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Der Israelit · 1929-07-18 · Heft 29 (18.7.1929) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 29 (18.7.1929)
Date
1929-07-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Der Israelit Nr. 29 Seite 7 18. Juli 1929 Die Woche. Kundgebung zur Ke.iessty Erdaulo. Die Veranstaltung der Agudah Orts- und Jugendgruppe wurde von Herrn Leo Wre schic er mit einem Hinweis auf die Wichtigkeit des bevorstehenden Weltkongresses .eröffnet; die dort zur Diskussion stehenden Probleme erfordern das tätige Interesse aller Orthodrren. Nicht nur die Jugend, die in der Versammlung erfreulicherweise .stark vertreten war, 'sondern auch die älteren Mitglieder der Organisation und alle Thoratreuen müssen mehr Opfermut und Hingabe aufbringen für das große Werk der Engung uns Jntsressenvsrtretung der Orthodoxie, durc.r der Agudah unternommen werde. Der erste Redner des 'Abends, Herr Oberrabbmer A l t m a n n - Trier knüpfte seine Betrachtungen an das große Erleb ins der ersten 'Renessio an, nach deren glänzendem Verlauf man der begründeten Hoffnung stein durfte, die 'Agudah werde zu eme: macytoollen und geMoffenen OrganTfalion emporwachjen. Jeder, dem es um dir Verwirklichung der Thoraideale ernst sei, müsse anerkennen, daß der Grundgedanke und WesöllSfelll üLt Agudah in Wirklichkeit der historischen Wesenheit des jüdischen Volkes, das ein Volk der Thora ist, entspricht. Somit könne es an der Sache selbst nicht liegen, wenn nicht alle Hoffnungen, insbesondere die auf eine Erweiterung des Kreises der Agudisten, erfüllt worden seien. Auch über einzelne Fehler und Schwächen müsse man. bei einer Organisation, die eben nur Menschenwerk sei, hinwegsehen können. Der Fehler liegt nach der Ansicht des Redners darin begründet, daß bei der Agudah (ebenso wie bei anderen Organisationen) dem Politiker eine tzu machtvolle Stellung eingeräumt werde. In allen Parieren fand Gruppierungen herrsche eine parteipolitische Psychose, die kein Verständnis für die Interessen des Äirderen aufkommen lasse. Der Referent regt an, auf der Kenessio einen Tag der Aussprache Zwischen den Führern der verschiedenen orthodoxen Gruppen zu widmen und auch die außeragudistischen Verbände z;u einer solchen klärenden Aussprache auszufordern, Jedenfalls solle man auf allen Seiten zu e iner Abrüstung im innerpolitischen Kampfe der Gesetzestreuen gegeneinander kommen. Der Augenblick sei so ernst für die Zukunft der Orthodoxie, daß man mit aller Energie auf Zusammenfassung aller Kräfte hinarbeiten müsse. Auch für die Nichtagudisten fei es (an der Zeit, ihren Standpunkt zzu revidieren. Als zweiter Redner legte Herr Rahbiner Blech- Wien in Anlehnung an die Auffassung der alten Weisen die Grundgedanken der Agudah dar, die dem drohenden Zerfall gegenüber als Bollwerk zum Schutze der Thora wirken müsse. In remperamentvoller Weise zeigte der Referent die Gefahren, die der Reinheit des jüdischen Gedankens drohen, daß man in weiten Kreisen Männer als jüdische Führer anerkenne, die nach ihrer Auffassung und Lebensführung nicht das Recht haben, im Namen des Thoravolkes das Wort zu führen. Anschließend gab Herr N o s e n h e i m einen Bericht über die Verhandlungen der Exekutive, die in Wien zu den aktuellen Fragen Stellung nahm. An anderer Stelle sind die Beschlüsse bereits veröffentlicht worden. Eingehend behandelte Herr Rosenheim die Frage des Beitritts zur Jewish Agency; er gab dabei eine Darstellung der seit Jahren geführten Verhandlungen, deren Ergebnis leider nicht befriedigend sei. Man könne der Agudah (solange nicht zumuten, in der Agency mitzuarbeiten, wie diese sich nicht ausschließlich mit poetischen und wirtschaftlichen, sondern darüber hinaus mit kulturellen Aufgaben befasse, für die die Agudah keine Verantwortung übernehmen könne. Das letzte Wort sei dem Rabbinischen Rat Vorbehalten. In der Diskussion machten die Herren Dr. Feuchtwanger -und R.-A. KNbansky Bedenken dagegen, geltend, daß man dir Agudah von der Einflußnahme auf die Gestaltung der palästinensischen Verhältnisse durch Nichtteilnahme san der Agency ausschlirße. Sie gaben zu erwägen, ob nicht noch Schritte getan werden könnten, eine günstigere Stellungnahme der Gegenseite gegenüber den (berechtigten Forderungen der Agudah gus kulturelle Neutralität herbetzusühren, ehe man den schweren Schritt tue, eine Absage zu erterven. M. N. Aus der Agudas Iisroel-Iugendgruppe. Ab Sanrstao den 27. Juli onrs 's p"e? mied M Vereinslokal Schwa ne nstraße 12 regelmäßig v'v'i-v mwo veranstaltet. Für geistige und -keiA-iche Genüsse ist.gefo.rat. Beginn: 19.30 Uhr. Es tst be-absicht-iM, einen weiteren iviv-Schiur unter bewährter Leitung -einzurichten. Anmetdunaen hierzu sind an dsrr Verstand zu richten. Mitglieder, die b-saLsichstgien, an der Kenefsio Gedaulr teilzunehmen, wollen sich mi't dem K. G.-Büro unverzüglich in Verb'indnng fetzeru Adresse: Albert Löwenthal, Mauerweg 34, Carolus 45 436. Für Sonntag den 4. August ist -eine Tour nach Heidelberg geplant. EinzeWeiten folgen. Jüdischer Turnerbund C. B. 1. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli ds. Js. machr der Jüdische Turnerbnnd eine Nachtwanderung auf den Feldberg. Treffpunkt: Samstag abend um 11 Uhr präzise am Hauptportal des HauptbahnhofeS'. Führung: Herr Arno K a tz. Die Nachzügler treffen sich morgens um 6.30 Uhr am Hauptportal des Hauptbahnhofes und kommen mit den andern gegen Mittag zusammen. 2. Sämtliche Kurse fallen in den Ferien aus., mit Ausnahme der beiden Kurse am Sonntag und Dienstag für Herren und Knaben. (Sport an den bekannten Plätzen). Der Wiederbeginn der Kurse wird zeitigbekannt gegeben. Rabbimsche Besuche. Der S tri ko wer R-eb b e, Rabbi Chanoch Saadja, der Organisator der Schomre Schabbos-Vereine in Polen, ist in Bad Nauheim angekommen und wird hier mehrere Wochen zur Kur verbleiben. Er wohnt Fürstenstraße 24. — Im Taunus-Sanatorium in Bad Homburg werkt box -bekannte Oberrab-biner von K o w no, Rabbi S ch a p i r o. Mitteilungen der Samson Raphael Hirsch-Schule. Das soeben erschienene neueste Heft der vonder „Vereinigung ehemaliger Schüler und Schülerinnen" herausgegebenen „Mitteilungen" bringt die Nachricht, daß diese zwanglos erscheinende Zeitschrift fortan nur noch Mstgliedern der Vereinigung, die ihren Beitrag, gezahlt haben, zugehsnl wird. Das Heft enthält einen außerordentlich interessanten Aufsatz über die Bildungsziele der Mädchenschulen, in dem der Nachweis 'geliefert wird, daß Dir. Mendel Hirsch Vst in seinem Aufsatz über Mädchenbildung bereits vor mehr als 50 Jahren- 'di>e Gesichtspunkte vorausgenommen hat, die jetzt i>n den Richtlinien des Bildungsminlsteri'ums . für Lyzeen festgelegt sind. Erörtert wird ferner der Ausbau Mr Schule zu einer Vollanstalt und die Notwendigkeit der Einführung des Werkunterrichts. Berichte über Elternabend ufw. schließen das Heft. Interessenten können Einzelnummern von -der Kanzlei -der Samson Raphael Hirsch-Schule beziehen. Fastenende am 17. Tamus. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß das Ende des Fasttags im Rödelheimer Lnach mit 8.57 Uhr -irrtümlich angegeben ist. Nachteintritt ist erst 9 Uhr 10 Minuten. Notiz. Der -Jüdische Frauenbund, Langestr. 30, teilt mit, daß in dem Monat Juli der Ferien halber die Arbeitssitzung nicht stattfindet Frankfurter Vereinskalender. Verein Alekor Chajim. nwr? Morgen nach Schul „Dinim", Herr Dr. E. Posen. — 1 Stunde vor Nacht, im Hörsaal: „Midrasch", Herr Herz Halpern. Sonntag morgen nach Schul (ebenso Mittwoch) d-tk «n vorm. 8y2 Uhr (auch Samstag -eine Stunde vor Nacht) Gemoro, Herr I. Sofer. — vorm. 9:/4 uhr (auch Dienstag eine Stunde von Mincho) Gemoro, Herr R. A. G. Posen. Montag morgens nach Schul (ebenso Donnerstag),' Mischna, Mitgliederlernen. — Abends 7 Uhr (ebenso Mnrwoch) itn Vereinslokale, Gemoro, Herr Rabbmer Dr. Jos. Breuer. — 8-,, Uhr ab,ends (ebenso Downerstag), Gemoro, Herr Dr. E. Posen. Dienstag morgen nach Schul (ebenso Freitag), Mischna, Herr Dr. E. Posen-. Jahrzeiksstiftungen. Sonntag, 21. Juli, Wolf Dann-SWurig. Dienstag, 23. Juli. Eva Frissländer geb. Strauß-Stiftung. Mittwoch, 24. Juli, Mar Munk-Stiftung. Donnerstag, 25. Just, Lehmann We'il-Sttftung. Freitag, 26. Just, Josef Kösterich-Stiftung. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Sonnirag, 8 Uhr vormittag (ebenso Mittwoch 9 Uhr abend) Chumisch. Herr Leopold Oppenheimer. Montag, 9 Uhr abends (ebenso Mittwoch) Mischna. Herr Rechtsanwalt M. Katz. — 9 Uhr abends (ebenso t-.iv nachmittag 3 Uhr) Gemoro. Herr Emänuel Wolf. — 9 Uhr abends (ebenso Donnerstag) Gemoro. Herr Gerfon Schnerb. Dienstag, 3U9 Uhr abends (ebenso v2V 3/45 Uhr) Gemoro. Herr Leo Schnerb. — aA9 Uhr (ebenso mv 3 Uhr nachmittag) Gemoro. Herr Dr. W. Hofm-a-nn. — 3/49 Uhr abends (ebenso nnw 3/4l0 Uhr vormittags) Gemoro. Herr Dr. Jf. Posen. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Sonntag, 7—8 abds., Herr Dr. A. Merzbach, Jefajah Montag, 9—10, Herr S. Unna, Newiim, Uhlan-dstr. 68. Dienstag, 9—10, Herr Dr. S. Weger, Tr-ei Osor, Zobel-! straße 5. Mittwoch, 8—9, Herr Lehrer A. Hirfchberg, Dinim. Samstag, 4—5, Herr Lehrer A. Hirschberg, Tauroh. Gebetzeiken. j?Vn npn na» Freitag abend 7.35 Samstag naDffn 6.30 Samstagsmorgen 7.45 Samstagnachmittag 1.— und 5.— Samstagabend 9.20 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 am 25.7. Nachmitt. 8.— Tefillin-Legen ant Morgen 3.15 Verantwortlich S. Schachnow nowitz, ebenda. - Staufmann in SprendHuge« .Israelit", T.m.b.H., Frankfurt a. «kttr -- - Offenbach). — Verlas ..— Druck Serurou Verlag«« »naeseNschaki. Frankfurt a. M. Es gibt nichts befferes als stets Lesuekt süvVvüHet ftöefiin bet hohem Lohn n. Reise Vergütung. Off. an Villa Bellevue, Mme. Ebstein, Hohwald (Unter-Elasatz). Hauslockter Kinderlieb »nd tüchtig, bet vollem Familienanschluß per 1. September gesucht. Sausmädckcn vorhanden, ng. von Refer. erwünscht Srau Rabb. Dr. Winter, Übeck, .St. Annenftr. 13. Junger Mann 31 Jahre, Jsr., aus angesehener streng relig. Frankfurter Familie, von angenehm. Außer., mehrjährige Auslandstätigkeit, perfekt engl., fuektßekznver- Ev. Beteil. anaevn. od.Einheir. Off.u. F.M.7085 an Ala Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M. Für ein nachweisbar gutgeh. Geschäft in Hamburg wird geschäftstücht. junger Mann — nun ja — zwecks Einheirat gesucht. Mädchen 26 Jahre aus bester Familie. Off. u. F. 30 an d. Ann -Büro Jul. 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