Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 16 (18.4.1929)
- Date
- 1929-04-18
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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18. April 1929 Die Kölner Vezirkskagung. Die Bezirkstagung der deutschen, belgischen und holländischen Gruppen der Agudas-Ii-roel-Jugend-Organisation, deren Vorbereitungen den Kölnern manche Schwierigkeiten bereitet haben, die aber dank einer mustergültigen Organisation, dank der opferfreudigen Mitarbeit einiger tatkräftiger Damen und Herren und dank des großen Interesses, das. die Kölner Iudenhekt diesem „Oster"- Ereignisse entgegenbrachten, glücklich überwunden wurden, erscheint jedem, der überall nicht nur die Schattenseiten zu entdecken sucht, als ein Erfolg in jeder Hinsicht. Versuchen wir aber auch der anderen Kategorie der Menschen, den Grüblern, den „reinen Rationalisten", den „warum" und „wozu" fragenden Menschen gerecht zu werden, ihnen eine Antwort zu geben auf die Fragen, die sie vor und nach jedem Unternehmen stellen. Wozu ist denn eine Tagung da? Was soll sie? Ist sie' nur Selbstzweck? Und schließlich, was hat sie denn erreicht, was habe ich von ihr gelernt? Ist es uns gelungen, für diese Fragen an Hand der Kölner Tagung eine befriedigende Lösung zu finden, dann haben wir gleichzeitig auch den Beweis für das Gelingen der an den beiden Ostertagen stattgefundenen' Bezirkstagung erbracht. Der Zweck einer derartigen Tagung ist ein doppelter. Zunächst aus dem Inhalte der Tagung, aus dem, was in ihr geistig geboten wird, zu lernen. Die Referate und die sich daran anschließenden Diskussionen bieten Gelegenheit, sich über Zeitfragen zu orientieren. Man wird, wenn die Wahl der Vorträge glücklich getroffen ist, über besonders die Jugend beschäftigende und sich mit - der . Jugend beschäftigenden Probleme unterrichtet. In warmherzigen Worten sprach Oberrabbrner I. Thal Utrecht, Über S. R. Hirsch, empfahl uns, in Hirschs tiefe Gedankenwelt hinabzusteigen, über seine Ideen nachzudenken und uns nach seinem Muster zu bilden. Der Ratsuchende findet in Hirschs Schriften seine volle Befriedigung und der bereits . Verzweifelnde sieht in ihnen seine letzte Zuflucht. Der Vortrag des Oberrabbiners I. Thal, der von einer seltenen Liebe zu der Jugend zeugte, fand den ihm gebührenden Beifall. Weniger verständlich für die Jugend selbst als vielmehr besonders lehrreich für die Iugenderzieher war das Referat Dr. A. Merzbachs über: Sinn und Aufgaben einer jüdischen Psychotherapie , über die Seelenheilung in der jüdischen Jugend. Dem Erzieher wurden Ratschläge erteilt, wie man zur Heilung einer „verkrüppelten" Seele beitragen kann, wie nur eine auf das Individuum eingestellte Heilungsmethode von Erfolg sein kann. Das ausgezeichnete Rofenheim'sche Referat gab Aufschluß über die Lage des thoratreuen Judentums. Es war daher notwendig, die Differenzierungen in dem Wesen der verschiedenen Iu- . dentypen und der Gruppierungen innerhalb der Aguda anzugeben. Der Redner entwarf sodann das Programm der Kenessia Gdola und führte kurz ihren Zweck aus. Außerordentlich zu bedauern ist das Nichterscheinen des Herrn D. Ullmann, der über Arbeitsgemeinschaftsprobleme und Organisationsfragen sprechen 'sollte, und der sicherlich manschen praktischen Ratschlag zu geben in der Lage gewesen wäre. Neben einem halachischen Vortrag des Herrn Vredenburg, Amsterdam, und einem Referat des Herrn Eugen Neuberger, Köln, über soziale Fragen, war damit der geistige Speisezettel der Bezirkstagung abgeschlossen. Aber schon gegen diese Ausführungen wird der Vorwurf erhoben werden können: das eine Thema war mir nicht neu, und das andere Thema habe ich nicht verstanden. Oder aber der tiefergehende Vorwurf: War denn dafür eine Tagung notwendig? Wäre es für uns nicht bequemer gewesen — und dabei mindestens genau so lehrreich — Herrn Jacob Rosenheim oder Herrn Dr. Merzbach bei. uns in Holland oder Belgien sprechen zu lassen? Für die so Fragenden soll dann der zweite Zweck einer derartigen Veranstaltung angeführt werden, und ich glaube nicht fehlzugehen, wenn ich die Reden und Debatten einer Bezirkstagung mehr als Mittel zum Zweck selbst bezeichne. Viel wichtiger ist der Geist, der über der Tagung schwebt, unsichtbar zwar und doch fielen- und gemütsbestimmend, und der Geist, der aus der Tagung entspringt. Unsere Tagung brachte das Bewußtsein der unbedingten Zusammengehörigkeit, der unverwischbaren Einheit des G'ttesvolkes, der Gemeinsamkeit seiner Aufgaben und der Gleichartigkeit seiner Ideale. Es war ein gegenseitiges Verstehen gegeben, das die scheinbare Komplizrertheit der Fragen, die alle gesetzestreuen Juden zu beschäftigen. scheint, zu entwirren half, um sie auf wenige Probleme zu reduzieren. Das wohltuende Gefühl des Verstandenseins durch den anderen und das Gefühl, daß man mit seinen Nöten nicht mehr allein steht, sondern daß sie in jedem Lande mit teilnehmendem Interesse und dem nötigen Verständnis verfolgt werden. Da waren vor allem die Antwerpener, gewichtig nicht durch ihre Zahl — 10 Herren waren anwesend — sondern besonders hervorstechend durch ihren würdigen und vornehmen Geistesadel, durch ihre Klugheit und Zurückhaltung. Einen ganz neuen Ostjudentypus lernten wir in ihnen kennen. Das Inrr Tn oy min Prinzip, von dem man so oft sprechen hört, aber sehr oft nur hört, fand man in den.Belgiern verkörpert. Nicht ein Kamps zwischen nyiy .und jn» Tn sandern die Synthese der beiden Begriffe. An profanem Wissen uns in keiner Weise nachstehend, verfügten sie über ein hervorragendes Thorawissen und, was vor allen Dingen wichtig ist, in ihrer Handlungs- und Denkensweise „durch und durch" Juden. Und als wir unsere belgischen Freunde zur Bahn beglei- Der Israelit Blätter teten und wir unseren gemeinsamen Gefühlen Ausdruck gaben in dem Liede: nvna *pajn i*aV *inm da gab es keinen mehr, der zweifelte, was unsere Tagung bedeutete und bezweckte. Unsere Kölner Bezirkstagung rief bei jedem das Gefühl hervor, das unserer Weisen Mund in den Worten ausgedrückt hat: um in brnvi K-miki rr'aip daß der Weltenherrscher, die Thora, seine Lehre, und Israel eines und dasselbe, ein untrennbarer Begriff. Aus der Bewegung. Bremen. Gestern abend versammelten sich die hiesigen Agudisten im Gemeindehause zum Vortrage des Herrn Rabbiner Dr. B. Cohen über „Die bevorstehende Heerschau des Agudas Iisroel und ihre dringlichsten Ausgaben". Auch aus außeragudistifchen Kreisen fand der Vortrag einen für Bremen stattlichen Zulauf. Ms in der Einleitung zwischen den Namen der Agudo-Gründer der, des jüngst verstorbenen Mainzer Raw siel, erhob sich die Versammlung zur Ehrung seines Andenkens. Der Vortrag beleuchtete nach kurzem Hinweis auf die Mischna von der Auffindung der entrückten Bundesland«, die einem Priester das Leben gekostet, die Entwicklung der Bremer Gemeinde die binnen zweier Menschenalter aus Nichts, aus einer unwissenden und gesetzlosen Gesellschaft ländlicher Juden zu einer Gemeinde mit vorbildlichen Institutionen geworden, und bezeichnete als Ziel der Agudas Iisroel, daß es überall so werde, wo eine solche Entwicklung nötig sei. Das besondere Ziel der Kenessio sei, zu dieser Arbeit alle thoratreuen und thorasreundlichen Kräfte der Iudenzeit zu einem und diesem Zwecke die Verfassung der Agudo auszubaueu. Gleich dem überirdischen Altarfeuer aber, das menschlichen Zutuns bedürfte, solle auch das Wirken der Agudo, obwohl sie mit geradezu überirdischer Aufopferung von Menschen wie des v"n pan und ihrer westlichen Stützen entstanden und geleitet, — mit Hilfe alle Hilsssähigen am Leben erhalten werden. Daraufhin beleuchtete Herr Rabbiner Dr. Aber nochmals die besonderen Bremer Verhältnisse, die für allgemeine Organisationen weniger Arbeitsfeld bieten als andere Gemeinden, empfahl aber die Agudo-Aktion dem religiösen Interesse aller Bremer. Die Bremer zollten ihren Beifall durch ihre gern gegebenen Spenden und — auch die Nichtagudisten schlossen sich keineswegs aus. Die polnisch-jüdische Gemeinde versammelte sich in Sebaldsbrück am heutigen Abend, um nochmals den tieferen Ideengehalt des Agudogedankens in einem Thoravortrag von Herrn Rabbbiner Dr. Cohen anzuhören und gaben gleichfalls ihrer Gesinnungsfreundschaft vielfachen Ausdruck. Die Herren Grünberg opferten den ganzen Tag, um der Aktion zum Erfolge zu verhelfen. Köln, 7. Adar IL Der in diesem Schaltjahr besonders lange Winter ist von uns verhältnismäßig gut ausgenutzt worden, darf gesagt werden. — Nachdem die am 13. Januar stattgefundene Generalversammlung eine neue Leitung einsetzte, die aus den Herren Hartogsohn, Bayer, Keller, Wolf, Wallach und Benjamin besteht. fitzte gar bald eine intensivere Tätigkeit ein, die zwar noch Vieles zu tun übrig läßt, aber immerhin Erfolge zu verzeichnen hat, die sich zweifellos darin kundgeben, daß das jüdische Köln merkt, daß auch hier die echtjüdische Idee der Agudo Wurzel gefaßt hat, und, so darf man erwarten, fortlaufend an Boden gewinnen wird. — Am 3. Februar sprach Herr Dr. Heinrich Cohen über „Die augenblickliche Lage der Orthodoxie" in gutbesuchter Versammlung. Herr Dr. S. Goldmann, Köln, verstand es, uns mit einem am 24-. Februar gehaltenen Geschichtsvortrag manches Neue und Wert- 'üole zu bieten. Vor allem hinterließ dieser Abend,,den!Eindruä, Laß gerade bei uns weit mehr Gefchichtsstudien § getrieben werden müssen. — Am 26. Februar hatten wir das große Vergnügen, unsern verehrten Wolf S. Jacobson vor einer größeren Versammlung über „das Golus und die A. I." zu hören. Nicht allein daß es dem Redner in seiner meisterhaften Art gelang, den Hörern, auch denen, die noch nicht ganz zu uns gehören, klar zu machen, was A. I. will, was A. I. schon für Klal Iisroel geleistet hat und noch zu schaffen sich gerade jetzt anschickt; gelungen ist ihm insbesondere, unseren Agudisten zum Bewußtsein zu bringen: Mitarbeit in A. I. ist Dienst im Klal Iisroel. Auf diese kurze Formel läßt sich der Inhalt des Abends bringen. Der fitzte Dienstagabend vereinigte eine über Erwarten starke Teilnehmerzahl in echtjüdifcher Gemütlichkeit zu unserer ersten Rauschchaudeschfeier. Wir waren dieses Mal in der Lage, ein Programm zu bieten, das wohl recht verwöhnten Ansprüchen genüge zu leisten vormochte. Unser Herr Dr. Stein hat in der gewohnten meisterhaften, gründlichen und interessanten Art das Referat des Abend übernommen. Die Megilloh hatte sich der verehrte Herr Referent zum Gegenstand seiner Betrachtungen genommen. Und es darf gesagt werden, uns war manches neu, wir konnten manche Wissenslücke wieder ausfüllen. Reicher Beifall lohnte den Vortragenden. Beim Reichen von Früchten und sonstigen Süßigkeiten ■— lobend muß hier die Mitarbeit einiger unserer' weiblichen Mitglieder erwähnt werden, -je sowohl diesen Abend sehr verschönen geholfen haben ' wie sie auch an unseren Freitagabenden sich immer um die Ausgestaltung erfolgreich bemühten — und hochwertigen Gesangdarbietungen der Herren Lasowsky und Bornstein, Köln, unter Mitwirkung des Frl. Henni Lö wenstein, Köln, verging die Zeit allzu schnell. . Man trennte sich,, in i später Stunde, recht ungern. Ilebtteinstim- Nr. 8. Seite 3 mend war das Lob über die so überaus gut gelungene Feier. Der gestrige Mauzoe Schabbos bot unseren Freunden wiederum etwas Besonderes. Liebenswürdigerweise hatte sich unser verehrter Herr Rabbiner Iacobovits zu einem Vortrag über „Herodes" zur Verfügung gestellt. Man darf sagen, daß es dem Referenten gelungen ist — unter Nennung der verschiedensten Quellen sowohl der der Gemoro als auch solcher anderer Art —, ein plastisches Bild der Verhältnisse, Zustände und tieferen Zusammenhänge m jenem Zeitalter vor unseren Augen zu entrollen. Der Eindruck, den dieser zweite Geschichtsvortrag hinterlassen hat, ist ein bedeutender. Das erMtigt die Leitung, wie der Vorsitzende sagte, in den kommenden Monaten eine Persönlichkeit mit der hochwichtigen Ausgabe zu bettauen, für Jugendliche und Erwachsene einen Geschichtskurs abzuhalten. — So ist die hiesige Gruppe bemüht, alles zu tun, was dazu dienen kann, zunächst ideologisch ein Fundament zu legen, aus dem heraus, in systematischer und zielbewußter Arbeit, etwas Schöpferisches für unsere liebe A. I. herauswachsen kann und, so Gott will, herauswachsen wird! Leipzig, 25. März. Zu einer imposanten Kundgebung gestaltete sich der von den hiesigen Aguda-Gruppen am 12. März veranstaltete Werbeabend anläßlich der bevorstehenden Kenessio Eedaulo. Kein Geringerer als Herr. Jacob Rosenheim selbst weilte aus diesem Anlaß in unserer Mitte, stürmisch begrüßt und gefeiert von der zahlreichen Zuhörerschaft, die sich eingefunden hatte, um den durch Form, Inhalt und Herzenswärme gleich auszeichneten Ausführungen des allerersten Redners zu lauschen. In der Person von Herrn W. S. Jacobson in Hamburg war für. die Veranstaltung ein weiterer Referent gewonnen worden, der es ebenfalls verstand, die Herzen der Versammlung für unsere Ideale zu erobern. Rach der Begrüßung der beiden Redner durch den Vorsitzenden, wobei insbesondere der Persönlichkeit des Hauptreferenten gebührende Achtung und Verehrung gezollt wurde, bestieg zunächst Herr Jacobson das Rednerpult, um in seiner mit Thoraworten reichlich gewürzten und lebhaften Beifall findenden Ausführungen die ^Pflichten des Einzelnen gegenüber der Gesamtheit" zu umreißen. Vom Adargedanken der Schekel-Lehre ausgehend, entwickelte der verehrte Redner den Begriff von der Pflicht zur jüdischen Gemeinschaft, zur organisatorischen Erfassung aller auf dem Boden der Thora und Tradition stehenden jüdischen Menschen zum Zwecke der Durchheiligung der Gesamtheit und ihrer Verbindung zu einer gottgewollten Thoragemeinschaft. Auf die Aufgaben einer von ihrer hohen Bestimmung erfüllten, ihrer Verantwortung der Geschichte gegenüber bewußten Gemeinschaft hindeutend, appellierte der Redner an die Gebefreudigkeit der Zuhörer, die in Hinblick auf die Größe der zu lösenden Aufgaben nicht kleinlich bemessen sein darf. Auf diese Aufgaben selber, die den kommenden Weltkongreß der Orthodoxie beschäftigen sollen, ,ging der Hauptreferent des Abends, Herr Rosenheim, des näheren ein. Neben den organisatorischen und innervolitischen Fragen wird die Kenessio Eedauwlo Aufgaben jüdisch-sozialer und kultureller Art, wie die Schaffung eines jüdischen Versicherungsamtes für jüdische Arbeitslose, die Schaffung einer Zenttalbank und die Ausbildung jüdischer Lehrer für den Osten zu lösen haben. Durch die formal wie inhaltlich hochwertigen Ausführungen verstand es der Redner, feine Zuhörer nicht nur mit diesen Problemen vertraut zu machen und für sie Verständnis zu wecken sondern darübe,r hinaus durch die glänzende Art der Darstellung, die klare Anschauung und den Bilderreichtum seiner Sprache und vor allem durch den ungeheuren Schwung seiner von hohem jüdischen Ethos getragenen Rede, den Abend zu einem großen, nachhaltigen Erlebnis zu gestalten. Ein besonderer Abend war der Agudajugend reserviert, die Gelegenheit hatte, in zwangsloser Aussprache mit ihrem Führer, Herrn Rosenheim, sich / über die Stellungnahme der Agudaleitung zu den aktuellen Iugendproblemen zu orientieren und mit der Ideologie der Agudas Iisroel sich inniger vertraut zu machen. Riga, 11. April. Auf Einladung der lettländischen Agudas Iisroel weilte Herr Wolf S. Jacobson, Hamburg, acht Tage in Lettland. Zu Ehren des Gastes fanden Banketts statt, bei denen für den Kenessio Gedaulo- Fonds der Agudas Iisroel gesammelt wurden. In sehr stark besuchten öffentlichen Versammlungen referierte Herr Jacobson über die gegenwärtige kulturelle und politische Lage des Judentums unter besonderer Berücksichtigung der in der Agudas Iisroel organisierten orthodoreil Kreise, während der in der großen Peter^ynagoge eine „Droscho" über den Sinn und die Notwendigkeit der religiösen Erziehung hielt. Die Werbetätigkeit des Herrn Jacobson hat eine nachhaltige Wirkung ausgeübt. Auf feine Anregung hin wurde das lettländifche Landesdirektorium des Herrn Hatorah konstituiert und mit führenden orthodoren Persönlichkeiten Lettlands (Oberrabbiner Sack, Sejmdeputierter D u b i n, V. Wolschonek, S. V i t e n b e r g s, Direktor des Thauro im Derech Erez-Eymnasium) besetzt. Libau (Lettland). Seit einiger Zeit macht sich eine Belebung der hiesigen Agudo-Gruppe bemerkbar. Das bewirkte die vor kurzem einberufene Generalversammlung, die feststellte, daß die augenblicklichen Zustände einer Reorganisation bedürfen. Daraufhin wurde ein neuer Vorstand gewählt, der eifrig arbeitete. Cs wurde wieder der ’öv tp eingeführt, D’W’tf» am na» eine feierliche mwo eingerichtet und ein Lesezimmer geschaffen. Linen neuen Impuls bekam die Gruppe durch den Besuch des Herrn. Wolf S. Jacobson aus Hamburg, der in einer temperamentvollen Rede, die Ausgäben und Ent-