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Der Israelit · 1929-08-15 · Heft 33 (15.8.1929) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 33 (15.8.1929)
Date
1929-08-15
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Hfäffev fiecausgegeßen von der fandesorganifation derftgudas-Jisroel in Aentfeßlnnd. <5. Jahrgang Hamburg, 15. August 1929/ 9. Ab 5689 Nummer 16 Schriftleitung: Wolf S. Iacoöfoit in Kamörrrg. Die Kenessio gedaulo und ißreWeöenveransiattungen. Zeiteinteilung un d Tagesordnung. Donnerstag den 30. An» bis Dienstag den 5. Elul: Plenarsitzung dies großen« r a b b r Nische n R a t e s. Donnerstag den 30. Aw bis Dienstag den 5. Elul: Sitzungen der Ar beitskomm iss tone n. Sonntag den 3. Elul: Sitzung dies Zentralr a t e s d e r A g u d a s Iisr 0 e 1. Montag den 4. Elul: Beginn der Weltjuge ndk 0 nferenz. Dienstag den 5. Elul (10. September), nachm. 5 Uhr: a) Eröffnungsansprachen: Rabbiner Dr. Kohn für den Geschäftsausschuß, Rabbiner Israel Meter Kogan aus Radi n (Chofez Ehajim) für den rabbinifchen Rat. b) Begrüßungsansprachen der Behörden. c) Rede des Herrn Dr. Nathan Birnbaum: „D i e K r if.t sderrelig i Lfen Idee in der Gegenwart und das Iud eavtum d) Ansprache von Herrn Jacob Rosenheim: „Der a g u d i st i s ch e CinheiLsged a n k e Dienstag den 5. Elul, abends 7.30 Uhr: Erste G e f ch ä f ts s i tz u ng. Wahl der Organe der K. G. und Ergänzungswahlen zu den Arbeitskommifsionen. Dienstag Abend: Kommissionssitzungen. Mittwoch den 6. Elul, vormittags 10 Uhr: a) Begrüßungsansprachen jüdischer Instanzen. b) Ueberreichung des Geschäftsbericht e s mit einleitenden Bemerkungen der Herren Rabbiner Dr. Kahn, I. M. Lewin und Jacob Rosenheim. c) Generaldebatte über den Bericht des G. A. und über die vorliegenden Anträge auf Verfassungsänderung. Mittwoch Nachmittag: Fortsetzung der G e m eraldeba t t e. V e tz i n n der C rzrehungsk 0 nferenz. Kommissionssitzungen. Fortsetzung der Weltjugendkonferenz. Donnerstag den 7. Elul: Referat des Herrn Dr. Leo D e u t s ch l ä n - der: „Entwicklung und Stand des Thora st u d i ums u n d d e s r el igiöfen Erziehungswesens in, der gef etz e s treu en Judenheit". Eingelreferate über den Stande und die Entwicklung des Thorastudiums in Erez Jisr 0 e l. (Referent noch zu bestimmen.) Polen (Oberr. Schapir 0 - Piotr^ow), Ungarn und Sl 0 vaker (Oberr. U n - g e r - Tyrnau), Litauen (Ref. noch zu bestimmen). Generaldebatte. Donnerstag Nachmittag: Fortsetzung der . Generaldebatte. — Sitzungen der Kommissionen. — Fortsetzung der Weltjugendk 0 nferenz. Freitag den 8. Elul: Referat des Herrn I. L. O r l e a n, Vorsitzender der Poale Agudas Jisroel: „Die g e f e tz e s t r e u e I u d e nh e i t und die sozialen Frag e n. Berichtder Kommission für soziale und ökonomische Fragen. Generaldebatte. Samstag Abend: Wertjugendkonferenz. Sitzungen der Kommissionen. Sonntag den 10. Elul, vormittags S Uhr: Erez Jisroel. Generalreferat von Dr. S. E h r m a n n. Die politischen Erez Jisroel- Fragen: Referent Rabbiner I. H 0 r 0 - vicz aus Jerusalem. Das Erziehung s w e s e n in Erez Jisroel. Referenten: Dr. Moses Auerbach - Be r- 11 n, Rabb. Mosche Blau-Jerusalem. Generaldebatte. Sonntag Nachmittag: Fortsetzung der Erez I i s r 0 e l - D e b a t t e. - Sonntag Abend, 8.30 Uhr: Die Verteidigung der M izw as S che chit a. Referenten: Dr. med. Liebe n aus Pra 9* und Rabbiner Dr. Munk aus Berlin. Montag den 11. Elul, vormittags 9 Uhr: Erster Bericht der Organisation s - und F i n a n z k 0 m m i s s r 0 n. Generaldebatte. Montag Nachmittag: Die Lage des Judentums in S 0 wj e t r u ß l a n d. Referat Prof. M a r k 0 n aus Hamburg. Der Kampf um den Sabbat im w i r t s ch a f t l i ch e n L e b e n. Referent: Oberrabb. L e w i n - Rzeszow. B e r-i ch t d e r K 0 m m r s s i 0 n f ü r Parlament arisch e und gemeindepolitische F r a g'e n . Aussprache. Montag Abend: Fortsetzung der Aussprache über soziale und ökonomische Fragen. Dienstag den 12. Elul: Zweiter Bericht der Organisations- und Frnanzkommission. Beschlußfassuinjg über die vorliegenden Anträge. Neuwahlen zum G. A. Schluß d>er K. G. im Laufe des Dienstag Nachmittag. Mische Renaissance. Bon Willy Guggenheim Sro Berlin. Der deutsche Rabbinische Rat der. Agudas Jisroel hat entschieden, daß der 8 4' sich für Deutschland nicht auf die Gemeindeorthodoxen bezieht. Denen, die die Entstehung des § 4 auf der ersten Kenessio beobachtet hatten, war es auch vorher klar, daß dieser Paragraph in erster Linie nur die goldene Brücke für die ungarische orthodoxe Landeskanzlei bieten sollte, indem jedes Land die Möglichkeit erhielt, bestehende Schranken bei Notwendigkeit auch innerhalb der Aguda fortbestehen zu lassen. Die deutsche Agudoleitung hat von diesem Recht niemals Gebrauch gemacht. Sie hat sich ehrlich bemüht, den Gemeindeorthodoxen gegenüber in jeder Weife loyal zu sein. Trotzdem traten in den Jahren 5685 bis 5687 viele Gemeindeorthodoxe aus der Agudo aus; nicht daß sie der Agudoleitung Fakten vorzuwerfen hatten, (wir denken hierbei auch an die selbst bei weniger komplizierten Umständen schon sehr heikle Personenfrage, bei welcher Zugehörigkeit zur Gemeindeorthodoxie keine Rolle, spielte), sondern weil sich diese Gemeindeorthodoxen als von den andern nicht vollgewertet fühlten. Sie traten aus und schlossen sich unter sich zusammen, um ihre Vollwertigkeit zu beweisen. Sie, die sich von» den Andern nur durch die Betonung der jüdischen Einheit unterschieden, gerade sie zerstörten die., Einheit im Lager der Thoratreuen. Merkwürdigerweise kamen sie leicht darüber hinweg, sie fühlten sich eben in der Verteidigungsstellung und daher nicht verantwortlich für diese Entwicklung. Der 8 4 wird fallen» oder in einer prägnanteren Form Wiedererstehen, welche falsche Auslegungen ausfchließt. Viele Gemeindeorthodoxe haben sich schon jetzt zur Agudo zurückgesunden. Aber die Formulierung des Paragraphen ist nicht die Hauptsache, sondern die Einstellung und insbesondere die Tätigkeit der tätigen Agudisten. Eigentlich ist es nur e i n Gebiet, auf welchem der Agudo uneingeschränkte Anerkennung von allen Seiten zuteil wurde, auf welchem die Agudo auch wirklich Großes geleistet hat, das ist der Aufbau der Bars Jaakauw-Schulen. Ein zweites Gebiet findet nicht die gleiche Anerkennung, das ist der Keren Hatauro; denn hier konnte die Agudo fast in jedem Einzelfall nur teilweise helfen und aus eigener Kraft meist nichts Vollkommenes schaffen. Ein drittes Gebiet sollte eigentlich im Mittelpunkt der zweiten Kenessio stehen, das ist die Eroberung der jüdischen Massen. Ein gigaykischer Kampf tobt zwischen den Hütern der Tauroh und den Strömungen der Umwelt, die um die jüdische Seele ringen. Die Gedankengänge der Umwelt haben m jedem Jahrhundert auch bei der Judenheit Eingang gefunden. Heute ist es die absolute Religionslosigkeit, die Verachtung jedes Glaubens an Gott, sie dringt in die jüdischen Massen des Ostens, ertötet dort die Begeisterung, wie sie es in Deutschland vor 100 Jahren getan hat, erfüllt die Jugend mit Zweifel, entfremdet die jüdischen Massen ihren berufenen Führern. Auf den nw'V' lernt man Tag u-nid Nacht, steigt in von Stufe zu Stufe, arbeitet an sich selbst, wird reiner, gütiger, edler, größer — und draußen die Massen haben keinen Blick mehr für dieses wundersame Leben in den rva'W' das bis vor kurzem noch die Seele ihres Volkstums war, der Jeschiwobochur ist nicht mehr ihr Kind, das sie lieben und verehren zugleich. Die jüdischen Massen haben andere Ideen» und nur Führern.

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