Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 10 (7.3.1929)
- Date
- 1929-03-07
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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©Eli« 4. Nr. 5 Der I s rae li t!Ü i ü i i t t' 7. März 1929 Jisroe l-Ju g en dg r uppe statt. Herr Max Weitz begrüßt« die in großer Zahl erschienenen Miigilieder und erteilte dem Vorsitzenden, Herrn D. Krauß, das- Wort zur Erstattung des Tätigkeitsberichtes für die abgelaufene Periode . Aus diesem ging hervor, daß der Vorstand der Jugendgruppe im verflossenen Jahr eim wirksame und erfolgreiche Arbeit geleistet hat. Dank der Bemühungen der Mitglieder war es möglich, ein Heim zu gründen und dieses angenehm auszustatdrn. Insbesondere dankte er Herrn Aron Schumer, Leipzig, der in großzügiger Weise der Jugend dazu verhalf, ihr Heim mtt sehr schönen Bücherregalen und anderem Mobiliar auszusüllen. In der Jugendgruppe fanden im Laufe des Jahres sehr gut besuchte Schiurim und Kurse statt. Wie immer wurden Versammlungen veranstaltet, bei denen bekannte Redner Vorträge gehalten haben, die wichtige Tagesfragen und interessante Themen behandelten. Auch gesellige Veranstaltungen brachte das abgeiaufene Jahr. Es sei hier besonders auf die kürzlich ftattg-efundene Feier des Hascholas-Kfiwas-Sefer-Thora hingewiefen/ welche propagandistische Erfolge und einen erfreulichen Nebenschluß für das Sefer-Thora brachte. Zum Schluß konnte Herr Krauß mit Genugtuung feststellen, daß die Verbreitung der Agudaidee im letzten Jahre sichtbare Erfolge gezeitigt hat. Herr Colemann erstattete daraufhin den Kassenbericht, der mtt einem erfreulichen Ueberschuß abfchließt. Es folgten danach die Beratungen über die Statuten, welche alle mtt einigen Aenderungen angenommen worden sind. Der von der Generaloersammlung neugewählte Vorstand setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Herr D. Krauß, Julius Fleischmann, Max Weiß, Heini Schächter. Max Spiegel, Simon Spiegel, David Sonnenschein. Mit einem Ausblick auf das kommende Jahr und mtt dem Versprechen, daß die Jugendgruppe auch unter Leitung des..neuen Vorstandes weiter Ersprießliches zu leisten versuchen wird, schloß der Leiter der Generalversammlung die überaus -anregend vertanfene Versammlung. Bielih. Auf Einladung der „Union" sprach in dem bis auf den letzten Platz gefüllten großen Kultusgemeindesaal Herr Dr. Deutsch!ander in überaus geistvoller Weise über das Thema „Weltkultur und Judentum". Der Redner verstand es, in kaum einer Stunde di« Zuhörer durch ein Gebiet zu führen, das heute Laien und Männer der Wissenschaft in hohem Maße beschäftigt und den Beweis zu erbringen, daß alle großen Geistesheroen vergangener Zeiten aus dem ewigen Vorn der Bibel sich Nahrung und Unterlage für den Ausbau ihrer Weltanschauung holten. Die Griechen, deren Kultuvideal die Pflege und Entwicklung der ästhetischen Form zur höchsten Vollkommenheit war, versanken in den Schatten, da diese übertriebene Kulturpflege aller ethischen und geistigen Ewigkeitswerte entbehrte. Rom, das Sinnbild potenzierter und organisierter Macht, hat wohl ein gewaltiges und ferngesponnenes System des Rechtes geschaffen — aber diesem Recht -fehlte das Herz, die. Güte; es blieb kalt und vermochte nicht einen auf Ethik ausgebauten Lebensinhalt zu spenden. All diese Völker, die' das staatliche Leben der Juden bezwungen haben, verschwanden nach kurzer Zeit, während das Volk der Bibel, des Buches aller Bücher, über alle Stürme der Jahrhunderte und alle Tücken des Schicksals hinaus sich erhalten konnte. Woher dieses Wunder? Die ewigen Wahrheiten der Bibel und der feste Lebensinhalt, den die biblische Ethik ihm bot, haben seinen Geist und seine Seele gestärkt, seinen Blick vom Jammer des Alltags zu den göttlichen Höhen emporgehoben. Soll nun das Judentum sein Lebenseiemeitt sich auch für die fernen Zeiten erhalten, so muß die Pflege der Bibel und die Vertiefung in ihren Geist die Parole für alle unsere geistigen Bestrebungen und vor allem für die Jugenderziehung werden. Die Idee und Geisteswelt, in die uns Herr Dr. Deutschländer an diesem Abend einführte, hat uns einen mächtigen Ansporn zum ernsten Nachsinnen über diese Fragen gegeben, die für die Erhaltung des Judentums als Träger einer großen ethischen und Religionsidee von ausschlaggebender Bedeutung sind. Im Anschluß an den Vortrag hat der Vorstand der „Union" ein Bankett zu Ehren des Redners im „Imperial" veranstaltet, wobei Herr Prof. Feuerstein in einer Tischrede den prominenten Gast feierte und auf die wohltuende und erfrischende Wirkung seiner Ausführungen hinwies. Herr Dr. Deutschländer hat gemeinsam mit den Herren A. S p i r a und A. S. Frydmann in Bielitz eine überaus erfolgreiche Werbetätigkeit für die Beth Jakob-Bewegung entfaltet. Stellenoermiltluagszentrale der Agudas Iisr. Jugendorganisation Frankfurt a. M. Sandweg 32 (3. Stock) Wir vermitteln Sabbatfreie Stellen Wir gewähren kostenlose Rechtsberatung Die Stellenvermittlungszentrale. der Agudas Jisroel teilt uns mit: Durch einen Gönner, der die Unterrichtskosten trägt, sind wir imstande, jungen. Mädchen, die jetzt die Volksschule verlassen, in fachmännisch geleiteten Kursen eine einjährig«. Ausbildung in Haushaltung, praktischem Kochen, r Kinderünd Krankenpflege und verschiedenen theoretischen Fächern zu geben. Nach Ablegung der Abschlußprüfung Postscheck - Konto der Laidesergaaisatiaa: Landesorganisafion der „Agudas Jisroel“ in Deutschland, Hamburg: No. 5Ö2Q4 Hamburg. sind die Teilnehmerinnen von der Berufsschule befreit. Kleiner Unterhaltungszufchuh kann eventl. gegeben werden. Bewerber belieben sich zu melden: Mittwochs von 6.30—7.30 Uhr Schwvnenstraße 12 pt. bei Frau Jeanette Kaufmann und Frau Rosy Merzbach. Offene Stellen 193 Kurz- und Galanteriewaren Frankfurt: Reisender. 197 Papierfabvikate Dortmund: Lehrling. 211 Eisen Wiesbaden: Lehrling. 214 Zelluloidwaren Frankfurt: Lehrling. 222 Antiquarische Buchhandlung: Persönlichkeit deutscher Nationalität, die über gründliche (literarische und kaufmännische Kenntnisse der hebräischen Literatur verfügt. 224 Lederwaren Frankfurt: Expedient. 227 Konfektion Baden: tüchtiger Buchhalter und Korrespondent. 229 Modes Frankfurt: Modistin. 231 Wäfchefa-brik Frankfurt: Lehrmädchen (Näherin). 241 Buchhandlung Frankfurt: Kontorist (Schreibmaschine und Stenographie). 242 Textil Frankfurt: Lehrmä-dchen. 243 Oche u. Fette Frankfurt: Lehrmädchen. 244 Spirituosen Frankfurt: Lehrling. 245 Manufaktur detail Alsfeld: Lehrling, 246 Wäsche Frankfurt: Kontorist. Gesuchte Stellen: Wir suchen in Frankfurt a. M. Stellen für: Stenotypistinnen. Buchhalter, Schreiner- und Konditorei-Lehrlinge. Skellenvecmikklungszenkrale der Agudas Jisroel Jugendgruppe Berlin. Kaufmännisch: 2415 Kolonialwaren, Berlin, 1 Lehrmädchen. 2416 Kolonialwaren, Berlin, 1 jung. Verkäuferin a. d. Branche. 2440 Leder- und Sportbekleidung, Berlin, 1 Vertreter a. d. Konfekttonsbranche f. Berlin. 2445 Hebräischer Verlag. Berlin, 1 Korrespondent f. hebräisch und deutsch. 2462 Spezialpapiere, Berlin, 1 Anfängerin. 2466 Metalle, Berlin, 1 perf. Stenotypistin. 2469 Schirmfabrik, Berlin, 1 Buchhalterin (amerik. Buchhaltung). 2470 Her reu kleidersabrika tton, Berlin, 1 Lehrling. 2481 Erste Medallfirma, Berlin, 1 Lehrling m. Reifeprüfung. 2501 Größeres Wäscheversandhaus, Berlin, 1 Lehrling oder Anfängerin. 2505 Weine -engros, Berlin, 1 tücht. Vertreter f. Deuffchland. 2510 Arbeiterkonfektton-, Berlin, 1 Lehrling. 2516 Kreditinstitut. Berlin, 1 Buchhalter. 2517 Altmetalle, Berlin, 1 Anfängerin. 2520 Bankgeschäft, Berlin, 1 Lehrling m. Obersekundareife. 2526 Immobilien, Berlin, 1 jüng. Stenotypistin. Gewerblich: 2383 Vuchdruckerel, Berlin, 1 Setzer (Schweizerdegen). 2508 Erster Schneidermeister, Berlin, 1 Lehrling. 2514 Kolonialwaren, Berlin, 1 Hausdiener (Radfahrer). H a u s w i r t f ch a f t l i ch: 2426 Besserer Haushalt, Berlin, 1 Kinderfrünlein. 2438 Haushalt, Berlin, 1 Erzieherin. 2473 Vornehmer frauenloser Haushalt, Berlin, 1 Hausdame bezw. Wirtschafterin. 2535 Größeres Kinderheim, Berlin, 1 Kindergärtnerin- Prakttkantin. Auswärtige Vakanzen: 2331 M>gnufakturwaren engros, Westdeutschland, 1 Verkäufer f. Trikotagenu. Strumpfwaren. 2393 Organisation, 1 Propagandist f. Berlin. 2447 Papierfabrikation, Westfalen, 1 Lehrling. 2486 Finanzunternehmen, Nordderrtschland, 1 Lehrling m. Reifezeugnis bezw. Abitur. 2454 Haushalt, Fulda, 1 Stütze f. Küche u. Haushalt. 2488 Fleischerei, Mitteldeulschland, 1 Geselle. 2534 Vornehmer Haushalt, Oberschlesien, 1 gebildete . Hausdame. Bewerbungsschreiben nebst Zeugnisabschriften in doppelt ■ ler Ausfertigung sind zu richten an die Stellenvermittlung der Agudas Jisroel, Berlin 71. 54, Rofenthalerstratze 58. Das Ergebnis der Austrittsbewegung in Erez Jisroel. Jerusalem, 27. Februar. Vis zur Stunde sind 16 205 Austrittserklärungen unterzeichnet und durch den Anwalt der „ AL udas Iisroel " bezw. der „ V e r e i - nigten Kommission der Thoratreuen" dem Waad leumi und den Distriktskommissaren übermittelt worden. Hiervon entfallen auf Jerusalem 10 917 Tiberias 1766 Tel-Awrw 1197 Safed 823 Haifa 490 ' Pethach-Tikwa 533 Gegen das vorige Jahr hat die Zahl der Ausgetretenen sich demnach um rund 25 Proz. erhöht; mindestens ein Fünftel der Gefamtbevölkerung wird der zu bildenden choratreuen Organisation angehören. Bezirkstagung der Agudas Jisroel-Jngend von Rheinland-Westfalen unter Teilnahme der holländischen und belgischen Gruppen am 29. März bis 1. April in Köln. Vorentwurf des Programms: Samstag, 12—13 Uhr: Referat cand. rabb. I Vredenburg, Amsterdam (halachischer Art) f. H e r r e n. Arbeitsgemeinschaft der Damen, Leitung Frau Rabb. Dr. Iacobs, Kreuznach. 16.30 Uhr: Referat Oberrabb. I. Tal, Utrecht (Holl.), „Hirsch und die Jugend". Aussprache. 18 Uhr: Sz'udo Schlischis (Nacht, 1945). 20.30 Uhr: Purimfeier unter Mitwirkung verschiedener künstlerischen Kräfte. Sonntag, 9.30 Uhr: Referat Dr. A. Merzb a ch, Frankfurt a. M., „Erziehungsprobleme". Diskussion. 16 Uhr: Referat Rabb. Dr. Wolf, Köln, „Aufgaben der Jugend". Diskussion. 20.30 Uhr: Begrüßung der verschiedenen Organisationen. Referat Jacob R o s e n h e i m, Frankfurt a. M., „Kenessio Gedaulo". Montag, 9.30 Uhr: Besprechung einer engeren Zusammenarbeit, Tätigkeitsberichte, Arbeitsgemeinschaftsprobleme, Verschiedenes. Einleitende Ansprache und Leitung: David Ullmainn, Frankfurt a .M. 13.30 Uhr: Wanderung, vermutlich ms Siebengebirge. Kosten ca. Mk. 1.—. Dcvwcndcd ßvksktltek in allen Ortsgruppen.