Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 20 (16.5.1929)
- Date
- 1929-05-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Nr. 20 Der Israelit 16. Mai 1929 dem palästinensichen Staatsverbande an. 5000 Personen wurde die Einbürgerung abgelehnt, weil sie keine der drei ossiziellen. Sprachen des Landes (Hebräisch, Arabisch, Englisch) beherrschten. Allen Protesten zum Trotze wird an der W e stm a u s r weitergebaut, und wenn nicht alle Zeichen trügen, wird an der Mauer doch noch eine kleine Moschee ent stehen. Als die Araber nach längerer Unterbrechung vorige Woche mit den Bauarbeiten wieder begannen, legte das Oberrabinat sofort Protest ein, der aber fruchtlos vervallte. Neue Schritte werden vom „Waad Hair" in Gemeinschaft mit dem Oberrabbinate vorbereitet. Inzwischen bauen die Araber ungestört weiter. Durch das errichtete dritte Tor hat jetzt schon der Platz für die Gebetversammlung wesentliche Einschränkung erlitten. Personalien. Mainz, 14. Mai. Am Rüstt-agebe&D’anp 's m®, haben wir -Lim lernt immer seltener werdenden Frauen zu Grabe getragen, deren ganzes Leben der Erfüllung dieser göttlichen Forderung geweiht war, Frau Esther M o - ritz geb. Birnbaumn"?.- Die Heimgegangene entstammte einem Hause, in welchem Keduschohgeist besonders hochghealten und gepflegt wurde, die hatte von ihren hochgesinnten Eltern eine solche von «cuttern' jüdischen Idealen durchglühte Erziehung! Zerfahren, daß es für sie «sine Selbstverständlichkeit war, ihr Haus mit ihrem gleichgestimmten Gatten, Herrn Leo Moritz, nach dem Vorbilde ihrer Eltern aufzubauen. Cs wird in unserem Kreise und weit darüber hinaus unvergessen« bleiben, was das Haus der Verblichenen unserer Kehilloh als Mittelpunkt für Jiroh bedeutete, wie sie es verstanden hat, schon als junge Frau, trotz vielseitiger Inanspruchnahme, ion m^aa in vorbildlicher Weise zu pflegen, wie sie Jahre hindurch eine seltene Gastfreundschaft für trasn ’T-aVn übte, wie sie mütterlich für alleinstehende Lehrer sorgte und sie in- Krankheitsfällen im eigenen Haufe betreute. Ms Vorstandsmitglied des Frauenoewins wirkte sie lange Jahre besonders segensreich und «tu der nv'ip jnan war sie eine der tätigsten Damen. Es wird dem gebeugten Gatten ein Trost fein, -daß di« beiden Söhne ganz im Geiste des Elternhauses leben und sich »a-aya betätigen. Die Heimggeangene wurde neben dem 12p unseres Raw Dr. Bondi zur ewigen Ruhe gebettet, ihr 1-11:37 stehe den Hinterbliebenen und unserer ganzen Kehilloh bei. Nieder-Ohmen (Oberhessen), 14. Mai. Am 10. Jjar (20. Mai) begeht Herr Emanuek Frank seinen 60. Ge^ burtstag in voller körpeMcher und geistiger Frische. Fast zwei Jahrzehnte steht er an der Spitze -unserer Gemeinde und gehört in des Wortes wahrhaftem! Sinne zu den echten nnaxa aux ’a-ixa D’poiy. So klein auch die Gemeinde ist, sie zählt 72 Seelen, hat sich Herr Frank um deren religiöse Erhaltung große Verdienste erworben. In würdiger Weise versieht er den Gottesdienst und es ist .eine seltene Ausnahme, wenn ein- Gemeindemiitgl-ied dem M-injan fern bleibt. Das in’a? m rroin , am -ist ihm in Fleisch und Blut übergegangen und nimmt- Herr Frank kein Blatt vor den Mund, um auf Jemanden -in jüdischer Hinsicht günstig einzuwirke-n. Weit über die Grenzenunserer Provinz hinaus ist Herr Frank als -sinviipn an»»* -imv. als ein Wächter des alten, überlieferten Judentums bekannt . In diesem Geiste hat er seine Kinder erzogen und sein Haus ist durch die Mitarbeit seiner gleichstrebenden Gattinzu einem wahrhaften Abrahamszelt gewordene Mit Glück und Stolz blicken mir zu ihm empor und sind froh, ihn zu den Unsiigen zählen zu dürfen.! 3 m 72MN71 um i'irr' vn Königsbach (Baden), 14. Mai. Am;u wvip '0 verschied im Aller von 82 Jahren der Senior der hier sei- Jahrhunderten cnfässig-en- Familie Daube, Jonas Daube. Schonin Königsbach geboren-, wa-r es ihm cergönnt, mehr als ein halbes Jahrhundert an der Seite einer gleichZcsinnten Gattin aus echt jüdischem Hause nicht nur eine stattliche Anzahl ganz in echt jüdischem Geist; erzogener Kinder und Enkel her-anwachsen zu sehen, Ion:er:r -auch seiner ansehnlichen geliebten Kehillo ein Führer und auch -ein "n^x n'bv a-i 3"’ und an qt> zu jein. Die am Sonntag den- 2. Jjar hier stattgefundene -.--727! o2staliet-e sich zu einem wahren m »IN'?», und legte beredtes Zeugnis ab von >dem Wirken und Leben dieses echten Jehudi. Eine selten große Schar von' Freunden und Verwandten sowie Vertreter des badischen Synagogenverandes waren von Nah und Fern herb-eigeeilt, um dem Weitbekannten, überall Beliebtendie letzte Ehre zu erweisen. Ohn-e Unterschied d-er Konfession folgten die Ortst swohner -in stiller aufrichtiger Trauer dem langen Zug ';>r Leidtragenden. Die Herren Rabbiner Dr. Mi - - - a l s k i, Karlsruhe und Dr. G r z y m i f ch, Bruchsal, -wie ein Verwandter hielten am Grabe anson, zwei chwiegersöhne sprachen Worte rührenden Abschieds i n Haufe des Verstorbenen. Möge Ji"-n der greifen Gatt. i tind ihren Kindern seinen Trost spenden. Die Woche. Aus der Agudas Jisroel-Jugendgruppe. In der am 12. Mai stattgefundenen ordentlichen Mitgliederverfammlun-g! wurden in den Vorstand neu gewählt die Herren: Hartog HaNogsvhn, Hermann Schwab. Rosenblum, Adolf Wallach und Albert Löwenthal, sowie Frl. Helene Heiding-sseld. Zum Vorsitzenden! wurde Herr Hartog Hartogsohn bestimmt. Als Vorschläge für die kommende Arbeit der A-gudas Jisroel-Jugen-dgruppe ergaben sich aus der Debatte, Besprechung der Probleme der Kenefsio Gedaulo, Aussprache über die Tätigkeit der Agudas Jisroel, regelmäßige Ausspracheabende über jüdische Geschichte, Politik und sonstige Probleme, die die Jugendgruppe als Agudas Jisroel zu erwägen habe. Ausgabe der Jugendgruppe müßte insbesondere sein, das politische Interesse ihrer Mtgli-eder, das zweifellos vor- H-Mden ist, zu b«efr ledigen« und «rhr«e Mtgl-Wder M -diefsr Hinsicht zu schulen. Auch müsse durch Anknüpfung! von engeren Besprechungen den- Mitgliedern das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit gestärkt werden. Ws Mittel hierfür wurde sine größere Tätigkeit -auf geselligem Gebiete, wie Ausflüge, Feiern der hierzu geeigneten besondere n Tage des jüdischen Kalendersangesehen. Es sollen -auch regelmäßige monatliche Mitgliederversammlungen stattfinden. Am Sonntag den 20. Mai findet unter der Führung des Herrn Mainzer, Darmstadt, eine gemeinschaftliche Tour mit den in’ der Umgebung gelegenen JugendarWp°»,t«L »s-ch-!t so»um 8.20 Uta mch «tzuq, l>-fch,°„«n. ,«ch» Bickenbach, Treffpunkt 8 Uhr Hauptportal des Haupt- -weiter Klaffe von ie Mk 400—« bahnhofes. Von Bickenbach wird der Ausflug, nach dem a w emer R r an e von je jju. 4uu. « Auerbachsr Schloß, Me-l-i-bokus, Flef-enm-e-sr, dann nach Jugenheim stattfinden. Für Sonntag den 27. Mai ist eine Radtour ins Wifpert-al beabsichtigt. Wfahrt von- Frankfurt a. M. Hvuptbahnhof um 6.50 Uhr. Zu beiden Veranstaltungen werden uns-ere Mitglieder und Freunde herzlichst eingeladen. Angestellken-Vund »Agudas Jisroel". Unsere Kurse in- Französisch I und II, Englisch- I und II und Stenographie beginnennächste Woche. Einige Damen und Herrenkönnen an diesen Kursen nochleilnehmen und bitt-enwir die Interessenten um Aufgabe ihrer Adresse an Herrn Emanuel Wolf, Oftendstr. 27 (Carolus 67 331). Die Anmeldungen müssen bis Mittwoch, den 22. crt. -eingersi-cht sein. Die Kurszeiten werden den Teilnehmern schriftlich mitgebeilt. Eine Sijumfeier in der Agudas Jisroel. Am Montag den 3. Jjar (13. Mai) lernte der D a f - Iomi in der ganzen jüdischen' Welt mit r-n-n-r Yen guit« jen TP’imo aus. In F ran kfurt a. M., wo der unermüdliche Herr Herz H a l p e r nfeit vielen- Jahren diesen Tagesfchiur leitet, wurde der Anlaß am Montag Abend in den Räumen der Agudas Jisroel-Jugendgruppe mit -einer kleinen Feier begangen, an der sich neben den Mitlern-end-enauch einige Gäste beteiligten. Herr Halpern leitete die Feier mit einem großangelegt-en und weit ausholenden Hadran ein, worauf nach dem Maariwgebete, eine von Frau und Kinderndes Leiters schön gedeckte jten Mädchen, das aber mit ihm verwandtfeiUdarf, als Tafel zu geselligen Stunden -einlud. Herr Halpernbe- Mitgift zu Merw-e-iserr. , vorgehöben,' daß die Verblichene während einer langen Reihe von Jahven als Ehrendame -in der Israelitischen Männer-- -und Frauenk -cvff e (Kippeftub') in liebevollster Weise mit aller Hingabe ihrer gütigen Persönlichkeit gewirkt hat, ganz im Sinne und nach dem Borbild-e ihres sel. Mannes, d-es 'Unvergeßlichen Daniel August Worms- Es war ihr -sin Herzensbe-dürfnis, die alten, leidenden und -kranken Insassen Tag für Tag zu besuchen, um sie auszurjchten, erheitern und ihnen Leb-ensmut zuzusprechen-. So hat sie sich -als ms b-ewährt -und denunauslöschlichen Dank der von chr Betreuten erworben. Das Andenken an diese, echt fromme Frau wird von Allen, die sie verehrt haben, stets inhohen Ehren gehalten werden. Möge v,n den.trauernd Hinterbliebenen seinen Trost spend-m. rraxjin- Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Vürgerstöchter E. V. Der seit 1790 be-stehen-de Verein Wp Aussteuerung- Wsi-ger israelitischer Bürgerstöchter — in der altjüdischen Bevölkerung -unserer Stadt nur „Hachnofas Kallo-Bsrein" genannt — hat -am- 7. d. M. feine diesjährige ordentliche Mitglirsde-roerfammlung -abgehalten. Indieser wurde der Mitgliedsbeitrag für 1929 wieder -auf Mk. 9.— festgesetzt. Bei der Verlosung der A u s st -e u e r e r st e r Klaff« aus 1928, die Mk. 3000.— beträgt, wurde die Nummer 103 gezogen. Dem Mitglied, das diese BeteMMngsnum’- mer besitzt, steht das Recht zu, den genanntM- Betrag als Mitgift -einem Mädchenzuzuweifen, dasdensatzungsgemäßen Bedingungen entspricht. Ferner hat der Vorstand in seiner auch -am 7. d. M. Aussteuern am 23. Juli d. I. zur Ber-lofung zu bringen. Zur Bewerbung um diese Aussteuern zweiter Klasse ist jedes Mische Mädchen-, das den Bedingungen der Satzung genügt, ohne i-rgen-deine Zahlung zugelassen. Anmeldungen sind von den Bewerberinnen bezw. ihren Eltern -oder Vormündern bis zum 26. Junid. I. bei Herrn Dr. E. Sichel, Praunheim-erstrahe 26, vorm. 8—9 Uhr, -sm-zureichen. Der Verein lädt auch zur Erneuerung bezw. Erwerbung der Mitgliedschaft «ein und bittet, chm den Jahresbeitrag von M-k. 9.— auf sein Postscheckkonto Nr. 50338 zu überrve-ifen. Jedes Mitglied erhält- Mt der Quittung über den Jahre-sb-eitrag feine Beteiligungsnummer für die Verlosungder Aussteuer erster Klasse aus 1929, -die in der ordentlichen M-itgliede-rverfammlung des nächsten Jahres erfolgen wird. Der Verein hofft durch den Hinzutrit-t vieler neuer Mi-tglveder in den Stand gefetzt zu werden, die Beträge dev Aussteuern noch zu -erhöhen. Immerhin bietet die Verlosung der Aussteuer erster Klasse den Mtgliedern eine ganz besondere Chance. Während nämlich beijeder -anderen Berl-osung nur ein Teil der eingezahlten Beträge verlost wird, übersteigt der Betrag der Aussteuer erster Klasse di-e Summe -der Mitgliederbei-träge, da der Verein -einen wesentlichen Betrag! aus den Zinsenseines Kapitalvermögens hinzufü-gt. Freilich -erhält das gewinnende Mitglied nicht den Betragder Aussteuer für sich selbst, sondernnur das Recht, ihn einem minderbemittelgrüßte die Teilnehmer und Gäste mit weiter-en- Thoraworten. Er sagte dann- -ungefähr folgendes: Die Smicho (richterliche Autoritation), hatten die Römer unter Androhung der Vernichtung für die Beteiligten und alle Gemeinden des Umkreises verboten’. Sie wußtenwarum. Denn -in der Ueberli-eferung und Uebevtragun-gder Dhoraautorität von Gönsrativn zu Gene-ra-tion -lag -die unerchöpfliche und unoermüsttiche Kraft des jüdischen« Volkes. Mit dem Aufhören der Thoraautori-tät im letzten Jahrhundert setzte der geistige Vernichtungsprozeß unter der westlichen Judenheit -ein. Aber der „Chofez-Chajim" hat schon recht, wenn er an die Lehre der M-ifchna ermnert, wonach „wenn von -einer Tischgesellschaft sichalle entfernt hatten bis auf einige Greise und Kranke, die -als Platzhalter geblieben sind, so kön-nen> alle -an die Ta- 'el zurückkehren, um das Mahl fortzusetzen! und gemeinäm benschen". Was für das Tischg-eb-et gilt, gilt -auch ganz gewiß für die Thora-, Einigewenige — und wären es nur die Alten- und- Schwachen, — sind bei der Tafel der Thora geblieben, sie haben’ die Verbindung aufrecht erhalten. Kehren jetzt die Andern zur Tafel zurück, — worauf das gesteigerte Lernen überall hindeutet, so bleibt alles beim Alten'. Es sprachen noch die Herren- B lu men thal, Julius Lewin und S. Schach n-o witz, die alle die Bedeutung des Daf-Jomi schilderten- und dessen- Lehrer feierten. Cin-s zur Verlesung gelangte- Liste zeigte, w-i-e groß die Zahl der Interessenten’ an dem Welischiur in Frankfurt ist, wenn man auch die gelegentlichen Mitsernenden dazu zählt. Die Herren Steinhardt, Nelken undein -auswärtiger Chafan wartetenmit innigen östlichen Gesängen aus und man trennte sich um ' ie Mitt-ernachtsstunde -in gehobener Stimmung. Möge r-r Welt, wie sich ein Redner launig ausdrückte, und mögen die Völker alle' mit rpein Ende gemacht haben«, um nunmehr mit nnvip zu begimien ... Frau Lina Dorms geh. Strauß Jm 65. Leb-ensjahre verf-chi-ed am 6. Pesfachtage nach kurzer, schwerer Erkrankung Frau Lina Worms geb. Strauß, deren segensvolle 'Wirksamkeit auf dem weiten Gebiete der Wohltätigkeit es verdient, daß ihrer hier i-n kurzen Worten gedacht werde, zumal des -in nox wegen tifemit von Religion, zetert und wettert. Aber ein- Rab bei der überaus zahlreichen Beteiligung am Grabe jede bi-ner auf Seiten der Levy-s, -ein katholischer Pfarrer auf Trauer verstummen mußte. Es feidaher besonders her- Seiten der Abels retten die Situation«, indem sie, Rab- Den Vorstand b'ilden zur Zeit die Herren Alfred Schwarzschild, Vorsitzender, Wolfgang Auerbach, Ludwig Groedel, Abraham Horovitz, Dr. Ernst Kirchheim-, Dr. Emil Sichel und Max Stern. Exemplare der neuen« Satzung werdenauf Anfordern (Anfchriift Ger-binusstr. 10)- zn-g-efa-n-dt. »Dreimal Hochzeit". Zur Aufführung im Neuen Theater. Man hatte in letzterer Zeit viel Jüdisches a-uf den Bühnen gesehen. Was auch M«. Kunst dazu zu sagen wußte, m-an hatte doch immerhin ernste jüdische Gesichter gesehen und ernste Worte gehört. Die jüdische Karikatur (Marke H-errnfeld) schien auf der Bühne« verschwundön. Sie feiert jetzt Auferstehung in einem sog. jüdischen Stück, das aus Amerika zu uns herüberkam, eine Ainne N o ch o I s zur Autorin hat und -im Frankfurter Neuen Theater eine Bühne, -eine -gute Regi-e, liebevolle Darsteller und -ein aufnahmefähiges Publikum gefunden hat, das sich zwei Stunden „krank" lacht. Bester wäre schon gewesen^, man könnte sich gesund lache-n. Aber g es und ist esnicht, wenn man auf eigene Kosten lacht, wenn man sich -an verzerrten- Schattenbildern des eigenen Jchs belustigt. Eine gewisse Migung- -dazu herrscht nach wie vor. Und daraus ziehen Theaterdirektoven reichen Prosit. Hat man sich mit all dem abgefund-sn, so muß man sagen, daß das Stück n-icht ohne G«efchick und gewiß nicht ohne Humor gemacht und gespielt ist. Wenn Humor das ist, daß man „ tr o tzd-em lacht", fo muß «die Attacke auf die Lachmuskeln rals voll gelungen -erachtet werden. Die Grotesken und komische Situationen, begleitet« von- Einfällen und Wortwitzen, jagen nur so aufeinander. Darüber hinaus will ab-er das Stück -auch« etwas« wie Tendenz predigen, eine Art« von konfessionellem PaM-SMUS, und -diese -ist eb>en so naiv wie unsinnig. Nicht daß wir etwas -gegen den-religiösen Frieden hätten. Ab«er s-o ein-fäch, wie sich dies die Lustfpteldichterin denkt-, ist das Pr-oblew und feine Lösung nicht. Samue«t, Sohn «des frommen und reichen Salomon Levy, hei«ratet die feudale, gut katholische Ros-ech-ristine Abe«l. Das pflegte vorzukommen. Der alte Salomon ist außer sich. Der Brautvater, An-