Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 6 (7.2.1929)
- Date
- 1929-02-07
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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Seite 4. Nr. 3 Der Israelit B l ä t t « r 7. Februar 1920 gung). Sobald für die Auslosung des ersten auf, die Jugend ausüben, läßt aber nach, sobald wir Preises mehr als 10V Sammler in Betracht X™ kommen, wird als 2. Preis: ebenfalls eine Reife nach Erez Jisroel zu den gleichen Bedingungen ausgesetzt. Mindestens 75 Mark: 3. Preis: 500 Palästina-Zigaretten. 4. Preis: 1 Kiste Jaffa-Orangen. 5. Preis: 6 Flaschen Palästinawein. 6. Preis: 1 Seder-Waschgarnitur. 7. Preis: 1 Reise-Hawdoloh-Garnitur. 8. Preis: 1 Paar Reife-Schabbosleuchter. 0. Preis: 1 Paar Schabbosleuchter. 10. Preis: 1 Chanukkaleuchter. 11. Preis: 1 Mazzoh-Korb. 12. Preis: 1 Mazzoh-Korb. 13. Preis: 1 Mazzohdecke in Seide. Mindestens 50 Mark: 14. Preis: 1 Esrogdofe aus Messing mit Schrift. 15. Preis: 1 Esrogdofe aus Bast. 16. Preis: 1 Brotkorb. . 17. Preis: 1 Hawdoloh-Teller. 18. Preis: 1 Hawdoloh-Decke. 10. Preis: 1 Bfomimbüchfe. 20. Preis: 1 Kerzenhalter f. d. Jomkippurkerze. 21. Preis: 1 Kidduschbecher. 22. Preis: 1 Kiddufchbecher. 23. Preis: 1 Tefillinbeutel in Samt. 24. Preis: 1 Tefillinbeutel in Seide. 25. Preis: 1 Buch „Vom Freigeist zum Gläubigen". Sitzung des großen Aktions- Ausschusses der Agudas Jisroel- Laadesorgauifation Oesterreichs. Samstag abends, den 7. Schwat, fand im großen Sitzungsjaaie der Agudas Jisroel-Ortsgruppe Wien eine überaus zahlreich besuchte Sitzung des Aktionsausschusses der Agudas Jisroel unter Teilnahme des Ortsgruppenvorstandes und der orthodoxen Kultusmandatare statt. Der Vorsitzende, Herr Wolf Pappenheim, eröffnete die Sitzung mit einer kurzen Einleitung, in der er auf die bevorstehende Generalversammlung der Agudas Jisroel-Ortsgruppe Wien und die Vorarbeiten der Keneffio Gedaulo im heurigen Jahr, die voraussichtlich in Wien stattfinden wird, hinwies. Herr Kultusrat Moritz Sieitmv erstattete einen sehr anschaulichen lKAMHlUi 4lU AU ’ VI i fl XXj V - _V! _ 1 - fl * -r_C. Notizen. Der „Haaretz" weiß von einem, angebliche KvHfMt in dem gleichen Matze, in dem die Jugend sich bewußt wird, der Hilfe erfahrener Führer ' nicht entratett -zukönnen, läßt die Begeisterung für ihre Schöpfungen 'nach, in der Und das schon bei unseren Altersgenossen. Für unsere Agudas Jisroel zu berichten? Demgegenüber ist festdü- Nachfolger eine Prognose in. dieser.Hinsicht zu stellen, Men,...däßdie seit dem Wintersemester dort tätigeLeierübrigt sich. Di« asio ihre Befriedigung , innerhalb der,terin, Frl. Karoline Nachmann ,zwar mit demtechni- Arbeitsgemeinschasten Gleichaltriges nicht finden können. ij^n Leiter, Herrn Wolpe — der selber keim Schulmann kehren reumutig zurück. Die anderen aber —gehen ist — einige.Auseinandersetzungen hatte, daß aber'Art. einen gefährlichen Weg, und es ist fraglrch, ob sie den Nachmanns Tätigkeit völlig detz Intentionen der Herren Weg zu uns, zuruckfinden werden. . . lOberrabbiner. Sonnenfeld und Rabbiner.Rubin. — Pen Dieses Geschick, .des Esra erfüllt sich. Ob m zwer für die Palästina-Zentrale her Agudas Jisroel mahgeb- oder fünf Jahren, das ist natürlich nicht vörauszusagen. Jedenfalls aber ist es unsere. Pflicht, wenn es die Esra-Bundesleitung nicht von selbst einsieht, hier einzulichen Autoritäten — entspricht. Gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Ausschuß der nr«vtott iabf" »«mW jtn ~t». «Lhf'«In fniiAon Agudas Jisroel hat di« Palästina-Zentrale der Agudas jisroel beschlossen, in den beiden Adar-Mökaten des! Jahres 5689 eine großzügige Werbe-Aktion zu Gunsten Hilfe beansprucht. Nein, gegenwärtig siegt uns noch hp(/ &fouimprfci Ah«* 5Vi«nwr in ffro* fw,*er «i mehr an einer Einigung oder gar Vereinigung. auch dazu. Und diese ist zu einer Formsache erstarrt. Eisenbahn und Landstraße nach dem nahen Wien führen. Nach den bisher von mir gemachien Erfahrungen ist die >Etst mitten in einem schattigen Garten ein schmuckes Tätigkeit der Agudas Jisroel Jugendorganfiation auf zweistöckiges Haus. Ursprünglich ein privates Studentendas beschränkt, was wir darüber in den „Blättern" und i«™, wurde dieses Haus wahrend des Krieges, als der anderen Zeitschriften unserer Richtung lesen; ja noch Arom jüdischer Flüchtlinge aus Galizien auch unzählige mehr, Tagungen, die hier angekündigt werden, sind tat-; Waisen aus diesem Lande nach dem Zentrum der Monsächlich nicht abgehalten worden. Die Leitung wird archie brachte, von einigen führenden Persönlichkeiten fatsch informiert, weil einzelne den Mund zu voll nehmen A 8 u 05 Jisroel gekauft und als Kriegs- und vor allem deshalb, weil man sich gerne gedruckt wo r se n h a u s eingerichtesi Wenn auch zu einer um- Die Agudas Jisroel-Jugendorganifatiön krankt an manchem: zunächst sieht der Organisationsvorstand seine Existenzberechtigung darin, möglichst große Einnahmen zu.verzeichnen. Der. vorjährige Bundestag hat hierin Klarheit geschaffen. Ich aber meine: die Agudas Jisroel hat doch nicht lediglich den Jifchuw Eerz Jisroel zum Zweck, auch die soziale Fürsorge ist nicht lediglich auf die Unterhaltung von Jischwos, Waisenhäusern usw. zu des Schulwerks der Agudas Jisroel in Erez Jisroel zu veranstalten. Das Waisenhaus der Agudas Jisroel in Baden. Von C. Moses. .. . _,_, Weit draußen an der Peripherie des Weltkurortes richten, sondern *die Jugendorganisation als'solche gehört'Aden, da wo an weinbepslanzten> Hängen vorüber liest und weil man — zum Unterschied vom Esra alles gleich an die große Glocke hängt und vor allem Demoendef StQuda-Ontavh&n * ErfiSfffiefi In affen Ortsgruppen fassenden Abhilfe bei der Größe des jüdischen Kriegselends weder Raum noch Mittel genügten, sollte hier doch unter Leitung eines bewährten Pädagogen eine Musteranstalt entstehen, die zuerst Kriegswaisen und dann — nach den Pogromen der Umsturzjahre — Pogromwaisen aufnahm. Es wurde und wird hier zum erstenmale in Mitteleuropa gleichzeitig an vierzig KnabM gezeigt, wie moderne Errungenschaften mit streng religiöser Lebensführung vereinbar sind. Das Waisenhaus enthält zwei freundliche große Schlafsäle mit herrlichem Ausblick auf den Anninger, an dem die allzufrüh an dumpfes Ghettomilieu gewöhnten oder durch den Anblick von Schreck-snsszenen verdüsterten Augen wieder den ruhigen Blick ins Freie gewinnen. In peinlich sauberen Waschräumen, im Badezimmer und nicht zuletzt im Speisefaal wird für Pflege und Ernährung des Körpers in reichlicher und hygienisch einwandfreier Weise gesorgt, während in dem im zweiten Stockwerk befindlichen Lehrsaal das liegt, was dieses Waifen- Bericht über die Lage der Orthodoxie in Oesterreich nach die Form beachtet haben will. Das muß anders werden, r”; [[S mH, anf5«f*rn (Fi b«n Kultuswahlen indem er die Parteikonstellation bei Gerade die Förmlichkeit muß aufhören. Dann vor allem oo,iÄenein oem von den jüdischen sionierter Lehrer unterscheidet. Hier erteilt ein pen-- den jüngeren Knaben in den Vörden heurigen Kultuswahlen kritisch beleuchtete, um dar-! haben Ankündigungen zu unterbleiben. Auch die Glaub aus die Konsequenzen für eine durchgreifend« Reorgani- Würdigkeit des Publikationsorgans leidet darunter.;,r fation bündig zu ziehen. An den Bericht schloß sich eine Ferner muß in Zukunst der Hauptaugenmerk aus wichm den Volksschulgegenstauden, sehr angeregt« Debatte an, an welcher sich die Herren I tigere Dinge gerichtet werden, als auf den Eingang der ^^sÄ^EpsÄE"-„^^^«^s„o^bntUchen Haupt- Alfred Stroh, Nathan Herzka, Alter Kamm, Solomon Beiträge. Auch in den einzelnen Ortsjugendgruppen muß wnrhnÄne 'nfi^mirjS Türkl, Samuel Nüsienbaum und viele andere beteiligten. s.« »«>*«. gelten. Nachmittags aber wird m demselben Lehrsaal Insbesondere die ausführlichen Betrachtungen des Herrn Nathan Herzka über Kehilo- und Agudapolitik gaben Anlaß zu einer anregenden Auseinandersetzung über verschiedentlichen Mißverständnisse, die in der letzten Zeit! regelmäßig etwa 50~ Prozent den Jugend gruppen das orthodoxe Leben in Wien beeinträchtigten. Herr Napolitische Veranstaltungen, Kundgebungen, Vorträge usw than Herzka führte aus, m.-£*f— vf- V! n-1-" -'-1 “— allein im Hinblick man das ändern. Ich schlage demnach folgendes vor: Die Orts gruppen der Agudas Jisroel legen gröunter Leitung eines tüchtigen Fachlehrers ein intensives Studium jüdisch-religiöser Literatur betrieben und so in ^?n'müizrs£m7lte*«3wS*S5 WKLKKLA7 *rw &Er ®runbftein ,reuer Im Lehrsaal halten die Zöglinge auch ihren eigenen Gottesdienst ab, bei dem sie selbst abwechselnd alle Funkdaß die Reorganisation nicht erfolgen nur durch die Ortsgruppen; evtl, wird finan. wf ja allein im Hinblick auf die nahende Kenessio Gedaulo/zielle Unterstützung bei den Jugendgruppen angeforausuben, und. dort war ich auch^ im sondern hauptsächlich zur Aktivierung der Ortsgruppe dert; als Einberüfer zeichnen nur die Ortsgruppen. Der iffd^mi^6iC5$ra£et nötig sei, die speziell hier in Wien die .hohe Mission habe, heutigen Jugend im Alter von 16 bis 21 Jahren fehlt UhUrh mlth. S« alle Gegensätze innerhalb der Orthodoxie auszugleichen größtenteils das Verständnis für Politik; ein Umstand, und namentlich Ost- und Westjuden zu vereinigen. Er der der Ausdehnung des Esra zugute gekommen ist. §^s1?5w<nsenhausEhrend? Wochen vor dem drückt am Schlüsse seiner Rede besonders herzlichst den jEvt. durch den R a b b i Ni s che n R a t der Agudas Jis- Jexusa^ms alltags um die Wunsch aus, daß die Aguda, di« jüngst das Glück hatte,!reol, dem sich ja auch der Esra unterstellt, wird dieser ein Fest ihres Führers, des Herrn Wolf Pappe.nheim, zu Organisation eine Vereinigung mit der Jugendorgani-' nn^-rnnn^^^n friih? feiern, ihn noch ungezählte Jahre an ihrer Spitz« sehen sation etwa unter der Firma: „Esra, Agudas Jisroel Sn^nm>n>r?ta£nt nni “unr^* möge. Der Antrag der Leitung auf Einberufung der Jugendorganisation" nahegelegt, das Hecht: bis zum!^L5lm;rh * -° Generalversammlung für Sonntag, den 24. Februar, Alter von etwa 15 Jahren bleibt der Jugendliche im feÄ Sn ebenso wie der der Einberufung und endgültigen Kon- Esra-) und geht alsdann von selbst zur Agudas Jisroel Im wÄ! Är-^in stituierung des Großen orthodoxen Parteirates wurden Jugendorganisation über. Die gegenwärtige Methode bloßen setz n E teik m Chore, teils in des Esra wird, soweit' tunlich, in die Agudas Jisroel fu.^ Jugendorganisation verpflanzt, die ihrerseits den Anschluß an die Führer der Agudas Jisroel beibehält und 5 Sit daher nicht zu einer Nur-Jugendbewegung ausartet. Ob Zeltes vorlregt und daß dlese Knaben wirklich - mit ku7°^mm-n Erden A-7-n^2°7d"L^r"'Ä7-' «Z-r,- ZJSZZL K m^tcrnb einer Aue. -ller Mühe, die sich ^in aus den würdigsten Ber. Ich halte dies sür den einzig d-nkdaren Weg. 1» 'LK« UnMigkeit der Äugendorganlsation der Agudas 'Jisr°"el n^wandten^ÄaLnik^omn^usznale/chen Ioniern nutb zuerhaiten, und darum soll an die grobe jüdisch« Oessent- M der beweglichen Tätigkeit der Esra-Gruppen zu ver- JP1“lerinfitterima |3Äf[r DMAube^pn und lichkeit appelliert werden, dem Waisenhaus« durch Ergleichen. Trotzdem glaube ich nicht, daß letzterer eine ^miinJSafiihrnSLJ „Sßh nw3ffrfnfn8bf0ibpn richtung von Gedächtnisstiftungen, die ja keine hohen Belange Dauer noch beschieden ist. Wenigstens nicht als daß meine Ausfuhrungen nicht ohne Erfolg bleiben prfr>r}1tf>}.n „^p,. „,,s ^nhow» W?is» a» .ftiffo au rurfohpcrlrsnur rJlriiytK« (iinv(iiv fi/naH werden. <ö. ö'. einstimmig angenommen. Esra und Agudas Jisroel-Jugendorganifation. '.'Die Sorge um die Zukunft drückt uns die Feder in die Hand. Ich habe Gelegenheit genommen, die ständige gesetzestreue Jugendbewegung. Die Gründe hierfür liegen ziemlich klar. Der formelle „formlose" Geist der moder- ITJ. AM» «»«tfAUAU OaU Anmerkung der Redaktion: Vorstehenden träge erfordern, oder auf Ändere» Weise zu Hilfe zu kommen. Bedeutet es ja schon «ine gewisse moralische Stütze für die Anstalt, wenn der «ine oder der andere ntzn Jugendbewegung ist ein Kind unserer Zeit, Es liegt Artikel fielen wir zur Diskussion und Höffen auf zahl- Qetev Z^stsn sich angelegt fühlen sollte, bei einem gegenwärtig das Gefühl der eigenen Vergesellschaftung in reiche Aeutzerungen aus Kreisen der Agudas Jrsroel - - - - - ■ ' - unserer Jugend, die Kampfansage an die bestehende über- Jugendorganisation wie des Esra. köMmene Form, und dies Gefühl treibt uns zu Arbeitsgemeinschaften, bei welchen der Erwachsene ausscheidet, hauchen versuchen, eine maßgebliche Rolle; leider aber aüsscheiden mußi Aber die geistige Führung liegt in den sind auch ihre Bemühungen bisher nicht erfolgreich. Händen der Autodidakten^. Die Anziehung, die" diese| H Da der Dtisrachi seinerseits jetzt auch-.Sindergruppen ins Leben gerufen fyat unb so dem Esra konsittlich-rellgröse .Neüorientlerung'unseres äebens dastehen Besuche des Weltkurvrtes, in dem man sonst nur genießende oder Heilung suchende Menschen sucht, auch einmal das Kriegswaisenhaus zu besichtigen. ' Er wird dann finden, daß in Baden nicht nur: körperliche Gebrechen geheilt werden, sondern auch ein'' Neubau errichtet wird, der Einmal vielleicht beispielgebend für eine t.:s) Auch.in der Agudas Jisroel spielen jetzt die Autokurrsert, so.könnte man die Esrasührer, die in der Agu- .wird. dwakten, die dem erstarrten Körper' neues Lebest einzudas Jisroel nicht Mitarbeiten wollen, dorthin verroeifen. I