Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 16 (18.4.1929)
- Date
- 1929-04-18
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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■ *»•#; 'l-ir-f,;-''^ V-yV — Seite 10. Nr. 16 De r I s r a e t i.t 18.April 1929 vor sich ging. Manchen Teilnehmern paßte das zwar nicht. Aber der Herr Dirigent führt. ein strenges. Regiment und sieht aus Disziplin. Man fuhr in.'den Sabbat hinein und aus dem Sabbat hinaus in Düsseldorf hin ein, wo man Sonntag Abend „Wajchulu" und „Weschomru", auch das Sabbatlied aus Psalm 92 sang. Am Montag abend sang man Gleiches, dazu noch „Ün 'sänne Tauk-ef" und „Kol Nidre" in Frankfurt. Was sagen die Berliner Synagogen, die die Menschen für diese „fahrenden Sänger" („s-abbatfahrenden Synagogensänger") stellen und bezahlen, dazu, wo bleibt da die Würde? Hier in Frankfurt war es die Gesellschaft für jüdische Volksbildung, die das Konzert arrangiert hatte. Die Gesellschaft hat manche unleugbare Verdienste, diese letzte Veranstaltung sichert ihr aber auch dann nicht die Verdienstkrone, wenn sie von der öffentlichen Sabatschändung der Sänger nicht gewußt haben sollte. Mit den Opernsängern und -sängerinnen, mit Baß, Sopran, Tenor und Alt wird im Konzsrtsaal, unter solcher Aufmachung und unter solchen Bedingungen, in heiligen zur Erbauung und Erhebung bestimmten Gesängen stur das Lied der jüdischen Würdelos i g k e i t h i n a u s g e s u n g e n. Als wir dies der von uns ansonst sehr geschätzten Gesellschaft für jüdische Volksbildung zu verstehen gaben und die uns zugemutete Vorankündigung a b l e hn te n , wurde uns das sehr verübelt. Inzwischen werden sich aber manche Mitglieder durch den. Verlauf des Abends selbst, wie durch die, inzwischen bekannt gewordenen „Sa.bha kreisen der Chöre" überzeugt, haben, wie Recht wir hatten! MehrWürde! möchten wir auch nach innen, in unsere eigenen Kreise Hineinrusen. Wenn auch in gesetzestreuen Reihen noch nicht die Ueberzeugugn sich durchgerungen hat, daß. die Teilnahme an solchen Veranstaltungen eine grundsätzliche Anerkennung und Sanktionierung 'dessen bedeutet, was man im Leben und im Amte für den eigenen Bedarf ablehnt, solange man da noch glaubt, das „Theater in der Synagoge" wohl verpönen, dafür aber die „Sy nag ogeim Theater", m vollen Zügen genießen zu dürfen, .solange dies der Fall ist, muß die Mahnung: Mehr Würde! auch nach innen ergehen! Israelitisches Mannerheim Bad Nauheim. Das Israelitische Männerheim in Bad- Nauheim mird in diesem Jahre am 5. Mai geöffnet. Der Pensionspreis beträgt für 28 Tage RM. 16V— em- Wiehiich Arzikosten, dir Badekarten und Kurtaren sind von dem Patienten selbst zu leisten. Anmaldungen sind an Herrn Rechtsanwalt Martin Katz. Hier, Liebfrauenstratze 4, zu richten. < Generalversammlung des Israekikifchen Frauenheims Bad Nauheim. Am 10. April fand die Generalversammlung des Israelitischen F r-aue n hei me s in Bad Nauheimstatt. Der Vorsitzende berichtet über die Kurperiode des Jahres 1928 und teilt mrt> daß die Zahlder verpflegten Patienten in diesem Jahre die höchste seit Bestehen der Anstalt war und zwar waren es im ganzen 280 Damen, die je für 4 Wochen in dem Heim Aufnahme fanden. Die Kuren waren im vergangenen Jahre von besonderem Erfolg gekrönt, da . das Wetter auch besonders günstig war. Da die Patienten nach wie vor nicht in der Lage sind, die sämtlichen Kosten für eine vierwöchenMche Kur zu tragen, so ist das Defizit, das im vorigen Jahre den Betrag von Mk. 10.000 erreichte, auch in diesem Jahre trotz Werbung neuer Mitglieder und recht namhafter Geschenke nicht sehr wesentlich zurückgegangen und beträgt immer noch Mk. 8000, so daß immer noch weiter versucht werden muß. diese Fehlmittel durch Spenden aufzubringen. Der Vorsitzende bittet jedes einzelne Mitglied, in seinem Bekanntenkreise mm Freunde für unsere Anstalt zu werben. Die Anmeldungen für die Saison 1929 sind schon sehr zahlreich eingelaufen; jedoch gerade für den Monat Mai, für welchen . Monat die Kur besonders empfehlenswert ist, find noch Plätze zu vergeben. Der Kurbeginn ist für den 6. Mai d. I. festgesetzt Für die übrigen . Monate: 5.. Juni, 4. Juli, 5. August, 4. September. Jubiläum in Höchst. " Die Israelitische K»^tusgemeinde feiert am b'nin jww das 25 j ä h r. Orts j u b i l ä u m ihres Lehrers Herrn R. Levi. ' Frankfurter Vereinskalender. Verein Aleksr Ltzajim. Samstag morgen, nach Schul, im Hörsaale Friedberger Anlage, Dinim, Herr Dr. E. Posen. — Nachmittag 3U Stunden.vor Mincho ich Vereinslokale. Mikro. Herr Dr' W. Hofmann. — nach Mincho im Hörsaale Friedbergeranldge „Aus dem zweiten Teile der Haggaday".: Herr Redakteur S. Schachnowitz. Sonntag morgens nach Schul, im HörsaaleAriedberg. Anlage (ebenso Mittwoch), suu"» Herr.Redakt. S. Schachnowitz. — Vormittag 8 Uhr«; Vereinslokal (ebenso Stunde nach Sabbaiansgang), Gemoro. Herr Joachim Soffer. 9l/4 Ühr Vormittag i (ebenso Dienstag nachmittag,-BHz Uhr), Gemoro, Herr R.-A. G. Posen. i! Montag nach Schul, im Hörsaale Hriedberger, An läge (ebenso Donnerstag), Mischna, Mitglieder lernen. — Abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch) im Vecetnslokale. Gemoro,. Herr Rabbiner Dr. Jos Breuer. -7- 81/« Uhr abends (ebenso Donnerstag) Gemoro. Herr Dr.. E. Posep. . . Dienstag morgen nach Schul, im Hörsaale Fried berger Anlage (ebenso Freitag), Mischna, Herr Dr. E. Posen. Don Sonntag .bis einschljetzlich Donnerstag abends 8«/4 Uhr im Bereinslokale. Schaslernen des Herrn Herz Holpern. Jahrzeitsstistung. Sonntag. 21. April. Schlaumoh Simon Kallmann Stiftung. Montag, 22. April. Earl Kallmann- und Jenny Ries-Stiftung. Donnerstag. 28. April (1. Tag nvs). Frl. Hanna Moos-Stiftung. A,uda, Ilsroel-IuUendsrAppe. Sonntags 8 Uhr vormittag (ebenso Mittwoch 9 Uhr abend) Chüsnisch. Herr Leopold Oppenheimer. Montag. 9 Uhr abends (ebenso Mittwoch) Mischna. Herr Rechtsanwalt M. Katz. — 9 Uhr abends (ebenso naw nachmittag 3 Uhr) Gemoro. Herr Emanuel Wolf, — st Uhr abends, (ebenso Donners tag) Gemoro . Herr Gerson Schnerö. Dienstag, s/49 Uhr abends (ebenso riav Ub Gemoro. Herr Leo Schnerb. Uhr (ebenso 7,22k 3 Uhr nachmittag). Gemoro., Herr Dr. W Hosmann. — »/49 Uhr abends (ebenso 8M0 Uhr vormittags) Gemoro. Herr Dr.. Js. Posen. Mittwoch, ®/49 Uhr abends, Kizzur. Herr Theodor Spiegel: . -.7-:7 . -? 'v;. Donnerstag. 9 Uhr abends, Ehumisch. Herr R.°A. Js. Rosenheim. , > . . - - natzk. V4I1 Uhr vormittags, Gemoro. Herr Lippmann Kurzweil. S/4II'Uhr vormittags; Kizzur^ Herr Louis. Kahn- 77-- -/4I2 Uhr - vormittags, Kizzur. Herr Gepson Schnerb, — 3 Uhr mach m.< Gemoro. Herr Tarsts. — 4 Uhr nachmittag, Story. Herr Samstag mittag 12 Uhr Drofcho des Herrn Herz Holpern. - R.-A. M. Katz. - Jeden Tag von 9—11 Uhr Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art. Don 12—1 Uhr, Das Jaumi. Herr Herz Halpern. Agoda» Jisroel-Mädchengrappe. Montag, 1/20 Uhr abends. Mischle. Herr Lehrer S. Anna. Mittwoch, V»9 Uhr abends, Dinim. Herr Lehrer Hirschberg. naw, vorm, nach Schul Herr Julius Lewin. — 4 Uhr nachmittags. Ehummisch u. Raschi Herr Lehrer Hirschberg. Liwjach Lhen-Derelu. Samstag mittag nach Mincho im Hörsale Dortrag des Herrn 6: Schachnöwitz über (Aus dem zweiten Teile der Haggadah). Veshamidrafch, Ostendstrahe ir. Am nav nach Mincho um V-ö Uhr wird Rabbi Mosche Karpel im Ostend einen Droscho halten. Am v"nin naV zur selben Zeit einen halachischen Dortrag. Jüdischer Turntzrbund. Herren: Donnerstag, 8^/2—10 Uhr. Gymnasttk und Turnen. Annaschule. Alte Herren: Mittwoch 8%—10 Uhr , Gymnasttk und Turnen. Annaichule. Jugend: Donnerstag, 8lh—10 Uhr, Gymnastik und Turnen. Annaschule. Damen: Donnerstag, 8V2—10 Uhr, Gymnastik und Turnen. Liebsrauenschule. Frauen: Mittwoch, 7ty4—9 Uhr, Gymnastikkurs. S. R. Hirsch-Schule- Knaben: Dienstag, Uhr, Gymnastik und Turnen. Annaschule).. Mädchen: Mittwoch, 4^—7 Uhr Gymnasttk und Turnen Abtlg. I (bis 10 Jahre). 4^—5r/g Uhr Abtlg. II (über 10 Jahre). 5V--7 Uhr. Annaschule. Kleinkinderkurs: Dienstag und Donnerstag Dormitt. von r/zil—^12 Uhr, Weberstraße 38 Sonntags : 8—10 Uhr, Schwimmkurs für Herren im Städtischen Schwimmbad. (Leitung Turnbruder Jacob Ganz). 10—12^/2 Uhr Dorturnerkursv Alle 11 Tage Wanderungen. Gebetzelten. sm» 'B ^rrfiaty Freitag abend. ,6.db r 1 - Samstag ^naawn. 6,,45 > Sanistaäsmorgen 8.-^- DininiMortrag des b)errn Rabbinatsassessor Gerson j)osen - ' Samstägnachmittag 1.— und 4.30 Samstagabend^8.15 .' .. ,; Morgens 6.30 Wochengottesdienst: Mittwoch ITToroens 6.15 Verbot des fvN-Effens 8.45 ' Testllin-kegen am ^Uorgen 4.05 N^achmitlags 6.30 Bor fünf Jahren war es doch noch, recht wenig bekamrt, das nun so . berühmte B a d M e r gen t h e im — und dies ist eigentlich der einfachste und beste Beweis für die unübertreffliiche. Helilkraft feiner Ouellen, Nicht umsonst haben sich im verganHenen Jahre,dje bedeutendsten Internisten der deutschen, und österreichischen Universitäten dort eingefunden, um an Ort und.Stelle die Wirkungzu prüfen und für seipe Indikationen Kne genaue wissenschaftliche Formel festzusetzen. Doch, lassen wir sie selbst darüber sprechen. In Bad Mergentheim aller wes-entlichen Emrichtungen durchgeführt worden. Da das Bad in seiner Entwicklung durch keinevler nichtärztliche Rücksichten festgelegt war-, so. ergab.sich hierdie seltene Möglichkeit, großzügige, nmst-ergüktige und jedem Anspruch gerecht werdende Neufchöpfungen vollständig emheitlich nach fachärztljchen Ratschlägen ins Leben zu rufen. Esstehen somit neben den in Deutschland einzig dastehenden Quellen Kurhäuser,, Sanatorien und Pensionen, zur. Verfügung, welche in individueller Weise ^sowohv den gesundheitlichen wie den sozialen- Ansprüchen weitester Kreise zu geuügeu> imstande sind. Die heutige überhastete und überanstrengte Lebensweise macht sich besonders ftt, den inneren Organen, des Menschen bem>erkbar. Aus aller Welt kommen daher die Heilungsbedürftigen, — von Jahr zu, Jahr in größeren Scharen- — um durch die Mergentheimer Karls-. quelle, der Hauptquelle Bad Mergentheims^' Beff-WM and Genesung zu finden. Geradezu erstaunliche Erfolge zeitigt- Bad Mergentheim bch ^MrrvnMngtzkd'^^'-'GMe' und Leber, des Magens Md Darms,, bei Zuckerkrankheit und bei denjenigendie die Pflicht! und den Wunsch hüben, obzunehlnen. Für alle ditzse^ Indikationen kann' Bad Merg-entheini in seine Einrichtungen, und Erfolgen als durchaus..führend, angesheen. werden. , / ■■-•••w. >, Aber nicht die Heilkraft -seiner Quellen allein ist es, : die Bad Mexgentheim zu einem W-lchen/ Anziehungspunkte macht: Es ist das WfühI'Ms-ibehaglichen Geborgenseins; das die gemütliche,, ehemallM -Deritschordens- : residenz und die interessante ÜmgeMnghesi'alten schwäbisch-fränkischen Kulturkr^eises -in jedem Kürgast-. aüslöst. Rothenburg; Dinkelsbühl, Würzbürg- WerthÄm, Creg- Lngen mit -dem besten Werk Riemenfchneiders, Weihers-' heim, die idyllischö' Höhervloyerestöejiz, Längenbürg, Seelchens Heimat, Amorbach, Miltenderg. Kaum sind die Schönheiten alle auszuzählen, die^ sich den Kurgästen Bad Mergentheims darbieten, nicht zu vergessen im Frühling die bezaubernde' Fbhrt durch' das blühende JaW- ' und Neckart-al nach dem vielbesungenen Heidelberg-. --7- I' o ü c R O ANNONCEN-BÜRO FRANKFURT-MAIN LHHGESIRASSE 7 TEL HlHSfl 4641 POSTSCH.-KONTO FRANKFURTMAIN 142 353 EINZIGE INSERATEH-ANNAHME FÜR F R A N K F U R T E R GESCHÄFTSINSERATE DES »ISEAELiT« AUSSERDEM ANNAHME VON INSERATEN FÖR SÄMTLICHE HIESIGE UND AUSWÄRTIGE TAGESZEITUNGEN. WOCHEN- UND FACHBLÄTTER ZU ORIGINAL-PREISEN ANNAHME VON D RUCKSACH EN H ANDEL.GESCHHFTEtPRiyATE RUR DIE HERMON-DRUCKEREI BEI BILLIG SIE R: BERECHNUNG : UND: KÜNSTLERISCHER AUSFÜHRUNG IN SCHWARZ UND BUNT-DRÜCK: