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Der Israelit · 1929-04-11 · Heft 15 (11.4.1929) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 15 (11.4.1929)
Date
1929-04-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8. Nr. 15 Der Israelit ständnisvolle und tapfere Lebensgefährtin bis zur letzten Minute war. Mit Scharfsinn und Güte und äußerster Opferbereitschast wirkte sie mit ihm vereint für die gemeinsamen Lebensziele. Die gleichen nnsa, denen er nachcifcrtc, stellte er allen Lindern als höchste und stets erkämpfbare Ideale vor Augen. Das rninn np»n, die Bereitschaft, jederzeit schwerste Opfer für die min bringen zu können, forderte er mit Liebe und Strenge von ihnen. Sein vorbildliches Wesen und Wirken steht allen sechs Söhnen so lebendig vor Augen, daß sie draußen, im Kampf des Lebens, ob im rabbinischen, ob im profanen Berufe stehend, bei jeder Situation sich fragen: Wie würde unser Vater raten in diesem Falle? Trotzdem er in der stillen Abgeschlossenheit einer kleinen österreichischen Landgemeinde wohnte, besaß er die seltene Eigenschaft, sich auch in ihm eigentlich fremde Verhältnisse vollkommen hineindenken und die verschiedensten Gesichtspunkte überblicken zu können. Wie einzig groß war seine Einsicht in die rechte Verbindung von nun und fi« *pi Als ganz Vereinzelter wagte er es schon früh,' seine Söhne auch den akademischen Berufen zuzuführen, und in ihnen doch den Begriff des rechten Judeseins als wesentlichsten Sinn des Daseins zu stärken. „Begnüge Dich nicht damit, ein frommer Arzt zu werden, sondern werde ein frommer Jehudit." Nur unter dieser Bedingung gestattete er dem Sohne, Medizin zu studieren, nachdem er bis zu 20 Jahren die ni3'P' besucht hatte. Unter der größten Anteilnahme der ganzen Einwohnerschaft fand die min? am Freitag statt. Nach den mit Ergriffenheit, vorgetragenen Abschiedsworten des Rabbiners Krauß im Namen der Gemeinde, traten die Söhne heran, dem Väter aus überströmendem Herzen Dank zu sagen für das Leben, das er ihnen gegeben; für zweifaches Lebens Denn ihr ganzes Dasein erhielt nur Sinn und Bedeutung durch die Auffassung von dem min« Dienst, die er sie lehrte, und in den er sie hineinstellte. Neben den Heimgegangenen Führern der Gemeinde Lackenbach wurde dem edlen Thorafürsten die Ruhestätte bereitet. n-axan. Hochsladt, 4. April. Frau B. Goldschmidt Wwe., Hochstadl (Kr. Hanau), feierte am 4. April in voller Rüstigkeit ihren 83. Geburtstag. Seligenstadt, 7. April. Ein treues Mitglied der Gemeinde und des Vorstandes, einem Führer von Güte und Umsicht, verlor unsere Gemeinde mit Samuel M a r r den wir dieser Tage zu Grabe trugen. Marx gehörte noch zu den Einzelnen, die das jüdische Gemeinwesen mit treuen. Händen Zusammenhalten. Er fehlte bei keinem Gottesdienst und war stets darauf bedacht, daß die alten Traditionen in Synagoge und Gemeinde voll beachtet werden. Die Beerdigung wies eine überaus große Beteiligung auch vonfeiten der nichtjüdischen Bevölkerung und aus der Umgegend auf. Neben Herrn.Bezirksrabbinsr Dr. Dienemann, Offenbach, widmete auch Herr Lehrer Grünbaum dem Heingegangenen Worte des Gedenkens und hob' seine Bedeutung für die Gemeinde hervor. Im Namen, des Vorstandes stattete Herr Julius Bär heißen Dank ab. maxan. Hamburg, 2. April. Eine unserer besten Frauen ist mit Jenny Ellern, geb. Goldberg, von uns gegangen. Sie ist im Leben jedem Zeichen der Würdigung und Anerkennung in seltener Bescheidenheit aus dem Wege gegangen. Nun, da sie nach höherem Ratschluß in der Blüte ihrer Jahre von uns gegangen ist, dürfen wir aussprechen: Ein gütiger, wahrhaft vornehmer Mensch, dem fremdes Leid eigenes Leid bedeutete, eine kluge, wertblickende Ratgeberin ihrer vielen Freunde, eine beglückte und beglückende Gattin und Mutter, eine treuste Tochter und hingebungsvollste Schwiegertochter war Jenny Ellern. Mit heißem Danke im Herzen wird man ihres segsnsvollen Wirkens denken; möge der schwergetroffene Gatte, die mutterlosen Kinder Trost finden in dem Gedanken an die Fülle von Güte und Liebe, die sie von ihr empfangen dursten. rraxan- Wilhelmshaven, 5. April. Herr Lehrer Mar Rud'a, der seit 7 Jahren mit warmer Hingabe und reichem Erfolg hier wirkte, hat eine ehrenvolle Berufung als Religionslehrer und Kantor nach Zürich erhalten. Die gesamte Gemeinde wird ihn mit lebhaftem Bedauern scheiden sehen, wenn er, zum 1. Oktober, dem Rufe Folge leistet. Aurich, 2. April. Am 1. April konnte unser Lehrer- Prediger, Herr M. M o ses, sein 25jähriges Amtsjubiläum begehen, an dem die ganze Gemeinde regen Anteil nehm. Denn der Jubilar hat es in seiner kaum vier- - jährigen - hiesigen Tätigkeit verstanden,.. durch seine gewissenhafte, hingebungsvolle und erfolgreiche Lehramtstätigkeit, sein offenes und wahrheitsliebendes Wesen und seine aufopfernde seelsorgerische Tätigkeit sich die größte Wertschätzung und Hochachtung nicht nur innerhalb unserer jüdischen Gemeinde, sondern auch im öffentlichen Leben, unserer Stadt zu erwerben. So konnte es denn nicht ausbleiben, daß der Jubilar reich mit Ehren bedacht wurde. Fast jedes Gemeindemitglied suchte ihn zu erfreuen. Der Syr.agogenvorstand sowie die Repräsentanten ' der Gemeinde hatte sich vollzählig eingefunden und überreichte nach einer die Verdienste würdigenden Ansprache seitens des Schulvorstandes Herrn Knorr ein wertvolles.Geschenk, woraus Herr M. in. der. ihm eigenen Meise.' in treffenden Worten bewegt dankte. Obgleich der Magistrat der Stadt in einem warm gehaltenen Schreiben gratulierte, liest es sich dennoch unser Bürgermeister, Herr Dr. Anklam, nicht nehmen, persönlich zu erscheinen, um den Jubilar zu beglückwünschen und ihm zu danken für seine Wirksameit und reges Interesse für die Belange unserer Stadt. Auch die christliche Geistlichkeit hatte gratuliert, wie auch der Vorstand des Bezirkslehrervereins Aurich erschienen war, um' namens der Konferenz, an der Herr M. lebhaften, tätigen Anteil nimmt, die Glückwünsche auszusprechen. Dieser Jubiltag legte beredtes Zeugnis ob von der Beliebtheit unseres Beamten und ehrt sowohl diesen als auch unsere Gemeinde. Möge i"n Herr M. noch lange gesund erhalten zum Segen unserer nbrnp, von brrniv' y?s und unserer Jugend, nw v'ivVi n«v i*. Jhringen, 3. April. Im Februar konnte Herr Maier Mayer auf eine 33jährige überaus segensreiche Tätigkeit als Vorsteher unserer Gemeinde zurückblicken. In dieser Zeitperiode hat er mit voller Hingebung und Regsamkeit die Belange und Interessen der Gemeinde .—rImrra wahrgenommen uttd sie erfolgreich vertreten. Er war stets bemüht, die religiöse Tradition in ihrer ursprünglichen Reinheit in unserer Gemeinde zu erhalten. Für die Erhaltung der Institutionen wie Synagoge, Schul- und Betlokal, Mikwo usw. setzte er sich mit seiner ganzen Person ein und sorgte für die Herbeischaffung der zur Renovierung notwendigen Geldmittel. Auch die Anschaffung einer neuen min ivo ist durch seine Initiative ermöglicht worden. Eine ihm von der Gemeinde zugedachte Ehrung lehnte der Jubilar in seiner Bescheidenheit ab.; Möge '"vn ihn noch lange gesund an der Spitze unserer Gemeinde zu deren Wohl zu erhalten. Vermischtes. Kiel, 19. Mürz. Dem Schulbericht der Religionsschule für 1928/29 entnehmen wir die erfreuliche wie interessante Mitteilung, mit welchem Eifer und Ernst der Lehrkörper bemüht ist, die Jugend zu fördern und den Wissensstoff weit über den Rahmen des Durchschnittsnrveaus einer Religionsschule auszudehnen. Als etwa vor 4V2 Jahren der Rabbiner der Gemeinde, Herr Dr. Posner, die hiesige Stelle übernahm, entfaltete er mit der anderen Lehrkraft, Herrn G. Cheim, sein Programm dahin, die Schule, die gegenwärtig aus 70 Kindern besteht, zu einer sechsklassigen Knaben- und fünfklassigen Mädchenschule umzugestalten, um es zu ermöglichen, auch die Heranwachsenden Knaben mit den rabbinischen Disziplinen vertraut zu machen, unbeschadet der Berücksichtigung der zum Religionsunterricht erforderlichen obligalo.ifchen Lehrfächer. Co beginnen bereits acht- bis neunjährige Knaben, die einige Vertrautheit mit dem Pentateuch haben, mit y'v 11 sp. damit diese sich frühzeitig an das Sprachidiom der rabbinischen Schriften gewöhnen. Von Jahr zu Jahr erweitert sich dieses Gebiet derart, daß die Schüler mit Leichtigkeit für das Verständnis der Mifchna und des Talmud empfänglich gemacht werden und auch hierin nicht, zu unterschätzende Leistungen aufzuweisen haben. Auch die schulentlassenen Mädchen halten noch weiter Privatkurse in Psalmen, Koheleth, Spr. Salomon. und jüdischer Literatur. — So kann diese Schule dank der Opferfreudigkeit ihres Lehrer jeder gehobenen Anstalt oder Talmud Thore-Schule sich ebenbürtig anreihen. — Nicht minder erfreut sich der kürzlich hier ins Leben gerufene Jugendbund der Protektion des Herrn Dr. Posner, dessen geistiger Führer und Berater er ist. Friedrichstadl, 24. März. Dank der Hilfe der beiden preußischen Landesverbände, — des allgemeinen wie des gefetzesfreuen, — und des Verbandes jüd. Gemeinden Schleswig-Holsteins ist es den Bemühungen des Oberrabbinats in Altona und seines hiesigen Vertreters, des Herrn Rabb. Dr. B. Cohen, gelungen, die hiesige Synagogengemeinde und damit denNordbezick der Provinz wieder in den Besitz eines Nitualbads zu bringen. Die alte nipv konnte infolge, gänzlichen Verfalls nicht mehr repariert werden. Da'bot sich eine willkommene Gelegenheit zu seiner Neueinrichtung in einem Vadehause,-dessen Eigentümerin die hiesige reformierte Gemeinde ist und dessen Happt- und Obergeschoß auch den Vorträgen und - dem ltip terrichte dieser Kirchengemeinschaft dient. Bereitwilligst schloß der Vorstand dieser Gemeinde mit dem Verbände jüdischen Gemeinde Schleswig-Holsteins einen Vertrag, und nun sieht der Bau seiner Vollendung entgegen. Er ist ein Sinnbild dafür, wie in der hier herrschenden friedlichen Atmosphäre von Toleranz und Wohlwollen die andersgläubigen Gemeinschaften als solche volles' Verständnis für die internsten religiösen Angelegenheiten des Judentums besitzen und gern betätigen, wenn sie den Juden getreu ..1 den Wegen seines Gesetzes der Lsbensheiligung wandeln sehen. Diese ganz besonders unserem Religionsgesetze freundliche Gesinnung einer Kirchengemeinde - erklärt sich sicherlich nicht zum Geringsten daraus, daß diese ein Teil einer sonst nur in Holland verbreiteten Glaubensgemeinschaft ist und wohl daher jenen Geist atmet, der auch in ihrem Stammlande der Autorität des jüdischen Gesetzes allezeit gewogen war. — Der Bau hat jedoch Ke nach innen segensreiche Wirkung zur Folge, daß mehrere fromme jüdische Familien, deren Erwerbsreisen ohnedies die hiesige Gegend streiften, nunmehr ihren Wohnsitz, hierher.verlegen können und wollen und somit das hier der Kräftigung bedürfende jüdische Gememdeleben neu zu entfachen versprechen. Friedrichstadt hat, wie es scheint, den Tiefstand seiner Entwicklung durchschritten und überwunden und kann nun, nachdem es wieder alle für einen gesetzestreuen Juden nötigen Einrichtungen besitzt, wieder werden, was es schon in vorprcußischer Zeit war: Mittelpunkt des Judentums der Nordmark. Metz» 27. März. Am Sonntag in« «"3 fand dve Einweihung der neu errichteten Mkwoh in- Metz statt. Selbst- 11. ApM 1929 / verständlich hatte diese alte ehrwürdige Kehtlo auch bisher 'eine Mikwo h, war doch Metz «einst eine im-w'3 dxi ms in der unsere größten geistig-en Führer gelebt und mich gelitten hatten. Aber auch hier hatte sich mit der Zeit das Judentum immer mehr verflacht. Die alte Mikwo entsprach nicht mehr den modernen Ansprüchen an- Komfort und Hygiene und leider wurde dies gerade bei dieser wichtigsten jüdischen Institution am' wenigsten empfunden, weil man mit einem Wort gesagt — schon zu modern geworden war. . Erst die in den letzten . Jahren stark einfetzende Zuwanderung unserer Waubensgenossen aus dem Osten zeigte, daß -die bisherige Mikwo nicht mehr den Erfordernissen genügt und daß hier unbedingt Neues geschaffen werden mußte, - Dank der Initiative des Vorstandes der.ostjüdischen Gemeinde Metz, insbesondere dessen verehrten Präsidenten, Herrn Fuhrmann, wurde das Werk in.Angriff genommen, rrsrc konnte dank der Opferwilligkeit aller unserer Glaubensgenossen von Ost und West rrya glücklich zu Ende geführt werden. Neben der Hauptgemeinde, welche den Vau mit Fs. 5000.— subventionierte, gebührt dem hochverehrten Herrn Bürgermeister von Metz, Herrn Vautrin und dem gesamten Stadtrat von Metz besondere Anerkennung und Dank für ihr/Toleranz und hochherzige Förderung sowie Unterstützung des Werkes. .. Der Stadtrat von Metz stellte in der Städtischen Badeanstalt schöne. Räume zur' Errichtung der Mikwo zur Verfügung und subventionierte den Bau außerdem noch mit Fs. 9000.—. Außerdem stellte das Stadtbauamt Metz seine höchsten Beamten dem Mikwo-Komitee unentgeltlich zur Verfügung und haben diese Herren ihre Aufgabe aufs mustergültigste erledigt, nax^an io o^emi- Und so konnte das Werk beendet werden. Bei der Einweihungszeremonie sprach u. a. Herr Oberrat W. Netter, Metz, über Ae Bedeutung und den hohen sittlichen Wert der Mikwo-Instituti on, ebenso sp rach Herr Stadtrat Levi Salrei als offizieller Vertreter der Stadtverwaltung Metz , und betonte, daß der Stadtrat ohne Unterschied des Glaubens und der Partei sttes bereit fei, berechtigte Wünsche eines Teiles der Bevölkerung zu unterstützen. . Wien, 4.. April. Die Schisf-Schul macht bekannt, daß die Restauration Hotel Newyork., Wien II,' Kleine Sperlgasse 5; bisherigen Inhaber Josef Nagel, wegen Besitzw-echsels nicht mehr der Aufsicht des S ch i f f - S ch u l - R a b b i n a t e s n n t e r st e h t. Sprechsaal. Zur Frage der Fünftagewoche. In Nr. 13 des „Israelit" beschäftigt sich Herr Jacob Cahn mit der Frage, ob wir als verantwortungsbewußte Staatsbürger für die Einführung der Fünftagewoche eintretetn dürfen. Der Verfasser glaubt, die Frage verneinend beantworten zu müssen, weil wir in Deutschland — anders als in Amerika — die Produktion steigern und nicht beschränken müßten. Letzteres ist ohne Zweifel richtig. Doch fragt es sich, ob durch die Einhaltung der Fünftagewoche unsere Produktion sinken wird. Das möchte ich verneinen. Denn erstens könnten wir durch die Beschränkung der Arbeitszeit eine größere Zahl von Arbeitern beschäftigen; es würde also die erschreckend große Armee, oer Arbeitslosen verringert, vielleicht gar ganz vom Arbeitsmarkt ausgenommen; zweitens würde die Nachfrage nach Ware in ungeheuerem Maß steigen. Denn durch diesen zweiten arbeitsfreien Tag würden ganz neue Bedürfnisarten bei der Masse des Volkes hervorgsrufen. Die Weskendbewegung würde erst dann ihre volle wirtschaftliche Bedeutung entfalten können- (£s; j würden die Derkehrsunternehmen, die Sport-, Bekleidungs- und die Lebensmittelindustrie einen noch kaum . zu - berechnenden Aufschwung erfahren. Die Stätten der Vergnügung,,aber auch die der Belehrung und der Kunst würden vor neue große Aufgaben gestellt. Daß solche Umwälzungen auf die gesamte Wirtschaft einen ungeheueren belebenden Einfluß ausüben würden, steht wohl außer Zweifel. Daß ein derartiger Impuls dringend vonnöten ist, lehrt ein Blick in die Arbeitslosenstatistik. Auch in Zeiten guter Konjunktur wird sich nach der Schätzung des Reichsarbeitsmrnisters die ^uf 2,4 Millionen gestiegene Zahl der Unterstützungsempfänger nur auf ca.. 1 Million senken. Dabei sind die Vielen nicht mitgezählt, die keine Arbeitslosenunterstützung empfangen und insbesondere nicht jene, die gerne in Industrie oder Handel tätig sein würden, aber noch keine Anstellung gefunden haben. Wir sind also an einem Punkte angelangt, wo wir entweder durch, Verkürzung der Arbeitszeit für den Einzelnen, oder durch Steigerung der Nachfrage, am besten aber durch beides zusammen, für alle Arbeitsfähigen Arbeitsmöglichkeit schaffen müssen. Daß durch die Einführung der Fünftagewoche beide Abhilfsmittel zugleich eingesetzt würden, ist soeben dargelegt worden. Herr E. befürchtet, daß mit der Verringerung der Arbeitszeit auch eine Senkung der Löhne verbunden sein müßte/ Doch auch diese Befürchtung ist höchstensfür eine kurze Uebergangszeit — wenn überhaupt — angebracht. Denn, entsprechend der großen Nachfrage und kürzeren Arbeitszeit würde die Produktion immer / rationeller gestaltet werden, sodatz der einzelne Arbeiter produktiver schafft und dementsprechend besser bezahlt werden -kann. Damit steigt dann wieder - die Kaufkraft des Volkes und die wechselseitige Steigerung von Nachi i 11 ■!!: I f ifl ill: '!

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