hier, -um -in -den G-enuß der Fahrprei-sermäßigung zu kommen-. Freunde im Ausland bean-- tragen dort direkt die Ermäßigungen- bis nach Wien. Weitere Au-skünfte im Büro -der Aguda-s Jisroel, SchwlKvenstrahe 12. Liwjath Chen. Nach -der Fer-tenunterdrechungfindet diesen- Samstag der Vortrag des Herrn S. Sch a ch n v w i tz wieder wie üblich im Anschluß an Mincho im Hörfaale Friedbergeranlage statt. Thema: „Jesajas- und die anderen Trostkünder". Gäste willkommen-. Keren Hatauroh-Lotterie» Die Ziehung -der Keren Hataur-oh-Lotderie findet end- -g-ültig am 2 9. August statt. Lose sind noch M haben |j fi KOHLEN und KOKS X 8 SS sowie alle sonstigen Brennmaterialien \\ SS in erstklassiger Qualität zu billigsten Preisen IlS. MOSES & Co., ZEIL 25 ■■ »» a» mm ■■ ■■ ■a ■■ ^Telefon Hansa 990 SS ■■maHMMMnuuiminunnunnMNiiiiunnininniM« Üulofouv Kene|fio-1Dien Suche Retsebegleilung geg. entsprechende Bewirtung aus meinem eign. Wagen. Off. unt. 2418« an die Exp. 8ukkok zu kaufen gesucht Ang. unt. 2117c an d. (Exp. Tenston in streng rituellen, kleinen Haushalt oon älter. Herrn gesucht. Offerten unter 2416c an die Expedition. Zimmer für 1—2 Herrn zu vermiet. Schrvanenstratze 9,1. Hiermit bringe ich meine weltbekannt. min rnaB>-Falmeii in neue Auflage m. schön. Farben t. empfehl. Erinnerung. f-ermann Faust, Fürth/B. lathtldenstratze 16 Dampskellsertevn Reinigung bei gewiffenh. ubilligster Berechn g. wird i. kürzester Frist ausgeführt durch krau M. 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